Schlafzimmer – Umgestaltung vorher [Homestory]

Werbung ohne Auftrag. Nach der Streichaktion vor mittlerweile fast 3 Jahren hatte ich bereits beschlossen, dass sich in meinem Schlafzimmer das ein oder andere ändern muss. Als dann letztes Jahr meine Oma starb, haben sich meine Pläne konkretisiert: im Erdgeschoss soll ein Gästezimmer entstehen und ich baue das Bett, das ich in meiner Wohnung in Oberbayern stehen hatte, im Obergeschoss auf. Jedoch wollte ich Euch nochmal den Ist-Zustand zeigen, bevor ich hier alles auf links kremple….

Bis jetzt hatte ich eine riesengroße Liegefläche von 200 x 200 cm. Brauch ich alleine definitiv nicht, ist mit jeder Menge Arbeit bei jedem Wäschewechsel verbunden und da ich unterm Bett auch keine Schubladen habe, verschwende ich zudem enorm viel Platz. Aktuell steht das Bett an der Innenwand mit Blick auf das Fenster. Da der Blick jedoch direkt aufs Nebengebäude fällt, ist das nicht unbedingt der berauschendste Anblick….

Das kleine TV-Gerät unter der Dachschräge habe ich auch schon Ewigkeiten nicht mehr benutzt. Manchmal wünsche ich mir tatsächlich, die Decke weiß zu streichen – momentan habe ich Ahornboden, Buchemöbel und Eschedecke – also so ein richtiges Kuddelmuddel. Aber immer noch besser als zur Zeit meiner Eltern. Statt des hellen Parkettbodens bedeckte da nämlich ein dunkelbrauner Teppich den kompletten Raum.

Besonders liebe ich die graue Wand hinter dem Bett. Grau ist ja sowieso meine absolute Lieblingsfarbe in Sachen Interior. Ich mische am liebsten einige türkisfarbene Akzente dazu wie den Globus in der Ecke. Das wirkt so schön leicht und frisch!

Das Gras habe ich an meinem Lieblingssee gepflückt, als ich das letzte Mal vor ungefähr 2 Wochen dort war. Ich mag das wirklich gern, mir die Natur ins Haus zu holen.

Auf der Fensterbank liegen auch schon einige skandinavische Designerteile bereit, die ich bereits im Frühsommer geshoppt habe. Hoffentlich sieht das dann so aus, wie ich es mir erträume.

Was hier wirkt wie ein Schwarz-Weiß-Bild, ist mit keinerlei Filter versehen. Tatsächlich sind das alles die Originalfarben! Die Bilder habe ich im Sommer aufgehängt, als die Ursprünglichen ins Esszimmer kamen. Die Wolldecke mit dem Würfelmuster habe ich mir kurz nach dem Einzug in diese Wohnung gegönnt, während die Grobstrickdecke von Gant erst vor kurzem zu mir fand.

Dieses Regal habe ich aus einem Altholzbrett und Regalhaltern aus dem Baumarkt gefertigt. Ich mag es, wenn einige Teile in meinen Räumen Patina haben. Das ist viel schöner und individueller, als wenn alles total zusammenpassend im Möbelhaus gekauft wird.

Das tolle Lichterglas habe ich letztes Weihnachten von meiner Schwester bekommen. Für jede von uns hat sie diese individuell beplottet. Tatsächlich reise ich ja sehr gerne, aber mein Schlafzimmer gehört wirklich zu meinen absoluten Lieblingsorten, vor allem, wenn es jetzt dieses dringend benötigte Makeover bekommt.

Rosmarin Shortbread [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Als letztens über Nacht die Temperaturen um mehr als 10 °C fielen und gefühlt der Herbst nicht nur vor der Tür stand, habe ich einige gemütlich Stunden vor meinem PC verbracht und mich durch sündhaft leckere Rezepte gescrollt. Bei diesem wirklich ansprechenden Shortbread mit Rosmarin und jeder Menge anderer sommerlicher Kräuter wurde ich direkt schwach und habe es nicht nur gepinnt, sondern auch innerhalb 2 Tagen zweimal nachgebacken. Natürlich habe ich eine eigene Interpretation des Ursprungsrezepts gemacht, um es an die vorhandenen Zutaten und meinen Geschmack anzupassen.

Ich freue mich schon darauf, das demnächst mal wieder zu backen, wenn ich Gäste habe. Meiner Meinung nach ist das Shortbread ideal als Begleiter für ein Glas Wein oder auch einen Gin & Tonic geeignet. Jedoch kann ich es mir ebenso lecker zu einem Teller Suppe oder einem Salat vorstellen oder auch als kleine Häppchen vor dem Essen – meine Fantasie läuft hier wirklich auf Hochtouren!

