Fakten 2.0 [Memory keeping]

Werbung ohne Auftrag. Eines meiner liebsten Projekte der vergangenen Jahre war mein Fakten-Minibook. Nach ziemlich genau 5 Jahren habe ich eine aktualisierte Variante gemacht – das 2.0 ist eine kleine Spielerei aus eben der 2. Variante und der Jahreszahl 2020.

Außen um das Cover ist eine transparente Folie, auf die ich den Titel aufgeklebt habe. Der Glitzer, der überall auf dem Cover ist, sollte eigentlich embosst werden – schön wäre, hätte ich im Vorfeld die Beschriftung gelesen, dass es eben KEIN Embossingpulver ist…

Ich hatte viel zu viele Bilder ausgedruckt und gefühlt die Hälfte aussortiert, damit diese auch noch Luft haben und wirken können.

Im Album habe ich auch die ein oder andere Spielerei wie diese Klappen eingebaut. Ich mag die ArtWalk-Kollektion von Heidi Swapp total gerne; die entspricht genau meinem Stil. Schade nur, dass es „nur“ ganz normales Scrapbookingpapier ist, ich hätte gerne durch Strukturpasten etc. noch mehr Leben in das Album gebracht.

Manche Papiere musste ich ein wenig abmildern oder aufpeppen wie auf dieser Doppelseite. Links habe ich mit Gesso und Stencils gearbeitet, rechts als Layering für das Bild Gesso mit einer Spachtel verstrichen.

Hier ein älteres Bild aus der Entstehungszeit des Minialbums. Der Text war mir deutlich zu privat, daher gibt es hier nur die unvollständige Version *g*

Hinter dem Bild des Hummus‘ ist eine Tasche, in der ein ziemlich großer Tag steckt. Ich mag das ganz gerne, wenn ein paar interaktive Elemente in so einem Album sind. Die rechte Seite habe ich ganz bewusst leer gelassen; durch die Farben ist hier schon ziemlich viel Action.

Manchmal braucht es gar nicht viel, um eine Seite zu gestalten. Die Sticker von Rosies Studio passen einfach perfekt zu den Papieren und den fröhlich bunten Cocktails. Ich habe damals extra die Kellnerin gebeten, mich noch kurz ein Bild von den Drinks auf dem Tablett machen zu lassen, bevor sie diese verteilte.

Wer mir auf Insta folgt, kennt meine Leidenschaft: die Basketballmannschaft von ratiopharm Ulm. Natürlich wollte ich auch diese in dem wilden Sammelsurium haben, aus dem der Inhalt besteht. Ich habe dort so tolle Freundschaften geknüpft, die müssen unbedingt festgehalten werden. Und ein Selfie mit einem meiner liebsten Spieler musste natürlich auch mit rein. Da komme ich mir mit meinen 181 cm richtig klein vor…

Es ist so schön, wie sich die Bilder vom Hintergrund abheben. Egal, ob das Bild aus dem Botanischen Garten in Augsburg, der Blautopf oder die Wasserfälle in Bad Urach – irgendwie wirken die Motive in Kombination mit den Papieren regelrecht tropisch.

Auch hier habe ich wieder eine Klappe eingebaut. Beim Anbringen der Fotos habe ich aber leider nicht berücksichtigt, dass ich das Bild vom See knicken muss, um die Klappe zu öffnen… Den Text dahinter habe ich – so wie rechts – auf Butterbrotpapier geschrieben. Allerdings ist dieser ziemlich privat….

Bei vielen Bildern habe ich lediglich Ort und Datum ergänzt, weil diese für sich sprechen. Ich versuche, je Doppelseite ein ähnliches Motiv zu wählen, wenn ich auf beiden Seiten Bilder haben möchte. Auch Komplementärfarben mag ich ziemlich gerne so wie bei dem Bild aus Bologna Blaues Papier – Orangefarbenes Motiv. Um das alles nicht zu krass zu machen, wiederholen sich aber auch Farben in Bild und Papier – Sonnenuntergang in Kopenhagen – Gelbes Muster.

