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Pickled Onions – Eingelegte Zwiebeln [Foodie Freitag]

Werbung ohne Auftrag. #tiktokmademedoit – ein Hashtag, der sich bei mir aktuell immer mal wieder findet. Süß-sauer eingelegtes esse ich im Normalfall eigentlich gar nicht. Als ich jedoch am letzten Wochenende mal wieder ziemlich viel Zeit in meinem bevorzugten Wurmloch verbrachte, bin ich über Pickled Red Onions gestolpert. Vor allem die tolle Farbe fand ich schon sehr ansprechend und so habe ich Sonntag Vormittag alle benötigten Zutaten zusammengekramt und losgelegt. Da die Zwiebeln bereits nach ungefähr einer Stunde verzehrfertig sind, habe ich das natürlich direkt für mein Mittagessen eingeplant und ich bin echt positiv überrascht, wie lecker diese schmecken. Ich überlege schon, was ich die Tage noch alles damit verfeinern werde….

Zutaten

  • 5 rote Zwiebeln
  • 1 Cup Wasser
  • 1 Cup Apfelessig
  • knapp 1/4 Cup Zucker
  • 1 TS Salz

Ein Einmachglas in passender Größe – meines fasst 250 ml – und den zugehörigen Deckel heiß auskochen. Die Zwiebeln schälen und ganz fein schneiden oder hobeln. Ich habe dafür eine Mandoline verwendet. Für die Lake Essig und Wasser in einen kleinen Topf geben, Zucker und Salz hinzufügen. Verrühren, bis sich alles aufgelöst hat, und erhitzen. Die Zwiebeln in das Glas füllen und richtig fest eindrücken. Mit der Heißen Flüssigkeit auffüllen. Dafür nutze ich gerne einen Marmeladentrichter, damit nicht allzu viel daneben geht. Mit einem Holzstäbchen in die Zwiebeln pieksen, damit die Luftbläschen nach oben steigen. Bei Bedarf Flüssigkeit nachfüllen und mit dem Deckel verschließen. Einige Male schütteln und mindestens eine Stunde ziehen lassen.

Die Zwiebeln werden richtig schön Pink und sind damit ein echter Hingucker auf dem Teller. Bei mir landeten sie direkt auf einem Burger, sie passen aber auch zu Tacos oder in Wraps. Das werde ich demnächst mal testen. Dadurch, dass die Pickles superschnell gemacht sind, werde ich sie auch in der kommenden BBQ-Saison gerne zu Gegrilltem essen.

Cowboy Candy [Foodie-Freitag]

Werbung ohne Auftrag. Alle paar Wochen versinke ich im Wurmloch namens TikTok. Die App hat mich mental über Wasser gehalten, als ich im November wochenlang aufgrund Covid 19 krank geschrieben war und auch sonst liebe ich die kurzen Clips sehr. Zu Beginn hatte ich vor allem hübsche Männer in meiner Timeline, mittlerweile hat sich mein Fokus jedoch auch hier auf gärtnern und kochen verschoben. Ich habe einige richtig coole Kanäle abonniert und endlich mal mein allererstes Rezept nach TikTok ausprobiert.

Cowboy Candy – klingt das nicht verlockend?! Tatsächlich braucht man ziemlich viel Zucker, um die Leckerei herzustellen, allerdings ist das nichts für Süßschnäbel, denn es geht heiß her… Jalapeño-Scheiben, in einem Sirup aus Zucker, Essig und Gewürzen gekocht – so so lecker!

