Kissen mit dem Joyful Jaunt FQ von Art Gallery Fabrics [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Zuerst kam der Quilt Ravenbrook 2, dann die Stoffauswahl und dann blieben Reste über…. so in etwas lässt sich zusammen fassen, wie mein September an der Nähmaschine aussah. Zum jetzigen Zeitpunkt, als ich diesen Beitrag tippe, warte ich noch immer sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff für den Quilt, der irgendwie alles ins Rollen brachte. Das Quilttop hängt schon längst am Schrank [um meine Quilts zu fotografieren, nutze ich gerne diese Hosenbügel zum Klemmen], aber wenn der Stoff von der Dealerin meines Vertrauens erst beim Großhändler bestellt werden muss, dann dauert das eben.

Fat Quarter sind Stoffstücke, die speziell zugeschnitten werden. Art Gallery Fabrics hatte im Frühjahr einige bekannte Quilterinnen gebeten, tiiiief in die Archive des Herstellers einzutauchen und 10 völlig unterschiedliche Bundles zusammen zu stellen. Zuerst gefiel mir keines so gut, dass ich es unbedingt haben wollte, weil viele Musterstoffe in den einzelnen Zusammenstellungen enthalten sind. Gerade Blumenmuster entsprechen nicht wirklich meinem Stil. Tja, was soll ich sagen? Art Gallery Fabrics und auch die einzelnen Protagonistinnen haben sich dazu auch noch tolle Quiltdesigns einfallen lassen, die zudem kostenfrei als Downloads zu bekommen sind. Als erstes wurde ich beim Soft Focus-Quilt von Abby Luchsinger schwach. Und dann entdeckte ich Ravenbrook 2 von Der Rabe im Schlamm. Bei diesem kleinen norddeutschen Onlineshop habe ich mich dann eben auch für Joyful Jaunt von Christina Lee entschieden.

Nachdem das Quilttop zugeschnitten und auch genäht war, sind hier noch einige Stoffteile über gewesen. Ähnlich wie Scrapbooking ist Patchwork ein finanziell …. intensives Hobby. Zudem sind die Stoffe von einer tollen Qualität, außerdem gefallen mir diese enorm gut. Aus den Anfängen meiner „Nähkarriere“ hatte ich hier noch ein kleines Kissen, welches ich wirklich gerne aufgrund seiner Größe mag. Der Bezug war jedoch von Beginn an recht mangelhaft und so habe ich eben aus den oben erwähnten Resten dann einen neuen genäht. Dieser ist leider minimal kleiner als das vorhandene Kisseninlet, so dass das Kissen nun recht fest ist.

Auch der hintere, auf dem Bild oben gezeigte Kissenbezug entstand aus den erwähnten Resten. Irgendwie hat meine Quiltmathematik da nicht ganz hingehauen und der Bezug ist nicht quadratisch, aber es stört mich nun nicht wirklich.

Auf meinem grauen Sofa sehen die Kissen echt toll aus und ich freue mich schon, wenn ich mich dann endlich unter die fertige Decke werde kuscheln können. Dazwischen steht leider noch Basting, also das zusammenfügen der drei Lagen und das Quilting selbst. Das sind die Schritte, die ich persönlich am wenigsten gern mag. Allerdings ist es mir persönlich auch zu teuer, meinen Quilt professionell auf einer Longarm-Maschine quilten zu lassen – ja, ja, da kommt die Schwäbin in mir wieder zum Vorschein…

Herbstliche Topflappen mit Foundation Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Letzte Woche habe ich hier schon mal meinen Mug Rug gezeigt, den ich als English Paper Piecing Projekt aus kleinen Stoffresten gefertigt habe. Neben EPP gibt es eine weitere Nähtechnik, bei der Papier mit Stoff richtig tolle Ergebnisse liefert: Foundation Paper Piecing, kurz FPP genannt. Hier wird Stoff auf Papierschablonen mit der Nähmaschine genäht, das ist also nichts, was unbedingt für unterwegs geeignet ist. Dank FPP können wirklich grandiose Muster entstehen!