Themen wie Spiritualität beschäftigen mich im Moment ungemein. Meditation, Klein Tibet und das Buddha-Tattoo – alle Seiten folgen direkt hintereinander. Dabei habe ich mich einfach intuitiv von den Seiten insprieren lassen, welches Bild auf welchem Papier platziert werden würde.

Das Leben schreibt wie so häufig die schönsten Geschichten. Letztes Jahr habe ich Jenni nach über 6 Jahren mal wiedergesehen – ganz zufällig und in Helsinki! Ohne, dass wir voneinander wussten, haben wir uns zeitgleich dort aufgehalten.

Vor drei oder vier Jahren habe ich Mel bei ihrem Reha-Aufenthalt in Geesthacht besucht und an diesem Tag auch Eileen wieder gesehen. Es ist doch schön, wenn Freundschaften aus der virtuellen Blase auch in der Realität Bestand haben.

Auch bei diesen Layouts habe ich eigentlich ganz wenig gestaltet, weil das Papier schon so lebendig ist. Mir waren eigentlich nur die Kontraste wichtig, damit die Bilder nicht untergehen….

Minimale Deko auf der einen Seite, interaktives Element im hinteren Cover. Das Minibook habe ich gegenüber Mel als Therapiescrappen bezeichnet. Daher sind meine Texte ungewöhnlich lang geworden für mich bei den Tags. Diese habe ich aus hellen Abschnitten der verwendeten Papiere gefertigt. Da meine Seiten unterschiedliche Formate [max. 12″ x 8″, gefaltet dann 6″ x 8″] haben, sind genügend große Scraps übrig geblieben. Ich bin so froh, dass ich dieses Projekt mal wieder gestartet habe. Hoffentlich vergehen nicht wieder 5 Jahre, bis ich die unterschiedlichen Facetten, aus denen mein Leben besteht, verscrappe.

Don’t be tamed [Art Journal]

Werbung ohne Auftrag. Ich hatte jetzt Ende Mai zwei Wochen Urlaub. Eigentlich wäre ich in dieser Zeit für 10 Tage in Island gewesen – ein Geschenk an mich selbst zum Geburtstag. Naja, wir wissen alle, was grade los ist, von daher habe ich nun die Zeit zu Hause verbracht. Nach vielen Monaten ging es für mich auch mal wieder an meinen Arbeitstisch und ich habe ein wenig vor mich hin gematscht. Ergebnis ist diese Seite, von der ich noch nicht wirklich weiß, ob ich sie mag oder nicht.

Inspiriert zu dem Mandala-artigen Punktkreis wurde ich von Steffis Steinen. Für den ersten Versuch mag ich es sogar ganz gerne. Blöderweise habe ich den Hintergrund ziemlich einheitlich gelassen, bevor ich begonnen habe, die Punkte aufs Papier zu bringen – die linke Seite, die schon vorhanden war, gefällt mir aufgrund der unterschiedlichen Blautöne deutlich besser.

Ich mag es sehr gerne, die Silhouette hervorzuheben. Zum einen kann ich so ein bisschen schummeln, so die Farbe unter die Stencil gelaufen war, zum anderen gibt es durch die Crayons nochmal mehr Tiefe. Um Arme und Kopf habe ich die Farbe so gelassen, wie ich sie aufgetragen habe, ab dem Torso abwärts habe ich diese mit den Fingern verschmiert und mit dem Hintergrund verblendet, so dass die Umgebungsfarbe etwas aufgehellt wurde und wie ein Schein oder ein Gegenlicht wirkt.

Irgenwie mag ich die Seite ja schon, wenn nicht genau der Farbkontrast Rosa/Blau wäre. Das hat sowas von Gender – diese uns auferlegten Zwänge von außen sind doch einfach Bullshit…. ich hatte tatsächlich einfach noch ein wenig Rosa in meinem Pinsel, so dass ich ohne nachzudenken die Craft-farbene Seite damit bemalt habe. Das Blau war ja schon da. Mir ist die Rosa-Hellblau-Falle tatsächlich erst später aufgefallen, aber ich denke, dass ich das Beste daraus gemacht habe.

