December Daily [Sparkle & Shine]

Heute ist schon der letzte Blogpost zum December Daily; vollgepackt mit jeder Menge Bildern. Heiligabend verbrachte ich bei meiner jüngsten Schwester. Wir kochten gemeinsam wirklich leckeres Essen – Caesar’s Salad, Schweinefilet mit Gemüse und Kartoffelpürre und als Dessert eine Schokomousse, welche mein Schwager uns gezaubert hatte, bevor er mittags zum Dienst bei der Kripo musste.

Ganz klassisch geschmückt ist der Baum bei den beiden mit Kugeln, die teilweise noch von unserer Uroma väterlicherseits stammen.

Für mich gehören neben den kitschigen RomComs natürlich auch Spaziergänge zu den Feiertagen. Egal, ob das wie am 1. Feiertag der Spaziergang mit meiner Schwester ist oder sonntags um den See und dort den Gedanken nachhängen…. während der Pandemie habe ich das richtig zu schätzen gelernt.

Manchmal bin ich ja ein ziemlicher Tollpatsch – ich hab es geschafft, meine heiß geliebte Soul Bottle zu zerstören, indem ich am Ladekabel für das Smartphone zog…. und auf dem Weg zum Supermarkt habe ich dann diesen gigantischen Sonnenaufgang fotografiert.

Silvester verbrachte ich bei meinen Eltern, die ich fast täglich sehe [ihre Werkstatt befindet sich unter meiner Wohnung]. Neben Raclette und Panna Cotta mit Beeren verbrachten wir den Abend mit Karten spielen. Gegen 23.30 Uhr hat mein Papa dann den Feuerkorb im Garten entzündet und wir haben dort den Jahreswechsel dick eingemummelt und bei feinem Schneefall begangen.

Türkische Linsensuppe [Foodie-Friday]

Irgendwann Anfang Januar habe ich einfach so – ohne besonderen Anlass – begonnen, mich vegetarisch zu ernähren. Meine mittlerweile 13jährige Nichte ist genauso Vegetarierin wie meine beste Freundin vegan lebt. Ich habe also einige Sparingspartner in dieser Hinsicht, mit denen ich mich über Rezepte austauschen kann.

Den Link zu der Türkischen Linsensuppe bekam ich von einer meiner Schwestern, ich habe es etwas an meinen Geschmack angepasst und veganisiert.

  • 200 g rote Linsen
  • 1 Kartoffel
  • 1 Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 1 kleine Chili
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70 g Pflanzenfett
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Zitrone
  • 5 TL Paprikapulver rosenscharf
  • Radieschensprossen

Kartoffel, Karotte, Zwiebeln und Knoblauch schälen. Das Gemüse klein hacken.

Einen Teil des Pflanzenfetts in einem mittelgroßen Topf Schmelzen. Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Chili, Paprika, Karotte, Kartoffel, 1 TL Paprikapulver und Linsen dazu geben, etwa 3-5 Minuten vorsichtig anschmoren.

Gemüsebrühe hinzufügen und etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Währenddessen in einem kleinen Topf das restliche Pflanzenfett bei geringer Temperatur schmelzen und das restliche Paprikapulver unterrühren. Beiseite stellen.

Die Suppe glatt pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit Radieschensprossen und der Paprikamischung beträufelt servieren.

Dazu passt Fladenbrot.

#52weeksartjournal [Mixed Media]

Dank Instagram bin ich wieder total im Kreativmodus! Vor ungefähr 2 Wochen bin ich dort auf den Hashtag #52weeksartjournal gestoßen und war sofort angefixt.

Nach bestimmt zwei oder drei Jahren Pause habe ich mal wieder ein Art Journal mit der koptischen Bindung gefertigt. Da ich mir bei einigen Schritten nun wirklich nicht mehr sicher war, habe ich Youtube-Tutorials zur Hilfe genommen und war ziemlich schnell wieder drin. Grundlage sind 2 Stück Plexiglas und 27 Briefumschläge im Format C5.

