Archiv | Juli 2023

Fruchtig-scharfe Koriandersalsa zum Grillen und Dippen [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Bereits Ende Mai wurde das jüngste Mitglied unseres Clans getauft. Nachdem das Wetter enorm gut werden sollte, planten die Eltern also eine Grillsause. Hier bei uns in der Familie bin ich im Normalfall für die Saucen und teilweise auch Marinaden zuständig; Gemüsespieße, Grillkäse und so etwas ist mein Bereich. So habe ich als Beitrag zum Buffet zwei verschiedene Saucen zusammengerührt. Die Tomaten-Koriander-Salsa ist mein Go to für alles, was ein bisschen Feuer vertragen kann: ich mag sie für Wraps, zum Grillen, aber auch als Dips für Chips oder Nachos macht sie sich hervorragend.

Das tolle an der Salsa? Egal, ob ganz frisch zubereitet oder auch am nächsten Tag – sie schmeckt einfach immer toll. Manche Saucen müssen ja erst durchziehen, bis sich alle Aromen miteinander verbunden haben, aber diese ist von Anfang an fingerlickin good.

Neben nur wenigen – für mich unveränderlichen – Grundzutaten kann der Geschmack immer wieder neu variiert werden. Tomate, Koriander und Knoblauch sowie Chili gehören für mich nämlich zwingend in diese Salsa. Dazu habe ich aber schon ganz verschiedene Früchte kombiniert, mal mit Limetten-, dann wieder Zitronensaft gearbeitet und schlussendlich macht es geschmacklich einen phänomenalen Unterschied, ob die Zutaten püriert oder aber stückig gehackt werden.

Zutaten

  • 1 Bund Koriander
  • 1 – 2 möglichst fleischige Tomaten, Ochsenherztomaten eignen sich vervorragend
  • 1 – 2 Zehen Knoblauch
  • Chili [ich liebe Jalapeno oder Habanero]
  • Früchte [Mango, Papaya, Nektarine oder Sommerpflaumen haben bei mir schon ihren Weg in die Salsa gefunden]
  • Zitronen- oder Limettensaft, Orangen- oder Grapefruitsaft macht sich aber bestimmt auch gut
  • Etwas Olivenöl
  • Salz nach Geschmack

Zubereitung

  • Koriander verlesen, welke Blättchen aussortieren, waschen und gut trocknen
  • die Tomaten waschen und die Stielansätze entfernen. Wird die Salsa püriert, muss die Haut nicht entfernt werden, magst Du Deine Salsa lieber stückig gehackt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Wasser zum Kochen zu bringen und die Haut zu entfernen
  • Knoblauch häuten und von den verwendeten Chilis die Stielansätze entfernen. Wenn die Salsa mild werden soll, müssen auch die Kerne raus, ansonsten können die gut mit rein in unsere leckere Sauce.

Ab jetzt gibt es zwei verschiedene Wege, ans Ziel zu kommen.

pürierte Salsa

  • Tomaten, Koriander, Knoblauch und Chili in den Standmixer geben. Verwendetes Obst – natürlich geschält, geputzt und entkernt – hinzufügen sowie Zitrussaft nach Belieben. Alles fein pürieren. Salz nach Belieben und etwas Olivenöl zufügen und nochmals glatt mixen. Das Olivenöl bindet die Sauce und macht diese schön sämig

gehackte Salsa

  • Koriander auf einem Brett mit Knoblauch und Chili fein hacken. Hierbei idealerweise Handschuhe tragen – Capsaicinsäure [das ist das Zeug, das für die Schärfe in den Chilischoten verantwortlich ist] brennt so richtig schön in den Augen….
  • Tomaten und Fruchtfleisch in gleichmäßige Stückchen schneiden oder hacken. Je feiner, desto besser verbinden sich die Aromen und die Sauce ist auch angenehmer zu essen.
  • Gemüse und Kräuter in einer Schüssel miteinander vermischen und mit Zitrussaft, Salz und Olivenöl abschmecken.