Poutine Quebec-Style [Soulfood]

Werbung ohne Auftrag. Kennt Ihr Poutine? Von dem kanadischen Nationalgericht hatte ich schon das ein oder andere Mal gelesen [ich verschlinge ja diese kitschigen Liebesromane….], es bis März aber noch nie gekostet. Am Wochenende vor dem Lockdown war ich mit Freunden in Hamburg. Eigentlich hätte unser Team gegen die Hamburg Towers spielen sollen, aber die BBL hat ja nun erstmal alle Spiele auf Eis gelegt und spielt im Juni ein Playoff-Turnier… Jedenfalls war ich mit meiner guten Freundin N. in der Stadt unterwegs, als wir Sonntag Mittag Hunger bekamen. Ganz in der Nähe des Jungfernstiegs gibt es einen tollen Frittenladen, wo wir eben Poutine aßen und zum Nachtisch Churros.

Wieder zu Hause wollte ich nun definitiv auch das ein oder andere Mal diesen wirklich leckeren Snack aus Pommes, geschmolzenem Käse und Bratensoße genießen. Ulm wird zwar mittlerweile auch ein wenig urbaner, aber Pizza- und Kaffeehausketten bieten halt auch nur standardisierte Gerichte. Also habe ich ein wenig im Netz gestöbert und mir ein Rezept für die selbst gemachte Sauce aus verschiedenen zusammengebastelt. Ich mag dieses Fast Food gerne am Wochenende essen – perfekt für einen Freitagabend nach einer langen, anstrengenden Arbeitswoche…

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 600 Milliliter Brühe (Gemüse, Fleisch)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 30 Gramm Butter
  • 30 Gramm Mehl
  • 1 EL Pfefferkörner in Lake
  • Salz, Pfeffer

ca. 250 g Cheddar, 750 g Steakhouse Pommes

ZUBEREITUNG

Die Pommes auf ein oder zwei Backbleche geben und nach Packungsanweisung im Ofen garen. Den Cheddar in Stücke schneiden [oder bereits fertig geriebenen kaufen].

Für die Soße die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen, klein schneiden und in einem großen Topf in Butter anbraten, Mehl dazu geben und zu einer Mehlschwitze verrühren. Mit der Brühe – ich verwende gerne Gemüsebrühe – und der Worcestershiresauce aufgießen und die Soße zum Kochen bringen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei schwacher Hitze ungefähr 10 – 15 Minuten köcheln lassen. Die Pfefferkörner hinzugeben, eventuell pürieren.

Die Pommes aus dem Ofen nehmen und kräftig würzen. Ich mag gerne eine Mischung aus Salz, Kräutersalz und Räucherpaprika. Für die Poutine die Pommes auf einem Teller anrichten, die Cheese Curds darüber streuen und mit der Bratensoße übergießen. Als Topping mag ich gerne entweder Bärlauch, Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch – gerne auch mit Blüten…

Tipps

Ich habe mich bei der Zugabe des Mehls beim ersten Mal ziemlich verschätzt und hatte etwa doppelt oder dreimal soviel Sauce wie benötigt, als die Konsistenz endlich stimmte. Was also tun? Ich habe einige Gläser etwa zur Hälfte oder 2/3 gefüllt und diese eingefroren. Die Gläser erstmal nur mit lose aufgelegtem Deckel einfrieren und, wenn der Inhalt gefroren ist, verschließen. Zum Servieren nach dem Auftauen mit Wasser aufkochen und eventuell nach dem Aufkochen nochmals durchpürieren, um eine schöne Konsistenz zu erreichen. Wichtiger Geschmacksträger der Sauce ist die Worcestersauce. Wenn die Sauce wie bei mir mit Gemüsebrühe gekocht wird, kann man gerne kräftiger würzen. Ich mag die Sauce gerne ziemlich dickflüssig, man kann aber natürlich gerne etwas mehr Brühe dazu geben.

Instagram Interior Challenge

Werbung ohne Auftrag. Im April fand mal wieder eine #instagraminteriorchallenge statt. Ich freue mich jedes Mal wieder darauf, auch wenn ich verschärfte Bedingungen in Form einer großen Baustelle [Esszimmer und Küche bekamen neue Heizungsleitungen, daher war der Boden geöffnet, Küche ausgebaut und überhaupt überall das reinste Chaos] zu bewältigen hatte. Nicht so schön, wenn es um Interior geht….

