Archiv

Kakaobar [For the Home]

Werbung ohne Auftrag. Während ich in der Arbeitswoche nur mit Müh und Not beim letzten Weckerklingeln aufstehe, wache ich am Wochenende oftmals so gegen 4:14 Uhr auf. Das und meine fatale Neigung, dann Instastories zu gucken oder auf Pinterest zu stöbern, führen immer mal wieder zu ganz tollen – manchmal auch eher ganz schön wilden – Ideen. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit mag ich es mir daheim in meiner Wohnung so richtig schön muckelig machen. Und da 2020 ja so ziemlich alles verändert – Tschüs, Weihnachtsmarkt!, Tschüs, tolle Abende mit Freunden! -, habe ich mir in meinem Esszimmer eine Kakaobar oder auch Hot Cocoa Station gestaltet. Besonders dazu hat mich Heike inspiriert.

Viele Dinge hatte ich bereits zu Hause, lediglich die Kakaozutaten musste ich mir noch beschaffen. Da das Highboard im Esszimmer nicht sooo tief ist, habe ich einfach eine kleine Holzkiste vom Speicher genommen, gründlich geputzt und hochkant auf dem Sideboard platziert, um eine zusätzliche Dimension und natürlich auch Stellfläche zu schaffen. Zwei weihnachtliche Tassen passen da super rein.

In leeren Marmeladengläsern, deren Deckel ich mit schwarzer Sprayfarbe matt lackierte, habe ich verschiedene Toppings bereit gestellt: Schokolinsen und Minimarshmallows tummeln sich neben Pfefferminzbonbons und Schokokugeln mit Pfefferminzgeschmack. Mittlerweile sind meine Geschmacksnerven eher skandinavisch geprägt und ich mag einen Hauch Kardamomaroma in meiner Milch ziemlich gerne. Daher dann auch die Kardamomkapseln auf der Mitte der Holzkiste.

In der schwarzen Blechdose habe ich mein Kakaopulver deponiert. Dunkle Schokolade mag ich nicht, bei mir gibt es Hot White Chocolate! Dazu passt perfekt auch der Pfefferminzsirup, den ich mir vor kurzem gekauft habe. Manchmal muss es jedoch geschmacklich in eine andere Richtung gehen und dann kommt Eierlikör bei mir in den Becher. Dazu noch eine Schlagsahnehaube – hmmmm!

Etwas weihnachtliche Deko in Form von zwei Betonsternen und den kleinen Tannenbäumchen dazu, vielleicht auch noch eine Lichterkette [da muss ich morgen in der Mittagspause noch eine besorgen…] und schon ist es hier ziemlich festlich. Nachdem wir diese Woche bereits den ersten Schnee hatten, ist es besonders gemütlich, mich mit einer Tasse dieser verführerischen Leckerei aufzuwärmen.

Mein Lieblingsrezept für heiße Schokolade ist dieses hier:

  • 3 Tassen Milch 1,8 %
  • 100 g weiße Schokolade (bsp. von Lindt)
  • 3 Kardamomkapseln
  • Sprühsahne
  • Pfefferminzsirup, Eierlikör, Minimarshmallows, Schokolinsen,…

Milch und zerstoßene Kardamomkapseln bei geringer Hitze langsam erwärmen und ziehen lassen. Schokolade klein hacken. Gewürze aus der Milch entfernen und dann die Schokolade vorsichtig unter rühren schmelzen. In die Tassen füllen. Nach Geschmack mit Sirup oder Eierlikör verfeinern. Zur Deko Sprühsahne darauf geben und mit Toppings garnieren.

Köttbullar [Foodie Freitag]

Werbung ohne Auftrag. Letztens hatte ich mal wieder so richtig Lust auf Köttbullar. Wir in Deutschland kennen die Hackbällchen ja hauptsächlich vom Möbelschweden, dabei handelt es sich um ein klassisches schwedisches Familiengericht. Daher gibt es unendlich viele Variationen und Rezepte. Ich habe mich bei Maja von moeys kitchen inspirieren lassen und das dann an meine persönlichen Vorlieben angepasst.

Die leckeren Fleischklößchen werden zumeist aus Rindfleisch gemacht, in Skandinavien wohl aber schon auch mal mit Elch. Beides hatte ich selbst nicht zur Hand, so dass ich mit gemischtem Hack gearbeitet habe. Das scheint aber eher die Ausnahme als die Regel zu sein – am häufigsten hatte ich bei der Recherche Rezepte mit reinem Rinderhack entdeckt.

