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Leiko Ikemura – All about girls and tigers [Museum für Ostasiatische Kunst Köln]

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Unbezahlte Werbung. Zufällig entdeckte ich, dass das Museum für Ostasiatische Kunst gar nicht weit von meinem Hostel liegt. Nachdem das Wetter während meines Köln-Trips ja nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinriss, wollte ich unbedingt die Leiko Ikemura – Ausstellung besuchen. Frau Ikemura lebt bereits seit einigen Jahrzehnten in Köln und Berlin und hat auch eine Professur inne.

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Die Ausstellung umfasst sowohl Gemälde als auch Plastiken und stellt Werke von Frau Ikemura Objekten aus der Sammlung des Museums gegenüber. Viele ihrer gezeigten Arbeiten sind für mich teilweise verstörend, beschäftigt sie sich doch mit den Kriegswirren des zweiten Weltkriegs aus Sicht der Nachkriegsgeneration.

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Die Gesamtkonzeption der Ausstellung sagte mir persönlich sehr zu. Die Arbeiten von Frau Ikemura sind noch bis zum 31.01.2016 im Museum für Ostasiatische Kunst zu sehen. Wer zeitgenössische japanische Kunst mit westlichen Einflüssen mag, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

Immermanstraße Düsseldorf [Shopping]

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Unbezahlte Werbung. Von der Immermannstraße in Düsseldorf als Zentrum der japanischen Gemeinde hatte ich schon in vielen Blogs gelesen. Es war für mich die totale Reizüberflutung, als ich dann dort war.

Ich habe hier den ersten Bubble Tea meines Lebens getrunken: Grüner Tee mit Apfelgeschmack und Mango-Bubbles. Sehr lecker und erfrischend! Mit meiner Freundin Anne traf ich mich abends im Takumi auf eine Ramen-Suppe und zudem shoppte ich noch eine neue Bento-Box sowie eine tolle Teeschale.

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EKŌ-Haus und Japangarten im Nordpark [Düsseldorf]

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Unbezahlte Werbung. Aufgrund der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen war das EKŌ-Haus in Düsseldorf leider geschlossen. Trotzdem besuchte ich zumindest den dortigen Garten. Ich liebe diese meditative Stimmung in japanischen Gärten sehr. So herrlich viele, völlig unterschiedliche Grüntöne und kaum eine Blüte lenkt den Blick auf sich.

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Besonders die Steinlaternen haben es mir sehr angetan. Stein- und Kiesflächen imitieren Wasserläufe.

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Für die Pflege und den Formschnitt der Gehölze werden in regelmäßigen Abschnitten Gärtner aus Japan eingeflogen. So ist es sicher gestellt, dass das Bild des Gartens gewahrt bleibt.

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In Düsseldorf gibt es eine der größten japanischen Gemeinden Europas. Das EKŌ-Haus ist ein Kulturzentrum mit einem Tempel. Der japanische Kindergarten ist auf dem selben Gelände untergebracht, die japanische internationale Schule befindet sich nur wenige Meter entfernt zu diesem Heiligtum.

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Dank einiger freundlicher Touristinnen aus dem nahen Holland kam ich auch zu einem Bild von mir selbst vor dem wunderschönen Garten. Dies ist der Nachteil des Alleinreisens: entweder kann ich Selfies machen oder es gibt keine Bilder von mir vor teilweise spektakulären Hintergründen.

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Im Anschluss fuhr ich zum Nordpark nahe der Messe Düsseldorf, um auch den Japanischen Garten am Rhein zu bewundern. Die Anlage ist etwa 5000 m² groß. Leider kamen die Kois, die im Teich leben nicht so nah an die Oberfläche, als dass ich sie hätte vernünftig fotografieren können.

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Auch hier wurde das Prinzip des Lustgartens wunderschön umgesetzt. Hauptsächlich sind hier Kiefern und japanischer Fächerahorn gepflanzt. Es nieselte zwischendurch immer mal wieder, so dass ich den Garten nahezu für mich alleine hatte. Hier auf den unteren Bildern könnt Ihr toll sehen, wie die Kiefern beschnitten wurden, um dem japanischen Ideal zu entsprechen.