Tag 1 hatte das Thema ME. Nach einem langen Tag im Büro und auf der Baustelle habe ich abends nur kurz ein Selfie vor der rohen Esszimmerwand gemacht, Filter drüber und ein klein wenig über mich erzählt….

An Tag 2 geht es um die FAVOURITE INTERIOR COLOR, also die liebste Farbe in Sachen Einrichtung. Ich mag Grau so sehr, daher tagge ich meine Bilder auch mit #mygreyhome. Die Farbe ist so herrlich neutral, verleiht Struktur und gibt Tiefe. Meine perfekte Akzent- oder auch Kombifarbe dazu ist Türkis so wie bei dem Bild oben in meinem Bad. Den Teppich habe ich aus Tel Aviv mitgebracht, wo ich ihn in einem kleinen Laden in Jaffa entdeckte. So opulente Muster sind eigentlich gar nicht meines, aber hier passt er einfach perfekt, um die klaren Linien aufzubrechen. Da in meiner Wohnung viele unterschiedliche Hölzer vorhanden sind, sind das meine Farben, um deren Dominanz runterzubrechen.

FINALLY TIME FOR Farbe hieß es an Tag 3 der Challenge. Ich war echt happy, als meine Eltern und ich auch in der Küche den neuen Unterboden verlegt hatten und ich mir endlich die Farbroller schnappen konnte. Weißeln gehört zwar nicht unbedingt zu meinen liebsten Tätigkeiten, aber so war nun endlich ein Ende in Sicht – zumindest der gröbste Dreck gehörte [so dachte ich da noch] der Vergangenheit an….

Was gibt es schöneres als einen neuen PLACE TO SIT? Ich stöbere so gerne bei Jolg und in der Woche zuvor hatte ich dieses Schätzchen entdeckt. In der Küche habe ich einen kleinen Frühstückstisch und genau dafür ist der Hocker gedacht. Er ist etwas höher als der, den ich zuvor hatte, deutlich stabiler und einfach richtig.

Tja, was soll ich nur zum Thema WINDOW VIEW sagen. Reichlich unspektakulär, nicht wahr?! Ich wohn halt auf dem Dorf und da ist der nächste Nachbar nicht weit….

Die rostige Metallplatte ist mein FAVOURITE INTERIOR THING. Ich mag vor allem die Kombination mit dem abgeranzten Holzbrett, dass ich mal am Innufer gefunden habe. Die Vase ist ein Becher vom lokalen Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt. Was mir daran besonders gut gefällt ist, dass die Glasur nicht so langweilig einheitlich ist. Die kleinen Holzbuchstaben habe ich mir in der Tagträumerei in Ulm gegönnt.

Ich war echt happy, dass das Thema KITCHEN ziemlich spät dran kam, so dass ich zumindest schon mal ein eingeräumtes Regal vorzeigen konnte. Eine Woche früher und ich hätte wahrscheinlich noch den offenen Boden fotografiert…

Früher war die Fensterbank in der Küche voll mit Pflanzen. Da in letzter Zeit aber einige das Zeitliche gesegnet haben, gibt es momentan deutlich weniger PLANTS, die dann aber hoffentlich regelmäßiger von mir gegossen werden.

Der Küchenstuhl stand jahrzehntelang bei meiner Oma in der Küche. Die Gebrauchsspuren möchte ich keinesfalls weg restaurieren. Er ist einfach so wie er ist – SIMPLE BUT GOOD. Genau das sind auch die diversen Bücher und Bildbände, die ich da ins rechte Licht gerückt habe, und auch der kleine Globus vom Flohmarkt.