Ich mag den fein-würzigen Geschmack von Parmesan in Verbindung mit Rosmarin wirklich gerne! Als Deko habe ich unterschiedliche, robuste Kräuter aus meinem Garten verwendet, die die Ofenhitze gut abkönnen: Salbei, Thymian und Rosmarin wirken hier wirklich hübsch und jeder der Kekse bekommt so nochmal einen ganz eigenen, leckeren Geschmack.

Rosmarin ist eines meiner liebsten Kräuter, da es so schön vielseitig ist – ältere, lange Triebe können sogar als Spieße für Grillgemüse oder -fleisch verwendet werden. Hier kommen jedoch noch junge Spitzen zum Einsatz, deren Nadeln fein gehackt direkt in den Mürbeteig wandern. Dieser wird dadurch herrlich aromatisiert, kann aber je nach Geschmack und Verfügbarkeit durch andere Kräuter wie die schon oben erwähnten Thymian und Salbei ersetzt werden. Das werde ich demnächst auch noch testen, wobei ich Salbei lieber als Tee mag….

Die Zutatenliste ist wirklich überschaubar und ich habe diese meist permanent im Haus, da zum Beispiel Parmesan zu meinen absoluten Favoriten zählt….

Zutaten

  • 1 1/2 cups Vollkornmehl
  • 1 cup Parmesan, fein gerieben
  • 2 tbsp Rosmarin (oder andere Kräuter, siehe oben), fein gehackt
  • 1/2 tbsp Salz
  • 1/4 tbsp frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 cup Butter
  • ganze Kräuterblätter für die Deko

Mehl, Parmesan, Rosmarin, Salz und Pfeffer in die Schüssel der Küchenmaschine oder eines Food Processors geben, darauf die sehr weiche Butter in Flocken verteilen. Über die pulse-Funktion alle Zutaten vermischen, bis ein homogener Teig entsteht. Unter Umständen noch etwas Wasser hinzufügen – gerade bei Vollkornmehl kann es sein, dass die Feuchtigkeit von Butter und Käse nicht ausreichen und statt eines Teiges nur Krümel entstehen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und nochmal kurz durchkneten. Es sollten keine trockenen oder mehligen Stellen mehr sichtbar sein. Eingewickelt in Frischhaltefolie oder ein Bienenwachstuch mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Sollen ganze Kräuterblättchen mit verarbeitet werden, diese auf der Oberfläche verteilen. Frischhaltefolie darüber legen und nochmals mit dem Nudelholz darüber rollen, um die Kräuter in die Oberfläche einzuarbeiten. Mit Ausstechförmchen Kekse ausstechen oder aber mit dem Pizzaschneider rechteckige Kekse formen.

Das Shortbread im heißen Ofen 10 – 15 Minuten backen, bis die Kekse hellbraun sind. Auskühlen lassen – die Kekse werden mit dem Abkühlen noch fester.

Sollten die Kekse tatsächlich nicht innerhalb eines Tages restlos aufgefuttert sein – eigentlich unvorstellbar, nicht wahr?! -, am Besten luftdicht verpackt lagern. Zur Haltbarkeit kann ich aus Gründen nichts sagen….. 😉

Käsestangen [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Ich bin ein totaler Fan von Snacks. In diesem Jahr habe ich Chips mit Essig- und Salzgeschmack für mich entdeckt. Noch mehr bevorzuge ich jedoch Käsestangen! Als ich letztens meine Brombeer-Tarte gebacken habe, blieb ein ziemlich breiter Streifen Blätterteig über. Da war es dann nur noch ein ganz kurzer Weg, diese Käsestangen zuzubereiten.

Zutaten

  • 1/2 Rolle Blätterteig (Kühltheke)
  • 2 EL Ricotta
  • Parmesan
  • Mozzarella gerieben
  • Pul Biber
  • Thymian zum Servieren

Den Blätterteig ausrollen und mit Ricotta dünn bestreichen. Parmesan, Mozzarella und Pul Biber gleichmässig auf einer Teighälfte verteilen.

Die nicht bestreute Teigplatte über den Käse klappen und mit den Händen sanft andrücken. In Streifen schneiden und diese ineinander verdrehen. Bei 165 °C Umluft backen, bis der Teig gar und die Streifen luftig aufgegangen und hellbraun sind.

Vor dem Servieren mit Thymianblättchen bestreuen.

