Brazilian Lemonade

Werbung ohne Auftrag. Dieses Wochenende habe ich mit einem Teil meiner Familie verbracht. Mit meinem Schwager – ebenfalls ein Foodie – philosophiere ich gerne über verschiedene Rezepte. Ich bin ja ziemlich offen, neues zu testen und lasse mich gerne durch TikTok inspirieren.

In der aktuellen Hitzewelle, die Süddeutschland seit Wochen im Griff hat, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Erfrischungen. Die sind im Idealfall schnell gemacht, bestehen aus wenigen Zutaten und sind zuckerarm. Der neueste Trend, den ich entdeckte, ist Brazilian Lemonade. Die erfüllt alle oben beschriebenen Kriterien und ist zudem echt lecker.

Zutaten

2 Limetten, 3 Cups Wasser, gesüßte Kondensmilch, Eiswürfel

Die Limetten heiß waschen und achteln. Mitsamt Schale [klingt seltsam, ist aber so] in einen Blender geben. Wasser hinzufügen und mit der Pulse-Funktion achtmal mixen. Die Mischung abseihen und etwas ausdrücken. Die Flüssigkeit kommt nun zurück in den Blender. Gesüßte Kondensmilch nach Geschmack hinzugeben – bei mir war es etwas mehr als ein gut gefüllter Teelöffel. Nochmals aufmixen und in mit Eiswürfeln gefüllten Gläser servieren.

Donauradweg – von der Quelle bis zur Münsterstadt [Wanderlust]

Werbung ohne Auftrag. In letzter Zeit konnte auf meinem Instaprofil ein neuer Hashtag entdeckt werden, der sich nach und nach mit immer mehr Bildern füllt: #andrearadelt. Vor ungefähr einem Monat fragte ich einfach mal meine Eltern, ob ich deren E-Bikes mal probefahren dürfe. Daraus haben sich schon mehrere Touren in der Region ergeben – und jetzt in meiner Urlaubswoche eine zweitägige Tour vom Donauursprung bei Donaueschingen auf dem Donauradweg nach Ulm.

Nach einem heftigen Sommergewitter in der Nacht von Sonntag auf Montag hatten wir ideales Radlwetter mit ungefähr 23° – 25° C. Dank des 9-EUR-Tickets reisten wir – also meine Eltern und ich – mit dem Zug von Ulm kommend nach Donaueschingen. In Ulm gibt es beim Donaustadion die Möglichkeit, schattig zu parken. Da wir den RE55 mit Abfahrt 6.02 Uhr nehmen wollten, war für mich die Nacht bereits um 4.30 Uhr zu Ende. Um ungefähr 5.30 Uhr waren wir an besagtem Parkplatz, luden Räder und Gepäck aus und radelten zum Hauptbahnhof.

Die Fahrt nach Donaueschingen dauerte ungefähr 2,5 Stunden. Wir hatten richtig viel Glück, dass wir vom Startbahnhof abreisten – so gab es keine Probleme mit den Rädern. Im Verlauf der Fahrt stiegen viele Reisegäste mit Rädern zu und irgendwann kam dann die Durchsage, dass keine weiteren Räder mehr mitgenommen werden könnten. Das frühe Aufstehen hat sich wirklich gelohnt – zum Einen wegen des Passagieraufkommens während der Pfingstferien im Süden der Republik als auch, um möglichst früh auf der Tour zu sein.

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Startpunkt des Donauradwegs kreuzt eine Brücke einen der beiden Quellflüsse der Donau – die Brigach. Hier findet sich eine Stele mit einem Haiku von Mokichi Saito, einem der bedeutendsten japanischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Heimatstadt Kaminiyama verbindet Donaueschingen seit 1995 eine Städtepartnerschaft.

Ausgehend vom Startpunkt vor der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei begleitet uns dieses Logo und weist uns den Weg an der Donau entlang. Wir besuchen natürlich die Quelle im Schlosspark, auch wenn erst knapp 2 km später offiziell die Donau entsteht. Mittlerweile ist es kurz vor 10.00 Uhr. Wir cremen uns dick mit Sonnenschutz ein und machen uns auf die Reise Richtung Schwarzes Meer. Tatsächlich sehr interessant: neben der Mosel ist die Donau der einzige Fluss Deutschlands, der von der Mündung flussaufwärts gemessen wird – so ist die Quelle sozusagen das Ende der Donau.