Ich mag die Kombi aus Vintage [Globus vom Flohmarkt – again…] und Skandi-Schick [Bilder von Dear Sam, Bettwäsche von Marimekko] extrem gerne. Wenn ich jetzt dann endlich einmal meinen BEDROOM umgestellt habe, was ich mir bestimmt seit 4 Jahren vornehme, dann wird das Zimmer noch viel hübscher und kuscheliger sein…

LIGHT. Ich hatte mir überlegt, ob ich meine wunderschöne Schreibtischlampe fotografieren soll, die mein Papa schon länger besitzt, als er Papa ist. Aber dann hat die Sonne so toll auf den Esszimmertisch – den ich mitsamt den Stühlen von den Großeltern geerbt habe – dass ich sofort wusste: das ist das Bild für dieses Thema. Und meine morgendliche Tasse Tee ist so ein wunderschönes Ritual….

Was hat es nur mit diesem FAVOURITE INTERIOR PLACE auf sich, dass ich gerade diesen Platz fotografiert habe? Vor mittlerweile deutlich mehr als 20 Jahren habe ich meine erste Ausbildung begonnen. Um den Gesellenbrief als Schreinerin zu erhalten, habe ich dieses Möbelstück entworfen und gebaut. Ich mag es immer noch sehr und bin der Meinung, dass man nicht sieht, dass das aus 1999 stammt.

Die Wohnung ist noch immer nicht wirklich vorzeigbar, aber meine Vorliebe für schöne Dinge ist schon wieder deutlich zu erkennen. Ich mag es ja wirklich schlicht, geradlinig und zeitlos. Deswegen steht hier zwar durchaus Dekokram rum, aber eben ohne Schnörkel, sondern in ganz klaren Formen – passend zum Thema SHAPES.

SUPPORT – allgegenwärtig in der aktuellen Zeit. Mir persönlich war es wichtig, mal darauf hinzuweisen, dass nicht nur kleine Businesses momentan unterstützt werden sollten, sondern auch der Handwerker von nebenan, der manchmal eine One-Man-Show ist, oft aber Angestellte hat. Was bringt mir die tollste Deko, wenn die Wasserleitung undicht ist oder die Fenster ziehen? Die Handwerker halten den Laden am Laufen, zahlen Steuern und kommen im Notfall auch nachts oder am Wochenende vorbei. Sinnbildlich dafür steht der Schrank in meinem Bad, der eben nicht von der Stange der Möbelindustrie ist, sondern nach meinen Plänen vom Schreinere meines Vertrauens [in dem Fall von meinem Papa] gebaut wurde.

Wie DANKBAR bin ich für meinen Minigarten. Natürlich habe ich da immer was zu werkeln und häufig reicht die Zeit nicht wirklich dafür aus, aber an dem Tag hatte es nach viel zu vielen Wochen endlich mal wieder geregnet. Aufgrund der Pollen hatte ich in der Woche zuvor eine Bindehautentzündung [Frage meines Chefs: „Gekifft oder allergische Reaktion?“] und ich habe es so genossen, mal wieder rausgehen zu können, ohne dass das Auge getränt hat.

Celebrate [Cardmaking]

Werbung ohne Auftrag. Hier ist die zweite Karte, die ich für meine Kunde zu deren jeweiligen Geburtstagen im März gestaltet habe. Auch hier sind die Stempel wieder von AALL & Create und Kesi Arts. Eigentlich sind die ja eher für Mixed Media, dafür habe ich sie mir auch gekauft. In den letzten Monaten habe ich so gut wie gar nicht kreativ gearbeitet – während des Lockdowns habe ich mit meinem Papa Küche und Esszimmer renoviert. Aktuell habe ich Urlaub und mal wieder ein Minibook gewerkelt. Dieses muss ich nur noch fotografieren….

Celebrate [Cardmaking]

Werbung ohne Auftrag. Im März hatten zwei meiner liebsten Kunden Geburtstag. Für mich war klar, dass ich Ihnen unbedingt über meinen Kollegen vom Außendienst Grüße zukommen lassen wollte. Karten sind ja nicht unbedingt meine Spezialität, aber mit den tollen Stempeln von AALL & Create und etwas Farbpulver von Lindy’s gefällt mir da Ergebnis außerordentlich gut.

Thanks [Cardmaking]

Werbung ohne Auftrag. Gestern ging bei uns am Standort eine Ära zu Ende: ein Kollege ging nach 47.5 Jahren Betriebszugehörigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Für die Karte habe ich erstmals nach Monaten mein Arbeitszimmer genutzt. Karten für Männer sind ja nicht unbedingt meine Spezialität, mache ich mittlerweile aber am häufigsten.

