Tag-Archiv | Untersetzer

Herbstlicher Untersetzer mit English Paper Piecing [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Während meines Urlaubs habe ich auch einige längere Trips mit der Bahn unternommen. Gerade, wenn es früh dunkel und spät hell wird, nehme ich das ganz gerne in Anspruch und dank des Deutschlandtickets ist das mittlerweile ja echt eine attraktive Alternative. Zudem habe ich dann durchaus mal Zeit für Projekte, für die mir im Alltag die Zeit oder auch die Motivation fehlt. English Paper Piecing – kurz EPP – ist eine tolle, jedoch zeitaufwändige Variante von Patchwork. Grob gesagt werden kleine Stoffstücke um noch kleinere Paperschnipsel befestigt und dann von Hand zu einem [komplexen] Muster zusammen gesetzt. Ich habe das schon mal letztes Jahr mit Hexagonen gemacht, dieses Mal sollten kleine Pluszeichen entstehen.

Das eigentlich daraus zu fertigende Nadelbüchlein – ich habe den http://www.talesofclothes.com Newsletter abonniert, hier gibt es die Anleitung kostenfrei – brauche ich nicht zwingend. Ich hatte zwei verschiedene Endprodukte vor meinem inneren Auge: entweder wollte ich den Miniquilt als Cover für eine kleine Tasche verwenden oder aber als Untersetzer, im Englischen Mugrug, also Tassenteppich, genannt. Für das Cover hatte ich zum Schluss nicht genügend Stoff, da ich English Paper Piecing als gute Gelegenheit zur Resteverwertung sehe. Für meinen Ravenbrook 2 Quilt [ich warte momentan sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff] hatte ich mir 2 Fat Quarte Bundles [Joyful Jaunt von Christina Lee für Art Gallery Fabrics]bestellt. Nach dem Zuschnitt für das Quilttop hatte ich dann noch einige Abschnitte über, aus denen recht verschiedene Dinge entstanden. Die zeige ich auch bald mal hier, wer mir auf Instagram folgt, kennt die Bilder jedoch schon…

Aus dem Miniquilt, Thermolam – das ist eine Spezialvlieseinlage für Dinge wie z. B. Topflappen -, einem Stück Stoff für die Rückseite und Miniresten für die Einfassung – auf Englisch Binding – habe ich mir dann diesen kleinen Mugrug genäht. Mein Quilting ergab sich aufgrund des gepatchten Pluszeichen ganz automatisch und ich bin wirklich happy, wie hübsch das aussieht. Das Binding war aufgrund der Dimensionen – die Stoffstreifen, die ich zur Verfügung hatte, sind nämlich nur 1 “ breit! – nicht ganz easy und zu allem Überfluss war meine Konzentration irgendwann auch nicht mehr die Beste… musste alles nochmal auftrennen, weil ich die Ecken nicht richtig genäht hatte. Tja….

Und so sahen die Einzelteile unterwegs aus. Die „Häuschenschablonen“, die zusammengesetzt dann die Pluszeichen ergeben, hatte ich vor meinem ersten Trip zu Hause noch ausgeschnitten und die Stoffstücke einigermaßen vorbereitet. Das Ein oder Andere ist dabei etwas zu schmal geraten, dadurch waren die Näharbeiten dann durchaus tricky…. Zur Vorbereitung fürs Nähen entschied ich mich, mit dem Stoffklebestift zu arbeiten. Manche QuilterInnen heften den Stoff mit Faden um die Schablonen, ich mag das jedoch nicht so gerne… in der kleinen Schmuckschachtel, in der ich alles Spitze verstaut habe, sind meine Schere, der Needleminder in Form des Berges Fuji und Nadeln, zwei Patchworkklammern, Faden von Aurifil und die Stoffe sowie Schablonen gut aufgehoben.

Zusammen mit dem Klebestift kommt alles dann in einer kleinen Reisverschlusstasche in den Rucksack und ist unterwegs dann die ideale platzsparende Tätigkeit, um meinen Kopf beschäftigt zu halten. Das Top selbst setzte ich dann zu Hause zusammen, weil das nochmal eine Weile dauerte, bis ich mit der Anordnung zufrieden war.

Weihnachtliche Untersetzer [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Bereits im Jahr 2019 habe ich diese hübschen Untersetzer aus Fliesen gemacht. Irgendwie ging die Anleitung dann im Vorweihnachtstrubel unter. Als dann über die sozialen Medien die Bilder wieder aufploppten [„Möchtest Du die Erinnerung von vor einem Jahr teilen?“], habe ich mich an die Bilderserie erinnert, die ich während der Fertigung machte. Im November bei Kunstlicht mit dem Handy gemacht ist die Qualität nicht die allerbeste, allerdings mag ich das Ergebnis umso lieber…

Du brauchst:

Die Fliesen werden auf einem flexiblen Gitter geliefert. Mit Hilfe des Cuttermessers oder einer Schere die einzelnen Segmente voneinander trennen und überstehende Kunststoffreste entfernen. Eine Matte der von mir gewählten Fliesen hat 6 Sterne ergeben.

Die kleinen Mosaikstücke habe ich probehalber zusammengelegt, bevor ich Kleber auftrug. Trotz industrieller Fertigung sind die Fliesen alle etwas unterschiedlich, so dass nur durch ausprobieren die optimal zusammen passenden Stücke ermittelt werden können – das ist ein bisschen wie Puzzle legen…

Die Kanten der einzelnen Fliesenstücke werden mit dem Kontaktkleber DÜNN bestrichen. Bitte unbedingt vorher die Gebrauchsanleitung durchlesen! Der Kleber muss erstmal antrocknen, bevor die Einzelteile aneinander gepresst werden.

Ich habe eine kleine Menge Kleber auf ein Reststück Holz gegeben und dann mit einem Spatel auf die Kanten aufgetragen. Achtet darauf, dass ihr Euren Arbeitsplatz abdeckt, falls ihr nicht wie ich in einer Werkstatt arbeitet, wo der Kleber auch mal auf der Arbeitsfläche Spuren hinterlassen darf….

Vor dem Zusammenfügen der Einzelteile trocknet der Kleber nach Gebrauchsanweisung an.

Nach und nach entsteht die Sternform. Die Fliesen über Nacht auf einer ebenen Fläche trocknen lassen. Auch danach sind die Untersetzer noch ziemlich fragil – zur Stabilisierung [und um Tischplatten und Oberflächen zu schonen] habe ich auf die Unterseite der Sterne dünnen Filz geklebt.

Heiligabend verbrachten wir 2019 erstmals bei mir. Hier seht Ihr den Tisch, wie ich ihn am Vorabend eingedeckt hatte. Ich mag es sehr, wie festlich die Untersetzer in Sternform wirken! Zusammen mit den „guten“ Kristallgläsern macht das wirklich was her. Ich freu mich jetzt schon auf die Adventszeit – spätestens am Wochenende werde ich mir diese Coaster griffbereit auf die Fensterbank legen….

Und so wild war der Anblick dann am Morgen danach. Erinnert fast ein wenig an eine Winterlandschaft mit den kleinen Bäumchen, die ich aus Stockholm mitbrachte….