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Herbstliche Topflappen mit Foundation Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Letzte Woche habe ich hier schon mal meinen Mug Rug gezeigt, den ich als English Paper Piecing Projekt aus kleinen Stoffresten gefertigt habe. Neben EPP gibt es eine weitere Nähtechnik, bei der Papier mit Stoff richtig tolle Ergebnisse liefert: Foundation Paper Piecing, kurz FPP genannt. Hier wird Stoff auf Papierschablonen mit der Nähmaschine genäht, das ist also nichts, was unbedingt für unterwegs geeignet ist. Dank FPP können wirklich grandiose Muster entstehen!

Um Stoffreste aufzubrauchen und mich mal an diese Technik ranzuwagen, habe ich mich entschieden, einen Topflappen zu nähen. Die Vorlage habe ich bei einer wahren Expertin für Foundation Paper Piecing gekauft: Ingrid Alteneder vertreibt online unter ihrem Label Joe, June & May wirklich wunderschöne und sehr inspirierende Muster, gibt aber auch Workshops, um die Technik und ihre Tipps & Tricks zu unterrichten. Ich selbst habe bis dato noch an keinem Workshop teilgenommen, aber irgendwann wird das Timing schon mal stimmen….

Vom Joyful Jaunt Fat Quarter Bundle hatte ich noch Reste auf dem Tisch liegen und so habe ich an einem schönen Sonntag Nachmittag mich an die Nähmaschine gesetzt und diesen Topflappen genäht. Bunte Ahornblätter sind für mich der Inbegriff des Herbstes – vielleicht schaffe ich es ja doch mal nach Neuengland, um mir den Indian Summer vor Ort anzusehen? Das Foundation Paper Piecing besteht insgesamt sieben Teilen, die Nähte ergeben dann auch optisch die Blattadern. Mein Quiltsandwich besteht aus dem Top, dem Spezialvlies Thermolam und einem farblich passenden, gemusterten Rückseitenstoff. Gequiltet habe ich einfach der Form des Blattes folgend außer- und innerhalb der Naht zwischen Hintergrund und Motiv.

Passend dazu entstand aus weiteren Stoffen des FQ-Bundels von Christina Lee ein schlichter Topflappen, für den ich einfach verschiedene Streifen aneinandernähte und dann im gleichen Aufbau mit geraden Linien quiltete.

Herbstlicher Untersetzer mit English Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Während meines Urlaubs habe ich auch einige längere Trips mit der Bahn unternommen. Gerade, wenn es früh dunkel und spät hell wird, nehme ich das ganz gerne in Anspruch und dank des Deutschlandtickets ist das mittlerweile ja echt eine attraktive Alternative. Zudem habe ich dann durchaus mal Zeit für Projekte, für die mir im Alltag die Zeit oder auch die Motivation fehlt. English Paper Piecing – kurz EPP – ist eine tolle, jedoch zeitaufwändige Variante von Patchwork. Grob gesagt werden kleine Stoffstücke um noch kleinere Paperschnipsel befestigt und dann von Hand zu einem [komplexen] Muster zusammen gesetzt. Ich habe das schon mal letztes Jahr mit Hexagonen gemacht, dieses Mal sollten kleine Pluszeichen entstehen.

Das eigentlich daraus zu fertigende Nadelbüchlein – ich habe den http://www.talesofclothes.com Newsletter abonniert, hier gibt es die Anleitung kostenfrei – brauche ich nicht zwingend. Ich hatte zwei verschiedene Endprodukte vor meinem inneren Auge: entweder wollte ich den Miniquilt als Cover für eine kleine Tasche verwenden oder aber als Untersetzer, im Englischen Mugrug, also Tassenteppich, genannt. Für das Cover hatte ich zum Schluss nicht genügend Stoff, da ich English Paper Piecing als gute Gelegenheit zur Resteverwertung sehe. Für meinen Ravenbrook 2 Quilt [ich warte momentan sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff] hatte ich mir 2 Fat Quarte Bundles [Joyful Jaunt von Christina Lee für Art Gallery Fabrics]bestellt. Nach dem Zuschnitt für das Quilttop hatte ich dann noch einige Abschnitte über, aus denen recht verschiedene Dinge entstanden. Die zeige ich auch bald mal hier, wer mir auf Instagram folgt, kennt die Bilder jedoch schon…