Diese hier ist total simpel gestaltet: das PP im Hintergrund ist ebenso wie das Transparency von Rosies Studio, die Blüte im Vordergrund habe ich mit einer Die von Kesi Arts ausgestanzt. Einige Kleckse mit irRESISTibles in schwarz und dazu noch ein wenig weiß und mit Tackerklammern abrunden.

Ursprünglich hatte ich mir was völlig anderes vorgestellt, aber wenn dann elementare Dinge fehlen…. ich hab durchaus viel Material und auch Werkzeug, aber es geht immer noch mehr.

Pizza Bianco – fünf Käsesorten, rote Zwiebeln und Bärlauch [Soulfood]

Werbung ohne Auftrag. Bei uns im Dorf gibt es eine Stelle, an der ich jetzt im Frühjahr nicht vorbei komme. An der Ostseite unseres Schlossbergs wächst wilder Bärlauch. Kräuter sind für mich der Inbegriff erwachender Natur und im Frühling schmecken sie mir am allerbesten. Heute habe ich mir eine Pizza Bianco gebacken, bei der ganz klar mein Lieblingskraut im Fokus steht. Für die Vorratshaltung bzw. Konservierung schneide ich die Blätter in feine Streifen, die ich mit Öl übergieße. Alternativ kann man Bärlauch auch einfrieren. Trocknen ist keine gute Alternative – da geht ganz viel Geschmack verloren.

Zutaten

400 g Mehl [ich verwende Tipo 00], 42 g Hefe, etwas Agavensirup, 1 TL Salz, 2 EL Olivenöl, Wasser

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Hefeteig kneten und gehen lassen.

150 g Frischkäse, 100 g Parmesan, 2 – 3 TL Bärlauchblätter in Öl, 50 – 100 g Gorgonzola mild, 125 g Mascarpone, 1 Kugel Büffelmozzarella, 1 rote Zwiebel, Meersalz

Während der Teig geht aus Frischkäse, geriebenem Parmesan und Bärlauch eine Paste mischen. Gorgonzola und Büffelmozzarella in Stücke zupfen, die Zwiebel abziehen und in feine Scheiben hobeln. Den Ofen vorheizen – meiner hat eine Pizzastufe mit 200 C.

Den Teig auf die Größe des verwendeten Backblechs ausrollen und auf das Blech geben. Ich habe den Teig heute so gut hinbekommen, dass ich noch nicht mal Öl verstreichen musste… mit der Bärlauch-Käse-Mischung bestreichen. Mozzarella- und Gorgonzolastückchen gleichmäßig verteilen, Mascarpone in Flocken darauf geben. Die Zwiebeln darüber streuen und im Ofen goldbraun backen.

Vor dem Servieren in Stücke schneiden, mit Meersalz bestreuen und eventuell nochmals Bärlauch darüber geben.

Fusion-Burger mit Sprossen, Pastinake, Hummus und Koriander-Chili-Paste

Werbung ohne Auftrag. Im Winter esse ich viel zu ungesund und deutlich weniger frisches Gemüse, als mir gut täte. Als ich dann während eine Mittagspause im Gartencenter war, um Sämereien für mein geplantes Heilkräuterbeet zu beschaffen, entdeckte ich Sprossengläser und jede Menge Keimmischungen. Perfekt! Sprossen sind gesund auch mit einem eher dunkelbraunen gesegnet gibt es frische Vitamine das ganze Jahr über. Im Prinzip muss man die kleinen Körnchen nur zweimal täglich in frischem Wasser schwenken und wieder gut abtropfen lassen. Nach kurzer Zeit sprießt dann das frische Grün. Neben leckeren Burgern können damit auch Bowls, Salate oder einfach nur das feine Käsebrot getoppt werden. Je länger man die Sprossen wachsen lässt, desto milder werden diese.

Gerade, als die Sprossen erntereif waren, habe ich dann im Unverpacktladen meines Vertrauens auch noch Pastinaken geschenkt bekommen. Pur wären mir diese zu süßlich, aber meinem Burger gaben sie genau den richtigen Geschmack. Für das Topping habe ich mich dann noch an der orientalischen Küche bedient und munter Hummus und eine Art Zhoug im Burger Bun versteckt. Yummie!