Wir haben letzte Woche die Feuerschalen-Saison eingeläutet. Das bedeutet bei uns Würstchen, die auf Holzspießen über lodernden Flammen oder heißer Glut gegrillt werden. Für mich gibt es meist Halloumi oder anderen Grillkäse. Im Herbst hatten wir leckere Maiskolben auf dem Gitterrost und auch Egerlinge [braune Champignons] vertragen das Raucharoma ziemlich gut. Eine regionale Spezialität sind Feuerwürste. Scharf gewürzte, lange, dünne Würste vom Grill, die mit Krautsalat und Zaziki in ein Baguette gepackt werden. Daher durfte bei dem frugalen Gelage zu meinem Geburtstag auch ein Cole slaw nicht fehlen. Nach vier Wochen Reifezeit in meinem Kühlschrank haben wir das erste Glas Cowboy Candy geöffnet und was soll ich sagen? So leckere Jalapeños hatte ich noch nie! Knackig, würzig, leicht süßlich, angenehm pikant…. selbst meine Mama, die nicht so gerne scharf ist, fand die sehr lecker und das erste Glas wurde fast vollständig verputzt….

Ich habe mir ein Rezept einer deutschen Seite, die sich auf Chilis spezialisiert hat, gegooglet und mal die Hälfte der angegebenen Mengen verwendet – mehr Chilis hatte ich nämlich nicht und ich musste schon teilweise mit anderen Sorten ergänzen… Es war tatsächlich ziemlich aufwändig, an Jalapeños zu kommen und so habe ich über Wochen beim örtlichen Edeka immer mal wieder ein Päckchen mit ganzen zwei [!] Jalapeños ergattern können, welche dann im Gefrierschrank auf ihren spektakulären Einsatz warten mussten… zwischenzeitlich habe ich online einige Chilipflanzen bestellt, um im Sommer jede Menge Köstliches damit zu fabrizieren.

Folgende Zutaten habe ich benutzt – im Originalrezept kommt auch noch Selleriepulver in die Sirupmischung. Ich hatte keines da und Sellerie ist sowieso nicht unbedingt mein Fall…

  • 400 g grüne Jalapeños
  • 250 ml Apfelessig
  • 350 g Zucker
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/4 TL Kurkuma gemahlen
  • 1/4 TL Selleriepulver

Die Chilis waschen, Stiele entfernen und in dicke Scheiben schneiden. Selbst wenn man schärfesensibel ist – bitte nicht dazu verführen lassen, die Kerne zu entfernen. Sonst überlagert die reichlich vorhanden Süße die Schärfe der Jalapeños . Die Zutaten für den Sirup in einem mittelgroßen Topf verrühren und zum Kochen bringen. Ungefähr 5 Minuten bei reduzierter Hitze köcheln lassen, bis die Masse dickflüssiger wird. Dabei am Besten lüften, der Essiggeruch hängt sonst über Stunden im Raum – für Euch getestet 😉

Jetzt wird die Flüssigkeit wieder zum Kochen gebracht. Dann die Chilis hinzugeben, Hitze reduzieren und alles erneut ungefähr 5 Minuten köcheln lassen. Dabei werden die Jalapeños etwas weicher. Währenddessen Gläser und Deckel auskochen und zum füllen vorbereiten. Die gegarten Chilis mit einer Siebkelle aus dem Sirup holen und in die Gläser füllen. Hierfür nutze ich gerne einen Marmeladentrichter, da bleibt der Rand der Gläser schön sauber. Den restlichen Sirup erneut für ungefähr 4 – 6 Minuten sprudelnd kochen, bis er etwas dickflüssiger ist. über die Chilis geben. Mit einem Holzstäbchen mehrfach bis auf den Glasboden pieksen, damit eventuell vorhandene Luftblasen aufsteigen. Bei Bedarf nochmals Sirup nachfüllen, die Gläser sauber wischen und verschließen. Bei Raumtemperatur abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

So sieht dann meine vegetarische Version der Feuerwurst aus: Halloumi vom Spieß, Krautsalat, Kethup und jede Menge Cowboy Candy in einem Brötchen. Bei so einem leckeren Essen schaffe ich es jedoch immer zu kleckern…. die Klamotten müssen nach einem Abend am Feuer jedoch in der Regel sowieso in die Waschmaschine, also tut das dem Spaß keinen Abbruch. Ein kühles Bier dazu und der Start ins Wochenende ist geglückt.