Die glatt pürierte Sauce ist flüssiger, lässt sich aber auch gut verwenden, um beispielsweise Grillkäse darin zu marinieren.

Gerade jetzt im Sommer habe ich eigentlich immer Salsa im Kühlschrank stehen. Egal, ob ich in der Mittagspause den schnellen Hunger stillen möchte, abends auf der Couch einige Chips futtere oder eben als Grillsauce am Wochenende – die ist so gut wie bei jedem Essen dabei.

Mixed Media Postkarten [One Little Word]

Werbung ohne Auftrag. Auch dieses Jahr habe ich mich wieder entschieden, ein Jahresprojekt aka. One Little Word zu gestalten. Mein gewähltes Word ist GROW. Jetzt im Juli war die Aufgabe, mit Postkarten zu arbeiten – eine von mir an mein Wort, eine von meinem Wort an mich. In der begleitenden Facebook-Gruppe hatte eine Teilnehmerin die spontane Idee, dass zusätzlich ja auch ein Postkarten-Swap toll wäre.

In den letzten Tagen habe ich online einen Workshop belegt ,in dem es um Mixed Media geht. Das ganze nennt sich Fodder Challenge. Ich habe ja [leider] schon länger nicht mehr so den Zugang zu meinem Mojo gefunden und hoffe, das durch solche Projekte wieder zu entdecken. Glücklicherweise hatte ich noch einige Blanko Postkarten aus Aquarellpapier in meinem Stash. So, so schön, wenn das Grundprodukt bereits Struktur enthält.

Hier habe ich einfach nur mit Aquarellfarben im Hintergrund gearbeitet [zum Teil kam Meersalz auf die noch nasse Farbe, um diese Effekte oben zu erzielen]. Die Worte der unterschiedlichen TeilnehmerInnen habe ich tatsächlich aus einer meiner liebsten Zeitschriften ausgeschnitten und aufgeklebt, wie man das aus dem Kino von Erpresserbriefen kennt 😉

Zusätzlich zu den Aquarellfarben habe ich dann Strukturpaste, wasserlösliche Farbkreiden und meine geliebten Acrylmarker kombiniert, mit denen die Sprenkel entstanden. Dazu noch etwas Embossing in verschiedenen Farben…

Die Schmetterlinge bzw. Herzen sind aus Acryl und leicht transparent. Sie lagen teilweise seit Jahren in meinem Stash und ich bin echt froh, dass ich damit jetzt eine zusätzliche Struktur auf meine Karten bekam. Befestigt habe ich die Acrylelemente, genau wie die ausgeschnitten Buchstabenschnipsel, mit flüssigem Kleber. Tacky Glue habe ich auch verwendet, um die Buchstaben dann zu versiegeln.

Vorbereitend zur Gestaltung habe ich mir die einzelnen Worte meiner MitstreiterInnen notiert, um die Farbgebung festzulegen. Viele aus unserer Gruppe begleitet LIGHT durch 2023. Dementsprechend hell sind die Karten. Dank Pinterest habe ich auf die Rückseite passende Quotes / Zitate schreiben können. Für mich ist es ja immer eine kleine Herausforderung, meine Gedanken in Englisch so in Worte zu verpacken, dass diese zum Einen grammatikalisch halbwegs vernünftig klingen und zum Anderen für MuttersprachlerInnen nachvollziehbar sind.

Damit die Karten unbeschädigt in Übersee und sonstwo in der Welt ankommen – sprich: die Acrylelemente nicht auf dem Postweg verloren geben – versende ich diese in Umschlägen. Zwar etwas teurer, aber das ist es mir wert!

Quilttop [In the Sticks]

Werbung ohne Auftrag. Bei TikTok habe ich vor kurzem ein sehr hübsches Quilttop entdeckt. Dieses sieht relativ simpel aus und ich möchte einfach mal einige meiner Stoffe verarbeiten. Das Muster besteht lediglich aus Quadraten; dank meiner ausgewählten Stoffe passt die Patchworkdecke gut in die Vorweihnachtszeit [die Rückseite wird ein hübsches Kirschrot sein]. Schon wild, bei über 30° C an die Weihnachtszeit zu denken….