Woche 1 – Prompt NEW BEGINNINGS. Nachdem der Umschlag (wie alle folgenden auch) mit Gesso grundiert war, habe ich einen Monoprint aufgeklebt. Mit iZinks habe ich die linke Seite gestaltet, einige Stempelabdrücke dazu und eine Lotusblüte mit einem Art Foamie gestempelt. Dazu noch etwas Glitter und schon war die Seite fertig.

Woche 2 – Prompt WHEEL OF COLOR. Auch hier habe ich nochmal einen alten Monoprint herausgesucht und dann weiter mit einem Art Foamie von Nat Kalbach gestaltet. Aus Schmierpapier habe ich dann eine Art Schablone gebastelt, um verschiedene farbige Segmente zu erzeugen.

Woche 3 – Prompt NOTE TO SELF. Diese Pastellfarben sind eigentlich völlig untypisch für mich. Durch die Yoga-Asana, die ich in ganz dunklem Grau gestaltet habe, bewege ich mich jedoch wieder total in meiner Komfortzone.

Woche 4 – Prompt SOAR. Hier musste ich zugegebenermaßen erstmal googlen, was der Prompt überhaupt bedeutet. Dann jedoch war mir mein Thema jedoch extrem schnell klar. Ich habe verschiedene Transfertechniken angewandt, dazu noch einen vor Jahren selbst geschnittenen Stempel. Mit den Buddhas ist das genau meines!

December Daily [Sparkle & Shine]

In der Mittagspause habe ich ganz gemütlich durch Instagram gescrollt und war beim Post eines meiner Lieblingsshops absolut elektrisiert. Mittlerweile nenne ich einen dieser tollen Buchstaben mein Eigen – jetzt fehlen mir noch zwei und dann werde ich im Treppenhaus einen hübschen Willkommensgruß installieren. Ebenfalls Ergebnis einer Shoppingeskalation ist mein neuer Baumschmuck aus Dänemark. Die ersten Anhänger habe ich mir 2019 gegönnt, dieses Jahr habe ich dann den ganzen Baum so geschmückt.

Mit meinen Eltern habe ich in deren Wald auch dieses Jahr wieder unsere Weihnachtsbäume geschlagen. Hierbei handelt es sich um Fichten, die aus Forstsicht entfernt werden müssen; sie sind frisch, regional und ökologisch unbedenklich – also absolut in Ordnung für mich, einen echten Baum als Weihnachtsbaum zu haben.

Zu den neuen Metallanhängern kombiniere ich selbst gefädelte Holzperlensterne und Sterne aus Porzellan. Gefällt mir wirklich wahnsinnig gut! Perfekt für die Fensterbank im Esszimmer ist auch mein Adventskranz.

Da aufgrund der allgemeinen Situation dieses Jahr natürlich keine Weihnachtsfeier möglich war, entschieden wir uns, im Büro am vorletzten Arbeitstag des Jahres ein gemeinsames Frühstücksbuffet zu machen. sämtliche Mitarbeitenden brachten etwas dafür mit, gegessen wurde am jeweiligen Arbeitsplatz. Mit meinen Schwestern tausche ich zu Weihnachten nur selbst gemachte Kleinigkeiten. Ich entschied mich diesmal für eine Keksmischung im Glas; die Gläser können wieder verwendet werden. Mittlerweile sind mir diese nachhaltigen Geschenke die liebsten.

December Daily [Sparkle & Shine]

Schon Anfang November habe ich im Esszimmer die Papiersterne aufgehängt. Arg viel mehr Deko kam auch gar nicht mehr hinzu, lediglich meine Lichthäuser aus Porzellan sowie ein paar Bäumchen, die ich letztes Jahr in Stockholm kaufte, haben den Raum noch verschönert. Heimweg von der Arbeit und diesem hübsch verschneiten Waldweg konnte ich nun wirklich nicht widerstehen! Also Extrarunde gedreht und Foto gemacht. Das war ein hübsches Highlight.

