Jahresrückblick 2020

Ich hoffe, Ihr hattet einen guten Jahreswechsel. Lang habe ich mir überlegt, ob ich einen Rückblick auf 2020 schreiben möchte. Jedoch habe ich beim scrollen durch meine Bilder einige wirklich schöne Erinnerungen gehabt, so dass ich dann doch nicht darauf verzichten wollte. Nehmt Euch ein Heißgetränk Eurer Wahl und auch einen Keks, das wird ein Roman werden….

Januar 2020 – Corona, Quarantäne, Lockdown. Das sind alles noch Vokabeln, die keinesfalls in unserem aktiven Wortschatz sind zu Jahresbeginn. Tatsächlich war ich noch einige Male beim Basketball, habe Freunde getroffen und meine Stimmbänder strapaziert. Zu der Zeit habe ich mich viel mit selbstgemachten Cremes und Heilkräutern beschäftigt. Ich habe meine allererste Mala selbst geknüpft und eine Vogelfutterstelle gebaut. Neben diversen Blogpostings zu meinem December Daily hatte ich auch zum Jahresstart einige Ideen gegen den Januarblues gepostet.

Im Februar hat uns vor allem ein Sturmtief beschäftigt. Eigentlich wollte ich mit einem Freund nach Bonn fahren, um mir dort das Spiel unserer Mannschaft anzusehen. Wurde leider abgesagt, eben aufgrund des Orkans. In der Firma hat dieser ziemliche Schäden angerichtet und so war auch hier die Stimmung ziemlich am Boden. Ich habe damals den Sonntag genutzt und bin nach Füssen gefahren, um mir dort den Sonntag zu vertreiben. Auf dem Blog ging es bei mir hauptsächlich um Pflege von innen und außen, Ingwer-Honig, Körperbutter und Oil Cleansing Method sind hier die Schlagwörter.

Im März, ganz kurz vor dem Lockdown, habe ich die einzige Reise in 2020 nach Hamburg unternommen. Mit einer Freundin war ich dort. Wir hatten den Trip bereits im November zuvor gebucht, nachdem die Easy Credit BBL den Spielplan veröffentlicht hatte. Die Heimreise war dann tatsächlich ziemlich gespenstisch: Small Talk an der Security, maximal 25 Personen im Flugzeug und während wir die 2 h Wartezeit auf den Fernbus nach Ulm in Stuttgart überbrückten, sahen wir vielleicht 5 Personen im Terminal. Unser aller Leben hat sich Mitte des Monats drastisch verändert; Schulen und Geschäfte waren geschlossen, Corona dominierte mittlerweile komplett die Nachrichten. Wie so viele andere auch habe ich die erzwungene Auszeit genutzt, um einige lang geplante Renovierungsarbeiten in Angriff zu nehmen: in Küche und Esszimmer wurde der komplette Boden entfernt, die Heizungsleitungen ausgetauscht und dann alles wieder frisch aufgebaut. Dementsprechend habe ich auch kaum gebloggt, es gab lediglich ein Burger-Rezept.

Im April habe ich an der Instagram Interior Challenge teilgenommen. Das war mit der Baustelle gar nicht so einfach! Die Wand hinter dem Stuhl war nämlich total herausfordernd: die frisch montierten Rigipsplatten haben sich, nachdem sie verspachtelt und grundiert waren, einfach mal von der Wand gelöst. Zu dem Zeitpunkt war kaum an Material zu kommen, und meine Nerven waren auch ziemlich am Boden. Nachdem hier also das Leben tobte und gleichzeitig irgendwie alles dennoch ziemlich unter dem Corona-Schleier lag, ging mein Blog immer mehr in den Lockdown… ich konnte einfach keine Energiereserven fürs Bloggen frei machen.

Im Mai ging es dann immer häufiger an den See für mich. Dieser liegt total praktisch auf dem Heimweg vom Büro, so dass ich gerne auch mal zum Feierabend noch dort einen Stopp einlege. Genauso gerne bin ich jedoch auch schon am Wochenende zum Sonnenaufgang dort, wenn maximal die Fischer des örtlichen Fischereivereins dort sind. Ende des Monats hatte ich dann auch einige Tage frei. Eigentlich wäre ich da nach Island geflogen, um mir einen lang gehegten Traum zu erfüllen, aber aus bekannten Gründen habe ich darauf verzichtet. Endlich war ich auch mal wieder kreativ: ich habe einige Karten gewerkelt und nach mehreren Monaten Abstinenz in meinem Art Journal weiter gearbeitet. Besonders mochte ich aber auch die Poutine, die ich immer wieder gerne aß.

Nachdem während des Lockdowns meine Haare wirklich lang wurden, konnte ich im Juni endlich mal wieder meine Freundin treffen, die mir nicht nur einen ziemlich coolen Pixie schnitt, sondern auch ordentlich Farbe verpasste. Mein innerer Hippie durfte dennoch ganz gewaltig raus: mittlerweile nenne ich 6 Malas mein Eigen. Eine davon habe ich im Urlaub zusammen mit Vicky in einem Zoom-Meeting kreiert. Dazu habe ich auch mal wieder ein Minibook gewerkelt – neben meinem December Daily das einzig größere Projekt, das ich in 2020 umsetzte. Jedoch mag ich das sehr gerne mit den fröhlichen Papieren im Mixed Media Look. Auch ein kleiner Ausflug war noch drin in meinem Urlaub und auch die Sommersonnenwende habe ich zelebriert.

