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Wasserfarben im Mixed Media Art Journal

Werbung ohne Auftrag. Im August habe ich am Onlinekurs Tell it von Liz Lamoureux teilgenommen. Liz habe ich durch das Jahresprojekt One little Word von Ali Edwards kennengelernt. Ich mag ihre Art des Unterrichtens sehr gerne. Lyrik habe ich schon immer recht gerne gemocht und nun habe ich nochmals einen ganz neuen Zugang dazu erhalten. In jedem ihrer Videos liest Liz ein Gedicht passend zum Thema vor….

Die Seiten in meinem 8″ x 8″ Mixed Media Journal von Dyan Reaveley sind total glatt und schreien geradezu nach Wasserfarben. Ich besitze ganz unterschiedliche Qualitäten, sowohl No Name als auch richtig gute von Winsor & Newton. Es macht mir total viel Spaß, damit herumzuexperimentieren. Manchmal sind das ganz einfache Formen wie oben die verschiedenen Rot-, Orange- und Pinktöne oder auch Graphisches wie unten das Colorwheel.

Nachdem zeitgleich auch noch eine Challenge von Julia zum Thema Wörter lief, habe ich beides teilweise miteinander kombiniert. Ich mag sowas ja total gerne. Mir fehlt einfach oft genug die Zeit, mir für mehrere kreative Dinge die Zeit freizuschaufeln – mein Job ist einfach zu fordernd dafür. Von daher entschied ich mich eben für die Wasserfarben, da dieses Medium perfekt für mein begrenztes Zeitfenster war.

Die verschiedenen Mondphasen haben mir in der Konstruktion einiges abverlangt, aber ich bin mit diesem Spread soooo zufrieden. Genau solche Dinge mag ich in meinen Journalen so gerne, ein Mix aus Abstraktem und Gegenständlichem. Ich beschäftige mich ja in diesem Jahr auch verstärkt mit Spiritualität und da kommt der Mond natürlich auch immer wieder mit ins Spiel….

An diesem Regenbogenspektrum habe ich zu ziemlich außergewöhnlicher Zeit gearbeitet: ganz früh morgens, irgendwann gegen 4:00 Uhr, war ich aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Bei Instagram hatte ich kurz zuvor ein ähnliches Motiv gesehen und mich sofort darin verliebt. Für mich war klar, dass das unbedingt in dieses Journal rein muss.

Farbverläufe finde ich auch richtig schön. Auf dieser Seite habe ich auch wieder den Zirkel aus Schulzeiten bemüht und vier Kreise konstruiert. Bei den Farbkombinationen habe ich ganz intuitiv gearbeitet. Einfach eine kleine Fläche mit klarem Wasser benetzen und dann Farbe an den äußeren Rand auftragen.

Unten dann eine völlig andere Art, mit den Wasserfarben zu arbeiten: die gesamte Doppelseite habe ich mit Schnipseln einer japanischen Zeitung beklebt. Nach dem Trocknen kam etwas weiße Acrylfarbe sehr verdünnt auf die Collage, um die Saugfähigkeit etwas zu minimieren und auch die Druckfarbe abzuschwächen. Nachdem auch diese Schicht getrocknet war, habe ich an verschiedenen Stellen sehr flüssige Wasserfarbe aufgetragen. Die goldenen Striche sind mit einem Woodie gemalt. Mein Selfie habe ich mit Transparentpapier [Vellum] hinterlegt und die Quote mit wasserfester Tinte gestempelt.

December Daily Prompts [Sparkle & Shine]

Auch in diesem Jahr werde ich wieder ein Dezembertagebuch führen. Ich gehe davon aus, dass wir pandemiebedingt wieder sehr eingeschränkt leben werden und das ist auch richtig gut, anders werden wir die Infektionszahlen nicht wirklich in den Griff bekommen. Das ist aber ein Thema für ein anderes Blogposting…. ich habe ein wenig Brainstorming betrieben und einige Themen zusammen geschrieben, die ich in meinem December Daily dokumentieren möchte….

