Badezimmer [Großprojekt 2016]

Ein gutes neues Jahr wünsche ich Euch. Ich hoffe, dass Ihr alle gut rein gerutscht seid und den Jahreswechsel so verbringen konntet, wie Ihr wolltet. Ich hatte mich für einige Tage gen Norden verabschiedet [wer mir bei Instagram folgt, konnte ja schon einige Bilder sehen…].Leider hat mich kurz vor der Abfahrt auch noch die Erkältungswelle erwischt und so verbrachte ich den Silvesterabend lieber in meinem Air Bnb als im Regen an der Erasmusbrug zu stehen und das Feuerwerk anzusehen.

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Nachdem das Wetter heute ja endlich einmal fototauglich war, zeige ich Euch endlich auch einmal die Bilder meines neuen Bades. Ich bin im Mai 2016 jobbedingt wieder zurück nach Schwaben gezogen. Unser Haus stammt aus der Nachkriegszeit; die Wohnung, die ich bewohne, wurde Ende der 1970er Jahre ausgebaut. Eine umfassende Renovierung erfolgte 2001, damals wurden die Wasserleitungen aber nicht ausgetauscht. Im Laufe der letzten Jahre hatten wir nun immer mal wieder Rohrbrüche und so entschieden wir uns im Frühjahr, als ich die Zusage zum neuen Job hatte, das Großprojekt anzugehen. Neben dem Bad renovierten wir auch das WC sowie das Treppenhaus [da mussten auch die Wände geöffnet werden für die Leitungen….].

Bauliche Veränderungen

Bis dato war das Bad so aufgebaut, dass an der Außenwand sowohl eine Badewanne als auch eine Dusche montiert waren und gegenüber ein Doppelwaschbecken. Hieraus ergaben sich zum einen eine schlauchartige Optik als auch extrem wenig Platz. Im ersten Schritt wurden sämtliche Installationen entfernt und die Fliesen von Wänden und Boden geschlagen. Der knarrende Holzboden [Verlegeplatten] wurde genauso entsorgt wie auch die in Wengé furnierte Holzdecke. Nachdem die neuen Leitungen in Boden und Wand verlegt waren, haben wir den Boden neu aufgebaut aus im Querverbund verlegten OSB-Platten. Die Außenwand wurde zusätzlich ebenso wie die Decke mit 4 cm starken Styroporplatten isoliert und ein neues Fenster eingebaut. Dadurch, dass es sich um eine Holzbalkendecke handelt, konnte die neue Duschwanne nicht flächenbündig montiert werden. Hierfür bauten wir also ein 10 cm hohes Podest. Auch für die Installation des Waschbeckens entstand ein 10 cm starker Wandvorsprung.

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Mit Hilfe meines Papas, der Schreinermeister ist, und einigen wirklich tollen Firmen konnte ich so mein absolutes Traumbad realisieren. Beim Bodenbelag entschied ich mich für Vollvinyl. Fliesen würden aufgrund der Unterkonstruktion im Laufe der Zeit Risse bekommen. Schon im Vorfeld der Umbaumaßnahmen hatte ich mir ein Pinterest-Board angelegt, mit dessen Hilfe ich einiges visualisieren konnte. Ich mag den ruhigen, reduzierten Look sehr und auch das Material Beton ist super. Schnell war klar, dass ich mein neues Bad in Grautönen und viel weiß ausstatten wollte.

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Bei der Ausstattung legte ich Wert darauf, dass möglichst alle Armaturen, Möbel etc. eckig sein sollten. Einzige Ausnahme ist der Wäschekorb, den ich bereits vor 15 Jahren kaufte. Er passt jedoch aufgrund des zeitlosen Materials Edelstahl in das Gesamtkonzept.

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Um die großzügige Wirkung des Raumes nicht zu stören, verwendeten wir für die Duschwand ein VSG-Klarglasscheibe. Als Wandverkleidung im Nassbereich wählten wir sogenannte Kompaktplatten mit weißem Kern. Diese wurden auf eine Unterkonstruktion aus Latten verklebt. Die restlichen Wände wurden mit Rigipsplatten verkleidet, auf die ein Rollputz aufgebracht wurde.

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Der gesamte Raum ist nun aufgrund der neuen Aufteilung auch groß genug, dass ich meine heiß geliebte Monstera dort problemlos unterbringen kann. Durch die exotische Pflanze wirkt es gleich viel lebendiger und wohnlicher.

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Meinen Waschtisch wollte ich unbedingt an der Wand montiert haben, damit der Boden viel leichter zu wischen ist. Außerdem habe ich mir lange überlegt, wie die Aufteilung sein sollte. Als Grifflösung dient ein seitlicher Einsprung im Korpus.

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Unterhalb des Korpus ist noch ein offener, U-förmiger Korpus angebracht. Hier verstaue ich 2 Boxen von Muji sowie meinen Kulturbeutel. Der Waschbeckenschrank ist knapp 40 cm hoch und 90 cm breit.

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Die sichtbaren Badaccessoires versuche ich, so minimal wie möglich zu halten, damit der Raum so aufgeräumt wie möglich ist. Um die Flächen schnell mal wischen zu können, habe ich Zahnputzbecher etc. auf ein kleines, farblich passendes Tablett gestellt.

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Wir montierten innen eine zweite Schublade, um den Raum optimal nutzen zu können. Beide sind mit einem Selbsteinzug ausgestattet, so dass sie sanft und annähernd geräuschlos schließen.

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Auch die Beleuchtung mit insgesamt sechs Halogenspots setzt das Gesamtkonzept „eckig“ fort.

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Für zusätzlichen Stauraum sorgt auch der hängende Schrank an der Wand neben der Tür. Hier finden Parfums, Haarspray, Deo etc. Platz.

Ich hoffe, Euch hat dieser Einblick in meine Wohnung gefallen? Im Jahr 2017 stehen hier noch einige Renovierungsarbeiten an. Wenn Ihr Interesse daran habt, dann werde ich Euch auch daran teilhaben lassen. Bei Interesse verrate ich auch gerne, welche Materialien verwendet wurden und was ich wo kaufte.

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