Natürlich gibt es auch bei der Zubereitung Varianten wie Sand am Meer. Manchmal werden die Klößchen angebraten und dann im Backofen direkt in der Sauce fertig gegart. Dann gibt es die Variante, dass die Köttbullar in der Pfanne komplett durchgebraten werden und die Sauce separat dazu gereicht wird. Oder aber man macht es wie ich, brät die Fleischbällchen an und gart sie dann in der Sauce auf dem Herd. Soo lecker, wie das duftet!

Die Köttbullar werden sanft in Butter angebraten, bis sie rundum braun sind. Dabei am Besten mit geringer Hitze arbeiten, damit nicht alles anbrennt – Butter ist da nicht immer so einfach zu handeln…. die Bällchen sind relativ fluffig und daher auch ein bisschen empfindlich. Sie brauchen nur ein bisschen Farbe und müssen gar nicht komplett gar sein, das passiert später in der Sauce.

Aus dem Bratensatz wird mit einer Mehlschwitze, Wein, Sahne und Brühe die perfekte Sauce. Ich liebe es ja, ab und an ein Glas Weißwein genüsslich zu trinken. Allerdings kann ich keine komplette Flasche Wein allein innerhalb kurzer Zeit trinken und so ist schon der ein oder andere Liter sauer geworden und den Abfluss hinunter geflossen. Deshalb kommt dann gerne mal ein Schluck Wein ins Essen… die Fleischbällchen dürfen in der wunderbar cremigen Sauce gar ziehen und werden zart und saftig.

Zu den Köttbullar gibt es im Normalfall eine Kartoffelbeilage. Ich mag am liebsten Pommes, klassisch sind es eher Salzkartoffeln oder Pürree mit Preiselbeeren. Ich bin ja kein Fan davon, zu deftigem Essen etwas Süßes zu reichen. Deshalb entfallen bei mir Preiselbeeren & Co. – einfach nur Fleischbällchen, Pommes und jede Menge Rahmsauce.

Köttbullar sind total schnell gemacht [am längsten hat mit Sicherheit das Formen der Klößchen gedauert] und echt lecker! Ich habe jetzt eine ganz schöne Portion eingefroren und so auch noch Meal Prep betrieben. Da brauche nicht mehr zum Möbelschweden, denn die selbst gemachten Fleischbällchen schmecken so viel besser als dieses kantinenartige Fast Food.

  • 1 Ei
  • 50 ml Sahne
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Butter
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 EL frisch gehackte glatte Petersilie
  • 2 EL Vollkornmehl
  • 50 ml Weißwein [z. B. Pinot Grigio]
  • 200 ml heiße Fleischbrühe
  • 200 g Sahne, ggf. etwas mehr zum Verdünnen
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer und Piment zum Würzen
  • frisch gehackte glatte Petersilie zum Servieren
  • Steakhouse Frites

ZUBEREITUNG

Das Ei mit Sahne in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Semmelbrösel unterheben und einige Minuten quellen lassen. Die Zwiebel fein würfeln [ich habe oftmals gewürfelte Zwiebeln eingefroren, dann geht es nochmal so schnell]. Die Zwiebelwürfel mit Petersilie in 1 TL Butter glasig dünsten.

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer [und Piment, wer mag] würzen. Die Semmelbröselmischung sowie die Zwiebelwürfel dazu geben und alles vermischen, bis sich die Zutaten gleichmäßig verteilt haben. Aus der Mischung etwa 32 kleine Fleischbällchen formen.

In einer großen Pfanne 1 EL Butter schmelzen. Bei relativ geringer Temperatur, damit die Butter nicht verbrennt, die Fleischbällchen in mehreren Portionen rundherum anbraten. Aus der Pfanne nehmen. 1 EL Butter und 2 EL Vollkornmehl bei mittlerer Hitze anschwitzen und leicht bräunen. Brühe, Wein und Sahne angießen und glatt rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Bei starker Hitze durchkochen und mit Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, damit eine cremige, leckere Sauce entsteht. Die Köttbullar in die Sauce legen und für etwa 20 Minuten offen garen. Sollte die Sauce zu schnell eindicken, mit etwas Brühe strecken. Ich mag meine Saucen jedoch relativ dickflüssig….