Im Dezember habe ich nach furchtbar langer Suche endlich mal auch so einen klassisch karierten Pyjama ergattern können. Das musste natürlich in meinem December Daily festgehalten werden. Genauso, wie die Süßigkeiten, die ich teilweise nur in der Vorweihnachtszeit esse.

2020 ist so unglaublich schräg! Dass ich da eine Seite in meinem Dezembertagebuch auch Corona widme, war eigentlich unvermeidlich….

Vegane Waffeln mit Mandeln und Schokolade [Foodie-Friday]

Am Sonntag hatte ich total Lust auf was Süßes. Nachdem mein Auto aber in der Werkstatt war und ich so Samstag nicht einkaufen konnte, musste ich einfach mal gucken, was meine frisch organisierte Vorratskammer und der Kühlschrank so hergaben. Nach kurzem Brainstorming mit mir selbst entschied ich mich, das Waffeleisen mal wieder zu benutzen.

Zutaten

  • 1 Banane
  • 4 EL Kokosjoghurt (vegan)
  • 1/2 Cup Vollkornweizenmehl
  • 1/4 Cup Mandeln
  • 1/4 Cup Chocolate Chunks
  • 1/3 Cup Haferdrink
  • 1/2 Päckchen Natron

Waffeleisen (für Brüsseler Waffeln) einstecken und auf mittlere Stufe vorheizen lassen.

Die Banane mit einer Gabel fein zerdrücken und mit dem Kokosjoghurt verrühren. Das Mehl unterrühren – nicht erschrecken, die Mischung wird erstmal ziemlich fest. Mandeln grob mit einem Messer hacken und zusammen mit den Chocolate Chunks zur Bananen-Mehl-Mischung geben. Haferdrink und Natron unterrühren.

Mein Waffeleisen hat 4 Quadrate für Waffeln. Mit einer Soßenkelle in jeden Bereich je einen Löffel Teig geben und bei Stufe 3 von 7 ausbacken. Mit zwei Gabeln die fertigen Waffeln vorsichtig heraus heben und etwas abkühlen lassen. Die Waffeln sind dank der warmen Schokolade ziemlich weich; nach dem Abkühlen werden sie etwas fester, sind jedoch immer noch angenehm weich und saftig.

Ergibt ca. 9 Miniwaffeln.

Self-Care [One little Word]

Im Dezember habe ich mich ja dazu entschieden, mir für 2021 ein Wort zu überlegen, anhand dessen ich durch das Jahr gehen möchte. Dokumentieren werde ich dieses in dem hübschen Album, welches ich im Studio Calico-Sale kaufte. Die fröhlichen Farben gefallen mir sehr und gerade jetzt im tristen Spätwinter kann so ein bisschen Bunt ja nicht verkehrt sein.

Dieses Selfie mag ich sehr – mittlerweile fühle ich mich dank Lockdown ja eher wie ein Hippie (meine Haare sind mir einfach viel zu lang). Das Transparency ist aus der 2020 December Daily Kollektion von Ali Edwards, die auch das gesamte Projekt One Little Word vor 10 Jahren ins Leben rief. Für mich ist es eine Premiere, dass ich die Class gebucht habe. Normalerweise bin ich da ja kein Fan von, allerdings würde ich sonst auch definitiv nicht durchhalten!

Für jeden Monat habe ich mir ein Oberthema überlegt, auf das ich mich im Zusammenhang mit Self-Care fokussieren möchte. Für den Januar war das beispielsweise Spirituality & Connecting. Ich habe mich mit Buddhismus beschäftigt und mit verschiedenen Personen, zu denen der Kontakt eingeschlafen war, geschrieben. Das Handlettering stammt von meiner kleinen Schwester, die das für mich gestaltet hat.

