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Hot Sauce [Foodie Freitag]

Momentan bin ich ganz, ganz häufig auf TikTok unterwegs. Ich mag ja von Haus aus scharfes Essen und lasse mich auf der App sehr gerne zu Gerichten inspirieren. Eigentlich folge ich fast ausschließlich US-amerikanischen Accounts. Hier finden sich ganz viele Gerichte, die nach Hot Sauce verlangen. Die in Deutschland wohl bekannteste dürfte Tabasco sein. Neben der klassischen Tabasco-Sauce gibt es u. a. Jalapeno, Habanero und auch Chipotle, die sich in meinem Kühlschrank finden.

Mir war jedoch mal nach was Besonderem und so habe ich mir aus getrockneten Chilischoten meine eigene Hot Sauce gekocht. Auch hierzu kommt die Idee von meiner aktuellen Lieblingsapp. Kombiniert habe ich Chili mit Zwiebeln, Essig, Salz und Agavensirup. Das sind Zutaten, die ich eigentlich immer zu Hause habe.

  • 40 g getrocknete Chilischoten
  • Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Weißweinessig
  • Agavensirup
  1. Chilischoten vom Stielansatz befreien. Diese sind ganz einfach abzubrechen – am Besten mit Handschuhen arbeiten. Glaubt mir, das Capsaicin bleibt lang an den Händen haften und die Schärfestoffe im Gesicht sind extrem unangenehm. Wer die Sauce milder mag, kann die Samen entfernen. Das Wasser zum Kochen bringen und die Schoten damit übergießen.
  2. Die Zwiebel häuten und grob würfeln. Zu den Chilischoten geben und ungefähr 25 – 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Chilischoten und Zwiebeln in einen Standmixer geben und ungefähr 1 Tasse vom Einweichwasser mit hinzugeben. Das restliche Wasser noch nicht entsorgen! Die Chilimischung pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist, zwischendurch gerne auch mal mit einem Schaber die Wände des Mixers nach unten streichen, damit alle Zutaten vermischt werden.
  4. Essig, Salz und Agavensirup nach Geschmack hinzugeben. Bei mir sind es ca. 1/3 Tasse Essig, 7,5g Salz und 1 EL Sirup geworden, bis mir die Mischung zusagte. Alles nochmal gründlich mixen. Bei Bedarf noch weiter mit dem Einweichwasser verdünnen, bis die Konsistenz den eigenen Vorlieben entspricht. Wer mag, kann die Feststoffe noch ausfiltern.
  5. In Gläser oder kleine Flaschen abfüllen und beschriften. Bei mir ergab die Mischung ein 200 ml Glas und ein 90 ml Glas.

Durch Zugabe von z. B. Mango oder Karotten kann die Sauce geschmacklich in völlig unterschiedliche Dimensionen gelenkt werden. Das habe ich noch nicht ausprobiert, steht aber auch noch auf meiner To Do-Liste. Im Sommer möchte ich dann auch noch eine Sauce aus frischen Chilis herstellen. Das schmeckt bestimmt nochmals komplett anders als aus den trockenen Schoten.

Knoblauch aus dem Ofen à la TikTok

Werbung ohne Auftrag. Viel zu lange ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Eigentlich wollte ich ja nur eine Sommerpause einlegen – schwupps, waren mehr als drei Monate ins Land gegangen. Dadurch gibt es in den nächsten Tagen und Wochen jedoch einiges zu sehen, sofern das Licht zum Fotografieren einigermaßen gut ist.

Aktuell habe ich richtig viel Zeit dafür, denn ich sitze noch einige Tage in meiner Wohnung fest. Ihr könnt es Euch denken, auch mich hat die Pest nun erwischt. Und das wenige Tage vor meiner Boosterimpfung. Mittlerweile geht es mir halbwegs gut. Was mir jedoch psychisch verdammt zu schaffen macht ist der Verlust meines Geschmackssinns. Ich bin ein richtiger Genussmensch und nur wenige Dinge sind für mich momentan erschmeckbar. Saure Sahne dringt geschmacklich bis in mein Hirn vor, jedoch nur ganz kurz. Also nicht so, dass ich einen Geschmack über mehrere Sekunden im Mund habe wie zu gesunden Zeiten, sondern vielleicht grade mal 1/10 Sekunde oder so. Ganz ganz schlimm für mich.

Weil ich nun zwei ganze Knoblauchknollen zu Hause hatte, die mir nicht vergammeln sollten und weil ich im Moment TikTok als mein Medium entdeckt habe, gibt es heute die Anleitung für meinen TikTok-Knoblauch.

  • Knoblauch in ganzen Knollen
  • Olivenöl
  • Backpapier
  • Die Knoblauchknollen mit einem scharfen Messer im oberen Drittel quer durchschneiden.
  • Backpapier zerknüllen und dann glatt streichen. Knoblauch darauf setzen und mit Olivenöl beträufeln.
  • Backpapier verschließen und in einer Auflaufform im Ofen backen.

Ich habe den Knoblauch gemeinsam mit Blätterteigschnecken bei 160° C ungefähr 30 Minuten gegart und dann im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen. Der Knoblauch lässt sich dann ganz leicht aus der papierartigen Hülle entfernen. Ich habe die Zehen mit einer Gabel zerdrückt und in ein Schraubglas gegeben. Mit Öl bedeckt wartet die Masse nun im Kühlschrank, bis ich wieder was schmecke. Frisch kann man damit zum Beispiel Knoblauchbutter oder Knoblauchbrot herstellen oder etwas in die Pastasauce geben.