Aus dem Miniquilt, Thermolam – das ist eine Spezialvlieseinlage für Dinge wie z. B. Topflappen -, einem Stück Stoff für die Rückseite und Miniresten für die Einfassung – auf Englisch Binding – habe ich mir dann diesen kleinen Mugrug genäht. Mein Quilting ergab sich aufgrund des gepatchten Pluszeichen ganz automatisch und ich bin wirklich happy, wie hübsch das aussieht. Das Binding war aufgrund der Dimensionen – die Stoffstreifen, die ich zur Verfügung hatte, sind nämlich nur 1 “ breit! – nicht ganz easy und zu allem Überfluss war meine Konzentration irgendwann auch nicht mehr die Beste… musste alles nochmal auftrennen, weil ich die Ecken nicht richtig genäht hatte. Tja….

Und so sahen die Einzelteile unterwegs aus. Die „Häuschenschablonen“, die zusammengesetzt dann die Pluszeichen ergeben, hatte ich vor meinem ersten Trip zu Hause noch ausgeschnitten und die Stoffstücke einigermaßen vorbereitet. Das Ein oder Andere ist dabei etwas zu schmal geraten, dadurch waren die Näharbeiten dann durchaus tricky…. Zur Vorbereitung fürs Nähen entschied ich mich, mit dem Stoffklebestift zu arbeiten. Manche QuilterInnen heften den Stoff mit Faden um die Schablonen, ich mag das jedoch nicht so gerne… in der kleinen Schmuckschachtel, in der ich alles Spitze verstaut habe, sind meine Schere, der Needleminder in Form des Berges Fuji und Nadeln, zwei Patchworkklammern, Faden von Aurifil und die Stoffe sowie Schablonen gut aufgehoben.

Zusammen mit dem Klebestift kommt alles dann in einer kleinen Reisverschlusstasche in den Rucksack und ist unterwegs dann die ideale platzsparende Tätigkeit, um meinen Kopf beschäftigt zu halten. Das Top selbst setzte ich dann zu Hause zusammen, weil das nochmal eine Weile dauerte, bis ich mit der Anordnung zufrieden war.

Quilttop [In the Sticks]

Werbung ohne Auftrag. Bei TikTok habe ich vor kurzem ein sehr hübsches Quilttop entdeckt. Dieses sieht relativ simpel aus und ich möchte einfach mal einige meiner Stoffe verarbeiten. Das Muster besteht lediglich aus Quadraten; dank meiner ausgewählten Stoffe passt die Patchworkdecke gut in die Vorweihnachtszeit [die Rückseite wird ein hübsches Kirschrot sein]. Schon wild, bei über 30° C an die Weihnachtszeit zu denken….

Insgesamt möchte ich 15 Fat Quarter mit 30 Stück 5″ x 5″ Kona Cotton in der Farbe Snow kombinieren. Tatsächlich habe ich hier mal mein liebstes Tabellenkalkulationsprogramm zweckentfremdet, um das Layout grob zu planen. Zusätzlich habe ich das natürlich einsetzen können, um den Stoffverbrauch zu kalkulieren… Entsprechend habe ich dann ein Fat Quarter-Bundle noch nachgeordert, um meine Wunschgröße nähen zu können.

Ausgesucht habe ich für mein Quilttop Stoffe aus der Kollektion From the Attic. Das von mir verwendete Stoffbundle ist so leider nicht mehr erhältlich, jedoch gibt es eine schöne Alternative. Für das Mittelteil meiner Blöcke nutze ich einen sogenannten Charm Pack. Das sind vorgestanzte Stoffstücke im Format 5″ x 5″ und in so einem Päckchen sind in der Regel 42 Stoffstücke. Das erleichtert die Vorarbeiten sehr, weil diese Stoffstücke eben genau quadratisch sind.