Im Juli konnte ich sehr kurzfristig einen Termin mit dem Tattoo-Artist meines Vertrauens vereinbaren. Seither ziert diese Lotusblüte mein Handgelenk. Dennoch ist das so dezent, dass diese unter meiner Uhr verschwindet. Mit einigen Kollegen traf ich mich an einem Wochenende in meinem Garten für einen gemütlichen Abend. Während des gesamten Sommers habe ich diesen wirklich noch mehr zu schätzen gelernt als bisher. Jedoch wurde aus dem Abend dann früher Sonntag morgen; die letzten beiden saßen Sonntag Morgen um 6 Uhr im Taxi…. Oftmals bin ich im Sommer dann abends noch eine Runde laufen gewesen. Das tat echt gut als Ausgleich!

Auch mein August hat sich hauptsächlich in der Natur abgespielt, entweder am See wie hier frühmorgens oder im Garten. Nach langer Zeit war ich dann auch mal wieder in der Staudengärtnerei und habe mir einige wirklich hübsche Pflanzen gegönnt. Dafür habe ich mir dann kleine Helfer gebaut. Beim Chat mit Nina habe ich dann erstmals mein nächstes großes Projekt formuliert. Nachdem ich jedes Wochenende mit der Sonne aufstand, konnte ich dann auch einige schöne Stunden auf dem schattigen Freisitz genießen. Genuss gab es auch in Form von Obatzda, Brombeertarte und Caprese-Dip.

Im September bin ich nach jahrelangem Gedankenspiel endlich zur Tat geschritten, und habe mein Schlafzimmer endlich umgestaltet. Das bisherige Bett steht nun im Erdgeschoss. Hier muss ich nun noch ein wenig umdekorieren und dann ist auch das Gästezimmer fertig. Zum Schlafzimmer gibt es auch einen Beitrag, wie es Vorher aussah, so lässt sich die krasse Veränderung am besten vergleichen. Dazu zeige ich auch endlich das Ergebnis der großen Esszimmerrenovierung. Gegen Ende des Monats habe ich dann auch dringend benötigten Urlaub. In diesem greifen meine Eltern und ich das neue Großprojekt „Werkstattfassade und Gartenumgestaltung“ an. Besonders lecker war das Rosmarin-Shortbread, das ich im Spätsommer noch ziemlich häufig aß. Dazu habe ich dann auch noch relativ spontan eine Karte zur Geburt der Tochter meines Cousins gestaltet, die ich ganz hübsch finde. Ende September konnten wir nun endlich auch die mehrfach verschobene Erstkommunion meines Neffen feiern, für den ich ebenfalls eine Karte gestaltet habe.

Nach vier Jahren konnte ich meine Eltern davon überzeugen, dass wir auch endlich die Fassade des Werkstattgebäudes, die zu meinem Garten zeigt, dem Rest des Hauses anpassen und mit Kompaktplatten verkleiden. Zudem haben meine Mama und ich den kompletten Garten umgestaltet. Wenn ich das richtig gezählt habe, sind vielleicht fünf Pflanzen am bisherigen Standort geblieben. Zudem waren diese so groß, dass jede meiner drei Schwestern mehrere Kübel bzw. Kisten mit Pflanzenteilen erhielten. Ich bin schon sehr gespannt, wie das dann im Sommer alles aussehen wird! Drinnen wird es auch immer gemütlicher, deswegen hab ich mein Wohnzimmer und das umgeräumte Schlafzimmer mal genauer gezeigt. Im Oktober gibt es bei Instagram auch immer die Ordnungschallenge von Heike, bei der ich wieder mitmachte. Passend dazu habe ich dann noch eine Fernsehserie gesuchtet…. ich versuche, nur noch so selten wie möglich shoppen zu gehen und auswärts essen war ich zuletzt im März, also habe ich Köttbullar erstmals zu Hause gekocht.

Aufgrund der Ordnungschallenge hat sich dann automatisch die nächste Baustelle ergeben. Eigentlich wollte ich ja nur diese Regalträger an der Wand anbringen. Da das Haus aber mittlerweile mehr als 70 Jahre alt ist, ist die Bausubstanz nicht unbedingt die beste. Jedenfalls hat sich der Putz großflächig von der Wand gelöst…. es folgte also mal wieder eine umfassende Renovierungsaktion mit Verputzen, Streichen, Kabelkanäle anbringen. Mittlerweile haben wir auch neue Lampen angebracht und sogar Fenstersimse aus Kompaktplatten gebaut. Noch ist natürlich auch hier nicht alles fertig (Materialnachschub ist momentan nicht immer so leicht), aber ich hoffe, demnächst mal ordentliche Bilder machen zu können. Auf dem Blog habe ich meinen Adventskranz gezeigt und auch endlich meine Untersetzer in Sternform.

Im Dezember war im Office richtig viel zu tun, daher ist der Blog auch wieder ziemlich brach gelegen. Jedoch habe ich zumindest meine Kakaobar gezeigt. Die Idee hatte ich Ende November ziemlich spontan und glücklicherweise fanden sich fast alle Zutaten in meinem gut sortierten zu Hause. Beinahe täglich habe ich während des Lockdown Light [der meiner Meinung nach viel zu spät und zu lasch kam….] an meinem December Daily gearbeitet. Viele Spaziergänge wechselten sich für mich mit gemütlicher Pyjama-Zeit ab. Nach langer Suche bin ich nun endlich auch fündig geworden und habe diese hübsch karierten ergattern können. Weihnachten und Silvester verbrachte ich im Minikreis mit meinen Eltern, die ich von Haus aus fast täglich sehe [die Werkstatt meines Papas liegt unter meiner Wohnung]. Für 2021 habe ich beschlossen, ein Langzeitprojekt in Angriff zu nehmen.