Ich kann mir diese leckeren Käsestangen gut als Beilage zu einer fruchtigen Tomatensuppe oder einem Salat vorstellen, sie machen sich aber genauso gut zu einem Glas Wein beim Serienmarathon…

Caprese-Dip [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Bevor die Tomatensaison vorbei ist, möchte ich auch noch das ein oder andere neue Rezept vorstellen, das ich in letzter Zeit getestet habe. Tomaten mag ich wirklich sehr gerne, allerdings kann ich diese aufgrund allergischer Reaktionen nicht roh genießen – mal davon abgesehen, dass ich den Glibber in so mancher Frucht nicht wirklich mag. Als ich letztens mal wieder durch Pinterest scrollte, entdeckte ich unter anderem das Rezept für diesen Caprese Dip. Dadurch, dass die Tomaten im Ofen gebacken werde, kann ich sie problemfrei genießen. Und es geht doch sowieso nichts über den Klassiker mit Mozzarella und Basilikum!

Gerade jetzt gibt es wirklich ganz viele tolle Tomaten, die umwerfend aromatisch und süß schmecken. Für meinen Dip habe ich eine Mischung unterschiedlicher Cocktailtomaten – rote, gelbe und schwarze – verwendet. Das schaut einfach so schön aus in der gusseisernen Pfanne. Dazu gibt es selbst gemachtes Basilikum und feinen Mozzarella, leckeres Olivenöl und bestes Brot zum dippen.

Zutaten für das Pesto

  • 1/2 Basilikumpflanze
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Parmesan
  • natives Olivenöl

Basilikumblätter abzupfen und verlesen. Mit den restlichen Zutaten fein pürieren und beiseite stellen.

Zutaten für den Dip

  • 300 g Cocktailtomaten
  • 125 g Minimozzarella
  • Pesto
  • natives Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Den Backofen auf 200 °C vorheizen und eine gusseiserne oder andere ofenfeste Pfanne bereitstellen. Die Tomaten halbieren, Mozzarella abtropfen lassen.

Tomaten, Mozzarella und Pesto vermischen, bis alles gleichmäßig mit dem Pesto überzogen ist. In die Pfanne geben, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen, bis der Käse geschmolzen und gebräunt ist. Das dauert ungefähr 20 Minuten.

Die Pfanne aus dem Ofen nehmen (Achtung, die ist wirklich glühend heiß!) und Salz sowie frisch gemahlenen Pfeffer auf die Tomaten geben. Zusammen mit Scheiben frischen Baguettes servieren.

Brombeer-Tarte [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Von meiner Mama bekam ich am vergangenen Wochenende ein Schüssel leckerster Brombeeren aus ihrem Garten geschenkt. Irgendwie hatte ich schon die ganz Zeit Lust, mal wieder eine Tarte zu backen und da kamen mir diese Aromabomben genau zur richtigen Zeit unter. Immerhin konnte ich so auch gleich die neue Backform mit Hebeboden testen. Früher war es für mich ein Graus, eine Tarte oder ähnliches zu backen – wie bekomme ich das denn unbeschädigt aus der Form? Seit ich aber eben Formen mit Hebeboden habe, ist es gar kein Problem mehr, am Sonntagmorgen noch halbwegs verschlafen in 30 Minuten was leckeres zu zaubern und ohne Sauerei auf den Tisch zu bekommen…

Zutaten

  • 1 Rolle Blätterteig (Kühlregal)
  • 125 g Ricotta
  • 250 g Mascarpone
  • 100 g Mandel-Vanille-Creme
  • 1 Ei
  • 300 g Brombeeren

Den Backofen auf 165 °C vorheizen. Eine rechteckige Tarteform mit Hebeboden mit dem ausgerollten Blätterteig auskleiden, Überstände abschneiden.

Aus Käse, Mandelcreme und Ei eine homogene Masse rühren. Diese gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen; die Brombeeren darauf verteilen.

Die Tarte auf mittlerer Schiene 25 – 30 Minuten backen, bis die Creme leicht gebräunt und fest ist. Etwas abkühlen lassen und eventuell mit Puderzucker bestreuen.

Die Tarte passt gut zum Frühstück, allerdings kann ich sie mir auch lauwarm mit einer Kugel Vanilleeis sehr gut vorstellen.

Dieser Beitrag wurde am 28. August 2020 in Uncategorized veröffentlicht.

Obatzda [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Bevor der Sommer zu Ende ist, möchte ich meinen Blog mal wieder beleben und einige Gerichte zeigen, die ich in den letzten Wochen häufig gemacht oder ganz neu für mich entdeckt habe. Meist sind die mit minimalem Aufwand zu machen, so dass ich die heiße Jahreszeit ausgiebig genießen kann.