Insgesamt möchte ich 15 Fat Quarter mit 30 Stück 5″ x 5″ Kona Cotton in der Farbe Snow kombinieren. Tatsächlich habe ich hier mal mein liebstes Tabellenkalkulationsprogramm zweckentfremdet, um das Layout grob zu planen. Zusätzlich habe ich das natürlich einsetzen können, um den Stoffverbrauch zu kalkulieren… Entsprechend habe ich dann ein Fat Quarter-Bundle noch nachgeordert, um meine Wunschgröße nähen zu können.

Ausgesucht habe ich für mein Quilttop Stoffe aus der Kollektion From the Attic. Das von mir verwendete Stoffbundle ist so leider nicht mehr erhältlich, jedoch gibt es eine schöne Alternative. Für das Mittelteil meiner Blöcke nutze ich einen sogenannten Charm Pack. Das sind vorgestanzte Stoffstücke im Format 5″ x 5″ und in so einem Päckchen sind in der Regel 42 Stoffstücke. Das erleichtert die Vorarbeiten sehr, weil diese Stoffstücke eben genau quadratisch sind.

Für die Fat Quarter – das sind Stoffstücke in einer Größe von ca. 50 x 55 cm – habe ich mir einen Schnittplan erstellt, damit ich diese optimal ausnutzen kann. Parallel zur kurzen Seite werden Streifen mit 5″ Breite geschnitten und dann entsprechend einkürzt. So werden dann je Stoffdesign insgesamt 6 Quadrate entstehen können.

Ich freu mich schon, spätestens am Wochenende mit dem Zuschnitt beginnen zu können [dann sollte nämlich die Nachlieferung zum Fat Quarter Bundle da sein]. Dann werde ich Bilder für den nächsten Artikel machen und Euch mitnehmen, wie die Zeichnung tatsächlich greifbar wird.

Dutch Baby – leckere Ofenpfannkuchen aus der Gusseisenpfanne [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Hach, war das schön! Nach einer wochenlang andauernden Hitzewelle ohne einen Tropfen Regen und dann einigen Tagen drückender Schwüle hat es hier endlich mal wieder geregnet. Kennt Ihr das auch, dass manche Gerichte nur mit bestimmten Wetterlagen kompatibel sind oder habe ich das Feeling exklusiv? Jedenfalls hatte ich erfreulicherweise beim Wocheneinkauf die richtigen Zutaten besorgt und konnte so am Sonntagmorgen einfach loslegen und mir diese tollen Ofenpfannkuchen backen.

Dieses Gericht findet sich häufig auf Speisekarten amerikanischer Frühstückslokale. Der Name Dutch Baby geht wohl auf einen Schreibfehler zurück – angeblich hat eine Person eigentlich Deutsch Pfannkuchen aufschreiben wollen und vergaß das „U“. Schon war der Name geboren… klassischerweise werden die luftigen Pfannkuchen mit Zitronensaft und Puderzucker serviert.

Ein wenig erinnert der Pfannkuchen an ein Souffle – zumindest verhält er sich ähnlich zickig… im heißen Ofen steigt er zu ungeahnter Höhe auf, kaum darf er auf den Tisch, sinkt er ein wenig in sich zusammen. Während des Backens nicht einfach aus Neugierde die Ofentür öffnen, egal wie spektakulär das auch aussehen mag. Da ich selbst keine Heldin bin in Sachen Omelette oder Pfannkuchen wenden, ist so ein Dutch Baby genau das Richtige für mich. Einfach nur den Ofen und die gewünschte Form vorheizen, den Teig zusammen mixen, etwas Butter in der heißen Form schmelzen und den Teig hinein füllen. Niemand muss am Herd stehen und Pancakes wenden [oder daran scheitern]. Schnell den Tisch decken, Kaffee oder Tee aufsetzen und vielleicht noch das ein oder andere Topping vorbereiten.