Veganes Chili mit roten Linsen [Foodie-Friday]

Manche Gerichte werden mit jedem Aufwärmen besser – Eintöpfe wie mein veganes Chili mit roten Linsen gehören da definitiv mit zu. Ich koche das gerne in relativ großen Mengen im Sommer und fülle das portionsweise in Gläser ab, um mein persönliches Conveniencefood zu bevorraten. Staudensellerie, Zucchini, Paprika gibt es in großen Mengen im Nutzgarten, dazu Chilis und Tomaten in verschiedenen Variationen.

Ich habe keine festen Mengenverhältnisse bei meinen Chilis und Eintöpfen, sondern variiere nach Verfügbarkeit. Auf jeden Fall mag ich es aber gerne, wenn viele Bohnen und Hülsenfrüchte für Biss und Konsistenz sorgen. Low Carb ist nicht wirklich meine Welt, daher darf dann auch gerne Reis oder Fladenbrot einen Konter zur Chilischärfe setzen.

Was in den Topf reinkommt, sind folgende Zutaten in variablen Mengen:

  • 2 Dosen Kidneybohnen
  • 100 g rote Linsen
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Tomatenmark
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 2 Paprikaschoten
  • 1 Dose Mais
  • 2 Dosen Pizzatomaten
  • frische Fleischtomaten
  • braune Champignons
  • Chilis nach Geschmack
  • Gemüsebrühe
  • flüssiger Rauch
  • Oregano
  • Pfeffer
  • Salz
  • Thymian

Kidneybohnen und Mais abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen. Gemüsezwiebel und Knoblauchzehen pellen und mittelfein hacken. In einem großen Topf Olivenöl erwärmen und die Würfel sanft dünsten. Sie sollen weich und süßlich werden, aber keine Farbe nehmen.

Staudensellerie, Zucchini und Paprika putzen und in nicht zu große Stücke schneiden. Wenn die Zwiebelmischung weich ist, Tomatenmark zugeben und bei höherer Hitze etwas anrösten. Dabei aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird, sonst wird das ganz schnell bitter. Gemüsewürfel, Kidneybohnen, Mais und Linsen in den Topf geben und mit Gemüsebrühe aufgießen.

Frische Tomaten kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und kalt abschrecken. Danach die Haut abziehen und würfeln, dabei den Strunk entfernen. Champignons würfeln, die Chilis in Ringe schneiden. Wer mag, kann auch die Kerne entfernen, da in diesen das meiste Capsaicin [also die Scharfstoffe] sitzen. Mit in den Topf geben und garen.

Wenn die Linsen weich sind, mit den Gewürzen abschmecken. Im Prinzip können diese auch schon früher zugegeben werden, nur gesalzen werden darf erst, wenn die Linsen weich sind.

Zum Servieren: Reis, Fladenbrot, Tortilafladen, Blattsalat, Creme Fraiche bzw. eine vegane Alternative

Vollkornbrot mit karamellisierten Zwiebeln und Blauschimmelkäse [Foodie-Friday]

Manchmal darf es gerne recht schnell gehen beim Kochen. Lecker soll es jedoch immer sein bei mir! Beste Zutaten sind dafür ausschlaggebend. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit mag ich es gerne mal deftig. Zwiebeln sind eine Zutat, die ich echt liebe. Blauschimmelkäse gelten ja oft als Käse für Männer, aber wohldosiert finde ich den richtig yummie. Ein gutes Brot dazu als Grundlage und ein wenig Gemüse und ein leckerer Wein, Sofa und dann kann das Wochenende gerne kommen.

  • 2 Scheiben Brot
  • 2 kleine Gemüsezwiebeln
  • 1 EL Olivenöl
  • etwas Hot Sauce
  • 1/2 TL Ahornsirup
  • etwas flüssiges Raucharoma
  • 50 g Gorgonzola
  • Salz & frisch gemahlener Pfeffer
  • Die Zwiebeln abziehen und in feine Halbringe schneiden. Olivenöl in eine Pfanne geben und mit den Zwiebeln sanft erhitzen. Den Backofen auf 160° C Umluft vorheizen. Die Brotscheiben leicht rösten.
  • Wenn die Zwiebeln leicht gebräunt und schön weich sind, Hot Sauce, Ahornsirup und flüssigen Rauch hinzufügen und weiter karamellisieren.
  • Brote aus dem Ofen nehmen und mit der Gemüsemischung gleichmäßig belegen. Den Blauschim-melkäse darüber bröckeln und im Ofen überbacken, bis der Gorgonzola geschmolzen ist.
  • Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Gemüse nach Wahl servieren.