Puh, das ist jetzt doch noch länger geworden als befürchtet. Wer bis hier her durchgehalten hat: Respekt! Ich bin gespannt, was das neue Jahr für uns in petto hat. Aufgrund der Impfungen hoffe ich, dass sich im Laufe des Jahres die Gesamtsituation entspannen wird. Allerdings müssen wir bis dahin einfach durchhalten und den Hintern einfach mal zu Hause lassen. Mittlerweile fällt mir das positive Mindset auch nicht mehr so leicht, aber irgendwie müssen wir da halt durch.

Für 2021 habe ich mir keine Vorsätze vorgenommen, jedoch das ein oder andere Ziel gesetzt. In meinem favorisierten Podcast [der sich um meinen Lieblingssport dreht], habe ich einen schönen Spruch gehört: „Ich habe keine Vorsätze, ich habe Ziele!“ Das finde ich ziemlich gut, weil das Mindset einfach ein anderes ist…

Dieser Beitrag wurde am 6. Januar 2021 in Deep Shit veröffentlicht.

One Little Word 2021 [Memory keeping]

Werbung ohne Auftrag. 2020 geht zu Ende und ich bin froh, dass dieses mental wie physisch anstrengende Jahr vorbei sein wird. Ich bin wirklich gespannt, was uns im kommenden Jahr so alles erwartet. Momentan arbeite ich noch an meinem December Daily, welches ich dann in Auszügen im Januar zeigen kann. Ich plane auch, 2021 wieder deutlich mehr zu bloggen….

Bereits letztes Jahr wollte ich beim Projekt One Little Word von Ali Edward mitmachen. Beim Vorsatz ist es allerdings dann auch geblieben…. für 2021 habe ich mir jedoch auch den Workshop gegönnt, durch den ich zugleich Zugang zu einer Facebook-Gruppe erhielt. Die meist weiblichen Teilnehmerinnen kommen hauptsächlich aus dem englischsprachigen Raum, wodurch ich zusätzlich auch noch meine Sprachkenntnisse mal wieder etwas aufpolieren kann – die sind dank Corona nämlich ziemlich eingerostet. In der Gruppe wird enorm viel unterstützt. Egal, ob es Fragen zum Wort selbst sind, zur Art der Dokumentation, woher diverse Produkte zu beziehen sind – es macht Spaß, sich mit den Frauen auszutauschen!

Ich habe mich dafür entschieden, mein Wort SELF CARE in einem 6×8 inch Album festzuhalten. Nach dem wirklich herausfordernden Jahr 2020 macht es für mich absolut Sinn, mich um mich selbst zu kümmern und auf mich zu achten. Jeden Monat stelle ich unter eine bestimmte Überschrift, die für mich im Zusammenhang mit meinem Wort Selbstfürsorge steht:

  • Januar – Spirituality & Connecting
  • Februar – Routinen
  • März – Breathe
  • April – Thankfulness Journal & Bucket List
  • Mai – Journaling & Kreativität
  • Juni – Sport
  • Juli – Mental health
  • August – Fokus & Lernen
  • September – Relax & Me-time
  • Oktober – Hydrate & Healthy Food
  • November – Achtsamkeit & Meditation
  • Dezember – Entdecken

Die einzelnen Themen bzw. Begriffspaare habe ich auf einzelne Zettel geschrieben und dann den einzelnen Monaten zugelost. In einem Word-Dokument habe ich mir zu jedem Monat eine Themensammlung angelegt, was ich mir dazu genauer ansehen kann. Im März steht dazu beispielsweise einer meiner liebsten Songs, „Just breathe“ von Pearl Jam, während ich im Oktober mein Trinkverhalten etwas unter die Lupe nehmen möchte.

Meine kleine Schwester, deren Hobby Handlettering ist, wird mir einen Spruch schreiben, den ich zu Beginn des Albums einsortieren möchte: „Self Care isn’t selfish“. Das muss ich mir nämlich immer wieder vor Augen führen: sich um sich selbst zu kümmern, mal unbequeme Entscheidungen zu treffen oder Nein zu sagen, ist nicht egoistisch, sondern notwendig. Ich bin wirklich froh, im Moment Urlaub zu haben, um so meine Akkus wieder aufladen zu können.

Die Tage zeige ich Euch mein Album und das bisherige Setup ein wenig genauer – ich habe hier noch keine blogtauglichen Bilder…. Winter und dann abends die Idee zu einem Posting, das Bilder verlangt, sind nicht wirklich kompatibel….

Kakaobar [For the Home]

Werbung ohne Auftrag. Während ich in der Arbeitswoche nur mit Müh und Not beim letzten Weckerklingeln aufstehe, wache ich am Wochenende oftmals so gegen 4:14 Uhr auf. Das und meine fatale Neigung, dann Instastories zu gucken oder auf Pinterest zu stöbern, führen immer mal wieder zu ganz tollen – manchmal auch eher ganz schön wilden – Ideen. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit mag ich es mir daheim in meiner Wohnung so richtig schön muckelig machen. Und da 2020 ja so ziemlich alles verändert – Tschüs, Weihnachtsmarkt!, Tschüs, tolle Abende mit Freunden! -, habe ich mir in meinem Esszimmer eine Kakaobar oder auch Hot Cocoa Station gestaltet. Besonders dazu hat mich Heike inspiriert.