Um Stoffreste aufzubrauchen und mich mal an diese Technik ranzuwagen, habe ich mich entschieden, einen Topflappen zu nähen. Die Vorlage habe ich bei einer wahren Expertin für Foundation Paper Piecing gekauft: Ingrid Alteneder vertreibt online unter ihrem Label Joe, June & May wirklich wunderschöne und sehr inspirierende Muster, gibt aber auch Workshops, um die Technik und ihre Tipps & Tricks zu unterrichten. Ich selbst habe bis dato noch an keinem Workshop teilgenommen, aber irgendwann wird das Timing schon mal stimmen….

Vom Joyful Jaunt Fat Quarter Bundle hatte ich noch Reste auf dem Tisch liegen und so habe ich an einem schönen Sonntag Nachmittag mich an die Nähmaschine gesetzt und diesen Topflappen genäht. Bunte Ahornblätter sind für mich der Inbegriff des Herbstes – vielleicht schaffe ich es ja doch mal nach Neuengland, um mir den Indian Summer vor Ort anzusehen? Das Foundation Paper Piecing besteht insgesamt sieben Teilen, die Nähte ergeben dann auch optisch die Blattadern. Mein Quiltsandwich besteht aus dem Top, dem Spezialvlies Thermolam und einem farblich passenden, gemusterten Rückseitenstoff. Gequiltet habe ich einfach der Form des Blattes folgend außer- und innerhalb der Naht zwischen Hintergrund und Motiv.

Passend dazu entstand aus weiteren Stoffen des FQ-Bundels von Christina Lee ein schlichter Topflappen, für den ich einfach verschiedene Streifen aneinandernähte und dann im gleichen Aufbau mit geraden Linien quiltete.

Kartoffel-Tortilla mit jeder Menge Gemüse [Foodie Friday]

Werbung ohne Auftrag. In diesem Jahr hatten wir im Gemüsegarten jede Menge zu ernten und das von den Radieschen kurz nach Ostern bis hin zum ersten Frost, der letzte Woche bei uns eintraf. Meine Mum baut hier ganz verschiedene Sorten direkt vor meinem Haus an: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse, unterschiedliche Paprika und mehrere Sorten Chilis, dazu Bohnen und rote Rüben. Hierzu haben wir noch einen Kirschbaum, Beerensträucher und seit diesem Jahr auch einen Traubenstock hinterm Haus.

Kurz nach Weihnachten verwandelt sich der Wintergarten meiner Eltern in ein Gewächshaus, wenn die verschiedenen Pflanzen ausgesäht, später vereinzelt und bis zum Pflanzen nach den Eisheiligen hochgepäppelt werden. Mit den Kleinkindern meiner Geschwister ist das Überleben für die Pflänzchen manchmal gar nicht so einfach….

Dieses Jahr habe ich ganz häufig die Gelegenheit ergriffen und mich dank des Überflusses aus dem Garten in verschiedene Urlaubsziele gekocht. Meine Kartoffeltortilla mit Zucchini, Paprika und Manchegokäse hat mich so geschmacklich nach Spanien entführt. Perfektes Soulfood für den Feierabend also! Außerdem ist das eines dieser Gerichte, die sich immer wieder abwandeln lassen….

Zutaten

  • 3 große Kartoffeln
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 Gemüsepaprika
  • 3 – 4 Eier
  • 200 g Manchego [spanischer schnittfester Käse]
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver rosenscharf
  • Olivenöl

Zubereitung

  • Kartoffeln gründlich abschrubben, schälen und in dünne Scheiben hobeln. Am besten geht das auf einem Gemüsehobel [Mandoline]. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln.
  • In einer ofenfesten Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen und die Kartoffelscheiben darin langsam unter rühren garen. Zucchini und Paprika putzen, die Zucchini ebenfalls in Scheiben hobeln, die Paprika würfeln
  • Wenn die Kartoffeln ungefähr 10 Minuten gebraten sind, Knoblauch- und Zwiebelwürfel hinzufügen.
  • Die Eier zusammen mit den Gewürzen aufschlagen; den Käse klein würfeln. Den Backofen auf 160 °C Umluft heizen.
  • Das restliche Gemüse in die Pfanne geben und unter häufigem Wenden mit anschwitzen, eventuell nochmals etwas Öl hinzufügen, damit nichts anbrennt.
  • Die Oberfläche des Gemüses glätten und die Käsewürfelchen darauf verteilen. Die Eimasse gleichmäßig in der Pfanne verteilen und diese nun in den Ofen geben. Backen, bis das Gemüse gar und die die Eier gestockt sind.
  • Zum Servieren ggf. frische Kräuter darüber streuen.

