Archiv | Dezember 2021

Vollkornbrot mit karamellisierten Zwiebeln und Blauschimmelkäse [Foodie Freitag]

Manchmal darf es gerne recht schnell gehen beim Kochen. Lecker soll es jedoch immer sein bei mir! Beste Zutaten sind dafür ausschlaggebend. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit mag ich es gerne mal deftig. Zwiebeln sind eine Zutat, die ich echt liebe. Blauschimmelkäse gelten ja oft als Käse für Männer, aber wohldosiert finde ich den richtig yummie. Ein gutes Brot dazu als Grundlage und ein wenig Gemüse und ein leckerer Wein, Sofa und dann kann das Wochenende gerne kommen.

  • 2 Scheiben Brot
  • 2 kleine Gemüsezwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • etwas Hot Sauce
  • 1/2 TL Ahornsirup
  • etwas flüssiges Raucharoma
  • 50 g Gorgonzola
  • Salz & frisch gemahlener Pfeffer
  • Die Zwiebeln abziehen und in feine Halbringe schneiden. Olivenöl in eine Pfanne geben und mit den Zwiebeln sanft erhitzen. Den Backofen auf 160° C Umluft vorheizen. Die Brotscheiben leicht rösten.
  • Wenn die Zwiebeln leicht gebräunt und schön weich sind, Hot Sauce, Ahornsirup und flüssigen Rauch hinzufügen und weiter karamellisieren.
  • Brote aus dem Ofen nehmen und mit der Gemüsemischung gleichmäßig belegen. Den Blauschim-melkäse darüber bröckeln und im Ofen überbacken, bis der Gorgonzola geschmolzen ist.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Gemüse nach Wahl servieren.

Als Beilage habe ich etwas Brokkoli und braune Champignons im restlichen Bratfett gebraten und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Im Sommer mag ich gerne einen gemischten Salat dazu. Sehr gut schmeckt das Gericht auch mit einem guten Sauerteigbrot. Aus einer Too Good to go-Tüte vom Bäcker meines Vertrauens hatte ich noch Vollkornbrot im Haus – dicke Scheiben davon sind eine gute Grundlage und machen satt.

Kürbispüree für den Vorrat [Foodie Freitag]

Kürbisgerichte gehören für mich in der kalten Jahreszeit unbedingt mit in den Speiseplan. Dieses Jahr hatten wir tatsächlich zwei Pflanzen, die einfach von selbst auf dem Kompost sprossen. Das war eine ganz schöne Überraschung! Da ich nicht immer einen kompletten Kürbis für mich alleine benötige, habe ich mal wieder zu den Töpfen gegriffen und Kürbispüree für den Vorrat gemacht. Perfekt für Pies, Brote und Co.

Für die nächste Pflanzsaison habe ich bereits vorgesorgt und Kürbiskerne getrocknet. Ich will ja schließlich nächstes Jahr auch wieder diesen schönen Anblick haben….

Für das Püree werden Kürbisse einfach halbiert und das faserige Innere sowie die Kerne mit einem Löffel entfernt. Ich habe hier sowohl einen Muskatkürbis als auch einen Hokkaidokürbis verwendet. Der Hokkaido hat den großen Vorteil, nicht geschält werden zu müssen, aber der Muskat kann nach dem Garen auch ganz leicht von der Haut befreit werden….

Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Ofen auf 160° C Umluft einstellen und das Gemüse garen, bis es weich ist. Ich habe einfach mit einem Messer reingepiekst, um den Garpunkt zu prüfen. Vom Strunk und gegebenenfalls von der Haut befreien, in Stücke schneiden und im Standmixer oder Foodprocessor fein pürieren. Twist off-Gläser sterilisieren und zu 3/4 mit Gemüsepüree füllen. Locker verschließen und nach dem Abkühlen in den Tiefkühler geben. Ich verschließe die Gläser erst komplett, wenn der Inhalt durchgefroren ist. So ist mir noch kein Glas geplatzt…

Ich wollte kein Kürbispüree verschwenden und habe in den Glasbehälter meines Standmixers Mandelmilch, Agavendicksaft und Pumpkin Pie Spice gegeben und aufgemixt. Wer mag, kann noch Espresso ins Glas mit der fertigen Mischung geben und hat dann Pumpkin Spice latte. Ich verzichte darauf und genieße den Drink einfach pur….