Rezept für Dutch Baby – Ofenpfannkuchen aus der Gusseisenpfanne

Zutaten:

Für den Dutch Baby Pfannkuchen-Teig:

3 Eier (Gr. M), raumtemperiert
1 EL Zucker
75g Mehl
1 Prise Salz
160ml Vollmilch
1 EL weiche Butter

geriebene Schale einer halben unbehandelten Bio-Zitrone

außerdem:

Puderzucker
Erdbeeren, gesäubert und entstielt, gewürfelt oder in Scheiben
Schlagsahne (optional) oder griechischer Joghurt
oder: Zitronensaft und Puderzucker

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Dabei eine Gusseisenpfanne direkt beim Aufheizen mit in den Ofen stellen. [Ich ergänze meine Pfanne, die einen Durchmesser von ungefähr 16 cm hat, noch um eine kleine Auflaufform, sonst ist es zu viel Teig.] 
  • Unterdessen den Dutch Baby Ofenpfannkuchenteig zubereiten. Eier samt Zucker, Mehl, Salz und Milch in einer Rührschüssel mit den Quirlen des Handmixers oder aber noch schneller in einem Standmixer gleichmäßig vermischen. Zitronenabrieb dazu geben.
  • Ist der Ofen vorgeheizt, nimmt man die Form heraus und gibt die Butter hinein. Kurz schwenken, bis sie geschmolzen ist, gerne auch etwas bis zu den Seiten hochschwenken. Dann den Teig einfüllen und zurück in den Ofen geben und ca. 15-18 Minuten lang backen. Der Pfannkuchen sollte gebräunt und aufgepufft sein, dabei auf keinen Fall zwischendrin aus Neugierde die Ofentür öffnen.
  • Den Dutch Baby Ofenpfannkuchen nun herausholen und ja, es wird passieren: Alles, was vorher so hübsch aufpuffte, wird wieder herabsacken. Ist einfach so, kann man nix machen. Das Spektakel ist insgesamt also zwar ein hübsches, jedoch auch kurzes.
  • Mit Puderzucker, Beeren [ich hatte noch Himbeeren eingefroren] und wer mag mit Sahne servieren und noch warm aus dem Ofen genießen.

12 von 12 im Juli

Werbung ohne Auftrag. Tatsächlich schaffe ich es schon, den zweiten Monat in Folge mal wieder bei der Mittmachaktion von Frau Kännchen dabei zu sein.

Trinken, trinken, trinken – vergesse ich viel zu häufig. Ich stelle mir momentan immer eine große Karaffe Wasser an den Schreibtisch, gerne auch mit einigen Zitroneneiswürfeln für ein wenig Geschmack. Damit geht es besser…

Heute ist richtig viel Arbeit angesagt bei mir. Aber mit diesem Anblick geht das schon ganz gut – ich sollte nur endlich mal den Rest des Arbeitszimmers aufräumen.

Gestern noch deutlich über 30 ° Grad, heute probt das Wetter den Weltuntergang. Das hat schon nachts begonnen mit einem krassen Unwetter, auch untertags immer mal wieder dann sturzflutartige Regenfälle. Richtig wild.

Mittags hatte ich noch nicht wirklich eine Idee, was ich essen möchte. Also einfach ein Glas selbstgemachtes Apfelmus meiner Mama gelöffelt und gut ist. Das ist mein Go To Essen, wenn es schnell und einfach sein soll.