Tortilla ist ein Gericht, das ich persönlich total gerne mag. Falls tatsächlich was über bleiben sollte, machen sich Reste auch gut am nächsten Tag in der Lunchbox. So schaffe ich es immer wieder, mich selbst zu überlisten und richtig viel Gemüse zu futtern. Natürlich ist es aufgrund der Eier und der verwendeten Menge an Fett nicht unbedingt ein Essen für jeden Tag, dennoch ist es gesünder als das, was ich sonst so manches Mal futtere….

Herbstlicher Untersetzer mit English Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Während meines Urlaubs habe ich auch einige längere Trips mit der Bahn unternommen. Gerade, wenn es früh dunkel und spät hell wird, nehme ich das ganz gerne in Anspruch und dank des Deutschlandtickets ist das mittlerweile ja echt eine attraktive Alternative. Zudem habe ich dann durchaus mal Zeit für Projekte, für die mir im Alltag die Zeit oder auch die Motivation fehlt. English Paper Piecing – kurz EPP – ist eine tolle, jedoch zeitaufwändige Variante von Patchwork. Grob gesagt werden kleine Stoffstücke um noch kleinere Paperschnipsel befestigt und dann von Hand zu einem [komplexen] Muster zusammen gesetzt. Ich habe das schon mal letztes Jahr mit Hexagonen gemacht, dieses Mal sollten kleine Pluszeichen entstehen.

Das eigentlich daraus zu fertigende Nadelbüchlein – ich habe den http://www.talesofclothes.com Newsletter abonniert, hier gibt es die Anleitung kostenfrei – brauche ich nicht zwingend. Ich hatte zwei verschiedene Endprodukte vor meinem inneren Auge: entweder wollte ich den Miniquilt als Cover für eine kleine Tasche verwenden oder aber als Untersetzer, im Englischen Mugrug, also Tassenteppich, genannt. Für das Cover hatte ich zum Schluss nicht genügend Stoff, da ich English Paper Piecing als gute Gelegenheit zur Resteverwertung sehe. Für meinen Ravenbrook 2 Quilt [ich warte momentan sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff] hatte ich mir 2 Fat Quarte Bundles [Joyful Jaunt von Christina Lee für Art Gallery Fabrics]bestellt. Nach dem Zuschnitt für das Quilttop hatte ich dann noch einige Abschnitte über, aus denen recht verschiedene Dinge entstanden. Die zeige ich auch bald mal hier, wer mir auf Instagram folgt, kennt die Bilder jedoch schon…

Aus dem Miniquilt, Thermolam – das ist eine Spezialvlieseinlage für Dinge wie z. B. Topflappen -, einem Stück Stoff für die Rückseite und Miniresten für die Einfassung – auf Englisch Binding – habe ich mir dann diesen kleinen Mugrug genäht. Mein Quilting ergab sich aufgrund des gepatchten Pluszeichen ganz automatisch und ich bin wirklich happy, wie hübsch das aussieht. Das Binding war aufgrund der Dimensionen – die Stoffstreifen, die ich zur Verfügung hatte, sind nämlich nur 1 “ breit! – nicht ganz easy und zu allem Überfluss war meine Konzentration irgendwann auch nicht mehr die Beste… musste alles nochmal auftrennen, weil ich die Ecken nicht richtig genäht hatte. Tja….

Und so sahen die Einzelteile unterwegs aus. Die „Häuschenschablonen“, die zusammengesetzt dann die Pluszeichen ergeben, hatte ich vor meinem ersten Trip zu Hause noch ausgeschnitten und die Stoffstücke einigermaßen vorbereitet. Das Ein oder Andere ist dabei etwas zu schmal geraten, dadurch waren die Näharbeiten dann durchaus tricky…. Zur Vorbereitung fürs Nähen entschied ich mich, mit dem Stoffklebestift zu arbeiten. Manche QuilterInnen heften den Stoff mit Faden um die Schablonen, ich mag das jedoch nicht so gerne… in der kleinen Schmuckschachtel, in der ich alles Spitze verstaut habe, sind meine Schere, der Needleminder in Form des Berges Fuji und Nadeln, zwei Patchworkklammern, Faden von Aurifil und die Stoffe sowie Schablonen gut aufgehoben.