Erstes Highlight ist die Donauversickerung bei Fridingen. Erstaunlich – vor 150 Jahren versickerte die Donau erstmals, während heute im Sommerhalbjahr das Flussbett für mehrere Kilometer ausgetrocknet ist. Der Grund hierfür liegt im Untergrund – die schwäbische Alb besteht aus kalkigen Gesteinsschichten.Durch chemische Lösungsprozesse an der Oberfläche wie auch im Untergrund kommt es innerhalb des Kalkgesteins zur Ausbildung von Spalten und Hohlräumen, in denen das Donauwasser verschwindet. Der poröse Untergrund sorgt auch dafür, dass sich im Gestein Dolinen bilden – ausgeschwemmte Hohlräume, die immer wieder einstürzen. Ungefähr 60 Stunden nach dem Verschwinden von der Oberfläche kommt das Donauwasser um 183 Höhenmeter tiefer und etwa 12 km Luftlinie entfernt im Aachtopf, der größten Quelle Deutschlands, wieder zum Vorschein. Über den kleinen Fluss Aach gelangt das Wasser in den Bodensee und somit über den Rhein in die Nordsee.

All diese Infos lassen sich auf Schildern neben dem Radweg lesen. Des Weiteren findet sich hier auch ein netter schattiger Rastplatz für eine kleine Pause. Wir hatten uns bei einer Bäckerei in einem der kleinen Örtchen eine Brotzeit geholt und konnten uns hier stärken.

Entlang der „jungen Donau“ ist das Donautal richtig schön abwechslungsreich. Das Tal verengt sich immer mehr, steile Felsen ragen links und rechts auf. Bei Fridingen gibt es einen Donaudurchbruch durch die Felsen. In Beuron gönnen wir uns eine weitere Pause in einem Biergarten. Nach einem Eiscafe geht es dann noch hinab zum sehr bekannten Kloster Beuron.

Danach erblicken wir jede Menge Burgen und Schösser. Nirgendwo sonst entlang der Donau gibt es davon so viele wie zwischen Donaueschingen und Sigmaringen. Dazu gehören unter anderen die mittelalterliche Burg Wildenstein und das Schloss Werenwag. Zudem haben die Felsen richtig spannende Namen wie Bischofsfelsen oder Glasträgerfelsen. Hier muss ich mal noch ein wenig nachlesen, was die Hintergründe dazu sind – sowas interessiert mich total!

Nach einem richtig steilen Anstieg nach Inzigkofen ging es dann hinunter nach Sigmaringen. Wir hatten uns dort eine Übernachtungsmöglichkeit vorab ausgeguckt in einem richtig schnuckeligen Gästehaus. Nach einer ausgiebigen Dusche, um die Muskeln zu lockern und das Sonnenschutz-Schweiß-Gemisch loszuwerden, sind die Eltern und ich in die Stadt gegangen. Das Schloss haben wir uns aufgrund der Uhrzeit nur von außen angesehen, es war dennoch ziemlich eindrucksvoll, was in den letzten Jahrhunderten auf dem Felsen oberhalb der Donau alles so gebaut wurde….

Kleine Empfehlung von uns: abends auf Schosshöhe zu essen ist wirklich wunderschön. Allerdings kann der Wind auch fies durch die kopfsteingepflasterten Gassen pusten und es wird dann auch schon mal eklig kalt. Idealerweise also auch an lauen Abenden eine Jacke dabei zu haben ist also nicht verkehrt…

Ich hatte mir die Bergkäsenockerl auf Pilzbett bestellt; dazu gab es einen Salat vom Buffet. Hier waren die auf Touristen ausgelegten Preise und Portionen leider deutlich erkennbar, während die Fleischgerichte meiner Eltern deutlich sättigender ausfielen. Geschmacklich war mein Essen jedoch wirklich topp!

Am zweiten Morgen klingelte der Wecker nicht so abartig früh – mit meinen Eltern traf ich mich um 7.00 Uhr zum Frühstück. Gegen 7.45 Uhr verließen wir Sigmaringen in Fahrtrichtung Osten. Die heutigen Tour war landschaftlich weniger abwechslungsreich, hauptsächlich ging es durch flache Wiesen Richtung Ulm. In Mengen ist wohl dienstags Markttag; wir statteten uns an einem Stand mit wirklich leckerem Käse aus und bei einer Bäckerei kauften wir uns dann Semmeln für eine spätere Rast.

