Archiv | Oktober 2023

Herbstliche Topflappen mit Foundation Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Letzte Woche habe ich hier schon mal meinen Mug Rug gezeigt, den ich als English Paper Piecing Projekt aus kleinen Stoffresten gefertigt habe. Neben EPP gibt es eine weitere Nähtechnik, bei der Papier mit Stoff richtig tolle Ergebnisse liefert: Foundation Paper Piecing, kurz FPP genannt. Hier wird Stoff auf Papierschablonen mit der Nähmaschine genäht, das ist also nichts, was unbedingt für unterwegs geeignet ist. Dank FPP können wirklich grandiose Muster entstehen!

Um Stoffreste aufzubrauchen und mich mal an diese Technik ranzuwagen, habe ich mich entschieden, einen Topflappen zu nähen. Die Vorlage habe ich bei einer wahren Expertin für Foundation Paper Piecing gekauft: Ingrid Alteneder vertreibt online unter ihrem Label Joe, June & May wirklich wunderschöne und sehr inspirierende Muster, gibt aber auch Workshops, um die Technik und ihre Tipps & Tricks zu unterrichten. Ich selbst habe bis dato noch an keinem Workshop teilgenommen, aber irgendwann wird das Timing schon mal stimmen….

Vom Joyful Jaunt Fat Quarter Bundle hatte ich noch Reste auf dem Tisch liegen und so habe ich an einem schönen Sonntag Nachmittag mich an die Nähmaschine gesetzt und diesen Topflappen genäht. Bunte Ahornblätter sind für mich der Inbegriff des Herbstes – vielleicht schaffe ich es ja doch mal nach Neuengland, um mir den Indian Summer vor Ort anzusehen? Das Foundation Paper Piecing besteht insgesamt sieben Teilen, die Nähte ergeben dann auch optisch die Blattadern. Mein Quiltsandwich besteht aus dem Top, dem Spezialvlies Thermolam und einem farblich passenden, gemusterten Rückseitenstoff. Gequiltet habe ich einfach der Form des Blattes folgend außer- und innerhalb der Naht zwischen Hintergrund und Motiv.

Passend dazu entstand aus weiteren Stoffen des FQ-Bundels von Christina Lee ein schlichter Topflappen, für den ich einfach verschiedene Streifen aneinandernähte und dann im gleichen Aufbau mit geraden Linien quiltete.

Kartoffel-Tortilla mit jeder Menge Gemüse [Foodie Friday]

Werbung ohne Auftrag. In diesem Jahr hatten wir im Gemüsegarten jede Menge zu ernten und das von den Radieschen kurz nach Ostern bis hin zum ersten Frost, der letzte Woche bei uns eintraf. Meine Mum baut hier ganz verschiedene Sorten direkt vor meinem Haus an: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse, unterschiedliche Paprika und mehrere Sorten Chilis, dazu Bohnen und rote Rüben. Hierzu haben wir noch einen Kirschbaum, Beerensträucher und seit diesem Jahr auch einen Traubenstock hinterm Haus.

Kurz nach Weihnachten verwandelt sich der Wintergarten meiner Eltern in ein Gewächshaus, wenn die verschiedenen Pflanzen ausgesäht, später vereinzelt und bis zum Pflanzen nach den Eisheiligen hochgepäppelt werden. Mit den Kleinkindern meiner Geschwister ist das Überleben für die Pflänzchen manchmal gar nicht so einfach….

Dieses Jahr habe ich ganz häufig die Gelegenheit ergriffen und mich dank des Überflusses aus dem Garten in verschiedene Urlaubsziele gekocht. Meine Kartoffeltortilla mit Zucchini, Paprika und Manchegokäse hat mich so geschmacklich nach Spanien entführt. Perfektes Soulfood für den Feierabend also! Außerdem ist das eines dieser Gerichte, die sich immer wieder abwandeln lassen….