Viele Dinge hatte ich bereits zu Hause, lediglich die Kakaozutaten musste ich mir noch beschaffen. Da das Highboard im Esszimmer nicht sooo tief ist, habe ich einfach eine kleine Holzkiste vom Speicher genommen, gründlich geputzt und hochkant auf dem Sideboard platziert, um eine zusätzliche Dimension und natürlich auch Stellfläche zu schaffen. Zwei weihnachtliche Tassen passen da super rein.

In leeren Marmeladengläsern, deren Deckel ich mit schwarzer Sprayfarbe matt lackierte, habe ich verschiedene Toppings bereit gestellt: Schokolinsen und Minimarshmallows tummeln sich neben Pfefferminzbonbons und Schokokugeln mit Pfefferminzgeschmack. Mittlerweile sind meine Geschmacksnerven eher skandinavisch geprägt und ich mag einen Hauch Kardamomaroma in meiner Milch ziemlich gerne. Daher dann auch die Kardamomkapseln auf der Mitte der Holzkiste.

In der schwarzen Blechdose habe ich mein Kakaopulver deponiert. Dunkle Schokolade mag ich nicht, bei mir gibt es Hot White Chocolate! Dazu passt perfekt auch der Pfefferminzsirup, den ich mir vor kurzem gekauft habe. Manchmal muss es jedoch geschmacklich in eine andere Richtung gehen und dann kommt Eierlikör bei mir in den Becher. Dazu noch eine Schlagsahnehaube – hmmmm!

Etwas weihnachtliche Deko in Form von zwei Betonsternen und den kleinen Tannenbäumchen dazu, vielleicht auch noch eine Lichterkette [da muss ich morgen in der Mittagspause noch eine besorgen…] und schon ist es hier ziemlich festlich. Nachdem wir diese Woche bereits den ersten Schnee hatten, ist es besonders gemütlich, mich mit einer Tasse dieser verführerischen Leckerei aufzuwärmen.

Mein Lieblingsrezept für heiße Schokolade ist dieses hier:

  • 3 Tassen Milch 1,8 %
  • 100 g weiße Schokolade (bsp. von Lindt)
  • 3 Kardamomkapseln
  • Sprühsahne
  • Pfefferminzsirup, Eierlikör, Minimarshmallows, Schokolinsen,…

Milch und zerstoßene Kardamomkapseln bei geringer Hitze langsam erwärmen und ziehen lassen. Schokolade klein hacken. Gewürze aus der Milch entfernen und dann die Schokolade vorsichtig unter rühren schmelzen. In die Tassen füllen. Nach Geschmack mit Sirup oder Eierlikör verfeinern. Zur Deko Sprühsahne darauf geben und mit Toppings garnieren.

Weihnachtliche Untersetzer [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Bereits im Jahr 2019 habe ich diese hübschen Untersetzer aus Fliesen gemacht. Irgendwie ging die Anleitung dann im Vorweihnachtstrubel unter. Als dann über die sozialen Medien die Bilder wieder aufploppten [„Möchtest Du die Erinnerung von vor einem Jahr teilen?“], habe ich mich an die Bilderserie erinnert, die ich während der Fertigung machte. Im November bei Kunstlicht mit dem Handy gemacht ist die Qualität nicht die allerbeste, allerdings mag ich das Ergebnis umso lieber…

Du brauchst:

Die Fliesen werden auf einem flexiblen Gitter geliefert. Mit Hilfe des Cuttermessers oder einer Schere die einzelnen Segmente voneinander trennen und überstehende Kunststoffreste entfernen. Eine Matte der von mir gewählten Fliesen hat 6 Sterne ergeben.

Die kleinen Mosaikstücke habe ich probehalber zusammengelegt, bevor ich Kleber auftrug. Trotz industrieller Fertigung sind die Fliesen alle etwas unterschiedlich, so dass nur durch ausprobieren die optimal zusammen passenden Stücke ermittelt werden können – das ist ein bisschen wie Puzzle legen…

Die Kanten der einzelnen Fliesenstücke werden mit dem Kontaktkleber DÜNN bestrichen. Bitte unbedingt vorher die Gebrauchsanleitung durchlesen! Der Kleber muss erstmal antrocknen, bevor die Einzelteile aneinander gepresst werden.

Ich habe eine kleine Menge Kleber auf ein Reststück Holz gegeben und dann mit einem Spatel auf die Kanten aufgetragen. Achtet darauf, dass ihr Euren Arbeitsplatz abdeckt, falls ihr nicht wie ich in einer Werkstatt arbeitet, wo der Kleber auch mal auf der Arbeitsfläche Spuren hinterlassen darf….

Vor dem Zusammenfügen der Einzelteile trocknet der Kleber nach Gebrauchsanweisung an.

Nach und nach entsteht die Sternform. Die Fliesen über Nacht auf einer ebenen Fläche trocknen lassen. Auch danach sind die Untersetzer noch ziemlich fragil – zur Stabilisierung [und um Tischplatten und Oberflächen zu schonen] habe ich auf die Unterseite der Sterne dünnen Filz geklebt.