Den Backofen gemäß der Packungsangabe der Steakhouse Frites einstellen. Die Pommes auf ein mit Papier ausgelegtes Backblech geben und in den Ofen schieben. Nach dem Backen mit Salz und Paprikapulver würzen.

Fritten auf Teller verteilen und die Köttbullar samt Sauce auf die Teller geben. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort servieren.

Rosmarin Shortbread [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Als letztens über Nacht die Temperaturen um mehr als 10 °C fielen und gefühlt der Herbst nicht nur vor der Tür stand, habe ich einige gemütlich Stunden vor meinem PC verbracht und mich durch sündhaft leckere Rezepte gescrollt. Bei diesem wirklich ansprechenden Shortbread mit Rosmarin und jeder Menge anderer sommerlicher Kräuter wurde ich direkt schwach und habe es nicht nur gepinnt, sondern auch innerhalb 2 Tagen zweimal nachgebacken. Natürlich habe ich eine eigene Interpretation des Ursprungsrezepts gemacht, um es an die vorhandenen Zutaten und meinen Geschmack anzupassen.

Ich freue mich schon darauf, das demnächst mal wieder zu backen, wenn ich Gäste habe. Meiner Meinung nach ist das Shortbread ideal als Begleiter für ein Glas Wein oder auch einen Gin & Tonic geeignet. Jedoch kann ich es mir ebenso lecker zu einem Teller Suppe oder einem Salat vorstellen oder auch als kleine Häppchen vor dem Essen – meine Fantasie läuft hier wirklich auf Hochtouren!

Ich mag den fein-würzigen Geschmack von Parmesan in Verbindung mit Rosmarin wirklich gerne! Als Deko habe ich unterschiedliche, robuste Kräuter aus meinem Garten verwendet, die die Ofenhitze gut abkönnen: Salbei, Thymian und Rosmarin wirken hier wirklich hübsch und jeder der Kekse bekommt so nochmal einen ganz eigenen, leckeren Geschmack.

Rosmarin ist eines meiner liebsten Kräuter, da es so schön vielseitig ist – ältere, lange Triebe können sogar als Spieße für Grillgemüse oder -fleisch verwendet werden. Hier kommen jedoch noch junge Spitzen zum Einsatz, deren Nadeln fein gehackt direkt in den Mürbeteig wandern. Dieser wird dadurch herrlich aromatisiert, kann aber je nach Geschmack und Verfügbarkeit durch andere Kräuter wie die schon oben erwähnten Thymian und Salbei ersetzt werden. Das werde ich demnächst auch noch testen, wobei ich Salbei lieber als Tee mag….

Die Zutatenliste ist wirklich überschaubar und ich habe diese meist permanent im Haus, da zum Beispiel Parmesan zu meinen absoluten Favoriten zählt….

Zutaten

  • 1 1/2 cups Vollkornmehl
  • 1 cup Parmesan, fein gerieben
  • 2 tbsp Rosmarin (oder andere Kräuter, siehe oben), fein gehackt
  • 1/2 tbsp Salz
  • 1/4 tbsp frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 cup Butter
  • ganze Kräuterblätter für die Deko

Mehl, Parmesan, Rosmarin, Salz und Pfeffer in die Schüssel der Küchenmaschine oder eines Food Processors geben, darauf die sehr weiche Butter in Flocken verteilen. Über die pulse-Funktion alle Zutaten vermischen, bis ein homogener Teig entsteht. Unter Umständen noch etwas Wasser hinzufügen – gerade bei Vollkornmehl kann es sein, dass die Feuchtigkeit von Butter und Käse nicht ausreichen und statt eines Teiges nur Krümel entstehen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und nochmal kurz durchkneten. Es sollten keine trockenen oder mehligen Stellen mehr sichtbar sein. Eingewickelt in Frischhaltefolie oder ein Bienenwachstuch mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 175 °C vorheizen.

Den Teig ca. 5 mm dick ausrollen. Sollen ganze Kräuterblättchen mit verarbeitet werden, diese auf der Oberfläche verteilen. Frischhaltefolie darüber legen und nochmals mit dem Nudelholz darüber rollen, um die Kräuter in die Oberfläche einzuarbeiten. Mit Ausstechförmchen Kekse ausstechen oder aber mit dem Pizzaschneider rechteckige Kekse formen.