Tell it [Art Journal]

Werbung ohne Auftrag. Ich liebe es, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren. Häufig finden sich Abbildungen von Buddha in meinen Arbeiten. Ich bin nun wirklich nicht gläubig, bastle mir jedoch aus verschiedenen Ansichten meine eigene Form von Spiritualität zusammen. Genau dieses findet sich dann in meinen verschiedenen Werken wieder. Oben habe ich einfach unterschiedliche Drucke, die ich teilweise schon vor Jahren mit meiner Gelli Plate machte, genommen und kreisförmig zurecht geschnitten. Diese sind einfach ganz locker nur mittig miteinander verbunden und dann in mein Journal geklebt.

Auch dieser Druck ist schon einige Jahre alt. Ein guter Bekannter hat mir einige Bilder mit einem Laserprinter gedruckt. Eine Beschreibung, wie ich den Gel Transfer mache, findet Ihr hier.

Mit verschiedenen Stencils und Distress Oxides habe ich diese Seite gestaltet. Den Sepia-Effekt durch das Überlagern der unterschiedlichen Farben mag ich besonders gerne. Auch das Darübersprenkeln mit klarem Wasser verstärkt diesen Eindruck noch.

Hier könnt Ihr auch das schöne Glitzern meines grauen Farbsprays erkennen. Das gefällt mir zu den Grün- und Lavendeltönen ausnehmend gut.

Dagegen wirken die Distress-Oxide-Farbtöne auf dieser Doppelseite viel viel knalliger. Die Seite hatte ich mit Wasserfarben leicht Orange getönt. Irgendwie mochte ich das aber so gar nicht und dann habe ich einfach herumgespielt. Einige Stencils, durch die ich Ton in Ton die Farben auftrug und schon war das viel eher ich….

Hier entsteht ein Gel-Transfer. Es stört mich gar nicht, dass im unteren Bereich teilweise die Farbe mit abgeht. Zu den Vintagefarben passt das sogar richtig gut.

Das Gingko-Blatt hatte ich 2019 in einem Park in Bologna aufgesammelt. Seither habe ich es permanent in der Hülle meines Smartphones bei mir getragen. Hier erschien es mir nun genau richtig, das Blatt mit dem Haiku und dem Bild zu kombinieren.

Haikus habe ich in dem Art Journal wiederholt verfasst. Mit Lyrik habe ich mich im Sommer verstärkt befasst und sehr gerne mit verschiedenen Themen herumgespielt. Gerade in Kombination mit Liz‘ E-Courses, die ja alle auf Englisch sind, ist das für mich manchmal eine echte Challenge. Aber das ist eben das, was meinem Kopf manchmal richtig gut tut.

Zucchini-Röllchen aus dem Ofen [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Im Spätsommer hatte Maja ein grandioses Rezept für vegetarische Zucchini-Röllchen, die mit einer leckeren Käsemischung gefüllt werden, gepostet. Für mich war klar, dass diese umgehend nachgekocht werden müssen, hatte ich doch alle Zutaten im Garten parat, die hierfür benötigt werden: Zucchini, Tomaten, Thymian und für frischen Salat war ebenso gesorgt. Frischer geht es kaum, als direkt vor dem Beginn der Zubereitung zu ernten…. Das ist ein wirklich leckeres Sommergericht, aber ich mag es auch jetzt in der kalten Jahreszeit sehr gerne, da es schnell gemacht ist.

Praktisch an dem Gericht ist auch, dass es sich sozusagen von selbst kocht…. also richtig gut, um es zum Beispiel zum Feierabend zuzubereiten. Reste – so denn vorhanden – lassen sich auch gut mit ins Büro nehmen.