Für die Fat Quarter – das sind Stoffstücke in einer Größe von ca. 50 x 55 cm – habe ich mir einen Schnittplan erstellt, damit ich diese optimal ausnutzen kann. Parallel zur kurzen Seite werden Streifen mit 5″ Breite geschnitten und dann entsprechend einkürzt. So werden dann je Stoffdesign insgesamt 6 Quadrate entstehen können.

Ich freu mich schon, spätestens am Wochenende mit dem Zuschnitt beginnen zu können [dann sollte nämlich die Nachlieferung zum Fat Quarter Bundle da sein]. Dann werde ich Bilder für den nächsten Artikel machen und Euch mitnehmen, wie die Zeichnung tatsächlich greifbar wird.

Monochrome Quilt

Werbung ohne Auftrag. Die Stoffe für diesen Quilt lagen schon seit mehreren Jahren in meinem Stash. Ich glaube, 2018 habe ich diese damals noch bei Anita geshoppt. Schade, dass es den Shop nicht mehr gibt, ich habe mir dort einige wirklich tolle Schätzchen geleistet. Viele der Motive sind von Art Gallery Fabrics aus der Serie Lagom. Der Stoff für die Rückseite ist noch deutlich besser abgelagert, denn diesen bekam meine Mum als Teil ihrer Aussteuer.

Die Quadrate habe ich mit Hilfe eines Patchworkslineals auf das Format 8,5 x 8,5 Inch zugeschnitten. Ähnlich wie beim Quilt No. 2 [jeder meiner Quilts bekommt wohl einen Namen…] habe ich hier mal wieder Stoffsudoku gespielt. Allerdings habe ich mich dann doch noch umentschieden und statt eines Quadrates einen rechteckigen Quilt gefertigt. Ergänzend zu den oben genannten Stoffen habe ich noch das Kompotti-Design von Marimekko hinzugefügt und ich mag es sehr.

Bei diesem Quilt habe ich wieder etwas Neues getestet. Statt die Nähte wie bisher auseinander zu bügeln, habe ich diese immer in eine Richtung gebügelt. Dadurch sind die Ecken beinahe automatisch ineinander gerutscht und nur an wenigen Stellen treffen die Quadrate nicht aufeinander.

In meinem Stash hatte ich noch ein Vlies, das einseitig beschichtet war und aufgebügelt werden kann. Das habe ich ausprobiert und werde es nicht nochmals tun. Fehler 1: das Vlies habe ich nicht vor dem Aufbügeln zusammen genäht [aufgrund der Breite musste ich das Vlies quer nehmen]. Fehler 2: ich habe nicht lange genug gebügelt, um wirklich eine Bindung zwischen Vlies und Stoff zu erzeugen. Fehler 3: das Basting ist auch nicht wirklich gelungen; das Quilttop lag schräg auf dem Backing.

Alles in allem ist hier also wirklich Luft nach oben gewesen, auch, weil meine Nähmaschine zickig war. Meine Tante R. ist glücklicherweise Schneiderin und sie hat mir mit den Einstellungen dieser geholfen. Dann war es keine Problem mehr, alles zu quilten. Allerdings war auch hier mein Nahttrenner mein bester Freund – weil der Rückseitenstoff nicht glatt lag. Nach mehreren Anläufen war ich aber dann doch zufrieden.

Bisher habe ich nur gerade Linien gequiltet, so auch hier. Das passt einfach am Besten zu diesen Motiven und der Art von Quilt. Ich habe eigentlich nur die Querlinien gequiltet und die beiden äußeren Längsseiten, um eine gewisse Stabilität trotz des dünnen Vlieses zu erreichen.

Auch bei diesem Quilt entschied ich mich für ein sogenanntes scrappy Binding. Dieses besteht aus verschieden langen Stücken der Oberstoffe, die ich zusammen genäht habe. Erfreulicherweise trafen zwei Stück des identischen Stoffs aufeinander, so dass die Verbindung quasi unsichtbar ist.