Wandern auf der Alb [Memorykeeping]

Werbung ohne Auftrag. Vor einigen Wochen habe ich mir ein tolles Scrapbooking-Kit bei Studio Calico gegönnt. Mit Produkten zum Thema Reisen kann man mich ja immer haben 😉 Was tun jedoch mit den tollen Sachen, wenn auch 2021 Fernreisen für mich persönlich noch nicht wieder in Frage kommen? Letztens habe ich ja einen umfangreichen Artikel zur Wanderung rund um Bad Urach geschrieben und diese Bilder haben nun in dem Travellers Notebook eine Heimat gefunden.

Im gesamten Notebook waren bereits farbige bzw. gemusterte Papiere vorhanden, die ich durch Stempelabdrücke der unterschiedlichsten Hersteller ergänzte. Das Albumcover habe ich mit einem Bild und einem thematisch passenden Spruch bestempelt. Eigentlich war der Plan, den Ort Bad Urach in dem freien Feld festzuhalten, aber alles war irgendwie nicht stimmig – entweder war Größe oder Schriftart nicht nach meinem Gusto….

Die Bildgröße ist 10 x 7,5 cm. Mittlerweile nutze ich zur Bearbeitung meiner Bilder und zur Erstellung von Collagen hauptsächlich die Project Life App. Das funktioniert für mich tatsächlich am Besten. Die Bilder speichere ich auf meinem Smartphone einfach in einem separaten Ordner und drucke diese dann im Drogeriemarkt aus. Manche schwören ja auf selbst ausdrucken, aber ich habe aktuell keinen Drucker, mit dem ich gerne arbeite, da ich häufig auch Bilder im Format 15 x 20 cm benötige.

Momentan gefallen mir ganz schlichte Projekte tatsächlich am Besten. Ich habe ja noch nie wirklich aufwendig um mit viel Deko gescrappt, aber hier bin ich ziemlich minimalistisch unterwegs, weil eben die Papiere schon so bunt gemustert sind. Die von mir verwendeten Tags [Anhänger] waren im Kit enthalten und passen daher farblich wirklich gut zu dem Projekt.

Mein Fokus in diesem Notizbuch liegt voll auf den Bildern und meinem Journaling. Gestempelt habe ich in schwarz bzw. einem Grüngrau [Distress Oxide Iced Spruce / Tim Holtz], das sehr schön mit den Papieren harmoniert. Die verwendeten Stempel sind von Studio Calico, Ali Edwards, Papierprojekt und Dani Peuss. Tatsächlich gefallen mir die englischsprachigen Stempel oftmals viel besser als welche mit deutschem Text, aber hier war das durchaus stimmig.

Es ist schön, endlich mal wieder innerhalb kurzer Zeit und sehr unkompliziert ein komplettes Album gefüllt zu haben. Tatsächlich war das Aufwendigste an dem ganzen Projekt, die Bilder zu bearbeiten und nach dem auseinander schneiden wieder in die richtige Reihenfolge zu sortieren.

Fastenzeit [Memorykeeping]

Werbung ohne Auftrag. Schon vor einigen Jahren, es dürfte 2015 oder 2016 gewesen sein, habe ich meine Fastenzeit dokumentiert. Ich bin alles andere als gläubig, aber zwischendurch mal eine gewisse Auszeit ist nie verkehrt. Damals habe ich auf Fleisch verzichtet, dieses Jahr auf Softdrinks.

Meine kleine Schwester hat mich da ziemlich unverhofft drauf gebracht; ich habe zu Jahresbeginn nämlich wahnsinnig viel Süßes getrunken. Irgendwie bin ich heuer ziemlich auf dem Gesundheitstrip, bis dato habe ich erst zweimal in 2021 Alkohol getrunken. Von daher wäre es für mich keine Challenge gewesen, während der 7 Wochen darauf zu verzichten.