Aktuell ist meine kleine Schwester im ZDF in der Küchenschlacht zu sehen! Ich weiß ja schon, wie weit sie kam, aber das ist sooo spannend, sie an der Seite von Johann Lafer in Action zu sehen. Gefragt habe ich sie bereits, ob sie ein wenig von ihrer Zeit im Studio hier auf dem Blog berichten möchte – bin mal gespannt, ob sie mir da einen Artikel schreibt 😉

Abends war ich dann zu Besuch bei meiner Schwester. Vor einigen Wochen ist sie mit ihrer Familie ins Haus gezogen und diese Woche wurde dann das Sofa geliefert. Nun konnte ich auch passend dazu mein Einzugsgeschenk überreichen – bereits bevor ich wusste, welche Farben sie sich auswählen, habe ich die ideale Stoffkombi ausgesucht.

Wocheneinkauf ist erledigt. Neben Dingen aus dem Supermarkt habe ich mir auch mal wieder eine Too good to go – Tüte beim Bäcker geangelt.

Für meine aktuelle Challenge bei Pokemon Go musste ich noch einige Schritte gehen. Perfekt, dass der Regen grad endlich mal eine Pause machte! Und die Temperaturen sind heute echt angenehm.

Hier in der Region waren wirklich heftige Unwetter unterwegs [während ich diese Zeilen tippe, prasseln gefühlt 100 Liter/Stunde runter – ich musste mittlerweile echt die Fenster schließen, weil es fies in die Wohnung regnet]. Sieht man gut im Park, wo teilweise echt große Äste abbrachen.

Morgen ist Müllabfuhr angesagt. Direkt nach dem Heimkommen habe ich die Tonne an den Straßenrand gestellt, damit ich das nicht vergessen kann.

Unser kleiner Zucchini-Dschungel.

Für mein Jahresprojekt habe ich mich spontan die Tage bei einer kleinen Tauschaktion angemeldet und vorhin beim Einkaufen meinen liebsten Buchladen besucht, um diese Karte zu besorgen. Die fand ich für das Thema genau richtig.

Clafoutis mit Kirschen und Marzipan – ein süßes französisches Dessert [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Ich mag es, Rezepte auszuprobieren. Vor einigen Jahren hatte ich dieses Dessert schon mal gebacken, dann geriet es jedoch in Vergessenheit bei mir… als wir vor kurzer Zeit mit der Ernte der Kirschen beginnen konnten – der Kirschbaum im Nutzgarten vor dem Haus trug noch nie so viele Früchte wie jetzt – habe ich mich nun wieder erinnert. Die Kombination aus fluffiger Eiercreme und Kirschen schmeckt mir wirklich enorm gut.

In Frankreich wird diese Süßspeise wohl in einer flachen Form gebacken und die Kirschen mitsamt Stil und Kern in die Teigmasse gesteckt. Einfacher zu essen ist es natürlich, wenn diese vorher entfernt werden. Ich habe die Früchtchen einfach geviertelt, dann lassen sich die Kerne super aussortieren.

Weil ich Marzipan sehr gerne mag, habe ich mich wieder am Rezept von Tim Mälzer aus seinem Kochbuch Born to cook – schmeckt nicht, gibt’s nicht orientiert.

Zutaten

  • 100 g Marzipan
  • 150 ml Milch
  • 4 Eier
  • 50 g Zucker
  • 25 g Mehl
  • 50 g Stärke
  • 1 Prise Salz
  • 500 g Süßkirschen
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Zuerst den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Marzipan in Stücke schneiden oder zupfen und dann mit der Milch im Standmixer pürieren. Die Eier trennen, das Eiweiß mit Salz und 20 g Zucker zu einem festen Eiweiß schlagen.
  • In einer anderen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker weißlich gelb aufschlagen. Das Mehl und die Stärke sieben und unterrühren.
  • Danach die Marzipanmilch zufügen und im Anschluss vorsichtig den Eischnee unterheben.
  • Di Kirschen waschen, entsteinen und in einer Auflaufform oder kleinen Backförmchen verteilen, den Teig darüber gießen.
  • Das Ganze ungefähr 20 Minuten backen. Noch warm mit etwas Puderzucker bestäubt servieren.