Als Beilage habe ich etwas Brokkoli und braune Champignons im restlichen Bratfett gebraten und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Im Sommer mag ich gerne einen gemischten Salat dazu. Sehr gut schmeckt das Gericht auch mit einem guten Sauerteigbrot. Aus einer Too Good to go-Tüte vom Bäcker meines Vertrauens hatte ich noch Vollkornbrot im Haus – dicke Scheiben davon sind eine gute Grundlage und machen satt.

Kürbispüree für den Vorrat [Foodie-Friday]

Kürbisgerichte gehören für mich in der kalten Jahreszeit unbedingt mit in den Speiseplan. Dieses Jahr hatten wir tatsächlich zwei Pflanzen, die einfach von selbst auf dem Kompost sprossen. Das war eine ganz schöne Überraschung! Da ich nicht immer einen kompletten Kürbis für mich alleine benötige, habe ich mal wieder zu den Töpfen gegriffen und Kürbispüree für den Vorrat gemacht. Perfekt für Pies, Brote und Co.

Für die nächste Pflanzsaison habe ich bereits vorgesorgt und Kürbiskerne getrocknet. Ich will ja schließlich nächstes Jahr auch wieder diesen schönen Anblick haben….

Für das Püree werden Kürbisse einfach halbiert und das faserige Innere sowie die Kerne mit einem Löffel entfernt. Ich habe hier sowohl einen Muskatkürbis als auch einen Hokkaidokürbis verwendet. Der Hokkaido hat den großen Vorteil, nicht geschält werden zu müssen, aber der Muskat kann nach dem Garen auch ganz leicht von der Haut befreit werden….

Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Ofen auf 160° C Umluft einstellen und das Gemüse garen, bis es weich ist. Ich habe einfach mit einem Messer reingepiekst, um den Garpunkt zu prüfen. Vom Strunk und gegebenenfalls von der Haut befreien, in Stücke schneiden und im Standmixer oder Foodprocessor fein pürieren. Twist off-Gläser sterilisieren und zu 3/4 mit Gemüsepüree füllen. Locker verschließen und nach dem Abkühlen in den Tiefkühler geben. Ich verschließe die Gläser erst komplett, wenn der Inhalt durchgefroren ist. So ist mir noch kein Glas geplatzt…

Ich wollte kein Kürbispüree verschwenden und habe in den Glasbehälter meines Standmixers Mandelmilch, Agavendicksaft und Pumpkin Pie Spice gegeben und aufgemixt. Wer mag, kann noch Espresso ins Glas mit der fertigen Mischung geben und hat dann Pumpkin Spice latte. Ich verzichte darauf und genieße den Drink einfach pur….

Zucchini-Röllchen aus dem Ofen [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Im Spätsommer hatte Maja ein grandioses Rezept für vegetarische Zucchini-Röllchen, die mit einer leckeren Käsemischung gefüllt werden, gepostet. Für mich war klar, dass diese umgehend nachgekocht werden müssen, hatte ich doch alle Zutaten im Garten parat, die hierfür benötigt werden: Zucchini, Tomaten, Thymian und für frischen Salat war ebenso gesorgt. Frischer geht es kaum, als direkt vor dem Beginn der Zubereitung zu ernten…. Das ist ein wirklich leckeres Sommergericht, aber ich mag es auch jetzt in der kalten Jahreszeit sehr gerne, da es schnell gemacht ist.

Praktisch an dem Gericht ist auch, dass es sich sozusagen von selbst kocht…. also richtig gut, um es zum Beispiel zum Feierabend zuzubereiten. Reste – so denn vorhanden – lassen sich auch gut mit ins Büro nehmen.