Rund um Riedlingen gibt es wahnsinnig viele Störche- das letzte Mal sah ich 2009 im März in Spanien eine vergleichbare Anzahl. Wir verließen den Donauradweg, um gemütlich durch die historische Altstadt zu bummeln und etwas Pause zu machen. Hier finden sich viele mittelalterliche Fachwerkbauten im schwäbisch-fränkischen Stil. Auf der Alb wird die alamannische Fastnacht begannen und so findet sich an einem damaligen Kornspeicher sogar eine geschnitzte Narrenmaske im Fachwerk. Auf vielen Dächern kann man Storchennester finden und jetzt im Frühsommer sind auch die Jungvögel gut zu sehen.

Über Zwiefaltendorf ging es für uns dann wieder zurück auf den Donauradweg. Nach einem der steilsten Anstiege auf der gesamten Strecke [Steigung um die 20 %] wartete unsere wohlverdiente Pause auf uns. Wie auch in Tuttlingen konnten wir uns hier an einem Trinkwasserbrunnen versorgen. Das vermisse ich hier in Deutschland sehr – in Israel gibt es gefühlt überall diese Trinkwasserbrunnen, wo kostenfrei frisches Wasser für alle zur Verfügung steht.

Kurz nach dem oberschwäbischen Obermarchtal hatte ich dann eine kleine Panne in Form einer heruntergesprungenen Kette. War nicht so toll, da uns das in Summe etwa 30 Minuten kostete, wir konnten das aber gut beheben. Bei Ehingen haben wir dann wieder eine Alternativroute gewählt, da wir bei einer Brauerei dort Rast machen wollten. Doof, dass die ausgerechnet Dienstag ihren Ruhetag haben. Auch in Erbach war uns das Glück nicht ganz so hold, so mussten wir halt bei einer Bäckereikette eine Pause machen.

Das letzte Stück Donauradweg bis Ulm ist dann landschaftlich nicht wirklich schön, da es durch das Industriegebiet Donautal führt. Von dort kommt man dann recht unvermittelt – nachdem die Iller in die Donau gemündet ist – in Ulm am Fuße der Stadtmauer an. Durch die dichten Bäume ist zwischendurch bereits der Münsterturm schon mal zu erkennen, aber nun ist die gesamte Silhouette auf einmal gut im Blick.

Wir waren gegen 17.00 Uhr an der Donauwiese – links das Münster, rechts der Münsterturm. Nachdem wirklich tolles Wetter herrschte, war hier richtig viel los. Im Verlauf der mehr als 200 km Fahrtstrecke hatten wir hier den meisten Trubel. Fußgänger und Radfahrer teilen sich den schmalen Uferweg – die Radler auch noch in beide Richtungen, also flussauf- und -abwärts. Da ist auf den letzten Metern nochmal echt Vorsicht geboten! Ich war echt froh, dass ich die Wege aufgrund unzähliger Spaziergänge gut kenne und mittlerweile auch wieder echt sicher auf dem Fahrrad bin.

Die Tour hat mir richtig viel Spaß gemacht und ich hoffe, bald weitere Etappen entlang der Donau mit dem Rad zu entdecken. Auf dem Donauradweg herrscht total gemischtes Publikum – Genussradler wie wir, Familien, richtige Profis mit Zelt- und Tourenequipment…. Mittlerweile haben sich viele Übernachtungsbetriebe auf Radfahrer als Klientel eingestellt. Sowohl bei Restaurants als auch in vielen Orten können E-Bikes kostenfrei aufgeladen werden, und die Beschilderung ist meist wirklich herausragend [mein Urteil als „Newbie“ in Sachen Radfahren].

Noch vor der Pandemie hatte ich mir Packing Cubes gekauft. Dieses System hat sich auch für die Radtour als sehr hilfreich erwiesen. So war alles gut geordnet und selbst bei der kleinen Panne kam ich gut an die Handschuhe ran, ohne das alles auf dem Radweg rumflog. Ich werde diesen Sommer weiterhin das Radfahren für mich testen – mit einem Freund möchte ich nach Möglichkeit den Illerradweg fahren und vielleicht geht es für meine Eltern, mein Schwager und ich bald auch noch mit den Rädern über die schwäbische Alb nach Stuttgart. Wenn mir das weiterhin so viel Spaß macht wie jetzt, dann wird das Sparschwein für ein E-Bike geschlachtet werden…. trotz der ziemlich hohen Anschaffungskosten ist das im Verhältnis doch deutlich preiswerter als für jede kleine Besorgung das KFZ zu nutzen.