Mit dem gesünderen Lifestyle ging auch viel Bewegung einher sowie das Testen neuer Rezepte. Ich habe versucht, immer den gleichen Style in meinem File Folder Album von Heidi Swapp beizubehalten. Oben die Woche gestempelt, darunter das Wort LEARNING. Unten auf der Textseite dann noch einen Stempel. Die meisten verwendeten Stempel sind von Ali Edwards. Ihre Handschrift und auch die Stempel selbst gefallen mir aktuell besonders gut.

In den wenigsten Wochen habe ich mich beim Journaling explizit mit meinem Hauptthema Wasser trinken beschäftigt, irgendwie ist das ein sehr holistisches Album geworden. Da die Papiere zum Teil sehr auffallend gemustert sind, habe ich die Fotos mit Vellum [Transparentpapier] hinterlegt. Das ist ein Effekt, der meinem cleanen Stil sehr zupass kommt. Das Album, bzw. dessen Einzelteile, habe ich online geordert. Hätte ich z. B. das wilde Blütenmuster vorher real gesehen – wer weiß, ob ich dann zugeschlagen hätte…

Daher gibt es in dem gesamten Minibook auch so gut wie keine Deko, schon die unterschiedlich geformten Ränder sind für mich ausreichend. Ich habe die Lagen mit einer einfachen Fadenverbindung miteinander verbunden, um eine gewisse Stabilität zu erreichen. Lustigerweise passen die Bilder farblich immer ziemlich gut zu den Seiten, obwohl das Album bereits zu Beginn der Fastenzeit fertig zum Befüllen war….

Da zum Schluss noch Seiten frei waren, habe ich mir eine einfache Atemübung, die ich Online fand und die aus der Yogapraxis kommt. Ein Fazit muss für mich bei solch spezifischen Alben wirklich sein, sonst fühlt sich das für mich irgendwie nicht rund an….

Mai [One Little Word]

Werbung ohne Auftrag. Zwischendurch stellen mich die Prompts [Themen] bei meinem Jahreskurs One Little Word vor ganz schöne Herausforderungen. Im Mai sollten wir 5 Gefühle, die wir mit unserem Wort verbinden, durch Bilder festhalten. Puh!

Ich mag es ganz gern, solche Text- oder auch Füllerkarten selbst zu gestalten. Pinterest ist hier mein bester Freund; ich habe mehrere Pinboards zu Quotes und Mantras. „Be loud about things that are important to you“ fand ich zu dem Hauptthema des Monats wirklich passend. Schon im März habe ich ja mal so eine Karte gestaltet und von daher wusste ich bereits, dass ich die obere und untere Zeile anschneiden muss, um alles wie gewünscht unterzubringen. Das Stempelset von Ali Edwards gefällt mir total gut, weil die Buchstaben einen Touch von Handschrift haben.

Für jeden Monat fülle ich ein Karte aus, auf der steht, was mir in diesem Monat besonders gut tut. Das kann ganz Alltägliches sein wie Musik / Podcast hören, aber auch eine Mala knüpfen oder Auto fahren. Passend zu den senffarbenen Blüten auf der Karte habe ich die Fillercard mit Herz in der selben Farbe ausgewählt. Das „I AM“ ist aus Acetat; ich habe es mittig fest getackert. Und auf die Seitenschutzhülle habe ich ein Cardstockembellishment [Dekoteil aus Pappe] aufgeklebt.

Die Textkärtchen von Ali Edwards passen sowohl von den Farben als auch von den Themen perfekt zu den von mir gewählten Empfindungen in Zusammenhang mit meinem Wort Self-Care. Da hat mein großer Vorrat an Produkten dann doch Vorteile *g*…. Zu Jahresbeginn habe ich mir ja ein Körbchen mit Produkten zusammengestellt, die ich für dieses Projekt verwenden möchte und ich freue mich, dass ich damit echt gut fahre.

Am Pfingstmontag war ich mit Schwester und Schwager rund um Bad Urach wandern [hierzu folgt auch noch der ein oder andere Beitrag], dabei ist dieses Bild an einer wirklich schönen Stelle oberhalb des Wasserfalls entstanden.