Wildstar Quilt

Werbung ohne Auftrag. Eigentlich wollte ich diesen Quilt für mich selbst nähen. Den Stoff habe ich als sogenannten Charm Pack und als Jelly Roll gekauft. Charm Packs bestehen aus 42 Stoffstücken mit 5 x 5 Inch Seitenlänge, Jelly Rolls aus 2,5 Inch breiten Streifen in der gesamten Stoffbreite. Die Serie nennt sich Happiness Blooms und wurde von Deb Strain für Moda Fabrics designt. Als ich dann die Stoffe im Original vor mir sah, waren diese so gar nicht nach meinem Geschmack. Meiner Schwester gefallen diese jedoch total und so bekommen sie und ihre Familie diese Patchworkdecke zum Einzug in ihr Haus.

Die Rauten sind ziemlich einfach zu nähen; ein Stück Grundstoff, auf den dann verschieden große Stoffstücke in der Quilt as you go Technik aufgenäht werden. Dies kostet zwar einige Zeit, aber den Effekt finde ich wirklich beeindruckend.

Um das Quilttop zusammenzufügen und möglichst keine Y-Nähte entstehen zu lassen, habe ich mir sogar eine Zeichnung angefertigt, welche Naht wann dran kommen soll. Tatsächlich hat das richtig gut geklappt; ich musste nur eine einzige Naht wieder auftrennen… auch hier habe ich das Basting wieder mit Sicherheitsnadeln gemacht. Das ganze Projekt lag dann erstmal einige Wochen so in der Ecke, bis ich dann an Gründonnerstag die Muße hatte, zu quilten. Zuerst einmal den Stern in im Nahtschatten und dann einfach parallele Linien.

Das Binding besteht aus Streifen aus der Jelly Roll. Ich habe mir alle Stoffe mit dem gleichen Muster, jedoch in verschiedenen Farben genommen, in 30 cm lange Stücke geschnitten und alle in der immer gleichen Reihenfolge aneinander genäht. Im Laufe des Karfreitags war dann alles fertig genäht und auch dieser Quilt durfte ab in die Wildnis….

Ich überlege gerade, mit welchen Stoffen ich dieses Motiv für mich adaptieren werde, denn: Sterne gehen immer!

Seaglass Quilt

Werbung ohne Auftrag. Schon vor einigen Jahren, als ich noch in Oberbayern wohnte, habe ich mir dieses Bild auf einer meine Pinnwände gemerkt:

Genau meine Farben und schön schlicht. Einfach das Richtige für eine Anfängerin in Sachen Quilting, wie ich es damals war. Ich hatte bis dahin nur einen einzigen Quilt genäht [wie ich eben sah, muss ich diesen auch mal noch verbloggen…]. Die Stoffe habe ich damals, also geschätzt 2014/15, anhand des Bildes bei Quilt & Textilkunst in München gekauft.

Nachdem ich für die Geburtstagskrone von Baby S. das erste Mal seit mehreren Jahren die Nähmaschine aus dem Schrank holte und im Anschluss Quilt No. 2 für Baby M. nähte, war klar: jetzt ist die Zeit, den Seaglass Quilt zu nähen.

Im November/Dezember hatte ich noch einige Tage Resturlaub, die ich nicht mit ins neue Jahr nehmen konnte. Also hatte ich, trotz eines Kurztrips nach Düsseldorf, genügend Zeit, mich ans Werk zu machen. Meine Stoffe habe ich in unterschiedlichen Breiten, variierend zwischen 4 und 9 cm, zugeschnitten. Diese habe ich einfach zusammen genäht und dann daraus das Top gestaltet.

Das Backing besteht aus einem Stück Kona Snow in Überbreite, so dass ich hier nichts zusammenfügen musste. Hier habe ich dann das erste Mal das Basting mit Sicherheitsnadeln gemacht. Ganz schön anstrengend, damit die Rückseite dann auch schön glatt wird. Bis ich dann wusste, wo genau ich quilten wollte – puh…! Ich habe zum Schluss jede dritte Reihe im Nahtschattengenäht und danach die Seiten des Quilts getrimmt. Aus den Überresten des Backings habe ich dann das Binding gemacht, um eine gewisse Ruhe herzustellen.