Heiligabend verbrachten wir 2019 erstmals bei mir. Hier seht Ihr den Tisch, wie ich ihn am Vorabend eingedeckt hatte. Ich mag es sehr, wie festlich die Untersetzer in Sternform wirken! Zusammen mit den „guten“ Kristallgläsern macht das wirklich was her. Ich freu mich jetzt schon auf die Adventszeit – spätestens am Wochenende werde ich mir diese Coaster griffbereit auf die Fensterbank legen….

Und so wild war der Anblick dann am Morgen danach. Erinnert fast ein wenig an eine Winterlandschaft mit den kleinen Bäumchen, die ich aus Stockholm mitbrachte….

Adventskranz mit Kupfermuffen [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Am vergangenen Wochenende war ich bei meiner kleinen Schwester, um ihr Hochbeet aufzubauen. Dazu gibt es bald auch ein Blogposting. Wir unterhielten uns auch darüber, wie unsere Adventskränze in diesem Jahr aussehen sollten. Tatsächlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Idee, wie meiner gestaltet werden würde. Eigentlich hatte ich nur die Vorstellung, dass ich was ziemlich Schlichtes machen wollte.

Montag Morgen war ich dann im Ort unterwegs und bin dann auch noch eben in den Baumarkt – musste sowieso noch was für die Baustelle im Keller beschaffen. In dem Gang mit dem Installationszubehör fiel es mir wie Schuppen von den Augen: die Kupferkappen sollten unbedingt Bestandteil des Advents“kranzes“ sein. Holz habe ich sowieso zu Hause und so musste ich mur „nur“ noch überlegen, wie ich alles anordnen möchte.

  • 1 Stück Eichenholz
  • 4 Kupferkappen
  • 4 Schrauben [Panhead]
  • 4 Filzgleiter oder Sockelnägel
  • Deko nach Wunsch
  • Akkuschrauber und Holzbohrer

Das Holzbrett auf die gewünschten Maße [bei mir 24 x14 x 7 cm] zusägen und die Kanten schleifen. Ich habe mich für ein Altholz-Stück entschieden, weil mir die raue Struktur einfach sehr gut gefällt. Die Kupferkappen mit dem Holzbohrer mittig lochen. Kupfer ist ein extrem weiches Material, a benötigt man keinen speziellen Metallbohrer. Filzgleiter oder Sockelnägel auf der Unterseite des Holzstücks befestigen.

Die Metallteile nach Wunsch anordnen und mit den Schrauben befestigen. Die Panhead-Schrauben haben einen relativ stark auftragenden Kopf. Zur stabilen Befestigung der Kerzen einfach Wachs in in die Metallteile tropfen und dann die Kerzen festkleben.

Deko nach Wunsch auf das Holzstück legen. Ich habe mich in diesem Jahr für schlichte Lärchenzapfen entschieden, das passt aktuell am Besten zu meiner Wohnung und der Deko. Ich kann mir aber auch beispielsweise grüne Minikugeln sehr hübsch zum warmen Metallton vorstellen.

December Daily prompts [Sparkle & Shine]

Werbung ohne Auftrag. Das Jahr 2020 stellt uns auch in der Vorweihnachtszeit vor nie gekannte Herausforderungen. Da ich wie in den letzten Jahren auch heuer wieder ein Dezembertagebuch scrappen möchte, habe ich mich in en letzten Tagen daran gemacht, mir eine Liste mit möglichen Themen – sogenannten Prompts – zusammen zu schreiben. Viele Dinge, die ich in den letzten Jahren so gern machte – Freunde treffen, auf den Weihnachtsmarkt gehen,… – fallen dieses Jahr zugunsten der Pandemiebekämpfung aus. Es sich zu Hause so gemütlich wie irgend möglich zu machen, steht auf meiner To Do – Liste ganz oben. Trotzdem gibt es natürlich ganz unterschiedliche Dinge, die sich während des Monats dokumentieren lassen….

Ich bin schon sehr gespannt, welche der Themen Eingang in mein December Daily finden werden. Die Tage werde ich auch noch mein vorbereitetes Album fotografieren. Ich habe mir eine wirklich wilde Mischung an Papieren zusammen gesucht – teilweise sind diese noch aus meinen absoluten Anfängen von 2011! Farblich bewege ich mich zwischen Türkis und einem dunklen Pink, dazwischen immer mal wieder auch zartes Rosé. Ich verwende sogar erstmals ein fertiges Album und habe keines selbst gebaut. Dies liegt einfach daran, dass ich auch viele Transparencies, also transparente Acrylfolien verwenden will. Diese sind im Standard mit der 6-fach Lochung, die in den USA verwendet wird, gelocht und das passt eben nicht auf die Mechaniken, die ich bis dato verwendet habe. Statt also einen Streifen abzuschneiden, gibt es dieses Jahr ein gekauftes Album….

Köttbullar [Foodie Freitag]

Werbung ohne Auftrag. Letztens hatte ich mal wieder so richtig Lust auf Köttbullar. Wir in Deutschland kennen die Hackbällchen ja hauptsächlich vom Möbelschweden, dabei handelt es sich um ein klassisches schwedisches Familiengericht. Daher gibt es unendlich viele Variationen und Rezepte. Ich habe mich bei Maja von moeys kitchen inspirieren lassen und das dann an meine persönlichen Vorlieben angepasst.