April [One little Word]

Werbung ohne Auftrag. Das schöne Wetter der letzten Tage habe ich genutzt, mal wieder Bilder meiner fertigen Bilder zu machen. Bei meinem One Little Word – Album schaffe ich es eigentlich immer, die monatlichen Aufgabenstellungen im jeweiligen Monat fertig zu bekommen und auch meinen örtlichen Drogeriemarkt frequentiere ich regelmäßig, um die Bilder zu drucken. Jedoch ist es für mich nicht so einfach, die Zeitfenster fürs Fotografieren und Bloggen zu finden; im Job ist grad richtig viel los….

Tatsächlich ist mein Album eine Mischung aus Alltäglichem [also fast eine minimalistische Form von Project life] und den Aufgabestellungen aus dem Workshop. Im April ging es ums Loslassen. Zusätzlich hatte ich recht spontan noch einen Online-Workshop von Liz Lamoreux gebucht. Ich liebe es im Moment sehr, mir Gedankenanstöße von Außen zu holen. Allerdings bin ich mit dem Kurs noch längst nicht durch, manche Themen waren ziemlich emotional, anderes ist einfach dem Zeitmangel geschuldet….

Krystal Idunate, die im April das Thema gehostet hat, hat uns einige tolle .pdf-Dateien mit ihrer wunderbaren Handschrift zur Verfügung gestellt. Ich habe mir für meine Textkarten einfach in Word ein Textfeld geöffnet und die Grafik so platziert, wie es mir gefiel. Darunter dann eine Linie, an der ich mich beim Aufkleben meines Washis orientierte. Da ich nur Druckerpapier zur Verfügung hatte, habe ich die Kärtchen etwas kleiner als 4 x 6 Inch zurechtgeschnitten und auf zartblauen Cardstock geklebt. Die entsprechenden Themen habe ich farblich passend aufgestempelt und mit Epoxystickern dekoriert. Da das Journaling ziemlich persönlich ist, habe ich mich entschieden, dieses unkenntlich zu machen.

Die letzte Seite ist dieses Mal kein Foto, sondern ein Brief an mich selbst. Auch hier ist die Grundlage wieder eine .pdf-Datei von Krystal. Es ist gar nicht so einfach, an sich selbst eine liebevolle Nachricht zu verfassen. Eine schöne Übung…

Day in the life [Memorykeeping]

Werbung ohne Auftrag. Dieses Jahr versuche ich, wieder mehr Memorykeeping und kreative Projekte zu machen. Ali Edwards gibt mir da immer wieder gute Impulse. Der „offizielle“ Day in the life, an dem die Community ihren Tag dokumentiert hat, war tatsächlich an meinem Geburtstag. Ich wollte diesen wirklich gerne festhalten, aber schlussendlich habe ich mich aus privaten Gründen dagegen entschieden. Sagen wir mal so, ich hatte schon schönere Geburtstage…. So kam es, dass ich dann erst den 24.04.2021 fotografiert und verscrappt habe.

Im letzten Jahr hatte Ali Edwards wirklich schöne knallige Farben ausgewählt für dieses Projekt. Da das kleine Album vergriffen ist, habe ich kurzerhand selbst mal wieder eines gebaut. Gelb gehört nicht wirklich zu meinen favorisierten Farben, aber das Papier von Vicki Boutin schrie regelrecht danach, das Cover des Albums zu werden. Aus der gleichen Kollektion habe ich mir auch einige Stencils gegönnt und deren Verpackung findet sich ebenso in den Seiten des Albums wie Reste meines #AEPiecesOfMe Travellers Notebooks.

Meinen Samstag habe ich mit einem Ausflug an den See begonnen, um dort den Sonnenaufgang zu beobachten. Da es um 5:45 Uhr noch ziemlich frisch war, musste unbedingt meine Patchworkdecke mit, um mich darin einkuscheln zu können.

Die Kombination aus Fotos, Journaling Cards und Patterned Paper gefällt mir richtig gut. Einige Stempelabdrücke ergänzen die Seiten. Und dass die Journaling Cards von einer ganz anderen Firma sind als das Designpapier fällt meiner Meinung nach gar nicht auf.