Ich habe mich online eingelesen, wie ich das Binding am Besten anbringen würde. So, wie ich es hier gehandelt habe, würde ich es nicht mehr machen – das Binding auf der Vorderseite mit der Maschine annähen, dann auf die Rückseite umklappen und dort festnähen. Ich habe gefühlt mehr aufgetrennt, als genäht… Dank TikTok nähe ich mein Binding mittlerweile zuerst auf der Rückseite fest, klappe es um und fixiere es dann so, dass die Naht knapp abgedeckt wird. Dann nähe ich es mit der Maschine fest und bin damit deutlich zufriedener als mit den ersten Ergebnissen….

An Neujahr war dann so schönes Wetter, dass ich den Quilt eingepackt und damit zu einer kleinen Brücke auf halbem Weg zum Nachbarort gemacht habe. Hier ist dann dieses Bild entstanden – wie sollte ich sonst den Quilt in ganzer Pracht zeigen können? Ich bin mit dem Ergebnis echt glücklich, auch wenn das Binding nicht so ist, wie ich es mir vorstellte… Im Gebrauch fällt das glücklicherweise gar nicht auf.

Babyquilt [Nadel & Faden]

Werbung ohne Auftrag. Seit letztem Herbst habe ich richtig viel genäht. Baby S. wurde ein Jahr alt und meine Schwester fragte mich, ob ich zum Geburtstag eine Geburtstagskrone nähen würde. Mache ich natürlich sehr gerne als Tante mit vielen kreativen Interessen.

Am Tag der Geburtstagsfeier kam dann meine jüngste, zum damaligen Zeitpunkt hochschwangere Schwester mit der Bitte auf mich zu, für deren Ungeborenes eine Patchworkdecke zu nähen. Aus vorhandenen Stoffvorräten haben wir dann ein Farbschema zusammen gestellt und das Design festgelegt. Den Mittelteil der Decke habe ich aus 49 Quadraten mit 17 cm Kantenlänge gefertigt. Die Gänseblümchen und Vögel konnte ich je siebenmal aus den vorhandenen Stoffen zuschneiden, dazu je Reihe noch zwei gelbe und drei graue Quadrate. Wir haben alle Quadrate auf dem Küchenboden ausgelegt, bis wir mit dem Layout zufrieden waren. Im Prinzip war das wie ein übergroßes Sudoku aus Stoff – kein Design sollte sich in den verschiedenen Reihen wiederholen.

Da mir persönlich die Decke nur mit den Quadraten zu klein war, habe ich bei Stoff & Textilkunst in München jeweils 50 cm Kona Cotton in Dove [Hellgrau] und Papaya [Binding in Gelb] sowie das sogenannte Batting, also das Vlies, welches die Zwischenlage bildet, geshoppt. Der gelbe Stoff mit den weißen Polkadots für die Rückseite war ebenso im Stash vorhanden und ausreichend groß.

Trotzdem Gelb so gar nicht meine Farbe ist, bin ich mit dem Ergebnis total zufrieden. Ich habe das Basting, also das Zusammenfügen der drei Lagen, tatsächlich noch mit Stecknadeln vorgenommen. Nachdem ich aktuell sehr gerne nähe und zwischenzeitlich drei weitere Quilts gefertigt habe, ist dies nicht mehr nötig – Sicherheitsnadeln und weiteres Zubehör ergänzen schon seit einigen Monaten meine Nähsachen. Gequiltet habe ich im Nahtschatten um das mittlere Quadrat und dann immer weiter nach außen. Auf dem oberen Bild ist das auf der Rückseite gut erkennbar.

Die Bilder sind [bis auf die mit Baby M., die entstanden diese Woche] bereits im November entstanden, ich musste jetzt ziemlich nachjustieren, um einen halbwegs realistischen Eindruck der Farben zu zeigen. Besonders stolz bin ich ja darauf, dass ich die Reihen wirklich alles so hinbekam, wie wir sie ausgelegt hatten. Meiner Schwester war es nämlich wichtig, dass die kleinen Vögelchen alle in die gleiche Richtung sehen und das habe ich wirklich geschafft. Bei Auftragsarbeiten wie dieser hier – auch wenn es ein Geschenk ist – bin ich immer wirklich pingelig.