Zusammen mit dem Klebestift kommt alles dann in einer kleinen Reisverschlusstasche in den Rucksack und ist unterwegs dann die ideale platzsparende Tätigkeit, um meinen Kopf beschäftigt zu halten. Das Top selbst setzte ich dann zu Hause zusammen, weil das nochmal eine Weile dauerte, bis ich mit der Anordnung zufrieden war.

Grapefruit Rosemary Ale [Foodie Friday]

Werbung ohne Auftrag. Um das sehr schön und liebevoll gestaltete Buch Tweed Time von Theresa Baumgärtner bin ich recht lange rumgeschlichen, ehe ich es mir dann doch geordert habe. Ich bin großer Fan der Stimmung, die hier dargestellt wird: die Highlands in Schottland, die Zeit von Spätsommer bis hin zum frühen Winter, eine Mischung aus Rezepten und Bastelideen. Das ist genau mein Ding und die Bilder sind zum dahinschmelzen schön!

Eines der ersten Dinge, die ich daraus ausprobiert habe, ist dieser leckere alkoholfreie Drink: der Grapefruit Rosemary Ale besteht aus wenigen Zutaten, ist ziemlich schnell gemacht und schmeckte sogar meiner kleinen Nichte, die erst in wenigen Wochen zwei Jahre alte werden wird, ausgesprochen gut. Selbst meine Schwester, die keine Grapefruits mag, war wirklich begeistert.

Wir hatten den Drink bei einem kleinen freitagabendlichen Zusammensein rund um die Feuerschale genossen. Seit dem Frühjahr schaffen wir es in verschiedenen Konstellationen mehr oder weniger regelmäßig, uns als Familie am frühen Freitagabend zu treffen und das Wochenende einzuläuten. Mein Schwager backt wahnsinnig gute Pizza, bei mir gibt es eher Kleinigkeiten vom Grill oder jetzt in der kalten Jahreszeit dann auch mal Eintopf oder Suppe. Dieses Ritual gefällt mir ausgesprochen gut und so war das der perfekte Anlass, diesen Drink zu testen.

Zutaten für ein Glas

  • 10 ml Rosmarinsirup
  • 40 ml Grapefruitsaft
  • 60 ml Ginger Ale
  • 40 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Eiswürfel

Rosmarinsirup

  • 2 lange Stiele frischer Rosmarin
  • 100 ml Wasser
  • 100 g heller Rohrohrzucker

Zubereitung

  • Für den Rosmarinsirup den Rosmarin waschen, die Nadeln abzupfen und zusammen mit dem Wasser und dem Zucker in einem kleinen Topf 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Danach abkühlen lassen.
  • In ein Whiskyglas erst den Rosmarinsirup geben. Anschließend den Grapefruitsaft hinzufügen und das Glas mit den Eiswürfeln auffüllen. Mit dem Ginger Ale und dem Mineralwasser aufgießen.
  • Zum Servieren einen kleinen Rosmarinzweig leicht befeuchten und in etwas Rohrohrzucker wälzen. Den Longdrink mit einer Orangenzeste und dem gezuckerten Rosmarinzweig garniert servieren.

Meine Tipps

  • Den Rosmarinsirup habe ich in doppelter Menge bereits am Vorabend hergestellt und die Rosmarinnadeln bis zum nächsten Tag darin ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren habe ich die Mischung dann in eine dekoratives Glas abgeseiht.
  • Für die Eiswürfel habe ich in jede einzelne Vertiefung jeweils ein bis zwei Rosmarinnadeln gegeben, die dann hübsch in den Gläsern umherschwammen.
  • Die Mengen der einzelnen Komponenten sehe ich als grobe Richtwerte. Magst Du den Drink weniger süß? Dann gieße mehr Mineralwasser ins Glas. Darf es herber sein? Nimm mehr Grapefruitsaft… Idealerweise mischt sich einfach jeder Gast sein Getränk selbst, dann sollte es für die einzelnen Personen gut passen.