Das Shortbread im heißen Ofen 10 – 15 Minuten backen, bis die Kekse hellbraun sind. Auskühlen lassen – die Kekse werden mit dem Abkühlen noch fester.

Sollten die Kekse tatsächlich nicht innerhalb eines Tages restlos aufgefuttert sein – eigentlich unvorstellbar, nicht wahr?! -, am Besten luftdicht verpackt lagern. Zur Haltbarkeit kann ich aus Gründen nichts sagen….. 😉

Käsestangen [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Ich bin ein totaler Fan von Snacks. In diesem Jahr habe ich Chips mit Essig- und Salzgeschmack für mich entdeckt. Noch mehr bevorzuge ich jedoch Käsestangen! Als ich letztens meine Brombeer-Tarte gebacken habe, blieb ein ziemlich breiter Streifen Blätterteig über. Da war es dann nur noch ein ganz kurzer Weg, diese Käsestangen zuzubereiten.

Zutaten

  • 1/2 Rolle Blätterteig (Kühltheke)
  • 2 EL Ricotta
  • Parmesan
  • Mozzarella gerieben
  • Pul Biber
  • Thymian zum Servieren

Den Blätterteig ausrollen und mit Ricotta dünn bestreichen. Parmesan, Mozzarella und Pul Biber gleichmässig auf einer Teighälfte verteilen.

Die nicht bestreute Teigplatte über den Käse klappen und mit den Händen sanft andrücken. In Streifen schneiden und diese ineinander verdrehen. Bei 165 °C Umluft backen, bis der Teig gar und die Streifen luftig aufgegangen und hellbraun sind.

Vor dem Servieren mit Thymianblättchen bestreuen.

Ich kann mir diese leckeren Käsestangen gut als Beilage zu einer fruchtigen Tomatensuppe oder einem Salat vorstellen, sie machen sich aber genauso gut zu einem Glas Wein beim Serienmarathon…

Caprese-Dip [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Bevor die Tomatensaison vorbei ist, möchte ich auch noch das ein oder andere neue Rezept vorstellen, das ich in letzter Zeit getestet habe. Tomaten mag ich wirklich sehr gerne, allerdings kann ich diese aufgrund allergischer Reaktionen nicht roh genießen – mal davon abgesehen, dass ich den Glibber in so mancher Frucht nicht wirklich mag. Als ich letztens mal wieder durch Pinterest scrollte, entdeckte ich unter anderem das Rezept für diesen Caprese Dip. Dadurch, dass die Tomaten im Ofen gebacken werde, kann ich sie problemfrei genießen. Und es geht doch sowieso nichts über den Klassiker mit Mozzarella und Basilikum!

Gerade jetzt gibt es wirklich ganz viele tolle Tomaten, die umwerfend aromatisch und süß schmecken. Für meinen Dip habe ich eine Mischung unterschiedlicher Cocktailtomaten – rote, gelbe und schwarze – verwendet. Das schaut einfach so schön aus in der gusseisernen Pfanne. Dazu gibt es selbst gemachtes Basilikum und feinen Mozzarella, leckeres Olivenöl und bestes Brot zum dippen.

Zutaten für das Pesto

  • 1/2 Basilikumpflanze
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Parmesan
  • natives Olivenöl

Basilikumblätter abzupfen und verlesen. Mit den restlichen Zutaten fein pürieren und beiseite stellen.

Zutaten für den Dip

  • 300 g Cocktailtomaten
  • 125 g Minimozzarella
  • Pesto
  • natives Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Den Backofen auf 200 °C vorheizen und eine gusseiserne oder andere ofenfeste Pfanne bereitstellen. Die Tomaten halbieren, Mozzarella abtropfen lassen.

Tomaten, Mozzarella und Pesto vermischen, bis alles gleichmäßig mit dem Pesto überzogen ist. In die Pfanne geben, mit dem Olivenöl beträufeln und im Ofen backen, bis der Käse geschmolzen und gebräunt ist. Das dauert ungefähr 20 Minuten.

Die Pfanne aus dem Ofen nehmen (Achtung, die ist wirklich glühend heiß!) und Salz sowie frisch gemahlenen Pfeffer auf die Tomaten geben. Zusammen mit Scheiben frischen Baguettes servieren.

Obatzda [Sommerküche]

Werbung ohne Auftrag. Bevor der Sommer zu Ende ist, möchte ich meinen Blog mal wieder beleben und einige Gerichte zeigen, die ich in den letzten Wochen häufig gemacht oder ganz neu für mich entdeckt habe. Meist sind die mit minimalem Aufwand zu machen, so dass ich die heiße Jahreszeit ausgiebig genießen kann.