Zutaten

  • 3 große Kartoffeln
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 Gemüsepaprika
  • 3 – 4 Eier
  • 200 g Manchego [spanischer schnittfester Käse]
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver rosenscharf
  • Olivenöl

Zubereitung

  • Kartoffeln gründlich abschrubben, schälen und in dünne Scheiben hobeln. Am besten geht das auf einem Gemüsehobel [Mandoline]. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln.
  • In einer ofenfesten Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen und die Kartoffelscheiben darin langsam unter rühren garen. Zucchini und Paprika putzen, die Zucchini ebenfalls in Scheiben hobeln, die Paprika würfeln
  • Wenn die Kartoffeln ungefähr 10 Minuten gebraten sind, Knoblauch- und Zwiebelwürfel hinzufügen.
  • Die Eier zusammen mit den Gewürzen aufschlagen; den Käse klein würfeln. Den Backofen auf 160 °C Umluft heizen.
  • Das restliche Gemüse in die Pfanne geben und unter häufigem Wenden mit anschwitzen, eventuell nochmals etwas Öl hinzufügen, damit nichts anbrennt.
  • Die Oberfläche des Gemüses glätten und die Käsewürfelchen darauf verteilen. Die Eimasse gleichmäßig in der Pfanne verteilen und diese nun in den Ofen geben. Backen, bis das Gemüse gar und die die Eier gestockt sind.
  • Zum Servieren ggf. frische Kräuter darüber streuen.

Tortilla ist ein Gericht, das ich persönlich total gerne mag. Falls tatsächlich was über bleiben sollte, machen sich Reste auch gut am nächsten Tag in der Lunchbox. So schaffe ich es immer wieder, mich selbst zu überlisten und richtig viel Gemüse zu futtern. Natürlich ist es aufgrund der Eier und der verwendeten Menge an Fett nicht unbedingt ein Essen für jeden Tag, dennoch ist es gesünder als das, was ich sonst so manches Mal futtere….

Herbstlicher Untersetzer mit English Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Während meines Urlaubs habe ich auch einige längere Trips mit der Bahn unternommen. Gerade, wenn es früh dunkel und spät hell wird, nehme ich das ganz gerne in Anspruch und dank des Deutschlandtickets ist das mittlerweile ja echt eine attraktive Alternative. Zudem habe ich dann durchaus mal Zeit für Projekte, für die mir im Alltag die Zeit oder auch die Motivation fehlt. English Paper Piecing – kurz EPP – ist eine tolle, jedoch zeitaufwändige Variante von Patchwork. Grob gesagt werden kleine Stoffstücke um noch kleinere Paperschnipsel befestigt und dann von Hand zu einem [komplexen] Muster zusammen gesetzt. Ich habe das schon mal letztes Jahr mit Hexagonen gemacht, dieses Mal sollten kleine Pluszeichen entstehen.

Das eigentlich daraus zu fertigende Nadelbüchlein – ich habe den http://www.talesofclothes.com Newsletter abonniert, hier gibt es die Anleitung kostenfrei – brauche ich nicht zwingend. Ich hatte zwei verschiedene Endprodukte vor meinem inneren Auge: entweder wollte ich den Miniquilt als Cover für eine kleine Tasche verwenden oder aber als Untersetzer, im Englischen Mugrug, also Tassenteppich, genannt. Für das Cover hatte ich zum Schluss nicht genügend Stoff, da ich English Paper Piecing als gute Gelegenheit zur Resteverwertung sehe. Für meinen Ravenbrook 2 Quilt [ich warte momentan sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff] hatte ich mir 2 Fat Quarte Bundles [Joyful Jaunt von Christina Lee für Art Gallery Fabrics]bestellt. Nach dem Zuschnitt für das Quilttop hatte ich dann noch einige Abschnitte über, aus denen recht verschiedene Dinge entstanden. Die zeige ich auch bald mal hier, wer mir auf Instagram folgt, kennt die Bilder jedoch schon…

Aus dem Miniquilt, Thermolam – das ist eine Spezialvlieseinlage für Dinge wie z. B. Topflappen -, einem Stück Stoff für die Rückseite und Miniresten für die Einfassung – auf Englisch Binding – habe ich mir dann diesen kleinen Mugrug genäht. Mein Quilting ergab sich aufgrund des gepatchten Pluszeichen ganz automatisch und ich bin wirklich happy, wie hübsch das aussieht. Das Binding war aufgrund der Dimensionen – die Stoffstreifen, die ich zur Verfügung hatte, sind nämlich nur 1 “ breit! – nicht ganz easy und zu allem Überfluss war meine Konzentration irgendwann auch nicht mehr die Beste… musste alles nochmal auftrennen, weil ich die Ecken nicht richtig genäht hatte. Tja….