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Oftmals werden die Bäume auch gestäbt, also Äste vom Stamm mit Holzstäben weggedrückt, um diese Idealform zu erhalten. Diese Maßnahmen werden auch hier von japanischen Fachleuten vorgenommen, die teilweise ihre europäischen Kollegen in der Pflege der Gehölze unterweisen.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Düsseldorf-Besuch im kommenden Frühjahr zum Japanfest. Dann werde ich hoffentlich auch nicht so von den Eindrücken auf der Immermannstraße erschlagen sein wie dieses Mal….. 😉

Millionenstädte [Köln]

Unbezahlte Werbung. Anfang Oktober hakte ich nun den letzten Teil meiner Millionenstädtetour ab.

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Insgesamt war ich 3 Tage in Nordrhein-Westfalen, wovon ich einen Tag in der Landeshauptstadt verbrachte. Allerdings muss ich sagen, dass mir Köln tatsächlich am wenigsten der Metropolen zusagt. Das mag aber großteils auch am Wetter und meiner akuten – und sehr heftigen – Erkältung gelegen haben.

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Ich habe mich trotz meiner extremen Höhenangst überwunden und bin auf den Südturm des Kölner Doms gestiegen. Das war eine ziemlich spontane Entscheidung, die ich auch nicht bereue.

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Allerdings muss ich so viele Stufen in naher Zukunft nicht mehr besteigen, wenn ich eh schon wenig bis keine Luft bekomme, weil die Atemwege komplett dicht sind. Da habe ich so manches Mal mit meiner Entscheidung gehadert!

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Ich bin echt stolz auf mich, das ich das durchgezogen habe. Noch vor ziemlich kurzer Zeit wäre das echt undenkbar gewesen! Der letzte Teil, bei dem man eine Metalltreppe hochgeht, war für mich denn auch eine persönliche Challenge, denn hier konnte ich erstmals richtig die zurückgelegte Höhe erkennen. Die Stufen im Turm selbst sind ja gemauert, so dass ich nicht nach unten sehen konnte, aber hier – oh hell! Das war wirklich Folter pur für mich, wurde dann aber auch durch spektakuläre Ausblicke entlohnt….

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Trotz des reichlich ekligen Wetters machte es Spaß, die Aussicht zu genießen.

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Natürlich sah ich mir dann den Dom auch noch von Innen an. Ich wurde zwar katholisch erzogen, bin aber definitiv nicht gläubig. Diese imposanten Kirchenbauten sehe ich eher aus architektonisch-künstlerischer denn aus gläubiger Sicht.

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Beeindruckend sind für mich immer die Buntglasfenster, die hier natürlich eine enorme Höhe haben. Von außen sieht der Dom komplett grau aus, aber wenn man dann innen die Leuchtkraft der Fenster erlebt – wow…..

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Westpark München [Asien in Deutschland]

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Unbezahlte Werbung. Im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark liegt der namensgebende Westpark, welcher zur Internationalen Gartenschau 1983 gestaltet wurde. Dieser ist größtenteils alpenländisch gestaltet. Es gibt allerdings einen kleinen Bereich mit asiatischen Gärten.

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Hier seht ihr den japanischen Garten. Dieser wird durch ein großes Wasserbecken dominiert. Regelmäßig kommen japanische Gärtner nach München, um die Kollegen vor Ort zu schulen und zu unterstützen.

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Der Pavillon  wird leider für Gelage aller Art missbraucht und durch Unrat verunstaltet. Aus diesem Grunde habe ich ihn nur aus der Ferne fotografiert. Diese Anlage wurde der Stadt München durch ihre japanische Partnerstadt Sapporo gestiftet. Meiner Meinung nach ist es unmöglich, ein Geschenk, das der Ruhe und Erholung dienen soll, so zu missachten.

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Die thailändische Sala wurde durch einen deutschen Kaufmann, welcher in Thailand lebt[e], gestiftet. Vor einigen Jahren wurde die Buddha-Figur hier in München durch einen aus Thailand eingeflogenen Bildhauer gestaltet.

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Nachdem die Figur und Sala geweiht wurden, handelt es sich um das einzige hinduistische Heiligtum in Deutschland.

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Dieser nepalesische Tempel wurde im Katmandu-Tal gebaut, dann in seine Einzelteile zerlegt und nach Deutschland verschifft.

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Aufgrund des hier vorherrschenden Klimas und der Gefahr der Verwüstung durch Vandalen ist der Tempel, der der Gottheit Shiva geweiht ist, mit Glasscheiben verkleidet.

