Tag-Archiv | Vorratshaltung

Pancake Mix

Seit unser Bäcker die Preise für die Too good to go Tüten im Januar um 50 % erhöht hat, mache ich vieles wieder selbst. Dank Tik Tok habe ich einiges neu oder wieder für mich entdeckt. Eine ganz besonders wichtige Rolle spielt dabei für mich die Vorratshaltung. Ich hab oftmals weder Zeit noch Nerven, jede Kleinigkeit immer wieder neu zu machen, wenn ich mir mit wenigen Handgriffen das Leben erleichtern kann.

Buttermilk Pancakes habe ich für mich bei meinem ersten USA-Aufenthalt entdeckt. Die fluffigen Küchlein bekomme ich deutlich besser hin als die deutsche Variante.

Damit das Mischungsverhältnis zwischen Mehl, Natron und Backpulver sowie Salz bei jeder Teigmenge ausgewogen ist, mache ich immer eine größere Menge auf Vorrat. Das funktioniert für mich einfach besser, als jedes  Mal kleinere Mengen zu vermischen…

Auf 600 g Weizenmehl Typ 405 mische ich 2 Päckchen Backpulver, 1/2 Beutel Natron und 1 Teaspoon Salz. Alles gründlich vermischen und luftdicht verstauen.

Für 8 amerikanische Pfannkuchen verwende ich 1 Ei, 3/4 Cup Mehlmischung und 3/4 Cup Buttermilch. Alle Zutaten gut miteinander vermischen und den Teig kurz ruhen lassen. Währenddessen in einer beschichteten Pfanne wenig Öl erhitzen und darin dann die Pancakes portionsweise ausbacken.

Ich verwende am liebsten eine kleine Soßenkelle, um den Teig in die Pfanne zu befördern. Das gibt genau die richtige Größe….

Bei mir gibt es dann ganz klassisch Ahornsirup zu den Pfannkuchen. Aber auch ein Blueberrykompott schmeckt richtig lecker. Dazu einfach die verlesenen Heidelbeeren mit etwas Wasser und Ahornsirup in einem Topf aufkochen, bis die Früchte platzen und die Flüssigkeit sirupartig eingedickt ist. Etwas abkühlen lassen und mit den Pfannkuchen servieren.

Salzzitronen [Foodie-Friday]

Werbung ohne Auftrag. Im Moment versuche ich mal wieder, sowohl meine Ernährung als auch meine Vorratshaltung auf Vordermann zu bringen. Wann immer ich die Möglichkeit habe, möchte ich mein Essen selbst kochen. Dank Home Office geht das weiterhin ganz gut.

Vor kurzem hatte ich meine letzten Salzzitronen aufgebraucht – also musste Nachschub her! Salzzitronen sind so leicht selbst herzustellen und bringen eine leckere Frische in Gerichte.

  • 2 große Biozitronen
  • Meersalz
  • Olivenöl

Ein großes Glas und den zugehörigen Deckel heiß ausspülen, auf dem Kopf stehend trocknen [nicht mit dem Küchenhandtuch ausreiben!]. Die Zitronen erst in heißem Wasser mit Natron einlegen und dann abbürsten, dann nochmals in klarem, heißem Wasser abspülen, danach trocknen.

Die Zitronen in dünne Scheiben schneiden und abwechselnd mit Meersalz in das Glas schichten. Wenn alles im Glas ist, zusammendrücken und dann mit Olivenöl aufgießen, bis die Zitronen bedeckt sind. Mit einem Holzspieß mehrfach bis ganz nach unten stechen, um die Luftblasen zu entfernen. Gegebenenfalls nochmals Olivenöl nachgießen.

Im Kühlschrank einige Zeit ziehen lassen.

Ich mag Salzzitronen bevorzugt für Hummus, aber auch kleingeschnitten in Gemüsegerichten sind die echt lecker. Das Olivenöl bekommt diesen ganz speziellen Zitrusgeschmack, der ebenfalls ganz hervorragend zu verschiedenen Gerichten passt.

Kürbispüree für den Vorrat [Foodie-Friday]

Kürbisgerichte gehören für mich in der kalten Jahreszeit unbedingt mit in den Speiseplan. Dieses Jahr hatten wir tatsächlich zwei Pflanzen, die einfach von selbst auf dem Kompost sprossen. Das war eine ganz schöne Überraschung! Da ich nicht immer einen kompletten Kürbis für mich alleine benötige, habe ich mal wieder zu den Töpfen gegriffen und Kürbispüree für den Vorrat gemacht. Perfekt für Pies, Brote und Co.