Ich habe an diesem einen Tag deutlich mehr als 100 Fotos gemacht, um eine wirklich gute Auswahl an Bildern und Situationen zu haben. Tatsächlich gibt es bis auf das Selfie von mir keines mit Personen. Corona, Social Distancing, Single-Dasein – das alles führt nicht unbedingt zu Menschenansammlungen… daher war es mir wirklich wichtig, einen ganz normalen Samstag zu dokumentieren mit gemütlich warmem Frühstück und Blumen gießen.

Samstage oder allgemein Wochentage spielen sich bei mir momentan fast ausschließlich zu Hause ab und sind gefüllt mit Hausarbeit. Mein Job ist aktuell anstrengend wie selten, da habe ich abends kaum mehr die Energie, mich um so Dinge wie Altpapierentsorgung oder die Wäsche zu kümmern. Meist falle ich einfach nur total erschöpft aufs Sofa und sehe fern.

Daher ist es auch klar, dass ich dann am Wochenende so Dinge wie Unkraut jäten erledige. Meine Mama und ich haben im letzten Herbst meinen Garten komplett umgestaltet – was man halt so tut, wenn die Fassade neu gemacht wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie das aussieht, wenn die Pflanzen jetzt so richtig in die Wachstumsphase kommen.

Auf viele Seiten habe ich Reststücke gemustertes Papier geklebt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass sich die Farben immer wieder wiederholen. Wichtig war mir auch, dass ich bei dem Album keine starre Reihenfolge einhalte, einfach drauf los kleben. Mal sind die Fotos auf der linken, mal auf der rechten Seite, Journalingkarte außen oder innen. Das habe ich ganz intuitiv gestaltet, wie es mir gefiel.

Im Augenblick nutze ich die Project Life App von Becky Higgins, um meine Fotos zu bearbeiten und kleine Fotos zu erhalten. Das kann ich ideal am Handy machen. Ich hatte Freitag bereits mittags Feierabend und so saß ich einfach einige Minuten im Auto vor dem Drogeriemarkt, habe alle Bilder, die ins Album kommen sollten, zusammengefügt und wenig später dann auch schon in der Hand gehalten. So konnte ich am Wochenende einfach loslegen und das Projekt innerhalb kürzester Zeit fertig stellen. Oftmals baue ich nämlich Alben, ohne die Rohlinge dann zu befüllen. Eigentlich viel zu schade!

Auch so Alltägliches wie der Putzmarathon im Bad oder das Lackieren der Nägel wollte ich unbedingt im Album haben.

Egal, ob es Bilder aus dem Garten sind oder der Einkauf im Supermarkt. Es sind die kleinen Dinge und Augenblicke, die ich früher im Project life festhielt. Macht das eigentlich noch jemand? Irgendwie sind mir diese kleinen Projekte über einen überschaubaren Zeitraum lieber als ein ganzes Jahr zu dokumentieren, wobei die Alben durchaus auch toll sind.

Theoretisch hätte ich diesen Tag auch in Pocket Pages, also in [unterteilten] Folien, festhalten können. Zum einen besitze ich gar nicht so viele passende Folien, zum anderen wollte ich aber auch unbedingt die Freiheit haben, alles ganz nach Gusto anordnen zu können. Zudem ist es nicht wirklich einfach, Fotos passgenau für die Hüllen zurechtzuschneiden. Die deutschen Formate passen einfach nicht zu den im Scrapbooking üblichen amerikanischen Maßeinheiten.

Während des Fotografierens habe ich kein bisschen darauf geachtet, welche Farben auf den Bildern zu sehen sind und ob diese zu den Farben der Journalingkärtchen passen werden. Erstaunlicherweise hat sich jedoch alles irgendwie zusammen gefügt. Wenn irgendwas nicht ganz stimmig war, habe ich dann einfach versucht, über das Patterned Paper eine Einheit herzustellen. Ich finde, das ist mir ganz gut gelungen. Weitere Dekoelemente habe ich bis dato nicht geplant, das kann sich jedoch auch noch ändern….