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Der chinesische Garten war leider nicht geöffnet. Irgendwann hoffe ich jedoch, auch diesen geheimnisvollen, verwunschenen Garten betreten zu können.

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Neue Synagoge Berlin

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Unbezahlte Werbung. Neben Japan interessiere ich mich auch sehr für Israel und das Judentum. So war es für mich natürlich ein glücklicher Zufall, dass in der Oranienburger Straße die Neue Synagoge steht. In einer Seitenstraße, die von der Oranienburger Straße abgeht, ist zudem das Gebäude, in dem der Zentralrat der Juden seinen Sitz hat.

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Am Sonntagvormittag besuchte ich das Museum in der Synagoge. Mich überkommt – gerade in Gebäuden, die Zeugnis des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte sind – immer eine ganz eigentümliche Stimmung. Ich hoffe, das sich so etwas nie mehr wiederholt und bin bestürzt, wie manche Leute auf die notleidenden Flüchtlinge, die täglich bei uns ankommen, reagieren. Haben die denn aus der Vergangenheit gar nichts gelernt?????

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Der Architekt und auch die israelitische Gemeinde ließen sich für diesen Bau von maurischen Gebäuden inspirieren. Die Kuppel der Synagoge war damals eine architektonische Sensation.

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Beim Wiederaufbau des Gebäudes nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde sehr behutsam vorgegangen. Die Synagoge war in schlechtestem Zustand. Sofern jedoch Originalteile gefunden wurden, wurden diese eingesetzt wie hier an diesem Fenster zu sehen.

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Das Treppenhaus hat aufgrund der Glaskuppeln Tageslicht, was für die Erbauungszeit durchaus ungewöhnlich und deshalb erwähnenswert ist.

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Auf dem unteren Bild kann man teilweise auch noch die Originalbemalung im maurischen Stil erkennen. Vieles war im Laufe der Zeit durch Wassereinbrüche und allgemeine Verwahrlosung verrottet. Bewusst hat man beim Wiederaufbau diese Kontraste zwischen ursprünglicher und neuer Substanz gesetzt.

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Kimono-Ausstellung im Bröhan-Museum [Asien in Deutschland]

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Unbezahlte Werbung. Im Blog NAHTZUGABE entdeckte ich im August ein Posting, das mich dazu animierte, umgehend einen Wochenendtrip nach Berlin zu planen. Diese Ausstellung im Bröhan-Museum wollte ich unbedingt sehen!

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Die Art, wie die Kimonos hier präsentiert werden, ist wohl typisch für Japan, wirkte auf mich aber sehr exotisch und gleichzeitig absolut faszinierend. Ich hatte das große Glück, an einer Führung der Kuratorin der Ausstellung teilzunehmen und so einige spannende Details zu erfahren. Hättet Ihr beispielsweise gewusst, dass die Rückseite sozusagen die Schauseite des Kimonos ist?

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Die Garne werden von den beiden Künstlerinnen mit allerhand Naturmaterialien wie beispielsweise Wurzeln oder Ästen gefärbt. Ich bin verblüfft, wie daraus so strahlende Farben gewonnen werden können.

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Ein einzelner der präsentierten Kimonos kostet mehr als 10.000 EUR. Wenn man bedenkt, dass eine Weberin ungefähr 2 Monate daran arbeitet, den Stoff für einen Kimono zu produzieren, dann relativiert sich dieser Preis.

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Die beiden Künstlerinnen waren persönlich anwesend, um die Exponate anzuordnen. Relativ spontan wurden dann wohl noch die Seidenstränge aufgehängt, um das Ausgangsmaterial der prächtigen Kimonos zu zeigen.

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Eigentlich ist das Bröhan-Museum auf Jugendstil spezialisiert. So handelte es sich bei der Ausstellung auch um eine Doppelausstellung; der 2. Teil widmet sich dem Japonismus, welcher Ende des 19. Jahrhunderts aufkam durch die Öffnung des Landes gen Westen.

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Neben Exponaten wie den gezeigten Vasen gab es auch noch wunderschöne Fotografien, die die Reisenden als Souvenirs mit nach Europa brachten. Leider war es mir nicht möglich, diese vernünftig zu fotografieren, da das Glas oftmals spiegelte und reflektierte….