Zutaten für 8 Burger Buns

  • 280 Milliliter Milch
  • 60 Gramm Butter
  • 20 Gramm Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 500 Gramm Mehl (Type 550)
  • 1 Bio-Ei
  • 1 TL Salz
  • Öl (zum Bearbeiten)
  • Mehl (zum Bearbeiten)
  • 3 EL Milch (zum Bestreichen)
  • Sesam oder Mohn (zum Bestreuen)

ZUBEREITUNG

  1. Milch und Butter in einem kleinen Topf auf kleinster Stufe lauwarm erwärmen, bis die Butter gerade eben geschmolzen ist. Topf vom Herd ziehen.
  2. Hefe und Zucker dazugeben und rühren, bis sich Zucker und Hefe gelöst haben. Mehl in eine Rührschüssel geben, Hefemilch dazugießen und mit den Knethaken des Handrührers etwa 2 Minuten kneten.
  3. Ei und Salz hinzugeben und etwa weitere 2 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Teig mit den Händen zu einer Kugel formen und in eine geölte Schüssel geben. Etwas Mehl darüberstäuben, mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Küchentuch abdecken und etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Den Teig nochmals mit den Händen auf wenig Mehl durchkneten, in 8 Portionen teilen und zu Kugeln formen. Diese mit Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwas flach drücken. Brötchen nochmals 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen.
  6. Die Brötchen dünn mit Milch bestreichen und mit Sesam bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene in etwa 25 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Zutaten für Burger Patties

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 – 3 kleine Pastinaken
  • 3 EL Olivenöl
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 3 EL Panko (japanische Semmelbrösel)
  • 1 Ei
  • 1 EL Ajvar
  • 200 g Feta

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebeln und Pastinaken schälen und in kleinstmögliche Würfel schneiden. In 1 TL Öl weich dünsten. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  2. Hackfleisch mit Ei, Panko und Ajvar zu einer homogenen Masse verrühren.
  3. Gemüse locker unterheben – die Masse ist relativ fluffig. Feta in gleich große Würfel schneiden.
  4. Pattiemasse in der Handfläche verteilen, einen Käsewürfel darauf geben und mit dem Hack ummanteln. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Burgerpatties darin garen.

Die Rezepte für Hummus und die Koriander-Chili-Paste habe ich bereits vor längerer Zeit verbloggt. Die Zutaten einfach nach Lust und Laune auf den Burger Buns stapeln. Ich habe dazu Radieschensprossen kombiniert, die aber schon ziemlich mild waren. Hach, könnt ich jetzt sofort wieder essen!

Oil Cleansing Method

Werbung ohne Auftrag. Vor einigen Jahren bin ich beim Surfen im Netz über die OIL CLEANSING METHOD gestolpert. Gesichtsreinigung mit Öl – und das soll funktionieren? Schon damals habe ich festgestellt, dass das meiner sensiblen Haut echt gut tut. Tatsache ist aber auch, dass ich dann wieder aufgehört habe, die Methode anzuwenden, da sie schon um einiges zeitaufwändiger ist als „normale“ Gesichtsreinigung. Neben dem was ich über Nahrung zu mir nehme, hinterfrage ich auch immer mehr, welche Kosmetikprodukte ich benutze. Die Haut ist unser größtes Organ und es bringt mich zum Grübeln, wenn man sich überlegt, wie viel Chemie man in seinem Leben schon draufgeschmiert oder -gesprüht hat.

Was ist die Oil Cleansing Methode – kurz OCM?

Wie der Name schon erahnen lässt, erfolgt die Reinigung der Haut ausschließlich mit Öl. Dies kommt einem gerade mit fettiger oder Mischhaut sicher erstmal etwas seltsam vor, da man ja eigentlich reinigt, um das überschüssige Fett loszuwerden.