Den Start in die Reihe „Sommerküche“ macht ein Klassiker aus dem bayrischen Biergarten. Obatzd bedeutet in etwa angemacht oder gewürzt. Sogar mein Neffe, der Käse nicht so gerne mag und eher skeptisch bei ihm unbekanntem Essen ist, hat sich nochmal nachgekommen….

Zutaten

  • 200 g Brie
  • 1 EL Frischkäse
  • 20 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
  • Paprikapulver
  • 1 rote Zwiebel

Brie in Stücke schneiden und mit Frischkäse sowie Butter in einer Schüssel mit der Gabel zu einer homogenen Masse vermischen.

Mit den Gewürzen [ich mag gerne eine Mischung aus geräucherter und scharfer Paprika] pikant abschmecken.

Die Zwiebel schälen. Eine Hälfte in feine Ringe, die andere in winzige Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel unter die Käsemasse mischen und etwas durchziehen lassen. Zum servieren mit den Zwiebelringen und etwas Schnittlauch bestreuen.

Idealerweise passt zum Obatzda Laugengebäck und rin kühles Bier.

Klassisch wird für die Herstellung des Aufstrichs Camembert verwendet, allerdings ziehe ich dem einen (sehr) reifen Brie vor.

Poutine Quebec-Style [Soulfood]

Werbung ohne Auftrag. Kennt Ihr Poutine? Von dem kanadischen Nationalgericht hatte ich schon das ein oder andere Mal gelesen [ich verschlinge ja diese kitschigen Liebesromane….], es bis März aber noch nie gekostet. Am Wochenende vor dem Lockdown war ich mit Freunden in Hamburg. Eigentlich hätte unser Team gegen die Hamburg Towers spielen sollen, aber die BBL hat ja nun erstmal alle Spiele auf Eis gelegt und spielt im Juni ein Playoff-Turnier… Jedenfalls war ich mit meiner guten Freundin N. in der Stadt unterwegs, als wir Sonntag Mittag Hunger bekamen. Ganz in der Nähe des Jungfernstiegs gibt es einen tollen Frittenladen, wo wir eben Poutine aßen und zum Nachtisch Churros.

Wieder zu Hause wollte ich nun definitiv auch das ein oder andere Mal diesen wirklich leckeren Snack aus Pommes, geschmolzenem Käse und Bratensoße genießen. Ulm wird zwar mittlerweile auch ein wenig urbaner, aber Pizza- und Kaffeehausketten bieten halt auch nur standardisierte Gerichte. Also habe ich ein wenig im Netz gestöbert und mir ein Rezept für die selbst gemachte Sauce aus verschiedenen zusammengebastelt. Ich mag dieses Fast Food gerne am Wochenende essen – perfekt für einen Freitagabend nach einer langen, anstrengenden Arbeitswoche…

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 600 Milliliter Brühe (Gemüse, Fleisch)
  • 2 TL Worcestershire Sauce
  • 30 Gramm Butter
  • 30 Gramm Mehl
  • 1 EL Pfefferkörner in Lake
  • Salz, Pfeffer

ca. 250 g Cheddar, 750 g Steakhouse Pommes

ZUBEREITUNG

Die Pommes auf ein oder zwei Backbleche geben und nach Packungsanweisung im Ofen garen. Den Cheddar in Stücke schneiden [oder bereits fertig geriebenen kaufen].

Für die Soße die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen, klein schneiden und in einem großen Topf in Butter anbraten, Mehl dazu geben und zu einer Mehlschwitze verrühren. Mit der Brühe – ich verwende gerne Gemüsebrühe – und der Worcestershiresauce aufgießen und die Soße zum Kochen bringen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei schwacher Hitze ungefähr 10 – 15 Minuten köcheln lassen. Die Pfefferkörner hinzugeben, eventuell pürieren.