Da jetzt auch schon die Johannisbeeren reif sind und in einigen Wochen dann auch die Brombeeren, werde ich Clafoutis demnächst auch in anderen Variationen ausprobieren.

Klemmbrett aus Plexiglas [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Ich bin ja nun wirklich nicht die ordentlichste Person und brauch echt Dinge, die mich optisch ansprechen, damit ich diese dann auch für meine Zwecke nutze. Die Klemmbretter, die ich Online sah, sind in meinen Augen einfach nur potthässlich. Also habe ich einige Überlegungen angestellt und dann nach dem passenden Material geforscht. Die Klemmbretter sind in weniger als 30 Minuten easy going zusammengeschraubt – die Drahtbügelmechaniken zu finden, hat deutlich länger gedauert…. eigentlich wollte ich ja schwarze Klemmmechaniken verwenden. Tja, ist dann an den passenden Schrauben gescheitert. Auch wenn diese meist verdeckt sind – als Monk bestehe ich darauf, dass das zusammen passt. Ansonsten könnte ich das ja fertig kaufen 😉

Du brauchst

  • Plexiglas 240 x 170 x 4 mm
  • Drahtbügelmechanik
  • Buchbindeschrauben und Hülsen
  • Akkuschruaber
  • Holzbohrer Durchmesser 5 mm
  • Schlitzschraubenzieher
  • Meterstab (Zollstock)
  • Kugelschreiber
  • optional: Schleifklotz und Schleifpapier

Plexiglasscheibe vom Fachpersonal auf das gewünschte Maß zuschneiden lassen und im Optimalfall werden gleich die Kanten gebrochen, so dass diese nicht mehr scharfkantig sind und somit entsprechend keine Verletzungsgefahr darstellen. Als Schreinerin habe ich dies selbst erledigt.

Im gewünschten Abstand parallel zu einer kurzen Seite eine Linie mit Kugelschreiber ziehen. Diese ist die Mitte, auf der später die Bohrungen gesetzt werden. Während dieser und einer Vielzahl der folgenden Schritte die Schutzfolie auf der Plexiglasplatte belassen. Zum Einen wird diese dadurch vor Kratzern geschützt, zum Anderen sind die Markierungen deutlich besser erkennbar.

Der Bohrabstand für die Drahtbügelmechanik lässt sich ganz einfach ermitteln: zuerst wird die Mitte angezeichnet. Dies kann gerne auch eine längere Markierung als oben abgebildet sein, damit Du Dich besser orientieren kannst. Danach die Mechanik auflegen und ausmitteln. Durch die beiden Bohrlöcher Markierungen setzen und danach nochmals nachmessen, ob diese gleichmäßig von der mittleren Markierung entfernt sind.

Den Holzbohrer in das Futter der (Akku)Bohrmaschine einspannen, die Plexiglasplatte auf eine Unterlage (beispielsweise ein ausreichend großes Stück Restholz) legen und die Löcher für die Schrauben zur Befestigung langsam und sorgfältig bohren. Wenn Du nicht geübt bist in der Verarbeitung von Plexiglas, dann mache gerne einige Probebohrungen an einem Reststück. Der Bohrer braucht einige Umdrehungen, bis er greift. Die Bügelmechanik zur Kontrolle nochmals auflegen und eventuell abstehende Späne vorsichtig entfernen. Wenn alles passt, kannst Du die Schutzfolie von der Plexiglasscheibe entfernen.

Die Hülsen der Buchbindeschrauben von der Rückseite in die Löcher einlegen, die Bügelmechanik passgenau auflegen. Von oben werden nun die Gewindeschrauben in die Gegenstücke eingedreht und vorsichtig mit dem Schraubenzieher festgezogen. Hierbei musst Du darauf achten, nicht abzurutschen. Einige Narben an meinen Händen stammen genau von solchen Aktionen, zudem sieht so ein Kratzer im Plexiglas nicht wirklich schön aus…

Meine beiden bisher gebauten Klemmbretter nutze ich aktuell sowohl im Home Office als auch für meinen Ordnungskram. Demnächst möchte ich mir jedoch nochmal eines fertigen für meine Quiltprojekte. Vielleicht gestalte ich dieses mit einer hübschen Holzplatte als Hauptmaterial.