Die leckeren Fleischklößchen werden zumeist aus Rindfleisch gemacht, in Skandinavien wohl aber schon auch mal mit Elch. Beides hatte ich selbst nicht zur Hand, so dass ich mit gemischtem Hack gearbeitet habe. Das scheint aber eher die Ausnahme als die Regel zu sein – am häufigsten hatte ich bei der Recherche Rezepte mit reinem Rinderhack entdeckt.

Natürlich gibt es auch bei der Zubereitung Varianten wie Sand am Meer. Manchmal werden die Klößchen angebraten und dann im Backofen direkt in der Sauce fertig gegart. Dann gibt es die Variante, dass die Köttbullar in der Pfanne komplett durchgebraten werden und die Sauce separat dazu gereicht wird. Oder aber man macht es wie ich, brät die Fleischbällchen an und gart sie dann in der Sauce auf dem Herd. Soo lecker, wie das duftet!

Die Köttbullar werden sanft in Butter angebraten, bis sie rundum braun sind. Dabei am Besten mit geringer Hitze arbeiten, damit nicht alles anbrennt – Butter ist da nicht immer so einfach zu handeln…. die Bällchen sind relativ fluffig und daher auch ein bisschen empfindlich. Sie brauchen nur ein bisschen Farbe und müssen gar nicht komplett gar sein, das passiert später in der Sauce.

Aus dem Bratensatz wird mit einer Mehlschwitze, Wein, Sahne und Brühe die perfekte Sauce. Ich liebe es ja, ab und an ein Glas Weißwein genüsslich zu trinken. Allerdings kann ich keine komplette Flasche Wein allein innerhalb kurzer Zeit trinken und so ist schon der ein oder andere Liter sauer geworden und den Abfluss hinunter geflossen. Deshalb kommt dann gerne mal ein Schluck Wein ins Essen… die Fleischbällchen dürfen in der wunderbar cremigen Sauce gar ziehen und werden zart und saftig.

Zu den Köttbullar gibt es im Normalfall eine Kartoffelbeilage. Ich mag am liebsten Pommes, klassisch sind es eher Salzkartoffeln oder Pürree mit Preiselbeeren. Ich bin ja kein Fan davon, zu deftigem Essen etwas Süßes zu reichen. Deshalb entfallen bei mir Preiselbeeren & Co. – einfach nur Fleischbällchen, Pommes und jede Menge Rahmsauce.

Köttbullar sind total schnell gemacht [am längsten hat mit Sicherheit das Formen der Klößchen gedauert] und echt lecker! Ich habe jetzt eine ganz schöne Portion eingefroren und so auch noch Meal Prep betrieben. Da brauche nicht mehr zum Möbelschweden, denn die selbst gemachten Fleischbällchen schmecken so viel besser als dieses kantinenartige Fast Food.

  • 1 Ei
  • 50 ml Sahne
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Butter
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 EL frisch gehackte glatte Petersilie
  • 2 EL Vollkornmehl
  • 50 ml Weißwein [z. B. Pinot Grigio]
  • 200 ml heiße Fleischbrühe
  • 200 g Sahne, ggf. etwas mehr zum Verdünnen
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer und Piment zum Würzen
  • frisch gehackte glatte Petersilie zum Servieren
  • Steakhouse Frites

ZUBEREITUNG

Das Ei mit Sahne in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Semmelbrösel unterheben und einige Minuten quellen lassen. Die Zwiebel fein würfeln [ich habe oftmals gewürfelte Zwiebeln eingefroren, dann geht es nochmal so schnell]. Die Zwiebelwürfel mit Petersilie in 1 TL Butter glasig dünsten.

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer [und Piment, wer mag] würzen. Die Semmelbröselmischung sowie die Zwiebelwürfel dazu geben und alles vermischen, bis sich die Zutaten gleichmäßig verteilt haben. Aus der Mischung etwa 32 kleine Fleischbällchen formen.

In einer großen Pfanne 1 EL Butter schmelzen. Bei relativ geringer Temperatur, damit die Butter nicht verbrennt, die Fleischbällchen in mehreren Portionen rundherum anbraten. Aus der Pfanne nehmen. 1 EL Butter und 2 EL Vollkornmehl bei mittlerer Hitze anschwitzen und leicht bräunen. Brühe, Wein und Sahne angießen und glatt rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Bei starker Hitze durchkochen und mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, damit eine cremige, leckere Sauce entsteht. Die Köttbullar in die Sauce legen und für etwa 20 Minuten offen garen. Sollte die Sauce zu schnell eindicken, mit etwas Brühe strecken. Ich mag meine Saucen jedoch relativ dickflüssig….

Den Backofen gemäß der Packungsangabe der Steakhouse Frites einstellen. Die Pommes auf ein mit Papier ausgelegtes Backblech geben und in den Ofen schieben. Nach dem Backen mit Salz und Paprikapulver würzen.

Fritten auf Teller verteilen und die Köttbullar samt Sauce auf die Teller geben. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.

TV-Tipp: “ The Home Edit – Jetzt wird aufgeräumt“

Werbung ohne Auftrag. Ich bin so ziemlich der chaotischste Mensch, den ich kenne, dabei liebe ich es eigentlich, wenn die Wohnung ordentlich und sauber ist. Um mich des Öfteren mal selbst zu überlisten, lade ich mir gern Freunde und/oder Kollegen ein. Da räume ich dann echt ordentlich auf und manchmal hält das dann auch ’ne Weile vor.