Meine Mama ist eine begeisterte Gärtnerin. Da sie und mein Papa quasi täglich bei mir sind – seine Werkstatt befindet sich im selben Haus wie meine Wohnung -, hat sie im alten Nutzgarten meiner verstorbenen Oma jede Menge Pflanzen, an denen ich mich auch bedienen darf. Um die Kräuter kümmere ich mich, während alles andere eher ihr Refugium ist. Dennoch darf ich natürlich auch jedes Jahr mitentscheiden, was wir alles pflanzen. Zucchini, Paprika und Chilis sind ein Muss für mich. Dazu kommen noch einige Gurken- und Tomatenpflanzen in unserem kleinen Gewächshaus, einige Beerensträucher, Salat, Spinat, Mangold und und und…. von Frühjahr bis in den Winter habe ich so fast ganzjährig frische Zutaten für meine unterschiedlichen Gerichte.

Die Bepflanzung für die kommende Gartensaison nimmt in meinem Kopf bereits Form an. Ich möchte auf jeden Fall auch wieder Kürbis haben, dazu mehrere neue Minz- und Salbeisorten fürs Kräuterbeet. Brombeeren wären auch toll, da weiß ich aber noch nicht, wo die am Besten gepflanzt werden sollen….

Die Zucchini werden einfach nur in dünne Scheiben gehobelt, mit der superleckeren Käsemasse gefüllt und auf einem Tomatenragout im Ofen überbacken. Im Sommer verwende ich sonnengereifte Tomaten, frische vom Strauch, natürlich können aber auch stückige Dosentomaten verwendet werden. Die frischen Tomaten werden zum Häuten kreuzweise eingeschnitten, mit kochendem Wasser überbrüht und dann abgeschreckt. Danach kann die Haut ganz einfach abgezogen werden. Schneller geht es jedoch mit Tomaten aus der Dose. Als Beilage mag ich sehr gerne Bandnudeln oder auch Kartoffelpüree dazu, aber auch ein knackiges Brot ist bestimmt wirklich lecker.

  • 1 Dose stückige Tomaten oder ca. 600 g reife Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1Knoblauchzehe (oder 1 EL TikTok-Knoblauch)
  • 1 kleine Chilischote
  • 2 – 3 Zweige Thymian
  • etwas Agavensirup oder 1 Prise Zucker
  • 1 Bund Basilikum
  • 100 g geriebener, würziger Hartkäse
  • 500 g Ricotta
  • 3 Zucchini
  • Olivenöl
  • Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer

Frische Tomaten wie oben beschrieben kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser überbrühen und nach ca. 1 Minute kalt abschrecken. Dadurch lässt sich die Haut sehr leicht abziehen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und würfeln. Zusammen mit Olivenöl in einen weiten Topf geben und sanft erhitzen. Thymianblättchen eines Zweigs und gewürfelte Tomaten (oder Dosentomaten) hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer und Agavensirup oder Zucker sowie der fein gehackten Chilischote abschmecken und langsam köcheln lassen. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Basilikumblättchen fein hacken und zusammen mit dem Parmesan und 1 EL Olivenöl unter den Ricotta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zucchini putzen und waschen, die Enden abschneiden und Zucchini der Länge nach auf einer Reibe in sehr dünne Streifen hobeln. Jeweils 2 – 3 Streifen (je nah Größe der verwendeten Zucchini) leicht überlappend nebeneinander legen und jeweils 1-2 EL der Ricotta-Mischung ins untere Drittel setzen. Vorsichtig zu einer Rolle aufrollen.

Die Zucchiniröllchen auf die Tomatensauce setzen, dabei sollte die offene Seite nach unten zeigen. Mozzarella in Stücke zupfen und über die Zucchiniröllchen streuen. Restlichen Thymian ebenfalls darüber geben. Im vorgeheizten Ofen im unteren Drittel etwa 30-40 Minuten backen. Zu frischem, knusprigem Brot servieren.

Dazu passen Bandnudeln oder auch Kartoffelpüree und ein gemischter Salat.