What’s up?

Schon wieder ein Monat rum… Zeit also, mal wieder was zum Thema AD[H]S zu schreiben. Ganz viele verschiedene Gedanken und Ideen hierzu hüpfen wie Eichhörnchen in meinem Kopf herum. Es gibt einige Punkte, die ich ins Schweinwerferlicht stellen könnte:

  • Ordnung
  • Zeitmanagement
  • Selbstfürsorge
  • Essen / Trinken
  • Objektpermanenz
  • Impulsivität
  • Anpassung & Masking
  • Spezialinteressen

Ich glaube, gerade der Themenbereich Impulsivität, Durchhaltevermögen und Sprunghaftigkeit ist für neurodivergente Menschen ziemlich anstrengend – zumindest mir persönlich geht es so. Für wie viele Themen ich mich schon mehr oder wenige kurze Zeit interessierte, kann ich nicht einmal in Ansätzen nachvollziehen.

Impulskontrolle bzw. die sogenannte Impulskontrollstörung ist ein wesentlicher Teil von AD[H]S. Dies kann sowohl positive als natürlich auch negative Auswirkungen im Leben der betroffenen Person haben:

Häufige ADHS Verhaltensweisen bei fehlender Impulskontrolle

Betroffene können eine Reihe von impulsiven Verhaltensweisen zeigen, die für die Impulsivität bei ADHS bekannt sind.

  1. Aussprechen, was gerade im Kopf ist: ADHS-Betroffene können sich nur schwer zurückhalten, Dinge zu sagen, die vielleicht unangemessen oder irrelevant sind, selbst wenn die Menschen um sie herum nicht daran interessiert sind, was sie zu sagen haben.
  2. Andere unterbrechen: Mit ADHS haben die meisten Erwachsenen und Kinder oft Schwierigkeiten, sich auf Gespräche zu konzentrieren. Dabei unterbrechen sie andere, wenn etwas anderes interessiert. Effektive Kommunikation ist für den Erfolg in jedem beruflichen Umfeld oder auch in der Schule unerlässlich.
  3. Voreilige Entscheidungen treffen: Impulsiv verhalten, kann auch zu überstürzten Entscheidungen führen. Jemand mit ADHS könnte eine Entscheidung treffen, ohne die Konsequenzen oder potenziellen Risiken zu bedenken, und damit negative Folgen in Kauf nehmen.
  4. Probleme mit dem Warten: Menschen mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, auf Dinge zu warten, die sie sich wünschen, wie Essen, Spielzeug oder andere Belohnungen. Wutausbrüche und Aggressivität können die Folge sein, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.

Die positive Seite der Impulsivität

Neben den Nachteilen, die sich zeigen können, wenn einem Impuls nachgegeben wird, gibt es auch eine positive Eigenschaft. Die Spontanität! Bei fehlender Impulskontrolle sind Betroffene eher bereit, zu reagieren.

  1. Aushelfen, wenn Hilfe benötigt wird: Betroffene mit ADHS werden oft als hilfsbereit angesehen, weil sie schnell und ohne viel nachzudenken, auf ein Bedürfnis reagieren können.
  2. Kreativität: Aufgrund ihrer spontanen Art sind Menschen mit ADHS oft kreativer und finden innovative Lösungen für Probleme.
  3. Wenn andere zögern, ist man bereit: Wenn andere zögern oder zaudern, ist man selber bereit sofort loszulegen. Das kann gerade im beruflichen Umfeld nützlich sein, in dem Entscheidungen getroffen und Aufgaben schnell erledigt werden müssen.
  4. Verantwortung übernehmen: Bei ADHS übernehmen Betroffene oft die Verantwortung für ihr Handeln, auch wenn sie Fehler machen. Das kann in jedem Team oder jeder Familie eine wertvolle Eigenschaft sein.
https://adhs-kompakt.de/adhs-impulskontrolle/