Letztes Jahr habe ich bei Instagram Heike von relleomein entdeckt, die dort die #10MinutenOrdnung Challenge ausgerufen hatte. Auch in diesem Jahr bin ich wieder mit dabei – ich habe aktuell Urlaub und da fällt mir das trotz einem ziemlich großen Projekt sehr einfach, in den Flow zu kommen. Manchmal reichen 10 Minuten nicht aus, wie z. B. beim Kühlschrank, da habe ich mit Putzen, Sortieren und Einräumen bestimmt eine Stunde benötigt, aber es gibt auch kleine Projekte wie die Drop Zone [das ist der Bereich in Haus oder Wohnung, wo die Post landet oder schnell mal die Handtasche deponiert wird], die wirklich ratzfatz erledigt sind.

Abends nach getaner Arbeit liebe ich es, mich aufs Sofa zu flätzen und vor dem TV zu entspannen. So mancher [verregnete] Sonntagnachmittag geht ebenso ins Land, wenn ich meine Lieblingsserien suchte. Vor kurzem bin ich über „The Home Edit – Jetzt wird aufgeräumt“ gestolpert, als ich Netflix aufrief und was soll ich sagen? Ich war hin und weg! Natürlich fand ich so manches Mal die quietschigen Stimmen von Clea und Joanna etwas… irritierend, aber ich habe alle Folgen der 1. Staffel in einem durchgeguckt.

In jeder Folge wird von den beiden Aufräumexpertinnen und ihrem Team sowohl bei einer prominenten Person als auch in einem Normalo-Haushalt ein Projekt angegangen. Das kann mal eine Garage sein, die umgestaltet wird, oder ein Spielzimmer für die Zwillinge eines Schauspielers.

Beim Aufräumen wird immer mit System vorgegangen [meist gesagter Satz in der Serie: „It’s a System!“]:

  • Ausräumen – und zwar komplett!
  • Gruppen von gleichen bzw. ähnlichen Produkten erstellen
  • Aussortieren
  • Einräumen und Beschriften

Meinen Kühlschrank hatte ich schon länger organisiert, indem ich beim Schweden Aufbewahrungsbehälter besorgt hatte, um darin die einzelnen Produkte zusammen zu fassen und zu lagern. Dank THE ist das jetzt nochmal deutlich mehr geworden – ich habe mir ein vielfaches an Boxen und Ordnungsbehältern geholt [wobei ich noch nicht mal alles bekam, was ich unbedingt haben möchte, aber mein Konto findet das ganz gut…] und jetzt auch schon mal meine Speisekammer etwas übersichtlicher gestaltet.

Neben den beschrifteten Boxen ist das zweite Gestaltungsmerkmal von The Home Edit, dass nach Möglichkeit alles in den Farben des Regenbogens geordnet wird. Ich habe sogar schon die Apps auf meinem Smartphone so sortiert! Manchmal kann ich diesbezüglich ein echter Monk sein….

Die beiden Gründerinnen Joana Teplin und Clea Shearer, die beide in Nashville leben, haben auch bereits diverse Bücher auf den Markt gebracht und vermarkten ihre eigene Produktlinie. Das gesamte Business fußt auf Social Media.

Tatsächlich bin ich ja im Normalfall eher Konsument von solchen Serien, gucke mir das einfach an und denke nicht weiter darüber nach, aber The Home Edit hat bei mir persönlich tatsächlich einen Schalter umgelegt. Ich habe während des Urlaubs bereits einige Dinge umgesetzt, die ich in der Serie sah und möchte bis Ende des Jahres so ziemlich die komplette Wohnung mal so richtig aufgeräumt haben. Meine Arbeit ist oftmals ziemlich anstrengend und auch mental fordernd, geht mit vielen Überstunden einher und am Ende der Woche bin ich meist nur noch platt, aber wenn ich jedes Wochenende zwischen zwei und drei Stunden aufräume – also z. B. an einem Wochenende den Kleiderschrank, am nächsten Wochenende die Schubladen unterm Bett aufräume -, dann dürfte das schon klappen.

Schlafzimmer – Umgestaltung nachher [Homestory]

Werbung ohne Auftrag. In einigen Beiträgen [z. B. hier, hier oder hier] habe ich Euch schon mal mein Schlafzimmer gezeigt. Wer mir bei Instagram folgt, konnte nun auch schon den umgestalteten Raum entdecken. Heute gibt es ein paar mehr Eindrücke, was sich so alles verändert hat.

Dieses Bett hatte ich für meine Wohnung in Oberbayern entworfen. Es passt jedoch auch perfekt unter die Dachschräge meiner Homebase hier in Schwaben. Das Schlafzimmer ist so groß, dass wir uns bei der Renovierung im Jahr 2001 entschieden, hier die Dachgaube nicht zu verlängern. Jetzt habe ich mich für diese kuschelige Stellmöglichkeit des Bettes entschieden. Die Ecke ist am weitesten von der Tür entfernt und das Bett steht nun direkt neben dem Fenster.

Gegenüber habe ich nun eine riesengroße Fläche, die ich aktuell nur mit einem Regal und einer kleinen Bank bestückt habe. Auf der Bank, die ich vormals als TV-Tisch nutzte, stehen Bilder lässig an die Wand gelehnt. Die beiden Haken rechts im Bild sind aus isländischem Lavastein. Bisher konnte ich meine geplante Reise noch nicht nachholen, aber nun habe ich mir die Insel schon mal visuell in die Wohnung gepackt. Die Wandhaken entdeckte ich auf einer meiner liebsten Seiten im Netz, als noch längst nicht klar war, wann ich das Zimmer umräumen würde, dennoch habe ich die umgehend geshoppt.