Die Startseiten in die einzelnen Monate habe ich bereits für das komplette Jahr gefüllt, als rechts oben ein Transparency mit dem Monat sowie eine 4 x 6 Filler Card mit einer Quote. Im Januar geht es natürlich vor allem um die Intention: „Warum habe ich mich für dieses Wort entschieden? Warum überhaupt ein Wort als Guide für das Jahr?“

Ich versuche, in beiden Seite so einer Doppelseite Farben zu wiederholen, damit das stimmig aussieht. Viele andere Teilnehmer:innen der Class haben sich bei dem Prompt „Intentions“ dafür entschieden, Stichpunkte aufzuschreiben. Ich mag das Prinzip einer Mind Map sehr gerne, daher suchte ich alle möglichen passenden Stempel aus meinem Fundus zusammen. Natürlich habe ich es beim Stempeln direkt auch mal geschafft, die Kanten des Stempelblocks mit abzudrücken, aber mittlerweile habe ich mich damit abgefunden….. Better done than perfect!

Nicht alles, was in dem Buch steht, ist auch für die Öffentlichkeit gedacht, jedoch mag ich die Seiten bzw. das Layout so sehr, dass ich es zeigen möchte. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich mal den Weg zurück zu Pocket Paiges fände! Die Bilder, die ich ausgesucht habe, stehen für unterschiedliche Bereiche, die ich „bearbeiten“ möchte – Spiritualität, Ernährung, Bewegung, mentale Gesundheit.

Ich freue mich schon auf den Themenkomplex im Februar! Ich werde mir überlegen, wie ich einige Routinen in meinem Leben integrieren kann, in der Class werden wir wohl ein wenig Richtung Mixed Media gehen….

December Daily [Sparkle & Shine]

Am 4. Dezember war ich abends noch Spazieren. Noch war keine Ausgangssperre, so konnte ich auch nach 21 Uhr noch gemütlich durchs Dorf laufen und die Weihnachtsbeleuchtung fotografieren. Für das Journaling habe ich mir mit Hilfe eines Tellers eine Schablone gebastelt und mit dem Negativ dann das Papier bestempelt. Sowas mag ich ja total gerne.

An einigen Tagen hatte ich ziemlich viel „Redebedarf“, an anderen ist das Journaling gering ausgefallen. Aber das ist für mich völlig ok; genauso, wie am Ende des Monats nochmal durchs Album zu gehen und die ein oder andere Deko hinzuzufügen.

Meinen Kolleginnen habe ich ein kleines Nikolausgeschenk auf den Schreibtisch gestellt. Natürlich habe ich auch das dokumentiert.

December Daily [Sparkle & Shine]

Endlich habe ich mal alle Fotos gemacht und das auch noch bei halbwegs akzeptablem Licht, so dass ich mein December Daily 2020 zeigen kann. Ich werde dieses Jahr nicht alle Seiten zeigen – manche sind mir zu privat, andere gefallen mir nicht 100 %.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren entschied ich mich, ein fertiges Album zu verwenden. 2020 war ich einfach nicht im Kreativmodus – ich habe letztes Jahr so gut wie gar nichts gescrappt. Jedoch freute ich mich sehr, endlich auch mal lang gehütete Schätzchen wie die hübsche Karte zu verwenden. Insgesamt habe ich 2020 mit ziemlich vielen transparenten Seiten gearbeitet, das mag ich sehr.

Erfreulicherweise hat es genau zum 1. Dezember geschneit. Das war so ein hübscher Anblick, deswegen musste ein Foto natürlich sein. Schneeschippen ist der Part am Schnee, den ich weniger gern mag….

Was ich am Dezember ebenso wenig mag ist das mangelhafte Licht. Das Bild vom 2. Dezember wirkt trotz aufhellen und bearbeiten total beige, dabei ist das eine wunderschöne graue Wand… Die Postkarten habe ich 2019 aus Helsinki mitgebracht.

Am 3. Dezember habe ich meine Kakao-Bar dokumentiert. Das war echt eine coole Idee und werde ich nächsten Dezember vermutlich wieder machen.

Jahresrückblick 2020

Ich hoffe, Ihr hattet einen guten Jahreswechsel. Lang habe ich mir überlegt, ob ich einen Rückblick auf 2020 schreiben möchte. Jedoch habe ich beim scrollen durch meine Bilder einige wirklich schöne Erinnerungen gehabt, so dass ich dann doch nicht darauf verzichten wollte. Nehmt Euch ein Heißgetränk Eurer Wahl und auch einen Keks, das wird ein Roman werden….