Für die nächste Pflanzsaison habe ich bereits vorgesorgt und Kürbiskerne getrocknet. Ich will ja schließlich nächstes Jahr auch wieder diesen schönen Anblick haben….

Für das Püree werden Kürbisse einfach halbiert und das faserige Innere sowie die Kerne mit einem Löffel entfernt. Ich habe hier sowohl einen Muskatkürbis als auch einen Hokkaidokürbis verwendet. Der Hokkaido hat den großen Vorteil, nicht geschält werden zu müssen, aber der Muskat kann nach dem Garen auch ganz leicht von der Haut befreit werden….

Die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Den Ofen auf 160° C Umluft einstellen und das Gemüse garen, bis es weich ist. Ich habe einfach mit einem Messer reingepiekst, um den Garpunkt zu prüfen. Vom Strunk und gegebenenfalls von der Haut befreien, in Stücke schneiden und im Standmixer oder Foodprocessor fein pürieren. Twist off-Gläser sterilisieren und zu 3/4 mit Gemüsepüree füllen. Locker verschließen und nach dem Abkühlen in den Tiefkühler geben. Ich verschließe die Gläser erst komplett, wenn der Inhalt durchgefroren ist. So ist mir noch kein Glas geplatzt…

Ich wollte kein Kürbispüree verschwenden und habe in den Glasbehälter meines Standmixers Mandelmilch, Agavendicksaft und Pumpkin Pie Spice gegeben und aufgemixt. Wer mag, kann noch Espresso ins Glas mit der fertigen Mischung geben und hat dann Pumpkin Spice latte. Ich verzichte darauf und genieße den Drink einfach pur….

Hot Sauce [Foodie-Friday]

Momentan bin ich ganz, ganz häufig auf TikTok unterwegs. Ich mag ja von Haus aus scharfes Essen und lasse mich auf der App sehr gerne zu Gerichten inspirieren. Eigentlich folge ich fast ausschließlich US-amerikanischen Accounts. Hier finden sich ganz viele Gerichte, die nach Hot Sauce verlangen. Die in Deutschland wohl bekannteste dürfte Tabasco sein. Neben der klassischen Tabasco-Sauce gibt es u. a. Jalapeno, Habanero und auch Chipotle, die sich in meinem Kühlschrank finden.

Mir war jedoch mal nach was Besonderem und so habe ich mir aus getrockneten Chilischoten meine eigene Hot Sauce gekocht. Auch hierzu kommt die Idee von meiner aktuellen Lieblingsapp. Kombiniert habe ich Chili mit Zwiebeln, Essig, Salz und Agavensirup. Das sind Zutaten, die ich eigentlich immer zu Hause habe.

  • 40 g getrocknete Chilischoten
  • Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Weißweinessig
  • Agavensirup
  1. Chilischoten vom Stielansatz befreien. Diese sind ganz einfach abzubrechen – am Besten mit Handschuhen arbeiten. Glaubt mir, das Capsaicin bleibt lang an den Händen haften und die Schärfestoffe im Gesicht sind extrem unangenehm. Wer die Sauce milder mag, kann die Samen entfernen. Das Wasser zum Kochen bringen und die Schoten damit übergießen.
  2. Die Zwiebel häuten und grob würfeln. Zu den Chilischoten geben und ungefähr 25 – 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Chilischoten und Zwiebeln in einen Standmixer geben und ungefähr 1 Tasse vom Einweichwasser mit hinzugeben. Das restliche Wasser noch nicht entsorgen! Die Chilimischung pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist, zwischendurch gerne auch mal mit einem Schaber die Wände des Mixers nach unten streichen, damit alle Zutaten vermischt werden.
  4. Essig, Salz und Agavensirup nach Geschmack hinzugeben. Bei mir sind es ca. 1/3 Tasse Essig, 7,5g Salz und 1 EL Sirup geworden, bis mir die Mischung zusagte. Alles nochmal gründlich mixen. Bei Bedarf noch weiter mit dem Einweichwasser verdünnen, bis die Konsistenz den eigenen Vorlieben entspricht. Wer mag, kann die Feststoffe noch ausfiltern.
  5. In Gläser oder kleine Flaschen abfüllen und beschriften. Bei mir ergab die Mischung ein 200 ml Glas und ein 90 ml Glas.

Durch Zugabe von z. B. Mango oder Karotten kann die Sauce geschmacklich in völlig unterschiedliche Dimensionen gelenkt werden. Das habe ich noch nicht ausprobiert, steht aber auch noch auf meiner To Do-Liste. Im Sommer möchte ich dann auch noch eine Sauce aus frischen Chilis herstellen. Das schmeckt bestimmt nochmals komplett anders als aus den trockenen Schoten.