12 von 12 im Oktober

Werbung ohne Auftrag. Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass ich am 12. eines Monats unterwegs bin. Zumindest ist das jetzt schon einige Monate in Folge so gewesen…

Eigentlich habe ich ja aktuell Urlaub… nichtsdestotrotz klingelte frühmorgens um 5:20 Uhr der Wecker, weil ich zu einem Meeting in die Landeshauptstadt muss. Ich konnte mich tatsächlich dazu aufraffen, das Bett zu machen!

Schienenersatzverkehr sei dank musste ich zu einem anderen als ursprünglich geplanten Bahnhof fahren. Immerhin ist auf den ersten Metern der Zug noch einigermaßen leer, was sich jedoch bald geändert hat.

Yay… nicht! Der Zug steht gefühlt mehr, als dass gefahren wird. Glücklicherweise hatte ich mich in weißer Voraussicht für den früheren Zug entschieden. Nur so konnte ich pünktlich zum Termin da sein.

Schade, wieder ein wunderbares Stoffgeschäft weniger. Hier habe ich die ersten Schritte in Sachen Patchwork gemacht.

Mir fehlen momentan die Worte; seit dem Wochenende kann ich keine Nachrichten o. Ä. lesen bzw. sehen. Israel – mein Herz ist gebrochen!

Salted Caramel, schwüles Wetter – ist es wirklich schon Mitte Oktober?

Rund um den Gärtnerplatz gibt es viele dieser Ampelmännchenpaare.

Blick auf den Viktualienmarkt.

Ich liebe es, mich in Buchhandlungen aufzuhalten. Ich hatte mir schon das ein oder andere ausgesucht, jedoch muss ich da noch ein wenig warten. Nachdem ich am Montag noch einen Ausflug nach Stuttgart mache und da vermutlich auch noch einiges Textiles mit nach Hause nehmen werde, ist das Budget dann doch schon ziemlich ausgereizt…

Warten auf meinen Bubble Tea. Heute gab es Mango-Milchtee mit Green Apple Boba. Das war enorm lecker.

Auf der Rückfahrt habe ich mich dann wieder an mein aktuelles Projekt gemacht. English Paper Piecing ist enorm zeitaufwändig, aber perfekt für Bahnfahrten. Die Hände sind beschäftigt und der Platz- bzw. Materialbedarf ist enorm gering. Ich freu mich schon drauf – aus dem so entstehenden Stück Stoff möchte ich ein Täschchen machen bzw. ein Cover für eine Projekttasche.

Leider hat sich die Basketball Bundesliga für einen neuen Medienpartner entschieden. Naja, dann schau ich mir halt künftig nur noch internationale Spiele im TV an, der Springerverlag kommt mir jedenfalls nicht ins Haus!

12 von 12 im September

Letzten Monat war ich am 12. in Berlin, heute auch wieder unterwegs, wenn auch jobbedingt…..

Nach dem Meeting bin ich kurz mal durch die Ausstellung in der Zentrale gelaufen.

Irgendwann habe ich mich dann wieder auf den Weg Richtung Westen gemacht.

Spontan bin ich in Augsburg von der Autobahn abgefahren und habe dem dortigen Botanischen Garten mal wieder einen Besuch abgestattet. Wie sehr ich den dortigen japanischen Garten liebe!

Kleiner Stopp im Biergarten mit Orangensaftschorle und einem Eis.

In einem Teich in der Nähe der Kakteen gibt es nicht nur Lotusblüten, sondern auch Kois.

Nachdem ich an unserem Standort angekommen bin, habe ich den Firmenwagen gegen mein E-Bike getauscht.

Sonnenuntergang ist mittlerweile ganz schön früh.

Nicht alles bin ich heute gefahren, sondern nur die Hälfte. Den anderen Teil habe ich gestern zurück gelegt, um das Fahrzeug zu holen.

Gemüse- und Obstcatering.

Hoffentlich kommt bald der Rückseitenstoff für den In the Sticks Quilt.

Mein aktueller Lieblingsdrink und dazu der Stoff und die Unterlagen für den nächsten Quilt. Das wird richtig schön herbstlich.