Die Pommes aus dem Ofen nehmen und kräftig würzen. Ich mag gerne eine Mischung aus Salz, Kräutersalz und Räucherpaprika. Für die Poutine die Pommes auf einem Teller anrichten, die Cheese Curds darüber streuen und mit der Bratensoße übergießen. Als Topping mag ich gerne entweder Bärlauch, Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch – gerne auch mit Blüten…

Tipps

Ich habe mich bei der Zugabe des Mehls beim ersten Mal ziemlich verschätzt und hatte etwa doppelt oder dreimal soviel Sauce wie benötigt, als die Konsistenz endlich stimmte. Was also tun? Ich habe einige Gläser etwa zur Hälfte oder 2/3 gefüllt und diese eingefroren. Die Gläser erstmal nur mit lose aufgelegtem Deckel einfrieren und, wenn der Inhalt gefroren ist, verschließen. Zum Servieren nach dem Auftauen mit Wasser aufkochen und eventuell nach dem Aufkochen nochmals durchpürieren, um eine schöne Konsistenz zu erreichen. Wichtiger Geschmacksträger der Sauce ist die Worcestersauce. Wenn die Sauce wie bei mir mit Gemüsebrühe gekocht wird, kann man gerne kräftiger würzen. Ich mag die Sauce gerne ziemlich dickflüssig, man kann aber natürlich gerne etwas mehr Brühe dazu geben.

Pizza Bianco – fünf Käsesorten, rote Zwiebeln und Bärlauch [Soulfood]

Werbung ohne Auftrag. Bei uns im Dorf gibt es eine Stelle, an der ich jetzt im Frühjahr nicht vorbei komme. An der Ostseite unseres Schlossbergs wächst wilder Bärlauch. Kräuter sind für mich der Inbegriff erwachender Natur und im Frühling schmecken sie mir am allerbesten. Heute habe ich mir eine Pizza Bianco gebacken, bei der ganz klar mein Lieblingskraut im Fokus steht. Für die Vorratshaltung bzw. Konservierung schneide ich die Blätter in feine Streifen, die ich mit Öl übergieße. Alternativ kann man Bärlauch auch einfrieren. Trocknen ist keine gute Alternative – da geht ganz viel Geschmack verloren.

Zutaten

400 g Mehl [ich verwende Tipo 00], 42 g Hefe, etwas Agavensirup, 1 TL Salz, 2 EL Olivenöl, Wasser

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Hefeteig kneten und gehen lassen.

150 g Frischkäse, 100 g Parmesan, 2 – 3 TL Bärlauchblätter in Öl, 50 – 100 g Gorgonzola mild, 125 g Mascarpone, 1 Kugel Büffelmozzarella, 1 rote Zwiebel, Meersalz

Während der Teig geht aus Frischkäse, geriebenem Parmesan und Bärlauch eine Paste mischen. Gorgonzola und Büffelmozzarella in Stücke zupfen, die Zwiebel abziehen und in feine Scheiben hobeln. Den Ofen vorheizen – meiner hat eine Pizzastufe mit 200 C.

Den Teig auf die Größe des verwendeten Backblechs ausrollen und auf das Blech geben. Ich habe den Teig heute so gut hinbekommen, dass ich noch nicht mal Öl verstreichen musste… mit der Bärlauch-Käse-Mischung bestreichen. Mozzarella- und Gorgonzolastückchen gleichmäßig verteilen, Mascarpone in Flocken darauf geben. Die Zwiebeln darüber streuen und im Ofen goldbraun backen.

Vor dem Servieren in Stücke schneiden, mit Meersalz bestreuen und eventuell nochmals Bärlauch darüber geben.

Fusion-Burger mit Sprossen, Pastinake, Hummus und Koriander-Chili-Paste

Werbung ohne Auftrag. Im Winter esse ich viel zu ungesund und deutlich weniger frisches Gemüse, als mir gut täte. Als ich dann während eine Mittagspause im Gartencenter war, um Sämereien für mein geplantes Heilkräuterbeet zu beschaffen, entdeckte ich Sprossengläser und jede Menge Keimmischungen. Perfekt! Sprossen sind gesund auch mit einem eher dunkelbraunen gesegnet gibt es frische Vitamine das ganze Jahr über. Im Prinzip muss man die kleinen Körnchen nur zweimal täglich in frischem Wasser schwenken und wieder gut abtropfen lassen. Nach kurzer Zeit sprießt dann das frische Grün. Neben leckeren Burgern können damit auch Bowls, Salate oder einfach nur das feine Käsebrot getoppt werden. Je länger man die Sprossen wachsen lässt, desto milder werden diese.