Den Start in die Reihe „Sommerküche“ macht ein Klassiker aus dem bayrischen Biergarten. Obatzd bedeutet in etwa angemacht oder gewürzt. Sogar mein Neffe, der Käse nicht so gerne mag und eher skeptisch bei ihm unbekanntem Essen ist, hat sich nochmal nachgekommen….

Zutaten

  • 200 g Brie
  • 1 EL Frischkäse
  • 20 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
  • Paprikapulver
  • 1 rote Zwiebel

Brie in Stücke schneiden und mit Frischkäse sowie Butter in einer Schüssel mit der Gabel zu einer homogenen Masse vermischen.

Mit den Gewürzen [ich mag gerne eine Mischung aus geräucherter und scharfer Paprika] pikant abschmecken.

Die Zwiebel schälen. Eine Hälfte in feine Ringe, die andere in winzige Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel unter die Käsemasse mischen und etwas durchziehen lassen. Zum servieren mit den Zwiebelringen und etwas Schnittlauch bestreuen.

Idealerweise passt zum Obatzda Laugengebäck und rin kühles Bier.

Klassisch wird für die Herstellung des Aufstrichs Camembert verwendet, allerdings ziehe ich dem einen (sehr) reifen Brie vor.

Kleiner Ordnungshelfer für die Gartenarbeit [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Am Wochenende habe ich mir einen Ausflug in die nahe gelegene Staudengärtnerei gegönnt. Das ist wie ein Urlaub zu Hause, denn der Schaugarten ist einfach riesig. Auf dem Gelände kann man locker 3 Stunden verbringen, ohne sich zu langweilen. Im Kassenbereich und den Gewächshäusern herrscht Maskenpflicht, auf dem übrigen Gelände nur die aktuelle Abstandsregelung.

Neben Phlox und Rittersporn habe ich mir Hosta, Echinacea und rosa blühenden Lavendel sowie hübsche Pflanzstäbe in Rostoptik gekauft. Beim Einpflanzen habe ich mich dann dermaßen über die sich verheddernde Bindeschnur geärgert, dass ich ein spontanes DIY gemacht habe.

Dafür brauchst Du:

  • schmales und dünnes Stück Holz
  • Säge
  • Bohrer und Bohrmaschine
  • evtl. Schleifpapier
  • Bindeschnur

Das Holzstück leicht keilförmig zuschneiden und in das breitere Ende einen ca. 3 cm langen Schnitt machen. Am gegenüberliegenden Ende wird eine Bohrung gesetzt, um die Spindel später aufhängen zu können. Wenn nötig, können die Kanten mit dem Schleifpapier etwas abgeschmirgelt werden.

Nun kommt der simple Teil des DIYs – die Bindeschnur wird auf die Spindel gewickelt. Dazu einfach ein Stück Schnur durch den Schnitt ziehen und dann wickeln, wickeln, wickeln…

Zum Abschluss die Schnur wieder durch den Schnitt führen. Um ein eventuelles unbeabsichtigtes Abwickeln zu vermeiden, einfach ein zweites Mal durch den Schlitz führen.

Momentan nutze ich eine Holzkiste, um meine Gartengeräte von einem Fleck zum Anderen zu bringen. Diese möchte ich jedoch durch eine Vintagekiste aus Metall ersetzen, da aus dieser im Gegensatz zur Holzkiste nichts fallen kann.

Schere, Gartenschere, Bindeschnur und weiteres Zubehör wie Schneckenkorn oder Ameisenmittel bewahre ich direkt an der Tür zum Garten auf, Schaufel und Hacke sowie meine Gartenhandschuhe draußen unter der Überdachung.

Sommersonnenwende am See [Achtsamkeit]

Werbung ohne Auftrag. Seit einiger Zeit schon interessiere ich mich für alte Traditionen und Rituale. Besonders meine Meditationen helfen mir, in stressigen Zeiten einen halbwegs klaren Kopf zu bewahren. Ganz ganz häufig halte ich einfach abends auf dem Heimweg am See, um einfach einige Zeit aufs Wasser zu schauen. Aber es kann auch sein, dass ich am Wochenende ganz frühmorgens aufwache und mit Kopfhörern und Wasserflasche ausgestattet dorthin fahre. So habe ich es auch zur Sommersonnenwende gemacht. Zusätzlich hatte ich neben meiner neuesten Mala auch noch einige Edelsteine dabei, die für die unterschiedlichen Elemente stehen, und ein wenig Holz für ein kleines Ritual.