Dank der Motor-Unterstützung konnte selbst ich diese Tour echt gut bewältigen. Klar war es teilweise furchtbar anstrengend – die Haltung ist halt schon deutlich anders, als wenn ich den kompletten Arbeitstag am PC verbringe, mein Hintern tut mir auf dem Bürostuhl auch nicht weh und die ersten Schritte nach ungefähr 20 km fühlten sich an, als ob ein neugeborenes Giraffenbaby seine ersten Schritte in dieser Welt geht – aber ich habe so viel von meiner Heimat gesehen wie schon lange nicht mehr. Und das entschleunigt mich so sehr und befreit meinen Kopf – herrlich!

Viele Tipps und Beschreibungen gibt es unter anderem auf www.deutsche-donau.de. Dazu habe ich auch noch auf den Seiten der größeren Orte nachgeschaut, um einige Infos noch einmal nachzulesen… Dieser Artikel entstand ohne jeglichen Auftrag oder Bezahlung, sondern aus reiner Begeisterung heraus.

Easy peasy Tomatensuppe [Foodie Freitag]

Ich liebe es, ausgiebig zu kochen. Manchmal darf es aber auch ganz schnell gehen – egal, ob ich den ganzen Tag unterwegs war oder im Home Office Lust auf eine Kleinigkeit habe. Hauptsache, es schmeckt! Als Kind war ich kein großer Freund von Suppen, heute mag ich die recht gerne. Mein Geschmack hat sich hier deutlich verändert.

Letztens war ich den ganzen Tag auf einer wirklich interessanten Fortbildungsveranstaltung. Als ich dann abends nach vielen Kilometern auf der Autobahn endlich wieder zu Hause war, hatte ich keine Lust, noch ewig in der Küche zu stehen. Aus wenigen Zutaten habe ich mir dann eine ganz schnelle Tomatensuppe gekocht. Die gesamte Zubereitungszeit nahm ungefähr 10 Minuten in Anspruch und der Abwasch hält sich dann auch in Grenzen – also win – win….

Zutaten:

  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Dose Tomaten
  • Gewürze nach Geschmack (Rosmarin, Thymian, Basilikum, Oregano)
  • Gemüsebrühe
  • 2 Karotten
  • etwas Parmesan am Stück

Knoblauch und Zwiebel schälen und mittelfein hacken. Olivenöl in einem Topf oder einer weiten Pfanne sanft erhitzen und die Würfel hinein geben. Das Gemüse keine Farbe nehmen lassen, nur leicht weich garen.

Die Tomaten mitsamt Saft dazu geben. In die leere Dose Wasser geben – ich fülle ungefähr 2/3 voll – schwenken, und dann hinzufügen. Gewürze und Gemüsebrühe hinzufügen. Die Karotten recht fein würfeln und ebenso hinzugeben. Ungefähr 5 Minuten kochen lassen.

Währenddessen Parmesan in Stücke brechen. Die Tomatensuppe in einen Standmixer geben und fein pürieren. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzugeben oder im Topf auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. In Schalen füllen, mit dem Parmesan bestreuen und servieren.

Wer nicht auf Kalorien achtet (oder achten muss), kann dazu Brot servieren und noch etwas Olivenöl über die Suppe träufeln.

Wald- und Wiesenburger [Foodie Freitag]

Werbung ohne Auftrag. Wald- und Wiesenburger – warum denn so ein Titel? Rund um meinen Geburtstag hatte ich mir einige Tage frei genommen, um Überstunden abzubauen. Zweimal war ich mit meinen Eltern im Wald, um Holz zu machen und Bäume zu lichten. Viele Zweige verbrennen wir dann direkt vor Ort am Waldrand. Das Feuer nutzen wir dann auch gleich, um unser Essen zuzubereiten. Während sich meine Eltern carnivor ernähren, verzichte ich schon seit mehr als einem Jahr wieder auf Fleischprodukte. Da vom Vortag – ich hatte zu meinem Geburtstag die Feuerschalensaison eröffnet – noch Würstchen über waren, hatten die Eltern schon mal ihr Essen parat. Für mich brachte meine Mum einen Camembert mit, den ich in einer Aluschale garte. Coleslaw mit aufs Brötchen gepackt und Cowboy Candy dazu – yummie!

Zutaten

Das Öl in eine Pfanne [oder Aluschale] geben und sanft erhitzen. Bei Bedarf – wenn also auf dem Herd gebraten wird – auch etwas Raucharoma mit hinzugeben für den autenthischen Geschmack. Den Backcamembert ins heiße Fett geben und langsam von beiden Seiten garen, bis die Panade schön knusprig und goldbraun ist.