Und so sahen die Einzelteile unterwegs aus. Die „Häuschenschablonen“, die zusammengesetzt dann die Pluszeichen ergeben, hatte ich vor meinem ersten Trip zu Hause noch ausgeschnitten und die Stoffstücke einigermaßen vorbereitet. Das Ein oder Andere ist dabei etwas zu schmal geraten, dadurch waren die Näharbeiten dann durchaus tricky…. Zur Vorbereitung fürs Nähen entschied ich mich, mit dem Stoffklebestift zu arbeiten. Manche QuilterInnen heften den Stoff mit Faden um die Schablonen, ich mag das jedoch nicht so gerne… in der kleinen Schmuckschachtel, in der ich alles Spitze verstaut habe, sind meine Schere, der Needleminder in Form des Berges Fuji und Nadeln, zwei Patchworkklammern, Faden von Aurifil und die Stoffe sowie Schablonen gut aufgehoben.

Zusammen mit dem Klebestift kommt alles dann in einer kleinen Reisverschlusstasche in den Rucksack und ist unterwegs dann die ideale platzsparende Tätigkeit, um meinen Kopf beschäftigt zu halten. Das Top selbst setzte ich dann zu Hause zusammen, weil das nochmal eine Weile dauerte, bis ich mit der Anordnung zufrieden war.

Grapefruit Rosemary Ale [Foodie Friday]

Werbung ohne Auftrag. Um das sehr schön und liebevoll gestaltete Buch Tweed Time von Theresa Baumgärtner bin ich recht lange rumgeschlichen, ehe ich es mir dann doch geordert habe. Ich bin großer Fan der Stimmung, die hier dargestellt wird: die Highlands in Schottland, die Zeit von Spätsommer bis hin zum frühen Winter, eine Mischung aus Rezepten und Bastelideen. Das ist genau mein Ding und die Bilder sind zum dahinschmelzen schön!

Eines der ersten Dinge, die ich daraus ausprobiert habe, ist dieser leckere alkoholfreie Drink: der Grapefruit Rosemary Ale besteht aus wenigen Zutaten, ist ziemlich schnell gemacht und schmeckte sogar meiner kleinen Nichte, die erst in wenigen Wochen zwei Jahre alte werden wird, ausgesprochen gut. Selbst meine Schwester, die keine Grapefruits mag, war wirklich begeistert.

Wir hatten den Drink bei einem kleinen freitagabendlichen Zusammensein rund um die Feuerschale genossen. Seit dem Frühjahr schaffen wir es in verschiedenen Konstellationen mehr oder weniger regelmäßig, uns als Familie am frühen Freitagabend zu treffen und das Wochenende einzuläuten. Mein Schwager backt wahnsinnig gute Pizza, bei mir gibt es eher Kleinigkeiten vom Grill oder jetzt in der kalten Jahreszeit dann auch mal Eintopf oder Suppe. Dieses Ritual gefällt mir ausgesprochen gut und so war das der perfekte Anlass, diesen Drink zu testen.

Zutaten für ein Glas

  • 10 ml Rosmarinsirup
  • 40 ml Grapefruitsaft
  • 60 ml Ginger Ale
  • 40 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Eiswürfel

Rosmarinsirup

  • 2 lange Stiele frischer Rosmarin
  • 100 ml Wasser
  • 100 g heller Rohrohrzucker

Zubereitung

  • Für den Rosmarinsirup den Rosmarin waschen, die Nadeln abzupfen und zusammen mit dem Wasser und dem Zucker in einem kleinen Topf 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Danach abkühlen lassen.
  • In ein Whiskyglas erst den Rosmarinsirup geben. Anschließend den Grapefruitsaft hinzufügen und das Glas mit den Eiswürfeln auffüllen. Mit dem Ginger Ale und dem Mineralwasser aufgießen.
  • Zum Servieren einen kleinen Rosmarinzweig leicht befeuchten und in etwas Rohrohrzucker wälzen. Den Longdrink mit einer Orangenzeste und dem gezuckerten Rosmarinzweig garniert servieren.