Der Steg am See ist einer meiner liebsten Plätze überhaupt. Ich liebe es, hier zu sitzen – egal, ob die Sonne scheint oder Nieselregen die Zeit eher unangenehm macht. Hier habe ich also meine Rituale zur Sonnenwende vollzogen.

Zur Sonnwende gehören auch die Sonnwendfeuer. Da ich natürlich nicht den Steg in Flammen setzen wollte, habe ich nur ein ganz kleines in eine Metalldose entzündet und auf Zetteln Dinge verbrannt, die ich in der zweiten Jahreshälfte loslassen möchte. Um diese Feuerstelle habe ich meine Edelsteine angeordnet. Ich liebe es sehr, die verschiedenen Steine zu berühren und mit ihnen zu arbeiten.

Die Steine habe ich als Bestandteil des Ritualsets Midsummer bei DIY Mala gekauft.

  • Roter Jaspis Feuer
  • Calcit Luft
  • Sodalith                     Wasser
  • Grüner Aventurin   Erde

Zudem waren auch noch ein großes Stück Sodalith sowie Palo Alto zum Räuchern enthalten.

Mittlerweile habe ich vier Malas. Diese hier mit Bergkristall, Apatit und Aquamarin und einem Apatit-Rohstein-Anhänger habe ich mir selbst zusammen gestellt. Im Nachgang gefällt mir die Anordnung der Perlen nicht hundertprozentig, jedoch liebe ich die Farben sehr. Die Steine werden auf der DIY-Mala wie folgt beschrieben:

  • Bergkristall als sogenannter Master Healer Stein, verstärkt die Energien anderer Steine, und wirkt selbst positiv auf Harmonie und Heilung. Er spendet positive Energie (Licht-Energie) und Kraft, löst Blockaden und hilft dabei, das Denken klar und ruhig werden zu lassen und Erholung zu finden.
  • Apatitkann bei Stress und Ärger unterstützen, indem er einerseits hilft, unseren Mitmenschen mehr Verständnis gegenüber aufzubringen und andererseits, indem er unser Selbstbewusstsein stärkt und uns motiviert. Er kann für eine positive Einstellung sorgen und uns aus Müdigkeit und Antriebslosigkeit befreien. Der Apatit wirkt besonders gut auf dem Halschakra, kann aber auch das Herzchakra unterstützen. Er wirkt besonders intensiv bei allen Schütze-Geborenen.
  • Aquamaringilt als Stein, der Veränderungsprozesse (auch geistig-spiritueller Natur) positiv begleitet, indem er das Selbstbewusstsein stärkt und Widerstandskraft und Durchhaltevermögen initiiert. Er ist also ein wunderbarer Stein, um Pläne in die Tat umzusetzen.

Ich wäre zur Sonnenwende sehr gerne in Skandinavien gewesen, wo diese eines der wichtigsten Feste im Jahresverlauf ist. So habe ich jedoch das Beste daraus gemacht und nicht nur den Sonnenaufgang am See, sondern auch den Sonnenuntergang über den Feldern sehr genossen. Nach dem abendlichen Spaziergang bin ich aber tatsächlich nochmals an den See gefahren und bin dort meinen Gedanken nachgehangen.

Federsee [Wanderlust]

Werbung ohne Auftrag. Was tu ich hier eigentlich? Wenn Du morgens zwischen 3 und 4 Uhr im Auto auf dem Beifahrersitz aufwachst und Dir diese Frage stellst, dann kann das entweder ein ganz toller Gedanke gewesen sein oder eine absolute Schnapsidee, die Dich in diese Situation gebracht hast. So bei mir geschehen Ende Juni, als ich Montag abends an den ungefähr 1 h Fahrt entfernten Federsee aufgebrochen war. Dieser liegt im Landkreis Biberach am Rande des Kurortes Bad Buchau.

Ich hatte mir ein langes Wochenende gegönnt, um einige Überstunden abzubauen. Lange schon wollte ich mal in das Naturschutzgebiet mit der einzigartigen Moorlandschaft fahren, um in Ruhe zu fotografieren. Nun hatte ich die ideale Gelegenheit dazu, um diese Idee umzusetzen. Die Sommersondenwende war gerade mal zwei Tage her und so war es völlig ausreichend, gegen 21 Uhr am Parkplatz mein Auto abzustellen und die knapp 1,5 km auf dem Steg bis zum See zu laufen. Der Steg ist die einzige Möglichkeit, zum See zu gelangen. Dadurch ist dieser barrierefrei zugänglich und sowohl für Familien wie auch Personen mit Beeinträchtigungen ein schönes Ausflugsziel.