Währenddessen das Laugenbrötchen und die weiteren Zutaten vorbereiten: Semmel aufschneiden und etwas von der Krume herausnehmen. Coleslaw gut abtropfen lassen und auf der unteren Hälfte verteilen. Einige Jalapeno-Ringe klein schneiden, Pickled Red Onions aus der Lake nehmen und ebenfalls abtropfen lassen.

Den gebackenen Käse auf den Coleslaw legen und die gepickelten Zwiebeln sowie die süß eingelegten Chilis darauf geben. Mit der oberen Brötchenhälfte abdecken und genießen. Gut passt dazu ein kühles Bier oder auch einfach eine Limo.

So schaut das wilde Barbecue am Waldrand bei uns aus: zwei dicke Backsteine, auf denen ein Rost über der Glut liegt und das Essen leckeres Raucharoma erhält. So macht die Arbeit wirklich Spaß und gut gestärkt konnten wir dann die für diesen Tag restlichen Tätigkeiten in Angriff nehmen….

Pickled Onions – Eingelegte Zwiebeln [Foodie Freitag]

Werbung ohne Auftrag. #tiktokmademedoit – ein Hashtag, der sich bei mir aktuell immer mal wieder findet. Süß-sauer eingelegtes esse ich im Normalfall eigentlich gar nicht. Als ich jedoch am letzten Wochenende mal wieder ziemlich viel Zeit in meinem bevorzugten Wurmloch verbrachte, bin ich über Pickled Red Onions gestolpert. Vor allem die tolle Farbe fand ich schon sehr ansprechend und so habe ich Sonntag Vormittag alle benötigten Zutaten zusammengekramt und losgelegt. Da die Zwiebeln bereits nach ungefähr einer Stunde verzehrfertig sind, habe ich das natürlich direkt für mein Mittagessen eingeplant und ich bin echt positiv überrascht, wie lecker diese schmecken. Ich überlege schon, was ich die Tage noch alles damit verfeinern werde….

Zutaten

  • 5 rote Zwiebeln
  • 1 Cup Wasser
  • 1 Cup Apfelessig
  • knapp 1/4 Cup Zucker
  • 1 TS Salz

Ein Einmachglas in passender Größe – meines fasst 250 ml – und den zugehörigen Deckel heiß auskochen. Die Zwiebeln schälen und ganz fein schneiden oder hobeln. Ich habe dafür eine Mandoline verwendet. Für die Lake Essig und Wasser in einen kleinen Topf geben, Zucker und Salz hinzufügen. Verrühren, bis sich alles aufgelöst hat, und erhitzen. Die Zwiebeln in das Glas füllen und richtig fest eindrücken. Mit der Heißen Flüssigkeit auffüllen. Dafür nutze ich gerne einen Marmeladentrichter, damit nicht allzu viel daneben geht. Mit einem Holzstäbchen in die Zwiebeln pieksen, damit die Luftbläschen nach oben steigen. Bei Bedarf Flüssigkeit nachfüllen und mit dem Deckel verschließen. Einige Male schütteln und mindestens eine Stunde ziehen lassen.

Die Zwiebeln werden richtig schön Pink und sind damit ein echter Hingucker auf dem Teller. Bei mir landeten sie direkt auf einem Burger, sie passen aber auch zu Tacos oder in Wraps. Das werde ich demnächst mal testen. Dadurch, dass die Pickles superschnell gemacht sind, werde ich sie auch in der kommenden BBQ-Saison gerne zu Gegrilltem essen.

Cowboy Candy [Foodie-Freitag]

Werbung ohne Auftrag. Alle paar Wochen versinke ich im Wurmloch namens TikTok. Die App hat mich mental über Wasser gehalten, als ich im November wochenlang aufgrund Covid 19 krank geschrieben war und auch sonst liebe ich die kurzen Clips sehr. Zu Beginn hatte ich vor allem hübsche Männer in meiner Timeline, mittlerweile hat sich mein Fokus jedoch auch hier auf gärtnern und kochen verschoben. Ich habe einige richtig coole Kanäle abonniert und endlich mal mein allererstes Rezept nach TikTok ausprobiert.

Cowboy Candy – klingt das nicht verlockend?! Tatsächlich braucht man ziemlich viel Zucker, um die Leckerei herzustellen, allerdings ist das nichts für Süßschnäbel, denn es geht heiß her… Jalapeño-Scheiben, in einem Sirup aus Zucker, Essig und Gewürzen gekocht – so so lecker!