Januar 2020 – Corona, Quarantäne, Lockdown. Das sind alles noch Vokabeln, die keinesfalls in unserem aktiven Wortschatz sind zu Jahresbeginn. Tatsächlich war ich noch einige Male beim Basketball, habe Freunde getroffen und meine Stimmbänder strapaziert. Zu der Zeit habe ich mich viel mit selbstgemachten Cremes und Heilkräutern beschäftigt. Ich habe meine allererste Mala selbst geknüpft und eine Vogelfutterstelle gebaut. Neben diversen Blogpostings zu meinem December Daily hatte ich auch zum Jahresstart einige Ideen gegen den Januarblues gepostet.

Im Februar hat uns vor allem ein Sturmtief beschäftigt. Eigentlich wollte ich mit einem Freund nach Bonn fahren, um mir dort das Spiel unserer Mannschaft anzusehen. Wurde leider abgesagt, eben aufgrund des Orkans. In der Firma hat dieser ziemliche Schäden angerichtet und so war auch hier die Stimmung ziemlich am Boden. Ich habe damals den Sonntag genutzt und bin nach Füssen gefahren, um mir dort den Sonntag zu vertreiben. Auf dem Blog ging es bei mir hauptsächlich um Pflege von innen und außen, Ingwer-Honig, Körperbutter und Oil Cleansing Method sind hier die Schlagwörter.

Im März, ganz kurz vor dem Lockdown, habe ich die einzige Reise in 2020 nach Hamburg unternommen. Mit einer Freundin war ich dort. Wir hatten den Trip bereits im November zuvor gebucht, nachdem die Easy Credit BBL den Spielplan veröffentlicht hatte. Die Heimreise war dann tatsächlich ziemlich gespenstisch: Small Talk an der Security, maximal 25 Personen im Flugzeug und während wir die 2 h Wartezeit auf den Fernbus nach Ulm in Stuttgart überbrückten, sahen wir vielleicht 5 Personen im Terminal. Unser aller Leben hat sich Mitte des Monats drastisch verändert; Schulen und Geschäfte waren geschlossen, Corona dominierte mittlerweile komplett die Nachrichten. Wie so viele andere auch habe ich die erzwungene Auszeit genutzt, um einige lang geplante Renovierungsarbeiten in Angriff zu nehmen: in Küche und Esszimmer wurde der komplette Boden entfernt, die Heizungsleitungen ausgetauscht und dann alles wieder frisch aufgebaut. Dementsprechend habe ich auch kaum gebloggt, es gab lediglich ein Burger-Rezept.

Im April habe ich an der Instagram Interior Challenge teilgenommen. Das war mit der Baustelle gar nicht so einfach! Die Wand hinter dem Stuhl war nämlich total herausfordernd: die frisch montierten Rigipsplatten haben sich, nachdem sie verspachtelt und grundiert waren, einfach mal von der Wand gelöst. Zu dem Zeitpunkt war kaum an Material zu kommen, und meine Nerven waren auch ziemlich am Boden. Nachdem hier also das Leben tobte und gleichzeitig irgendwie alles dennoch ziemlich unter dem Corona-Schleier lag, ging mein Blog immer mehr in den Lockdown… ich konnte einfach keine Energiereserven fürs Bloggen frei machen.

Im Mai ging es dann immer häufiger an den See für mich. Dieser liegt total praktisch auf dem Heimweg vom Büro, so dass ich gerne auch mal zum Feierabend noch dort einen Stopp einlege. Genauso gerne bin ich jedoch auch schon am Wochenende zum Sonnenaufgang dort, wenn maximal die Fischer des örtlichen Fischereivereins dort sind. Ende des Monats hatte ich dann auch einige Tage frei. Eigentlich wäre ich da nach Island geflogen, um mir einen lang gehegten Traum zu erfüllen, aber aus bekannten Gründen habe ich darauf verzichtet. Endlich war ich auch mal wieder kreativ: ich habe einige Karten gewerkelt und nach mehreren Monaten Abstinenz in meinem Art Journal weiter gearbeitet. Besonders mochte ich aber auch die Poutine, die ich immer wieder gerne aß.