Die Sonne geht hinter Bäumen am Rande des Moorgebiets unter und es waren – ob coronabedingt oder aus anderen Gründen – verhältnismäßig wenige Personen auf dem Steg unterwegs. Abstand halten war somit kein Problem. Aktuell herrscht auf den beiden Plattformen Mundschutzpflicht. Leider haben sich daran nicht alle Besucher gehalten, was ich persönlich durchaus als schwierig empfand….

Informationen zum Federseesteg findet Ihr auf der Homepage der Stadt Bad Buchau. Der Zugang zum Steg kostet für Erwachsene aktuell 2,50 EUR. Dieser Betrag geht in die Erhaltung des Stegs, der auf Eichenpfähle gebaut ist. Letztmalig erneuert wurde der Steg im Winter 2010/11. Nur während sehr kalter Winter können diese Arbeiten erfolgen, da das Moor dann entsprechend gefroren ist und die schweren Baumaschinen nicht einsinken.

Gegen 22:30 Uhr war ich wieder zurück am Parkplatz. Ich habe dann spontan beschlossen, die Nacht eben dort zu verbringen, um mir den Sonnenaufgang über dem See ebenfalls anzusehen. Genau aus diesem Grund habe ich immer meine übergroße Patchworkdecke und ein ebenfalls selbst genähtes Kissen im Kofferraum. Die haben mir schon manche Nacht im Auto deutlich angenehmer gestaltet…

Diesen Anblick konnte ich dann morgens um 4 Uhr aus meinem Autofenster genießen. Ich bin ja nun wirklich kein Morgenmensch, aber da fällt sogar mir das Aufstehen richtig leicht.

Gefühlt war noch niemand wach, als ich mich auf den Weg Richtung Sonnenaufgang machte. Weit gefehlt – mindestens zwei ältere Herren waren schon vor mir draußen, um Vögel zu beobachten und auf den Sonnenaufgang zu warten.

Hier habe ich fast das Ende des Stegs erreicht. Links befindet sich dann die große Plattform, von der aus man einen Blick über den gesamten See hat. Ich mag es total gern, die aufsteigenden Nebelschwaden im noch blassen Morgenlicht zu beobachten.

Auf dem See gibt es eine Vielzahl an Vögeln. Besonders beeindruckend finde ich aber die Schwäne, die ich völlig überraschend aus nächster Nähe beobachten durfte. Das komische Zeug, das im Hintergrund auf dem Wasser treibt, sind Rhizome von Seerosen, die es am Federsee in rauen Mengen gibt.

Nur wenige Minuten vor diesem Bild war lediglich ein kleiner roter Punkt am Horizont, der sekündlich größer wurde und die Temperaturen spürbar ansteigen ließ. Diese Erfahrung finde ich jedes Mal wieder faszinierend!

Auf der kleineren Plattform, die an einem der Zuflüsse des Federsees steht, gibt es zwei Ebenen. Auf dem Rückweg habe ich hier auch noch kurz Halt gemacht, bin nach oben geklettert und habe diesen Anblick genießen dürfen.

Wenn es in meiner Kindheit Sonntag nachmittags hieß, wir gehen spazieren, war das für mich immer die Höchststrafe. Heute liebe ich es total, in der Natur zu sein. Es tut so gut, die Akkus aufzuladen!

Meine neue Mala – eine individuelle Gebetskette mit Vicky von Ocean & Tides

Werbung ohne Auftrag. Aktuell beschäftige ich mich mal wieder ausführlich mit mir selbst. Meine tägliche Arbeit ist ziemlich anspruchsvoll und fordernd, und so war mein Urlaub vor Pfingsten mehr als notwendig. Eigentlich wäre ich an Christi Himmelfahrt nach Island geflogen und hätte dort 10 Tage Natur und Ruhe genossen, aber bekanntermaßen ist das aus gegebenem Anlass nicht möglich. Ich bin also in den freien Tagen einige Male Laufen gegangen und habe auch regelmäßig meditiert. Dafür verwende ich gerne meine Mala, die ich im letzten Winter selbst geknüpft habe.

Während meines Urlaubs habe ich dann gemeinsam mit Vicky von Ocean & Tides eine neue Mala zusammengestellt. Die meisten werden sich jetzt bestimmt fragen, von was in aller Welt ich hier spreche… Eine Mala ist eine Art Gebetskette aus dem Hinduismus und Buddhismus. Man verwendet sie oft zusammen mit einem Mantra oder einer Affirmation. Beim Meditieren – egal, wie oft ich es auch praktiziere – brauche ich eigentlich immer eine Anleitung von Außen – besonders gerne mag ich Meditationspodcasts, die man auf den diversen Plattformen abrufen kann. Das Zählen der Perlen – immer 108 Stück! – lässt mich dabei wirklich zur Ruhe kommen.