Wir haben letzte Woche die Feuerschalen-Saison eingeläutet. Das bedeutet bei uns Würstchen, die auf Holzspießen über lodernden Flammen oder heißer Glut gegrillt werden. Für mich gibt es meist Halloumi oder anderen Grillkäse. Im Herbst hatten wir leckere Maiskolben auf dem Gitterrost und auch Egerlinge [braune Champignons] vertragen das Raucharoma ziemlich gut. Eine regionale Spezialität sind Feuerwürste. Scharf gewürzte, lange, dünne Würste vom Grill, die mit Krautsalat und Zaziki in ein Baguette gepackt werden. Daher durfte bei dem frugalen Gelage zu meinem Geburtstag auch ein Cole slaw nicht fehlen. Nach vier Wochen Reifezeit in meinem Kühlschrank haben wir das erste Glas Cowboy Candy geöffnet und was soll ich sagen? So leckere Jalapeños hatte ich noch nie! Knackig, würzig, leicht süßlich, angenehm pikant…. selbst meine Mama, die nicht so gerne scharf ist, fand die sehr lecker und das erste Glas wurde fast vollständig verputzt….

Ich habe mir ein Rezept einer deutschen Seite, die sich auf Chilis spezialisiert hat, gegooglet und mal die Hälfte der angegebenen Mengen verwendet – mehr Chilis hatte ich nämlich nicht und ich musste schon teilweise mit anderen Sorten ergänzen… Es war tatsächlich ziemlich aufwändig, an Jalapeños zu kommen und so habe ich über Wochen beim örtlichen Edeka immer mal wieder ein Päckchen mit ganzen zwei [!] Jalapeños ergattern können, welche dann im Gefrierschrank auf ihren spektakulären Einsatz warten mussten… zwischenzeitlich habe ich online einige Chilipflanzen bestellt, um im Sommer jede Menge Köstliches damit zu fabrizieren.

Folgende Zutaten habe ich benutzt – im Originalrezept kommt auch noch Selleriepulver in die Sirupmischung. Ich hatte keines da und Sellerie ist sowieso nicht unbedingt mein Fall…

  • 400 g grüne Jalapeños
  • 250 ml Apfelessig
  • 350 g Zucker
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/4 TL Kurkuma gemahlen
  • 1/4 TL Selleriepulver

Die Chilis waschen, Stiele entfernen und in dicke Scheiben schneiden. Selbst wenn man schärfesensibel ist – bitte nicht dazu verführen lassen, die Kerne zu entfernen. Sonst überlagert die reichlich vorhanden Süße die Schärfe der Jalapeños . Die Zutaten für den Sirup in einem mittelgroßen Topf verrühren und zum Kochen bringen. Ungefähr 5 Minuten bei reduzierter Hitze köcheln lassen, bis die Masse dickflüssiger wird. Dabei am Besten lüften, der Essiggeruch hängt sonst über Stunden im Raum – für Euch getestet 😉

Jetzt wird die Flüssigkeit wieder zum Kochen gebracht. Dann die Chilis hinzugeben, Hitze reduzieren und alles erneut ungefähr 5 Minuten köcheln lassen. Dabei werden die Jalapeños etwas weicher. Währenddessen Gläser und Deckel auskochen und zum füllen vorbereiten. Die gegarten Chilis mit einer Siebkelle aus dem Sirup holen und in die Gläser füllen. Hierfür nutze ich gerne einen Marmeladentrichter, da bleibt der Rand der Gläser schön sauber. Den restlichen Sirup erneut für ungefähr 4 – 6 Minuten sprudelnd kochen, bis er etwas dickflüssiger ist. über die Chilis geben. Mit einem Holzstäbchen mehrfach bis auf den Glasboden pieksen, damit eventuell vorhandene Luftblasen aufsteigen. Bei Bedarf nochmals Sirup nachfüllen, die Gläser sauber wischen und verschließen. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

So sieht dann meine vegetarische Version der Feuerwurst aus: Halloumi vom Spieß, Krautsalat, Kethup und jede Menge Cowboy Candy in einem Brötchen. Bei so einem leckeren Essen schaffe ich es jedoch immer zu kleckern…. die Klamotten müssen nach einem Abend am Feuer jedoch in der Regel sowieso in die Waschmaschine, also tut das dem Spaß keinen Abbruch. Ein kühles Bier dazu und der Start ins Wochenende ist geglückt.