Nachdem während des Lockdowns meine Haare wirklich lang wurden, konnte ich im Juni endlich mal wieder meine Freundin treffen, die mir nicht nur einen ziemlich coolen Pixie schnitt, sondern auch ordentlich Farbe verpasste. Mein innerer Hippie durfte dennoch ganz gewaltig raus: mittlerweile nenne ich 6 Malas mein Eigen. Eine davon habe ich im Urlaub zusammen mit Vicky in einem Zoom-Meeting kreiert. Dazu habe ich auch mal wieder ein Minibook gewerkelt – neben meinem December Daily das einzig größere Projekt, das ich in 2020 umsetzte. Jedoch mag ich das sehr gerne mit den fröhlichen Papieren im Mixed Media Look. Auch ein kleiner Ausflug war noch drin in meinem Urlaub und auch die Sommersonnenwende habe ich zelebriert.

Im Juli konnte ich sehr kurzfristig einen Termin mit dem Tattoo-Artist meines Vertrauens vereinbaren. Seither ziert diese Lotusblüte mein Handgelenk. Dennoch ist das so dezent, dass diese unter meiner Uhr verschwindet. Mit einigen Kollegen traf ich mich an einem Wochenende in meinem Garten für einen gemütlichen Abend. Während des gesamten Sommers habe ich diesen wirklich noch mehr zu schätzen gelernt als bisher. Jedoch wurde aus dem Abend dann früher Sonntag morgen; die letzten beiden saßen Sonntag Morgen um 6 Uhr im Taxi…. Oftmals bin ich im Sommer dann abends noch eine Runde laufen gewesen. Das tat echt gut als Ausgleich!

Auch mein August hat sich hauptsächlich in der Natur abgespielt, entweder am See wie hier frühmorgens oder im Garten. Nach langer Zeit war ich dann auch mal wieder in der Staudengärtnerei und habe mir einige wirklich hübsche Pflanzen gegönnt. Dafür habe ich mir dann kleine Helfer gebaut. Beim Chat mit Nina habe ich dann erstmals mein nächstes großes Projekt formuliert. Nachdem ich jedes Wochenende mit der Sonne aufstand, konnte ich dann auch einige schöne Stunden auf dem schattigen Freisitz genießen. Genuss gab es auch in Form von Obatzda, Brombeertarte und Caprese-Dip.

Im September bin ich nach jahrelangem Gedankenspiel endlich zur Tat geschritten, und habe mein Schlafzimmer endlich umgestaltet. Das bisherige Bett steht nun im Erdgeschoss. Hier muss ich nun noch ein wenig umdekorieren und dann ist auch das Gästezimmer fertig. Zum Schlafzimmer gibt es auch einen Beitrag, wie es Vorher aussah, so lässt sich die krasse Veränderung am besten vergleichen. Dazu zeige ich auch endlich das Ergebnis der großen Esszimmerrenovierung. Gegen Ende des Monats habe ich dann auch dringend benötigten Urlaub. In diesem greifen meine Eltern und ich das neue Großprojekt „Werkstattfassade und Gartenumgestaltung“ an. Besonders lecker war das Rosmarin-Shortbread, das ich im Spätsommer noch ziemlich häufig aß. Dazu habe ich dann auch noch relativ spontan eine Karte zur Geburt der Tochter meines Cousins gestaltet, die ich ganz hübsch finde. Ende September konnten wir nun endlich auch die mehrfach verschobene Erstkommunion meines Neffen feiern, für den ich ebenfalls eine Karte gestaltet habe.