Es gibt Malas aus verschiedenen Materialien, im Fall der Ocean & Tides-Mala aus verschiedenen Edelsteinen. Diesen werden besondere Eigenschaften zugeschrieben. Ob ich davon überzeugt bin? Nicht unbedingt, dennoch habe ich bei meiner 1:1 Zoom Session mit Vicky ziemlich viel Zeit, Energie und Sorgfalt in die Auswahl der unterschiedlichen Steine gesteckt, um meine persönliche Mala auf mich und meine Bedürfnisse anzupassen.

Ich sehe das nämlich so: Allein durch meine Überlegungen und die Energie, die ich aufgewendet habe, wird diese ganz spezielle Mala-Kette für mich passend sein und eine gewisse Bedeutung und Wirkung haben – und dass die Eigenschaften, die den Steine zugeschrieben, das unterstützen, tut mir nicht weh. Bei jedem Tragen oder Halten freue ich mich einfach über die Perlen, die wir gemeinsam ausgewählt haben. Auch ohne 100% von der Steinsache überzeugt zu sein, konnte ich mich also gut damit arrangieren, dass da auf anderer Ebene noch eine Wirkung sein soll.

Sobald man sich für Meditation oder Yoga interessiert, kommt man anscheinend zwangsläufig mit Dingen in Kontakt, die manchmal etwas seltsam erscheinen. Solange es dem eigenen Wohlbefinden dienlich sein soll, kann ich das aber durchaus akzeptieren. Ich bin der Meinung, was nicht weh tut, ist ok. Sobald aber ernsthafte Erkrankungen durch irgendwelche Steine als einziges Heilmittel verbessert werden sollen, bin ich definitiv raus!

Die 1:1 Zoom Session dauert 60 Minuten – zumindest wird dieses Zeitfenster eingeplant. Da ich mich aber in allen Schritten ziemlich schnell entscheiden konnte, war die Onlinesession tatsächlich bereits nach 50 Minuten vorbei.

Bisher war ich ja erst bei einer Yogastunde in meinem Leben und das gemeinsame Om-Singen kann durchaus befremdlich sein. Ich war also ziemlich gespannt, wie diese Stunde so ablaufen würde. Bereits im Text wurden die Inhalte (Meditation, Yogaeinheit, Gespräch) beschrieben, trotzdem ist es natürlich immer etwas anderes, wenn man dann erstmal „drinsteckt“.

Ich war echt überrascht, dass es möglich ist, digital einen gemeinsamen Raum zu erschaffen. Es gelingt aber und Vickys tolle Art hat es mir ermöglicht, wirklich los zu lassen und mich ganz auf die Stunde einzulassen. Da habe ich ja gerne mal meine Probleme mit – ich bin ein ziemlicher Kontrollfreak, entspannen fällt mir eigentlich nur auf Reisen leicht, wenn ich jeden Tag unzählige neue Eindrücke verarbeite.

Wie oben bereits erwähnt, bestand unsere Session aus mehreren unterschiedlichen Teilen: zum Einstieg haben wir gemeinsam geatmet. Das fühlte sich im ersten Moment ein wenig seltsam an, weil ich normalerweise zwar bei meinen Meditationen allein bin, aber halt auch nicht vor der Kamera meines Laptops sitze. Wir haben gemeinsam meditiert, eine Yoga-Einheit abgehalten und ein Gespräch geführt, um die für mich passenden Edelsteine sowie einen Anhänger auszusuchen.

Im Vorfeld unseres Zoom-Meetings habe ich einen Fragebogen ausgefüllt, den Vicky mir mit der Bestätigung zugesandt hatte. So hatte Vicky schon mal einen ersten Eindruck meiner Wünsche und Vorstellungen und konnte die Auswahl der passenden Steine und Anhänger etwas einschränken. Ich bin vor allem beruflich extrem eingespannt, mir fehlt einfach der Ausgleich zum Stress und den stetigen Herausforderungen. Deswegen möchte ich meinen Fokus darauf richten, ruhiger und entspannter zu sein, mir selbst wieder mehr Struktur zu geben.