Resteessen und jetzt dann ab ins Bett.

12 von 12 Im August

Tja, hätte ich den Beitrag vor rund 3.5 h geschrieben, hätte er einen anderen Tenor und ich wäre beim tippen dessen deutlich entspannter gewesen. Aber wie heißt es immer so schön? Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt…. hier sind also 12 Bilder von heute.

Ganz früh morgens irgendwo vor Halle an der Saale ging die Sonne auf.

Erster Anblick des Alex‘ seit 11/19.

Jemand braucht dringend Koffein- nicht ich, wohlgemerkt….!

Kleine Pause am Mauerpark.

Kulturwunsch meiner Begleitung.

Dann bin ich halt mal Touri wie aus dem Lehrbuch…

Straßenkunst.

Andere Perspektive.

Die Levante auf einem Teller.

Neuer Blickwinkel.

Neue Synagoge Oranienburger Straße.

Details.

Chimichurri – leckere südamerikanische Grillsauce auf Petersilienbasis [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Letztens habe ich Euch hier ja schon das Rezept für meine fruchtig-scharfe Koriander-Tomaten-Salsa aufgeschrieben. Für die Fleischliebhaber am Grill gibt es heute noch eine weitere Grillsauce aus meinem Repertoire: Chimichurri.

Auch diese Grillsauce, die ursprünglich aus Argentinien stammt, geht ganz schnell in der Zubereitung. Allerdings braucht sie einige Stunden, um durchzuziehen, um wirklich ein schönes, vollmundiges Aroma zu entwickeln.

Argentinien ist ja bekannt für das qualitativ sehr hochwertige Rindfleisch, daher passt Chimichurri natürlich ausgezeichnet dazu. Aber auch zu Schwein oder Hühnchen wird diese Sauce gerne kombiniert – ich ernähre mich vegetarisch und muss mich tatsächlich auf die Meinung anderer Menschen verlassen, was das angeht.

Chimichurri [es wird Tschimmi Tschurri ausgesprochen] ist aber nicht nur ein Dip oder eine Grillsauce – die Kräuterpaste ist auch geeignet, um beispielsweise Fleischstück darin zu marinieren. Die Hauptzutat Petersilie, die für die grüne Farbe verantwortlich ist, kann natürlich durch Koriander oder andere Kräuter ergänzt werden. Am Besten geeignet ist glatte Petersilie, die hier in Süddeutschland weit verbreitete krause Petersilie lässt sich nicht ganz so gut verarbeiten.

Es gibt tatsächlich nicht nur das kräuterbasierte Chimichurri verde, das ich Euch hier vorstelle, sondern auch ein rotes Chimichurri auf Tomatenbasis. Sobald hier mal wieder der ein oder andere Paradeiser reif ist und die Paprika nicht nur traurig grün im Regen hängen, werde ich das auch mal testen.

Chimichurri kann tatsächlich bitter schmecken, aber woran liegt das? Schuld daran ist eine einzige Zutat: Olivenöl! Hochqualitatives Olivenöl schmeckt manchmal zum Teil bitter im Gegensatz zu 0815-Olivenöl aus dem Supermarkt. Aber gute Qualität allein bedeutet nicht, dass es bitter schmecken muss. Daher immer am Besten vor der Verwendung testen – so kannst Du vermeiden, dass Deine Kräutersauce bitter schmeckt.

Die meisten Zutaten – Thymian, Knoblauchzehen, Zwiebeln, Oregano, Lorbeerblatt, eine Prise Chiliflocken, Salz, schwarzer Pfeffer sowie Essig und Öl – habe ich immer zu Hause. Lediglich Lorbeerblätter musste ich explizit für die Herstellung des/der/dem [keine Ahnung, welcher Artikel hier richtig ist] Chimichurri besorgen. Das Öl hilft auch beim „haltbar machen“. Dazu einfach die Oberfläche der fertigen Kräutersauce glatt streichen und mit etwas Öl begießen und so luftdicht machen.