#aepiecesofus [Travellers Notebook]

Werbung ohne Auftrag. Im April habe ich bei der Selfportrait Challenge „Pieces of me“ von Ali Edwards mitgemacht. Sie hat dieses Projekt im Februar 2020 gestartet; damals habe ich das aber zu spät gesehen. Die Prompts, also Themen, waren unterschiedliche Körperpartien. Ich habe jeweils mein Hauptfoto, welches ich bei Instagram gepostet habe, im Format 10 x 10 cm ausgedruckt und 2 weitere Themenbilder in 5 x 5 cm. Ursprünglich wollte ich alles in Farbe haben aber zu den knalligen Papieren von Vicki Boutin gefiel mir Schwarz-Weiß dann deutlich besser.

Unter den Hauptbildern habe ich mein gedrucktes Journaling eingeklebt, welches jedoch ziemlich persönlich ist und ich daher nicht veröffentliche. Ausnahmsweise hatte ich mal richtig viel zu sagen, so dass ich meinen Text am PC verfasste und ausdruckte. Die Textfelder sind ungefähr 9,5 x 9,5 cm groß.

Sämtliche Seiten sind gleich aufgebaut: erste Seite mit Patterned Paper beklebt, darauf 2 kleine Bilder sowie ein Blätterzweig, welcher aus Vellum ausgestanzt wurde. Die rechte Seite besteht aus Foto und Text, während die zweite Doppelseite wieder mit Patterne Paper dekoriert ist. Hier habe ich dann den Songtext „Beautiful“ von Christina Aguiliera in Blöcken ausgedruckt und ebenfalls mit einem aus Transparentpapier gestanzten größeren Zweig dekoriert.

Da das Papier recht knallig ist, wollte ich die Deko wirklich schlicht und zurückhaltend lassen. Natürlich gibt es zur Kollektion passend auch Dekoteile. Diese sind jedoch meist relativ dick. Da das Travellers Notebook durch das ganze Papier und die Fotos jedoch schon sehr viel Volumen gewinnt, war es mir wichtig, hier nicht noch mehr aufzutragen.

Hauptfokus wollte ich nämlich unbedingt auf den Fotos und meinen Texten haben. Mein Projekte haben ja in aller Regel ganz selten den Fokus nur auf mir. Mein Hauptthema sind nun mal meine Reisen und Ausflüge, die ich dokumentieren und somit auch ein Stück weit konservieren möchte.

Das für mich persönlich schwierigste Thema war das vorletzte. Hier ging es darum, ein Ganzkörperbild von sich selbst zu erstellen. In meinem Journaling habe ich über das Verhältnis zu meinem Körper philosophiert. Das war wie ein Seelenstriptease vor mir selbst. Durch unterschiedliche Projekte wie mein One Little Word oder auch den Onlinekurs „Touchstones“ von Liz Lamoreux [einige Seiten aus dem Journal werde ich die Tage mal zeigen…] befasse ich mich momentan viel häufiger mit mir selbst, als ich das in der Vergangenheit tat. Tut wirklich gut, ist manchmal jedoch gleichzeitig auch wirklich emotional und mental herausfordernd.

Mein Fazit zu dem Projekt: ich freue mich schon enorm auf das nächste Mal!

Sonntagsspaziergang [Layout]

Werbung ohne Auftrag. Nach deutlich mehr als einem Jahr habe ich mal wieder ein Layout gestaltet. Dazu habe ich mich von einem Werk inspirieren lassen, welches ich bei einem Workshop meiner lieben Freundin Mel gemacht habe. Eine andere Variante gab es schon mal hier zu sehen.