Meine Tipps

  • Den Rosmarinsirup habe ich in doppelter Menge bereits am Vorabend hergestellt und die Rosmarinnadeln bis zum nächsten Tag darin ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren habe ich die Mischung dann in eine dekoratives Glas abgeseiht.
  • Für die Eiswürfel habe ich in jede einzelne Vertiefung jeweils ein bis zwei Rosmarinnadeln gegeben, die dann hübsch in den Gläsern umherschwammen.
  • Die Mengen der einzelnen Komponenten sehe ich als grobe Richtwerte. Magst Du den Drink weniger süß? Dann gieße mehr Mineralwasser ins Glas. Darf es herber sein? Nimm mehr Grapefruitsaft… Idealerweise mischt sich einfach jeder Gast sein Getränk selbst, dann sollte es für die einzelnen Personen gut passen.

12 von 12 im Oktober

Werbung ohne Auftrag. Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass ich am 12. eines Monats unterwegs bin. Zumindest ist das jetzt schon einige Monate in Folge so gewesen…

Eigentlich habe ich ja aktuell Urlaub… nichtsdestotrotz klingelte frühmorgens um 5:20 Uhr der Wecker, weil ich zu einem Meeting in die Landeshauptstadt muss. Ich konnte mich tatsächlich dazu aufraffen, das Bett zu machen!

Schienenersatzverkehr sei dank musste ich zu einem anderen als ursprünglich geplanten Bahnhof fahren. Immerhin ist auf den ersten Metern der Zug noch einigermaßen leer, was sich jedoch bald geändert hat.

Yay… nicht! Der Zug steht gefühlt mehr, als dass gefahren wird. Glücklicherweise hatte ich mich in weißer Voraussicht für den früheren Zug entschieden. Nur so konnte ich pünktlich zum Termin da sein.

Schade, wieder ein wunderbares Stoffgeschäft weniger. Hier habe ich die ersten Schritte in Sachen Patchwork gemacht.

Mir fehlen momentan die Worte; seit dem Wochenende kann ich keine Nachrichten o. Ä. lesen bzw. sehen. Israel – mein Herz ist gebrochen!

Salted Caramel, schwüles Wetter – ist es wirklich schon Mitte Oktober?

Rund um den Gärtnerplatz gibt es viele dieser Ampelmännchenpaare.

Blick auf den Viktualienmarkt.

Ich liebe es, mich in Buchhandlungen aufzuhalten. Ich hatte mir schon das ein oder andere ausgesucht, jedoch muss ich da noch ein wenig warten. Nachdem ich am Montag noch einen Ausflug nach Stuttgart mache und da vermutlich auch noch einiges Textiles mit nach Hause nehmen werde, ist das Budget dann doch schon ziemlich ausgereizt…

Warten auf meinen Bubble Tea. Heute gab es Mango-Milchtee mit Green Apple Boba. Das war enorm lecker.

Auf der Rückfahrt habe ich mich dann wieder an mein aktuelles Projekt gemacht. English Paper Piecing ist enorm zeitaufwändig, aber perfekt für Bahnfahrten. Die Hände sind beschäftigt und der Platz- bzw. Materialbedarf ist enorm gering. Ich freu mich schon drauf – aus dem so entstehenden Stück Stoff möchte ich ein Täschchen machen bzw. ein Cover für eine Projekttasche.

Leider hat sich die Basketball Bundesliga für einen neuen Medienpartner entschieden. Naja, dann schau ich mir halt künftig nur noch internationale Spiele im TV an, der Springerverlag kommt mir jedenfalls nicht ins Haus!