Ursprünglich hingen an der Wand ähnliche Motive [bis auf Reykjavik, das ist identisch geblieben]. Als jedoch die große Esszimmerrenovierung abgeschlossen war, durften die Poster in den anderen Raum ziehen. Ich habe mir dann erneut diese graphischen Poster geholt und dabei darauf geachtet, dass diese eher monoton sind. Perfekt für die Atmosphäre, die ich hier kreieren wollte. Ist Euch aufgefallen, dass die genau so angeordnet sind, wie sie sich auf einer Weltkarte oder dem Globus befinden? Das war dem Monk in mir enorm wichtig.

Zwischenzeitlich hängen auch die hübschen Leuchten, die ich vor Jahren [!!!] bei Vera auf dem Blog entdeckte, an meiner Decke. Mein Papa hat diese mit Steckern versehen, so dass ich die Lampen ganz einfach mit einer Funksteckdose und der zugehörigen Fernbedienung ein- und ausschalten kann. Ich bin ja ’ne ziemliche Leseratte, da ist das schön helle und trotzdem ziemlich gemütliche Licht perfekt, um sich mit dem neuesten Schmöker im Bett einzukuscheln.

Auf dem selbst gemachten Wandboard zwischen Dachschräge und Fenster steht ebenfalls eine Leuchte. Dadurch, dass das neue Bett deutlich höher ist als das bisherige, ist nämlich mein cooler Vintagehocker fast zu niedrig als Ablage und ich mag es ganz gerne, wenn das Licht eher von oben kommt. In diese Leuchte wie auch in die Hängeleuchte habe ich Philips Hue-Lampen geschraubt, die ich dimmen und in der Farbtemperatur verändern kann.

Um mehr Stauraum zu haben, sind unter dem Bett zwei große Schubladen, in denen ich beispielsweise die dicken Bettdecken verstauen kann, die ich im Sommer nicht benötige. Dort liegen auch die Kopfkissen im Format 80 x 80 cm – aktuell habe ich Bettwäsche aufgezogen, die ich im letzten Jahr aus Helsinki mitbrachte. In Finnland sind die Kopfkissen 50 x 70 cm groß, daher habe ich mir letztens passende Inlets zugelegt.

Am Fußende befinden sich wie bereits oben erwähnt ein Regal und eine Bank. Auf die Bank lege ich abends die dann ordentlich zusammengefaltete Decke, die ich in anderer Farbe auch im Wohnzimmer liegen habe. Darunter befindet sich in einer Vintage-Holzkiste mein Vorrat an [Duft-] Kerzen. In dieser Hinsicht bin ich ja ein totaler Freak. Ich mag das total gerne, wenn mit dem Entzünden der Kerzen sich der Duft langsam im Raum verteilt. Daher habe ich immer einige zur Auswahl zu Hause. Im Sommer mochte ich beispielsweise Düfte, die an die salzige Luft am Meer erinnern. Mit Herbst assoziiere ich Rauch, Äpfel und Kürbisse und gegen Weihnachten darf es dann nach Zimt duften.

Der Stuhl, auf den ich abends meine Kleidung [oder morgens den Pyjama] ablege, stand jahrzehntelang in der Küche meiner Großeltern, die dieses Haus gebaut haben. Schade, dass er nicht erzählen kann, was sich da so alles an Geschichten abgespielt haben….

Die Bildbände, die ich einfach so auf dem Boden lagere, mag ich total gern. Ich liebe den Kontrast der Wolkenkratzer zu der abgeschrabbelten Kiste total. Auch wenn ich noch niemals im Big Apple war, das ist ein Sehnsuchtsort. Wenn sich die Situation mal wieder etwas in Richtung „alte Normalität“ entwickeln sollte und auch vielleicht ein anderer Präsident in den Staaten an der Regierung ist, möchte ich die Straßenschluchten gerne mal erkunden…

Zur Kommunion [Cardmaking]

Werbung ohne Auftrag. Es fühlt sich total falsch an, dass eine Kommunion im Herbst statt findet. Dieses katholische Fest ist für mich untrennbar mit Frühling verbunden. Der Weiße Sonntag ist der Sonntag nach dem Osterfest. Die meisten Erstkommunionen finden an diesem Tag statt, aber 2020 ist ja alles anders, als es vorher war.

Der Sohn meiner Schwester feierte Ende September in ungewohntem Rahmen [mehrere Gruppen à 3 Kinder / Gottesdienst] seine Erstkommunion. Eine meiner Schwestern und deren Mann haben gemeinsam mit mir ein Geschenk besorgt und ich habe dazu eine Karte gestaltet. Spezielle Stempel oder Stanzformen zu diesem Anlass befinden sich keine in meinem Fundus. Ich habe dann einige Zeit hin und her überlegt, welches Motiv denn zu unserem Neffen passt und bin dann auf den Regenbogen gekommen. Tatsächlich musste ich die äußerste Farbe des Regenbogens googlen, aber dann war die Gestaltung der Karte ein leichtes.

Die einzelnen Bögen sind mit Aquarellfarben gestaltet und dann ausgestanzt worden. Ein hübsch bedrucktes Papier als Hintergrund dazu, auf das ich noch einige Farbsprenkel aufgetragen habe und einen Sticker, fertig war das gute Stück.