Keilrahmen mit Spachtelmasse [DIY]

Werbung ohne Auftrag. In meinem Esszimmer hängt seit dem letzten Wochenende neue, selbstgemachte Kunst. Die Inspiration kam von Nina, deren Instagramprofil ich schon seit geraumer Zeit folge. Ihren cleanen Stil mag ich sehr, auch wenn das so gar nicht zu meiner Persönlichkeit passt. So sieht mein Keilrahmen auch völlig anders aus, viel wilder und chaotischer. Genau das ist aber das, was zu mir, meiner Wohnung und meinem aktuellen Empfinden passt.

Folgende Dinge habe ich benutzt:

Keilrahmen 80 x 80 cm, Washitape 3 cm breit, Spachtelmasse, Spachtel ca. 4 cm breit, weiße Sprühfarbe RAL 9016 matt

Zuerst den Keilrahmen ringsum mit Washitape abkleben, damit ein glatter Rand entsteht. Die Spachtelmasse relativ willkürlich mit der Spachtel auftragen. Tape abziehen und die Masse gut trocknen lassen. Sprühfarbe in mehreren dünnen Schichten auftragen und mehrere Stunden trocknen lassen. Mit Wasserwaage und Bleistift die Kreuzungspunkte anzeichnen und zwei kleine Nägel in die Wand schlagen. Aufhängen und freuen.

Mealplanning [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Als ich im November mit meiner Covid-Infektion mehrere Wochen krank war, hatte ich viel Zeit, Pläne zu schmieden. Einen davon habe ich vor einigen Wochen umgesetzt: Heike zeigte eine tolle Möglichkeit der Essensplanung an einer selbst gebauten Holztafel. Das war die ganz, ganz grobe Inspiration für mich. Optisch passt das aber so gar nicht in meine Wohnung, aber ich hatte ja Zeit zu grübeln… bei meinem Nachbarn, einem Metallbauer, habe ich mir eine Metallplatte im Format 600 x 200 mm bestellt. Die restlichen Zutaten kommen aus meinem Fundus: je 4 Schrauben und Kunststoffplättchen als Abstandhalter. Wer gemauerte Wände hat, benötigt noch passende Dübel.

Mit dem Streichmaß lassen sich die Kreuzungspunkte auf der Rückseite der Platte wunderbar markieren und alle Bohrlöcher haben die selbe Entfernung zur Kante. In der Hinsicht bin ich ein totaler Monk, wenn das nicht passt…. da ertrage ich dann meine eigene Laune nicht…. ich habe den Bohrpunkt angekörnt, so dass der Bohrer eine gute Führung hat. Das geht auch mit Hammer und Nagel, wenn man das entsprechende Werkzeug nicht zur Hand hat. Mit Bohrer und Bohrmaschine passende Löcher bohren.

Die Montage der Platte ist ziemlich simpel: Löcher an der Wand markieren und vorbohren. Bei einer Holzwand einfach nur mit der Schraube an der markierten Stelle in die Wand schrauben. Die Schrauben herausdrehen, durch die Löcher in der Platte stecken und die Kunststoffscheiben als Abstandshalter auffädeln. Dann an der Wand befestigen und dekorieren.

Für die Wochentage habe ich Vinylsticker aus meinem Scrapbookingfundus verwendet. Für die Gerichte habe ich mir ein Template in Word angelegt und die Titel eingetragen. Ausgedruckt warten diese aktuell noch immer darauf, ausgeschnitten und laminiert zu werden. Diese werden dann mit Magneten festgepinnt und ich freue mich schon darauf, meine Einkäufe besser zu planen und weniger Geld und Lebensmittel zu verschwenden.

Naturpfad Perlbachtal – Unterwegs im Bayerischen Wald [Wanderlust]

Werbung ohne Auftrag. Letztens war ich nach langer Zeit mal wieder beruflich unterwegs – unser Team hat sich zu einer Minikonferenz im Bayerischen Wald getroffen. Bevor ich mich auf die Heimfahrt machte, nutzte ich die Möglichkeit, einen Spaziergang durch das idyllische Perlbachtal zu machen. Ich habe mich auf dem Tipp der Hotelchefin verlassen und wurde nicht enttäuscht. Das Wetter wandelte sich zwar während der knapp 2 km langen Wanderung von strahlendem Sonnenschein zu Schneegraupel, aber das hat mich so gar nicht gestört.