Das Problem von herkömmlichen Gesichtsreinigungsprodukten mit Alkohol oder auf Seifenbasis ist meistens, dass sie sämtliches Fett auf der Haut entfernen. Dies hat zur Folge, das die Haut übermäßig viel Talg nachproduziert, damit die Poren nicht austrocknen. Die Haut fettet schneller und stärker nach und wird großporiger. Neigt man zu Pickeln und Mitessern, können sich die Hautunreinheiten deshalb sogar noch verstärken.

Die OCM folgt im Gegensatz dazu dem Prinzip, dass sich Öl am besten mit Öl entfernen lässt. Bei dieser sanften Reinigung mit einer speziellen Öl-Mischung und heißem Wasser soll der natürlich Fetthaushalt der Haut erhalten bzw. wieder hergestellt werden. Der Schmutz wird durch das Öl gebunden und dann durch das heiße Wasser mit abgewaschen. Diese Methode eignet sich für alle Hauttypen, und auch für Problemhaut mit Akne oder Neurodermitis.

Durch die verwendeten Öle wird die Haut außerdem super weich und geschmeidig, abgestorbene Hautschuppen werden entfernt und Mitesser verschwinden. Selbst Unreinheiten, welche tief unter der Haut liegen, werden nach und nach aufgeweicht, verschwinden direkt durch die Reinigung oder lassen sie sich im Anschluss deutlich leichter entfernen.

Die Reinigung wird mit einer Mischung aus mindestens zwei Ölen durchgeführt:

  • Rizinusöl
  • Je nach Hauttyp: Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl, Kokosöl oder dein spezielles Lieblingsöl oder eben auch eine Mischung [aktuell habe ich einen Tropfen Teebaumöl in meiner Mischung, da ich im Moment mit vielen Unreinheiten zu kämpfen habe. Ich fühle mich wie ein Teenager, wenn ich in den Spiegel sehe….]

Die eigentlich reinigende Wirkung geht vom Rizinusöl [Englisch: Castoroil] aus, da dieses den Schmutz binden kann, antibakteriell und adstringierend [die Poren verkleinernd] wirkt. Da es die Haut jedoch eher austrocknet, wählt man je nach Hauttyp ein spezielles Mischungsverhältnis mit einem der beschriebenen anderen Öle:

  • 30% Rizinusöl bei fettiger Haut
  • 20% Rizinusöl bei normaler Haut
  • 10% Rizinusöl bei trockener Haut.

So funktionierts:

  1. Das gewünschte Mischungsverhältnis der Öle direkt in der Hand oder in einem kleinen Fläschchen zusammenrühren – meine Flaschengröße ist etwa 50 ml, das reicht für ein bis drei Wochen je nach Anwendungshäufigkeit.
  2. Münzgroße Menge Öl in den Händen verreiben und so etwas erwärmen.
  3. Das Öl mit den Händen auf dem gesamten [trockenen, nicht gereinigten] Gesicht verteilen und mindestens 2 Minuten einmassieren.
  4. Einen Waschlappen in sehr warmes Wasser tauchen, auswringen und über das gesamte Gesicht legen, bis er wieder abgekühlt ist. Der Dampf öffnet die Poren.
  5. 3 – 4 Mal wiederholen.
  6. Beim letzten Durchgang noch überschüssiges Öl sanft mit dem Waschlappen entfernen ohne zu reiben.
  7. Die Haut sollte jetzt schön rosa aussehen und sich wie ein Babypopo anfühlen.
  8. Falls die Haut etwas spannt, gebe ich etwas von meiner Body Whip ins Gesicht und klopfe diese vorsichtig ein.

Laut Originalanleitung soll diese Reinigung regelmäßig aber nicht täglich durchgeführt werden, da sie die Haut durch das Rizinusöl austrocken kann. Muss man je nach Hautbeschaffenheit eine Weile ausprobieren, am Mischverhältnis schrauben und schauen was passiert.

Gut zu wissen:

  • Zu Beginn kann es sein, dass sich das Hautbild vorübergehend verschlechtert oder man das Gefühl hat, die Haut produziert mehr Fett als vorher. Dies ist während der Umstellung total normal und geht vorbei.
  • Nach ca. 1 – 2  Wochen sollte sich die Haut angepasst haben und spätestens dann werden die positiven Ergebnisse sichtbar.