Hot Sauce [Foodie-Friday]

Momentan bin ich ganz, ganz häufig auf TikTok unterwegs. Ich mag ja von Haus aus scharfes Essen und lasse mich auf der App sehr gerne zu Gerichten inspirieren. Eigentlich folge ich fast ausschließlich US-amerikanischen Accounts. Hier finden sich ganz viele Gerichte, die nach Hot Sauce verlangen. Die in Deutschland wohl bekannteste dürfte Tabasco sein. Neben der klassischen Tabasco-Sauce gibt es u. a. Jalapeno, Habanero und auch Chipotle, die sich in meinem Kühlschrank finden.

Mir war jedoch mal nach was Besonderem und so habe ich mir aus getrockneten Chilischoten meine eigene Hot Sauce gekocht. Auch hierzu kommt die Idee von meiner aktuellen Lieblingsapp. Kombiniert habe ich Chili mit Zwiebeln, Essig, Salz und Agavensirup. Das sind Zutaten, die ich eigentlich immer zu Hause habe.

  • 40 g getrocknete Chilischoten
  • Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Weißweinessig
  • Agavensirup
  1. Chilischoten vom Stielansatz befreien. Diese sind ganz einfach abzubrechen – am Besten mit Handschuhen arbeiten. Glaubt mir, das Capsaicin bleibt lang an den Händen haften und die Schärfestoffe im Gesicht sind extrem unangenehm. Wer die Sauce milder mag, kann die Samen entfernen. Das Wasser zum Kochen bringen und die Schoten damit übergießen.
  2. Die Zwiebel häuten und grob würfeln. Zu den Chilischoten geben und ungefähr 25 – 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Chilischoten und Zwiebeln in einen Standmixer geben und ungefähr 1 Tasse vom Einweichwasser mit hinzugeben. Das restliche Wasser noch nicht entsorgen! Die Chilimischung pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist, zwischendurch gerne auch mal mit einem Schaber die Wände des Mixers nach unten streichen, damit alle Zutaten vermischt werden.
  4. Essig, Salz und Agavensirup nach Geschmack hinzugeben. Bei mir sind es ca. 1/3 Tasse Essig, 7,5g Salz und 1 EL Sirup geworden, bis mir die Mischung zusagte. Alles nochmal gründlich mixen. Bei Bedarf noch weiter mit dem Einweichwasser verdünnen, bis die Konsistenz den eigenen Vorlieben entspricht. Wer mag, kann die Feststoffe noch ausfiltern.
  5. In Gläser oder kleine Flaschen abfüllen und beschriften. Bei mir ergab die Mischung ein 200 ml Glas und ein 90 ml Glas.

Durch Zugabe von z. B. Mango oder Karotten kann die Sauce geschmacklich in völlig unterschiedliche Dimensionen gelenkt werden. Das habe ich noch nicht ausprobiert, steht aber auch noch auf meiner To Do-Liste. Im Sommer möchte ich dann auch noch eine Sauce aus frischen Chilis herstellen. Das schmeckt bestimmt nochmals komplett anders als aus den trockenen Schoten.

Knoblauch aus dem Ofen à la TikTok

Werbung ohne Auftrag. Viel zu lange ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Eigentlich wollte ich ja nur eine Sommerpause einlegen – schwupps, waren mehr als drei Monate ins Land gegangen. Dadurch gibt es in den nächsten Tagen und Wochen jedoch einiges zu sehen, sofern das Licht zum Fotografieren einigermaßen gut ist.

Aktuell habe ich richtig viel Zeit dafür, denn ich sitze noch einige Tage in meiner Wohnung fest. Ihr könnt es Euch denken, auch mich hat die Pest nun erwischt. Und das wenige Tage vor meiner Boosterimpfung. Mittlerweile geht es mir halbwegs gut. Was mir jedoch psychisch verdammt zu schaffen macht ist der Verlust meines Geschmackssinns. Ich bin ein richtiger Genussmensch und nur wenige Dinge sind für mich momentan erschmeckbar. Saure Sahne dringt geschmacklich bis in mein Hirn vor, jedoch nur ganz kurz. Also nicht so, dass ich einen Geschmack über mehrere Sekunden im Mund habe wie zu gesunden Zeiten, sondern vielleicht grade mal 1/10 Sekunde oder so. Ganz ganz schlimm für mich.