Der Perlbach, der eigentlich Bogenbach heißt, hat seinen Namen von den Muscheln, die es hier früher gab. In früheren Zeiten war es bei Strafe verboten, sich solchen Bächen allein zu nähern. Auf Diebstahl der Perlmuscheln standen so drakonische Strafen wie das Abhacken der Hand oder der Tod durch Hängen. Am Bachufer finden sich immer wieder erklärende Tafeln, sowohl eben zur Namensgebung als auch beispielsweise zu den Gesteinsarten im Bayerwald.

Für mich war es eine Wohltat, nach intensiven Diskussionen die Ruhe der Natur zu genießen. Es war bestimmt der Uhrzeit geschuldet, aber während des gesamten Spaziergangs traf ich gerade mal eine andere Person. Die Strecke lässt sich gut bewältigen, überwiegend handelt es sich um gut begehbare Forstwege. Ungefähr zur Hälfte der Strecke gibt es eine Wassertretanlage nach Pfarrer Kneipp – das macht im Sommer bestimmt richtig viel Spaß.

Beim Rückweg bewegt man sich nicht mehr so sehr am Bachufer, sondern geht eine ziemliche Anhöhe hinauf. Das ist aber auch für Ungeübte sehr gut machbar. Immer wieder gibt es auch Bänkchen für eine kleine Rast.

Faszinierend ist es für mich immer wieder, wie sich Bäume auch unter unwirklich anmutenden Umständen ihren Lebensraum erkämpfen. Einfach mal zwischen Felsbrocken in die Höhe wachsen. Es war so schön, dem Vogelgezwitscher zu lauschen und eine Auszeit von der aktuell so bedrohlichen Realität zu nehmen.

Pimp your Hocker [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Vor gut zwei Jahren habe ich diesen hübschen Vintage-Hocker bei Jolg gekauft. Von diesem tollen kleinen Label finden sich ganz viele Schätze in meiner Wohnung; Uhren, eine Lampe, die ein oder andere dekorative Geschichte, alte Leuchtbuchstaben und noch einiges mehr individualisieren die Räume hier. Der Hocker steht in meiner Küche. Ich mag ihn wirklich, allerdings hat mich die glänzende Lackschicht auf der Buche-Sitzplatte ziemlich genervt. Zudem habe ich auch noch einen Wasserfleck dort produziert und somit musste das Schätzchen aufgearbeitet werden.

Ich habe das große Glück, nur eine Etage nach unten gehen zu müssen und schon habe ich im Prinzip alle Möglichkeiten, Holz bearbeiten zu können. Die Sitzfläche besteht aus keilgezinkter Buche, ein sehr hochwertiger Werkstoff. Leider sind an der Kante einige Stellen, an denen Hohlräume sind. Ich habe mir Holzkitt geschnappt und diese ausgebessert. Nach dem Trocknen kann das überschüssige Material einfach abgeschliffen werden und ist dann wie Holz zu bearbeiten.

Die Fläche habe ich mit einem Exzenterschleifer und relativ grobem Schleifpapier bearbeitet. Dadurch lässt sich der Lack sehr gut entfernen. Für die Kanten und die Rundung sowie die Zwischenschliffe kam dann der Schleifschwamm zum Einsatz, damit die Fläche richtig schön glatt wird.

Auf der Unterseite habe ich dann verschiedene Holzöle getestet, Weißöl und Roheffektöl standen für mich zur Auswahl. Schlussendlich fiel die Wahl dann auf den Roheffekt. Normales Öl „feuert“ den Farbton an – sprich: die Rottöne im Holz knallen so richtig. Das passiert im Prinzip auch beim Lackieren. Das mittlere Bild oben zeigt den Hocker nach dem ersten ölen und dann trocknen über Nacht. Hier wird das Holz dann relativ rau, da sich die Fasern mit Öl vollsaugen und aufrichten. Daher muss dann mit dem Schleifschwamm zwischengeschliffen werden, um die Fasern zu glätten.

Ich habe danach eine weitere Schicht Öl aufgetragen. Im nassen Zustand sieht man den Farbunterschied sehr krass. Das Öl wird dünn mit einem Pinsel aufgetragen und dann im Anschluss mit einem sauberen, nicht fusselnden Tuch abgerieben. So wird die Oberfläche gesättigt und der Überschuss verbleibt nicht dort und wird klebrig.

Das Roheffektöl kann für unterschiedliche Bereiche wie Türen, Böden etc. eingesetzt werden. Ich mag es total gern, da die Oberfläche wirklich einen ganz natürlichen Ton behält. Es ist aus dem Fachhandel und alles andere als preiswert, jedoch extrem ergiebig.