Meine Mama ist eine begeisterte Gärtnerin. Da sie und mein Papa quasi täglich bei mir sind – seine Werkstatt befindet sich im selben Haus wie meine Wohnung -, hat sie im alten Nutzgarten meiner verstorbenen Oma jede Menge Pflanzen, an denen ich mich auch bedienen darf. Um die Kräuter kümmere ich mich, während alles andere eher ihr Refugium ist. Dennoch darf ich natürlich auch jedes Jahr mitentscheiden, was wir alles pflanzen. Zucchini, Paprika und Chilis sind ein Muss für mich. Dazu kommen noch einige Gurken- und Tomatenpflanzen in unserem kleinen Gewächshaus, einige Beerensträucher, Salat, Spinat, Mangold und und und…. von Frühjahr bis in den Winter habe ich so fast ganzjährig frische Zutaten für meine unterschiedlichen Gerichte.

Die Bepflanzung für die kommende Gartensaison nimmt in meinem Kopf bereits Form an. Ich möchte auf jeden Fall auch wieder Kürbis haben, dazu mehrere neue Minz- und Salbeisorten fürs Kräuterbeet. Brombeeren wären auch toll, da weiß ich aber noch nicht, wo die am Besten gepflanzt werden sollen….

Die Zucchini werden einfach nur in dünne Scheiben gehobelt, mit der superleckeren Käsemasse gefüllt und auf einem Tomatenragout im Ofen überbacken. Im Sommer verwende ich sonnengereifte Tomaten, frische vom Strauch, natürlich können aber auch stückige Dosentomaten verwendet werden. Die frischen Tomaten werden zum Häuten kreuzweise eingeschnitten, mit kochendem Wasser überbrüht und dann abgeschreckt. Danach kann die Haut ganz einfach abgezogen werden. Schneller geht es jedoch mit Tomaten aus der Dose. Als Beilage mag ich sehr gerne Bandnudeln oder auch Kartoffelpüree dazu, aber auch ein knackiges Brot ist bestimmt wirklich lecker.

  • 1 Dose stückige Tomaten oder ca. 600 g reife Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1Knoblauchzehe (oder 1 EL TikTok-Knoblauch)
  • 1 kleine Chilischote
  • 2 – 3 Zweige Thymian
  • etwas Agavensirup oder 1 Prise Zucker
  • 1 Bund Basilikum
  • 100 g geriebener, würziger Hartkäse
  • 500 g Ricotta
  • 3 Zucchini
  • Olivenöl
  • Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer

Frische Tomaten wie oben beschrieben kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und nach ca. 1 Minute kalt abschrecken. Dadurch lässt sich die Haut sehr leicht abziehen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und würfeln. Zusammen mit Olivenöl in einen weiten Topf geben und sanft erhitzen. Thymianblättchen eines Zweigs und gewürfelte Tomaten (oder Dosentomaten) hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer und Agavensirup oder Zucker sowie der fein gehackten Chilischote abschmecken und langsam köcheln lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Basilikumblättchen fein hacken und zusammen mit dem Parmesan und 1 EL Olivenöl unter den Ricotta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zucchini putzen und waschen, die Enden abschneiden und Zucchini der Länge nach auf einer Reibe in sehr dünne Streifen hobeln. Jeweils 2 – 3 Streifen (je nah Größe der verwendeten Zucchini) leicht überlappend nebeneinander legen und jeweils 1-2 EL der Ricotta-Mischung ins untere Drittel setzen. Vorsichtig zu einer Rolle aufrollen.

Die Zucchiniröllchen auf die Tomatensauce setzen, dabei sollte die offene Seite nach unten zeigen. Mozzarella in Stücke zupfen und über die Zucchiniröllchen streuen. Restlichen Thymian ebenfalls darüber geben. Im vorgeheizten Ofen im unteren Drittel etwa 30-40 Minuten backen. Zu frischem, knusprigem Brot servieren.

Dazu passen Bandnudeln oder auch Kartoffelpüree und ein gemischter Salat.