Ich bin ein sehr spontaner, jedoch auch sehr emotionaler Mensch. Vielen Entscheidungen treffe ich wirklich, ohne groß nachzudenken. Beispielsweise hat mich nach der letzten Therapiesitzung meine Therapeutin angesprochen, dass eine andere Klientin nicht mehr zu deren üblicher Zeit kommen kann. Ob ich deren Termin übernehmen wolle? Die Therapeutin hatte quasi noch nicht mal ausgesprochen, da habe ich bereits zugesagt. Erst im Nachgang fiel mir auf, dass das vielleicht nicht so klug war, aber nun ist es eben so… so geht es mir ganz häufig; manche Entscheidungen revidiere ich im Nachgang, andere nicht.

Jedoch können solche spontanen Entscheidungen durchaus richtig fiese Auswirkungen haben – Briefe, die nicht geöffnet werden, irgendwelche Impulskäufe, die die Wohnung verstopfen und das Konto irgendwann ins Minus bringen….

Genauso spontan war auch eine meinen Job betreffende Entscheidung vor ungefähr zwei Jahren. An einem anderen Standort unseres Unternehmens waren einige Kollegen aus verschiedenen Gründen ausgefallen. Mein damaliger Vorgesetzter hatte mit mir darüber gesprochen, dass er für insgesamt fünf Wochen jeweils zwei Mitarbeitende dorthin entsenden wolle. Ich habe ihm spontan zugesagt, vier der fünf Wochen nach Nürnberg zu gehen. So musste er nur noch sechs Arbeitswochen mit Personal abdecken und ich konnte trotz Pandemie mal wieder was anderes sehen… Win-win für beide Seiten!

Auch meine Kreativität, die allgemein als „cooles Feature“ von AD[H]S-Betroffenen bezeichnet wird, sehe ich als positiven Aspekt. Nicht nur im Freizeitbereich, wenn ich Scrapbooking/Memory keeping mache, nähe oder koche, sondern auch im Beruf. Da merke ich dann schon, dass mein Kopf anders tickt als bei neurotypischen Personen. An Problemstellungen gehe ich einfach anders heran als KollegInnen – ich werde selbst von Menschen, die schon seit Jahrzehnten in unserem Tätigkeitsfeld arbeiten – immer wieder um Hilfe gebeten, weil diese wissen, dass ich immer wieder gute Ideen und Lösungsansätze habe.

Dank Therapie und auch der intensiven Beschäftigung mit mir selbst in Form des Jahresprojektes One little Word schaffe ich es tatsächlich mittlerweile auch endlich, meine Emotionen besser zu regulieren. Früher war ich so oft wie ein Vulkan, angespannt und immer ganz kurz vor der Explosion. Irgendwie ist es mir inzwischen echt möglich, mich da etwas zu regulieren. Oft genug kommt mir zwar dennoch mein Sturkopf in den Weg, aber es ist echt schön, immer wieder auch Feedback von mir nahe stehenden Personen zu erhalten, dass ich mich positiv verändert habe [im Real life bin ich deutlich weniger offen in Sachen Neurodivergenz und Therapie als hier im „anonymen“ Internet, daher wissen nur wenige Menschen Bescheid, wie stark ich an mir arbeite….].

Durchhaltevermögen und Sprunghaftigkeit sind auch so Themen bei mir…. manche Sachen halte ich ewig durch, bin zäh und habe Biss. Bei anderen habe ich die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches; meine Gedanken hüpfen umher wie Eichhörnchen. Das ist für mich selbst echt auch nicht wirklich einfach und so manches Mal koste ich mich selbst den letzten Nerv. Nicht so toll.

Dieser Beitrag wurde am 1. Juli 2023, in Deep Shit veröffentlicht und verschlagwortet mit .