Dieses Mal habe ich die Kante mit einem Schlingenstich verziert, da ich keine Lust hatte, die Nähmaschine aus dem Schrank auszubuddeln. Mein Arbeitszimmer muss nämlich mal dringend aufgeräumt werden, nachdem die restliche Wohnung mittlerweile wieder einigermaßen vorzeigbar ist…

Das gemusterte Papier ist aus der aktuellen Kollektion von Felicity Jane, ebenso die Dots und der hübsche Stempel. Diesen habe ich ganz leicht gebogen, um ihn an die ausgeschnittene Rundung anzupassen. Das Tütchen war Teil einer Sendung aus den USA von Liz Lamoreux. Bei Ihr habe ich aktuell ebenfalls einen E-Course belegt, über den ich in den nächsten Tagen auch noch etwas ausführlicher schreiben werde.

Hier noch eine Detailaufnahme der Stickerei.

März [One Little Word]

Werbung ohne Auftrag. Ich liebe den Online-Workshop „One little Word“ so sehr! Im März hat die wunderbare Victoria Calvin uns die Aufgabe „Practice“ gestellt. Ich mag das ja ziemlich gerne, wenn sich die Aufgaben immer wieder wiederholen und ich mich so viel intensiver mit meinem Wort beschäftige. Es war keine feste Übung oder Tätigkeit vorgegeben, jede:r Teilnehmer:in hat sich selbst eine Aufgabe und auch eine Frequenz überlegt. Mein Wort ist Self-Care und dazu gehört für mich auch Bewegung. So war für mich klar, dass ich mich an jedem Tag im März entsprechend bewegen möchte.

Mit dem „sich bewegen“ geht natürlich auch „atmen“ einher. In aktuellen Corona-Zeiten ist das ja durchaus mehrdeutig belegt. Nichtsdestotrotz hat mich das Wörtchen „breathe“ im März stark begleitet. Daher auch der gestempelte Spruch [der mir erst im zweiten Anlauf gelungen ist]. Mir gefällt das ganz gut, wenn die Buchstaben ein wenig angeschnitten sind; das entspricht eher mir und meinem persönlichen Stil.

Mittlerweile stört es mich auch gar nicht mehr, wenn die Stempelabdrücke nicht ganz sauber sind. Das war früher deutlich anders! Da wäre die Karte einfach in den Müll gewandert und ich hätte mir auch total viel Mühe gemacht, die Buchstaben exakt und sauber auszurichten bzw. zu vermitteln. Heute mache ich einfach drauflos und zerdenke nicht alles bis ins kleinste Molekül….

Tatsächlich habe ich im März jede Menge Stellen in der näheren Umgebung entdeckt, an denen ich noch niemals zuvor war. Und das unter zum Teil extremen Bedingungen [nachts keinen Schlaf bekommen, Schneesturm etc.]. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich das wirklich jeden Tag durchgezogen habe.

Das Bambusblatt bedeutet Spaziergang, der Buddha steht für Indoor-Workout. Zusätzlich habe ich während der Fastenzeit auch auf Softdrinks und Säfte verzichtet und somit nur Wasser bzw. Tee konsumiert. Auf Alkohol verzichte ich bereits seit Jahresbeginn und ich komm damit echt gut zurecht. Das waren, ähnlich wie der Verzicht auf Fleisch, Entscheidungen, die sich einfach aus der Situation raus ergaben und nicht „Ab morgen verzichte ich auf…“.

Ich wollte den Monat auch unbedingt bildlich dokumentieren. Da kamen mir die Folien mit den 2×2 Inch Taschen genau recht. Insgesamt sind das 48 Bilder, die in den beiden Folie untergebracht werden können. Ich habe hier einfach Journaling und Filler-Cards in der mittleren Spalte eingefügt, um hier eine gewisse Struktur für mich selbst zu erzielen.

Die hübschen Karten mit den Prompts „Reset“, „Refocus“, „Readjust“ und „Restart“ bekam ich von meiner lieben Freundin Frau Pony geschenkt. Sie hat mich damit total überrascht und die Kärtchen passen einfach perfekt in dieses Album!

Dieses abschließende Bild für den März habe ich auf einer der ganz neu für mich entdeckten Strecken gemacht. Diese gehört für mich zu den absoluten Favoriten, führt dieser Weg doch geradewegs zu einem versteckten Waldweiher.