Handgestickte Wanddeko mit selbst erstelltem Motiv [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Bereits im ersten Pandemiejahr habe ich mich mit moderner Stickerei beschäftigt. Dieses Anfangsprojekt liegt noch immer unvollendet in meinem Wohnzimmer. Ich hatte nämlich ziemlich begeistert damit begonnen, musste dann aber alles wieder auftrennen und ja, dann kam der Sommer, alles wurde etwas leichter und das Teil geriet ein Stück weit in Vergessenheit.

Im Frühjahr 2022 habe ich dann aber tatsächlich bei Etsy weitere tolle Motive entdeckt. Zack!- geordert, ausgepackt und tatsächlich ist das erste Motiv direkt an einem Wochenende fertig geworden. Mittlerweile habe ich so schon drei fertige Kits verarbeitet. Schaut mal unter dem Stichwort „Modern Embroidery„, da finden sich wirklich tolle Motive. Im Rahmen meines Jahresprojekts „One Little Word“ wollte ich nun aber auch mein Wort BREATHE verewigen. Wie ich das genau gemacht habe, zeige ich hier Step by Step. Tatsächlich braucht es da gar keine fancy Skills – mein liebstes Bildbearbeitungsprogramm 😉 für solche Projekte ist die schnöde Textverarbeitung….

Zuerst den gewünschten Stickrahmen ausmessen [in meinem Fall13 cm] und im Textverarbeitungs-programm einen passenden Kreis aufziehen. Nur die Kontur stehen lassen, die Option „ohne Füllung“ auswählen. Das gewünschte Motiv wie in meinem Fall der Schriftzug, der eigentlich ein digitaler Stempel ist, abspeichern und evtl. screenshotten. In die vorhandene Form ein Textfeld einfügen und den Schriftzug über Copy / Paste einfügen. Das Motiv in der Größe anpassen und platzieren.

Die Vorlage wird nun ausgedruckt und ausgeschnitten. Ich habe vor dem Ausschneiden den Innenteil meines Stickrahmens auf gelegt und die innere Kontur nachgefahren. Entlang dieser Hilfslinie habe ich nun das Motiv ausgeschnitten – so konnte ich da für mich einfacher nochmal prüfen, ob alles stimmig ist.

Nun wurde es ein wenig tricky – irgendwie sollte das Motiv ja auf den Stoff. Also die Vorlage mit Masking Tape ans Fenster geklebt und den Stoff darüber befestigt. Ich habe mich für weißen Leinenstoff entschieden, der sehr transparent ist. Das funktionierte echt gut. Zuerst hatte ich den Gedanken, die Konturen mit Bleistift nachzuziehen, was aber nicht wirklich effektiv war. Meine Frixionstifte waren dann die Rettung, ein Stoffmarker funktioniert aber bestimmt auch ganz wunderbar.

Beachtet bitte bei der Platzierung des Stoffs über dem Motiv, dass der Stoff auch noch in den Rahmen eingespannt werden muss. Also gerne lieber etwas großzügiger arbeiten als ich! Aber da kommen halt die schwäbischen Gene bei mir durch.

Ich habe das Motiv einfach mit dem sogenannten Satin Stitch ausgefüllt. Diesen mag ich ganz gern, weil er schön gleichmäßig ist. Als Garn habe ich einen zarten Grünton gewählt. In den meisten Kits sind komplette Stickgarnstränge enthalten, von denen jeweils nur ein Bruchteil verarbeitet wird. Da ich mein Garn gerne auf Kärtchen aufwickle, habe ich leider keine Ahnung, welche Nummer dieses Blassgrün hat. Mittlerweile habe ich mir auch einen sogenannten Needle Minder zugelegt. Im Prinzip können da auch einfach zwei flache Magnete an den Stoff geklemmt werden, so dann die Nadel zwischengelagert wird, damit man diese nicht versehentlich irgendwo verliert.