Zutaten

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 60 g glatte Petersilie 
  • 1 EL Thymian (getrocknet)
  • 1 EL Oregano (getrocknet)
  • 1/2 Chilischote (frisch oder getrocknet, alternative: 1/2 TL Chiliflocken oder Chilipulver)
  • 1 TL Salz 
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner 
  • 1 Limette, ausgepresst
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 EL weißer Essig 
  • 1 Lorbeerblatt

Zubereitung

  • Die Schalotte und den Knoblauch schälen und in ganz feine Würfelchen schneiden; die Petersilie waschen und mit einem Wiegemesser fein hacken.
  • Thymian, Oregano, Chili, Pfeffer und Salz in einen großen Mörser geben und fein zerreiben. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfelchen sowie die Petersilie hinzugeben und mörsern.
  • Den Saft der Limette, Olivenöl und letztlich noch Weißweinessig zu der Kräutermischung geben und alles verrühren.
  • Das Lorbeerblatt hineinstecken, das Glas verschließen und für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Je länger die Kräutersauce durchzieht, desto besser verbinden sich die Aromen. Am Besten nimmst Du die Paste 1 h vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit diese Zimmertemperatur annehmen kann. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt entfernen; dieses kann nicht mitgegessen werden.

What’s up? Mein Leben mit ADHS als Spätdiagnostizierte

Vieles gibt mittlerweile richtig viel Sinn, seit ich weiß, dass ich neurodivergent bin. Gerade im Bereich Nahrungsaufnahme und Trinken gibt es bei mir nur „ganz oder gar nicht“…

Es zeigt sich bei Vorliegen einer AD(H)S auch eine deutliche Erhöhung des Auftretens von allen Essstörungen. Sowohl Magersucht (Anorexie), Ess-Brechsucht (Bullimie) und Esssucht (Hyperphagie) kommen gehäuft bei AD(H)S vor. Bullimie und Esssucht gehören zu den Störungen der Impulskontrolle, weil die Betroffenen Unmengen von Nahrungsmitteln in sich hinein schaufeln, während die Magersucht eher zwanghafte Anteile hat, weil Betroffene hier sich überkontrollieren und einfach gar nichts essen. Im Laufe des Lebens können die Essstörungen in andere Formen übergehen oder sich abwechseln.

adhs-muenchen.net

Um regelmäßiger zu Trinken [ich trinke fast ausschließlich Leitungswasser; das mit Kohlensäure versetzte schmeckt mir persönlich überhaupt nicht] bediene ich mich verschiedener Tricks. Zum Einen besitze ich eine Flasche, die über Lichtsignale auf sich aufmerksam macht – sofern ich denn daran denke, diese regelmäßig über das mitgelieferte USB-Kabel aufzuladen….

Jetzt im Sommer habe ich es mir zudem angewöhnt, immer eine größere Menge Eiswürfel vorrätig zu haben. Das bietet sich vor allem im Home Office an. Morgens vor Arbeitsbeginn mache ich eine große Karaffe fertig. Eiswürfel gepaart mit kaltem Wasser, eventuell noch Zitronenscheiben [oder tiefgekühlter Zitronensaft] und zumindest für den Vormittag ist schon mal die Flüssigkeitszufuhr gesichert. Meist mache ich mir dann zur Mittagspause direkt nochmals eine Karaffe fertig.

Alternativ – wenn es zum Beispiel so kalt ist wie in den letzten Tagen – gibt es dann Tee in rauen Mengen. Ich persönlich liebe Salbei- und Fencheltee sehr, aber auch Minze steht bei mir hoch im Kurs.

Zum Thema Essen habe ich persönlich ja ein durchaus gespaltenes Verhältnis. Ich weiß, was ich essen sollte, in welchen Mengen und vor allem, dass ich regelmäßig essen muss. Ich bin ja nun wirklich kein Frühstücksmensch, seit ich jedoch mein ADHS-Medikament verordnet bekam, muss ich beispielsweise frühstücken. Gar nicht meines!

Zudem ist es so, dass ich alles andere als schlank bin und mein Essverhalten mit Hyperphagie bezeichnet wird. Wirklich nicht lustig, denn Impulskontrolle ist für mich alles andere als einfach. Da muss ich mir wirklich noch Strategien einfallen lassen.

Dieser Beitrag wurde am 1. August 2023, in Deep Shit veröffentlicht und verschlagwortet mit .