Nach vier Jahren konnte ich meine Eltern davon überzeugen, dass wir auch endlich die Fassade des Werkstattgebäudes, die zu meinem Garten zeigt, dem Rest des Hauses anpassen und mit Kompaktplatten verkleiden. Zudem haben meine Mama und ich den kompletten Garten umgestaltet. Wenn ich das richtig gezählt habe, sind vielleicht fünf Pflanzen am bisherigen Standort geblieben. Zudem waren diese so groß, dass jede meiner drei Schwestern mehrere Kübel bzw. Kisten mit Pflanzenteilen erhielten. Ich bin schon sehr gespannt, wie das dann im Sommer alles aussehen wird! Drinnen wird es auch immer gemütlicher, deswegen hab ich mein Wohnzimmer und das umgeräumte Schlafzimmer mal genauer gezeigt. Im Oktober gibt es bei Instagram auch immer die Ordnungschallenge von Heike, bei der ich wieder mitmachte. Passend dazu habe ich dann noch eine Fernsehserie gesuchtet…. ich versuche, nur noch so selten wie möglich shoppen zu gehen und auswärts essen war ich zuletzt im März, also habe ich Köttbullar erstmals zu Hause gekocht.

Aufgrund der Ordnungschallenge hat sich dann automatisch die nächste Baustelle ergeben. Eigentlich wollte ich ja nur diese Regalträger an der Wand anbringen. Da das Haus aber mittlerweile mehr als 70 Jahre alt ist, ist die Bausubstanz nicht unbedingt die beste. Jedenfalls hat sich der Putz großflächig von der Wand gelöst…. es folgte also mal wieder eine umfassende Renovierungsaktion mit Verputzen, Streichen, Kabelkanäle anbringen. Mittlerweile haben wir auch neue Lampen angebracht und sogar Fenstersimse aus Kompaktplatten gebaut. Noch ist natürlich auch hier nicht alles fertig (Materialnachschub ist momentan nicht immer so leicht), aber ich hoffe, demnächst mal ordentliche Bilder machen zu können. Auf dem Blog habe ich meinen Adventskranz gezeigt und auch endlich meine Untersetzer in Sternform.

Im Dezember war im Office richtig viel zu tun, daher ist der Blog auch wieder ziemlich brach gelegen. Jedoch habe ich zumindest meine Kakaobar gezeigt. Die Idee hatte ich Ende November ziemlich spontan und glücklicherweise fanden sich fast alle Zutaten in meinem gut sortierten zu Hause. Beinahe täglich habe ich während des Lockdown Light [der meiner Meinung nach viel zu spät und zu lasch kam….] an meinem December Daily gearbeitet. Viele Spaziergänge wechselten sich für mich mit gemütlicher Pyjama-Zeit ab. Nach langer Suche bin ich nun endlich auch fündig geworden und habe diese hübsch karierten ergattern können. Weihnachten und Silvester verbrachte ich im Minikreis mit meinen Eltern, die ich von Haus aus fast täglich sehe [die Werkstatt meines Papas liegt unter meiner Wohnung]. Für 2021 habe ich beschlossen, ein Langzeitprojekt in Angriff zu nehmen.

Puh, das ist jetzt doch noch länger geworden als befürchtet. Wer bis hier her durchgehalten hat: Respekt! Ich bin gespannt, was das neue Jahr für uns in petto hat. Aufgrund der Impfungen hoffe ich, dass sich im Laufe des Jahres die Gesamtsituation entspannen wird. Allerdings müssen wir bis dahin einfach durchhalten und den Hintern einfach mal zu Hause lassen. Mittlerweile fällt mir das positive Mindset auch nicht mehr so leicht, aber irgendwie müssen wir da halt durch.

Für 2021 habe ich mir keine Vorsätze vorgenommen, jedoch das ein oder andere Ziel gesetzt. In meinem favorisierten Podcast [der sich um meinen Lieblingssport dreht], habe ich einen schönen Spruch gehört: „Ich habe keine Vorsätze, ich habe Ziele!“ Das finde ich ziemlich gut, weil das Mindset einfach ein anderes ist…

Dieser Beitrag wurde am 6. Januar 2021 in Deep Shit veröffentlicht.