Die von mir ausgewählten Steine – Amazonit und Grauer Achat – passen nicht nur von den Eigenschaften, sondern vor allem auch von den Farben sehr gut zu mir. Das war mir ziemlich wichtig! Die Optik ist für mich ein absolutes Kriterium. Nur, weil die ein oder andere Eigenschaft besser passen würde, mir der Stein aber so gar nicht gefällt, möchte ich diesen dann auch nicht in meiner Mala haben. Diese Meditationskette soll mich lange begleiten und daher genau meinen Vorstellungen entsprechen. Aus diesem Grund hatte ich mir auch eine Beispiel-Mala im Shop ausgesucht, bei der mir die Anordnung der Perlen besonders gut gefiel. Ziemlich schnell war für mich auch klar, dass ich einen Anhänger haben möchte und keine Quaste.

Nachdem mir Vicky die Perlen und die Anhänger gezeigt hatte, ging es dann zur Yoga-Einheit. Puh, Fersensitz ist nicht so wirklich meines… Während der kurzen Session mit Übungen, die die Intuition unterstützen sollten, konnte ich mir in aller Ruhe überlegen, welche der fünf gezeigten Edelsteine und welcher Anhänger es denn werden sollte. Im Vorfeld hatte ich auf dem Fragebogen angegeben, dass ich etwas Rundes, mandalaartiges haben möchte. Zur Auswahl stand unter Anderem die Blume des Lebens, aber wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist es diese nicht geworden. Zu den kühlen Blau- und Grautönen gefiel mir der kräftige, oben offene Anhänger am Besten.

Wir haben gemeinsam die Größe der Steine, die Steine an und für sich und den Anhänger besprochen und danach noch die letzten Feinheiten abgestimmt, die in Summe das Erscheinungsbild der Mala zu MEINER Mala machen. Wie sollen die Perlen angeordnet werden, welche Farbe kommt für die Kordel in Frage, welche Verschlussmöglichkeiten gibt es? Ich hatte ja bereits beim Ausfüllen des Fragebogens ziemlich klare Vorstellungen und diese haben wir einfließen lassen. Mein Hauptstein ist der Amazonit und dessen Farbe wollte ich durch meine gewählte Farbe der Kordel noch unterstützen. Um den Anhänger voll wirken zu lassen, habe ich mich dazu entschieden, dass der Verschluss im Nacken sein wird. Mir war wichtig, dass die Steine nicht Blockweise angeordnet würden, sondern sich immer wieder abwechseln.

Ich bin begeistert, wie toll diese Stunde ablief. Im Vorfeld hätte ich nie gedacht, dass rein digital so eine Atmosphäre möglich sein würde. Zum Abschluss sind wir die Details nochmal durchgegangen, damit kein Fehler unterlaufen ist. Vicky hat mich direkt darauf aufmerksam gemacht, dass sie noch einige der Zutaten bestellen muss und dass ich deshalb die Mala erst in der Folgewoche erhalten werde.

Die Mala wird bei den Online-Sessions von Vicky geknüpft. Bei einem Workshop vor Ort wird die Mala natürlich von jedem Teilnehmer selbst geknüpft und somit auch gestaltet. Meine persönliche Mala ist echt toll; hätte ich sie selbst gefertigt, wäre diese ganz anders geworden (ich weiß, wie unregelmäßig die Knoten bei meiner ersten Mala sind…). Ich habe trotzdem ein sehr gutes Gefühl bei der Mala, da ich ja durch die Auswahl der einzelnen Komponenten elementaren Anteil am Gesamtprozess hatte.

Nach einem ziemlich emotional anstrengenden Arbeitstag konnte ich dann endlich meine Mala in Händen halten. Beinahe hätte ich da erneut geheult. Mag für so manchen echt übertrieben klingen, aber manchmal bin ich echt nah am Wasser gebaut. Bereits beim ersten Ansehen konnte ich die Macht meiner Gebetskette spüren – die Blau- und Grautöne beruhigen mich ähnlich wie die Farben des Sees, den ich immer dann aufsuche, wenn es mir nicht so gut geht und ich Kraft tanken will.

Wenn sich nach Corona das Leben irgendwann mal wieder normalisiert haben sollte, kann ich mir durchaus vorstellen, einen Workshop vor Ort bei Vicky zu buchen. Bis dahin kann ich jedoch jeder Person, die sich für Malas interessiert, die 1:1 Zoom Sessions von Vicky empfehlen. Des Weiteren bietet sie Online-Yoga und diverse Klassen bzw. Kurse auf ihrer Website an.

Zur Transparenz: ich habe die Mala selbst bezahlt und wurde von Vicky auch nicht aufgefordert, dieses Blog-Posting zu verfassen. Ich bin ehrlich begeistert von der Session, ansonsten hätte ich auch nicht darüber berichtet.