Gerade, als die Sprossen erntereif waren, habe ich dann im Unverpacktladen meines Vertrauens auch noch Pastinaken geschenkt bekommen. Pur wären mir diese zu süßlich, aber meinem Burger gaben sie genau den richtigen Geschmack. Für das Topping habe ich mich dann noch an der orientalischen Küche bedient und munter Hummus und eine Art Zhoug im Burger Bun versteckt. Yummie!

Zutaten für 8 Burger Buns

  • 280 Milliliter Milch
  • 60 Gramm Butter
  • 20 Gramm Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 500 Gramm Mehl (Type 550)
  • 1 Bio-Ei
  • 1 TL Salz
  • Öl (zum Bearbeiten)
  • Mehl (zum Bearbeiten)
  • 3 EL Milch (zum Bestreichen)
  • Sesam oder Mohn (zum Bestreuen)

ZUBEREITUNG

  1. Milch und Butter in einem kleinen Topf auf kleinster Stufe lauwarm erwärmen, bis die Butter gerade eben geschmolzen ist. Topf vom Herd ziehen.
  2. Hefe und Zucker dazugeben und rühren, bis sich Zucker und Hefe gelöst haben. Mehl in eine Rührschüssel geben, Hefemilch dazugießen und mit den Knethaken des Handrührers etwa 2 Minuten kneten.
  3. Ei und Salz hinzugeben und etwa weitere 2 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Teig mit den Händen zu einer Kugel formen und in eine geölte Schüssel geben. Etwas Mehl darüberstäuben, mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Küchentuch abdecken und etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Den Teig nochmals mit den Händen auf wenig Mehl durchkneten, in 8 Portionen teilen und zu Kugeln formen. Diese mit Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwas flach drücken. Brötchen nochmals 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  5. Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen.
  6. Die Brötchen dünn mit Milch bestreichen und mit Sesam bestreuen. Im Backofen auf der mittleren Schiene in etwa 25 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Zutaten für Burger Patties

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 – 3 kleine Pastinaken
  • 3 EL Olivenöl
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 3 EL Panko (japanische Semmelbrösel)
  • 1 Ei
  • 1 EL Ajvar
  • 200 g Feta

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebeln und Pastinaken schälen und in kleinstmögliche Würfel schneiden. In 1 TL Öl weich dünsten. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  2. Hackfleisch mit Ei, Panko und Ajvar zu einer homogenen Masse verrühren.
  3. Gemüse locker unterheben – die Masse ist relativ fluffig. Feta in gleich große Würfel schneiden.
  4. Pattiemasse in der Handfläche verteilen, einen Käsewürfel darauf geben und mit dem Hack ummanteln. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Burgerpatties darin garen.

Die Rezepte für Hummus und die Koriander-Chili-Paste habe ich bereits vor längerer Zeit verbloggt. Die Zutaten einfach nach Lust und Laune auf den Burger Buns stapeln. Ich habe dazu Radieschensprossen kombiniert, die aber schon ziemlich mild waren. Hach, könnt ich jetzt sofort wieder essen!

Ginger Honey – mit Fermenten gegen die Erkältungswelle

Ähnlich wie mein Ingwer-Zitronen-Sirup wirkt auch der Ingwer-Honig dank der Inhaltsstoffe antibakteriell und antiviral und kann so Erkältungen vorbeugen oder verkürzen.

Ein etwa fastgroßes Stück Bio-Ingwer ungeschält in feine Scheiben schneiden und mit 200 g Honig vermischen. Aufgrund austretender Flüssigkeit aus dem Ingwer wird der Honig ziemlich flüssig.

Ungefähr zwei Wochen bei Zimmertemperatur fermentieren lassen, dabei täglich schütteln. Danach in den Kühlschrank oder die kühle Speisekammer stellen und bei Bedarf täglich 1 – 2 Teelöffel nehmen. Am Besten langsam im Mund zergehen lassen, um Mund- und Rachenraum so lange wie möglich mit den heilsamen Stoffen zu benetzen.

Mein 2002 verstorbener Opa war Zeit seines Lebens Imker. Als Kind habe ich regelmäßig im Keller an den großen Honigkübeln genascht und war wirklich selten erkältet. Auch meine Oma, die 2019 mit 104 Jahren verstarb, hat auf die Wirkung des Honigs geschworen. Jeder wusste, dass sie am liebsten Gläser voller Honig geschenkt bekam. Im Winter hat sie diesen Esslöffelweise gefuttert, um raue Stimme und Husten zu bekämpfen.