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Millionenstädte [München]

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Unbezahlte Werbung. Schon sehr, sehr lange wollte ich einmal den Sonnenaufgang am Olympiaberg erleben und so klingelte am Sonntag [!!] mein Wecker bereits um 4:30 Uhr, damit ich pünktlich auf dem Berg stehen konnte. Es ist absolut faszinierend, wie sich die Stimmung verändert, wenn langsam die Sonne hinter dem Horizont hervorkommt.

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Zu kaum einem Zeitpunkt hat sich München in architektonischer Hinsicht auf so vielfältige Weise verändert wie kurz vor den Olympischen Spielen 1972. Nachdem ich ja Jahrgang 1980 bin, kenne ich die Stadt an der Isar natürlich nur so. Das Olympiagelände wirkt auf mich jedoch immer noch reichlich futuristisch und gar nicht so, als ob es schon weitaus älter als 40 Jahre ist

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Leider war der Blick auf die Alpen noch nicht wirklich klar, aber ich konnte mir das Bild der Frauenkirche einfach nicht verkneifen.

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In entgegengesetzter Blickrichtung liegt die Allianz Arena wie ein großes Ufo im Norden der Stadt.

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Mit dem Wetter hatte ich dank Föhn total viel Glück. Auf meinem Instagram-Account seht Ihr noch viel mehr Bilder von meinem wunderbaren Sonntag. Leider erkennt mein Laptop aktuell mein Smartphone nicht, sonst hätte ich Euch noch einige spektakuläre Bilder mehr zeigen können….

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Kampenwand

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Unbezahlte Werbung. Bereits Ende August war ich mit meinem guten Freund Tobi auf der Kampenwand in den Chiemgauer Alpen. Trotz meiner überwältigenden Höhenangst fuhren wir mit der Seilbahn hoch. Da an jenem Sonntag eine Bergmesse abgehalten wurde, mussten wir zwar ziemlich lange anstehen, aber das hat sich für mich wirklich gelohnt.

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Ich war seit Jahren nicht mehr auf einem Berg gewesen, aber hier hat man die Möglichkeit, gleich mehrere Gipfel erklimmen zu können. Auf die Spitze der Kampenwand haben wir es leider nicht geschafft, da mein Begleiter nicht wirklich geeignetes Schuhwerk trug.

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Ich bin ja nicht wirklich gläubig, aber die Kirchenlieder vor so beeindruckender Kulisse zu hören – das ist schon ein feierlicher Moment. Es waren bestimmt 500 Menschen anwesend, die der Gefallenen der Weltkriege gedachten.

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Der Abstieg war dann teils sehr anstrengend, ihr macht Euch kein Bild, wie ich in den nächsten Tagen noch unter den Nachwirkungen des Muskelkaters litt. Trotzdem war es ein wunderbarer Tag, den ich gern wieder einmal wiederholen möchte [und dann auch, ohne die Hilfe der Seilbahn in Anspruch zu nehmen….]

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Millionenstädte [Berlin]

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Unbezahlte Werbung. In Berlin war ich letztmals im März 2010 auf Einladung von Dr. Georg Nüßlein, MdB, gewesen. Dieses mal war eine Ausstellung „schuld“. Ich kam Samstag morgens mit dem Fernbus am ZOB an und schlug mich dann durch das mir unbekannte Nahverkehrsnetz zum Generator in der Oranienburger Straße durch. Nachdem ich dort mein Gepäck untergebracht hatte, machte ich mich zu Fuß auf in die Stadt.

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Ich liebe es, Städte zu Fuß zu erkunden. Tatsächlich bin ich meist allein unterwegs. So kann ich im Prinzip tun und lassen, was ich möchte, ohne mit jemandem permanente Diskussionen darüber führen zu müssen.

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Das Brandenburger Tor konnte ich leider nicht frontal fotografieren, da davor eine Arena für ein am Wochenende stattfindendes Leichtathletikevent aufgebaut war.

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Am Sonntag konnte der Bundestag besichtigt werden, allerdings hatte ich persönlich da schon andere Pläne…..

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Perfekt für Blogger zum Fotografieren ist dieser Streifen in der Straßenmitte. So konnte ich ganz in Ruhe mit den Kameraeinstellungen rumspielen. Allerdings habe ich festgestellt, dass mein Objektiv aktuell irgendeine kleine Macke hat und demnächst wohl mal zum Service muss 😦

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