Weil ich nun zwei ganze Knoblauchknollen zu Hause hatte, die mir nicht vergammeln sollten und weil ich im Moment TikTok als mein Medium entdeckt habe, gibt es heute die Anleitung für meinen TikTok-Knoblauch.

  • Knoblauch in ganzen Knollen
  • Olivenöl
  • Backpapier
  • Die Knoblauchknollen mit einem scharfen Messer im oberen Drittel quer durchschneiden.
  • Backpapier zerknüllen und dann glatt streichen. Knoblauch darauf setzen und mit Olivenöl beträufeln.
  • Backpapier verschließen und in einer Auflaufform im Ofen backen.

Ich habe den Knoblauch gemeinsam mit Blätterteigschnecken bei 160° C ungefähr 30 Minuten gegart und dann im ausgeschalteten Ofen abkühlen lassen. Der Knoblauch lässt sich dann ganz leicht aus der papierartigen Hülle entfernen. Ich habe die Zehen mit einer Gabel zerdrückt und in ein Schraubglas gegeben. Mit Öl bedeckt wartet die Masse nun im Kühlschrank, bis ich wieder was schmecke. Frisch kann man damit zum Beispiel Knoblauchbutter oder Knoblauchbrot herstellen oder etwas in die Pastasauce geben.

Gnocchi mit Spinat & getrockneten Tomaten [Foodie-Friday]

Manchmal muss es einfach Soulfood sein. Und wenn das Essen dann auch noch innerhalb maximal 20 Minuten auf dem Tisch steht, dann ist es einfach perfekt für das Home Office geeignet.

  • 500 g Gnocchi (Kühlregal)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 6 getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Hand voll Spinat
  • 250 ml Rama Creme fine zum Kochen 7%
  • Parmesan

Zwiebel fein würfeln, Tomaten in Stücke schneiden. Den Spinat verlesen und in Streifen schneiden.

Gnocchi mit Zwiebeln und Tomaten in eine Pfanne geben, leicht anbraten. Rama Creme fine zugeben und nach Geschmack einkochen lassen. Bei Bedarf etwas Wasser zugeben. Spinat hinzufügen und mit Pfeffer würzen.

Mit Parmesan servieren.

Türkische Linsensuppe [Foodie-Friday]

Irgendwann Anfang Januar habe ich einfach so – ohne besonderen Anlass – begonnen, mich vegetarisch zu ernähren. Meine mittlerweile 13jährige Nichte ist genauso Vegetarierin wie meine beste Freundin vegan lebt. Ich habe also einige Sparingspartner in dieser Hinsicht, mit denen ich mich über Rezepte austauschen kann.

Den Link zu der Türkischen Linsensuppe bekam ich von einer meiner Schwestern, ich habe es etwas an meinen Geschmack angepasst und veganisiert.

  • 200 g rote Linsen
  • 1 Kartoffel
  • 1 Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 1 kleine Chili
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 70 g Pflanzenfett
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Zitrone
  • 5 TL Paprikapulver rosenscharf
  • Radieschensprossen

Kartoffel, Karotte, Zwiebeln und Knoblauch schälen. Das Gemüse klein hacken.

Einen Teil des Pflanzenfetts in einem mittelgroßen Topf Schmelzen. Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Chili, Paprika, Karotte, Kartoffel, 1 TL Paprikapulver und Linsen dazu geben, etwa 3-5 Minuten vorsichtig anschmoren.

Gemüsebrühe hinzufügen und etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.

Währenddessen in einem kleinen Topf das restliche Pflanzenfett bei geringer Temperatur schmelzen und das restliche Paprikapulver unterrühren. Beiseite stellen.

Die Suppe glatt pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit Radieschensprossen und der Paprikamischung beträufelt servieren.

Dazu passt Fladenbrot.