So, die Stickarbeit ist fertig. Ich wollte dieses Mal ein anderes Finish testen und habe den Stoff auf der Rückseite nicht vernäht, sondern knappkantig abgeschnitten und an der Innenseite des Rahmens verklebt.

Für solche Arbeiten mag ich am liebsten Mod Podge. Der Kleber trocknet transparent auf und lässt sich schön mit dem Pinsel auftragen. Trotz des dünnen Materials ist er auch nicht komplett durch den Stoff gedrungen.

Den Stoff habe ich dann gleichmäßig mit den Fingern fest an den Stickrahmen gedrückt. Teilweise habe ich dann nochmals etwas Kleber aufgetragen und jetzt ist der Stoff toll gespannt und mit dem Rahmen verbunden. Die noch sichtbaren Linien des Frixion-Stifts lassen sich total einfach mit dem Fön entfernen.

Das fertige Projekt habe ich momentan auf das Sideboard im Esszimmer gestellt. Dank Home Office ist das der Raum meiner Wohnung, in dem ich mich aktuell am häufigsten aufhalte. So habe ich mein Wort immer im Blick. Was mir neben der Individualität – so gibt es das kein zweites Mal – am Besten gefällt, ist der geringe Zeit- und Platzaufwand. Letztens war ich mit einer Freundin unterwegs und habe die Zeit im Zug genutzt, um an einem Projekt weiterzuarbeiten.

Meditationskissen [DIY]

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Unbezahlte Werbung. Nachdem ich den Schnitt für das Meditationskissen bereits im Mai gekauft und heruntergeladen hatte, habe ich mir nun endlich mein erstes Meditationskissen selbst genäht. Ich bin wirklich stolz darauf, denn ich saß schon ewig nicht mehr an der Nähmaschine, um Stoff zu verarbeiten. Muss ja keiner wissen, dass hier noch mindestens zwei weitere Projekte sehnsüchtig darauf warten, in Angriff genommen zu werden…

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Eigentlich wollte ich ja einen ganz anderen Stoff in Mint dafür kaufen, aber der ist schon längst vergriffen. Also musste ich mich auf die Suche machen nach einem Stoff, der mir gefällt und auch zu meiner Einrichtung passt. Schließlich liegt dieses Meditations- oder auch Yogakissen ganz offen in meinem Wohnzimmer. Schlussendlich wurde ich dann für den bedruckten Stoff bei einer Kollektion von Robert Kaufmann fündig. Die anderen Zutaten, also Canvas und Reißverschluss sind von Grinsestern.

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Mein Inlet habe ich mit Dinkelspelzen gefüllt, aber da muss noch mehr rein. Anita gibt in der Anleitung ca. 1.5 – 2 kg an, ich hatte auf meiner Verpackung nur die 5 gelesen und mich dann gewundert, dass das Kissen grade mal halb voll war? Naja, die Einheit waren Liter und nicht Kilogramm… manchmal sollte ich einfach nicht mitten in der Nacht meine Bestellungen tätigen….

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Als ich letztens zwei Tage frei hatte, konnte ich wenigstens hübsche Fotos des Kissens machen, bevor es dann mal kurz regnete. Ich freue mich so sehr, endlich vernünftig meditieren zu können, habe ich aktuell doch Entspannung mehr als nötig. Ich bin sowas von urlaubsreif…..

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Fauxdori

Fauxdori Neopren

Unbezahlte Werbung. Während der langen Wochenenden der letzten Zeit hatte ich mal wieder Muße, in Pinterest zu stöbern. Dort stieß ich auf die tollen Midori-Planner und die selbstgebauten Fauxdoris. Diese Idee ließ mich nicht mehr los. Leder [oder Kunstleder] hatte ich leider keines griffbereit, dafür stolperte ich aber über die Hülle meines leider defekten Netbooks. Pink, mit asiatischen Motiven UND aus Neopren – perfekt! Für die Innenseite habe ich ein Stück alten Jeansstoff verwendet.

Nachdem ich mittlerweile von einem ehemaligen Mitschüler, den ich nach Ewigkeiten das erste Mal wieder sah, Leder bekam, werde ich Euch demnächst detailliert zeigen, wie ich bei der Hülle vorging.