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Ravenbrook Scrapquilt – die einzelnen Blöcke

Werbung ohne Auftrag. Während ich den Dezember größtenteils in Asien verbrachte, hatte ich unter anderem einen Artikel zu meinem Ravenbrook Scrapquilt veröffentlicht. Während der Feiertage habe ich dann die restlichen Blöcke genäht, die ich noch im Rückstand war. Mit manchem Block habe ich ziemlich gekämpft. Ich hatte die wenigsten davon bis zu diesem Projekt jemals genäht und beispielsweise nicht damit gerechnet, dass mich die Flying Geese so stressen würden.

Trotzdem die Blöcke so unterschiedlich sind, wiederholen sich Strukturen bzw. Muster, damit es nicht noch unruhiger für das Auge ist, als es von Haus aus ist. Ich bin froh, dass ich mich für Stoffe entschieden habe, die hauptsächlich Uni oder sehr klein gemustert sind. Die auffallenderen Muster habe ich versucht, so dezent wie möglich einzusetzen. Ich werde noch jede Menge weiß zwischen die Blöcke versuchen einzuarbeiten, um mehr Ruhe reinzubekommen. Außerdem setze ich auf Symmetrie, soweit mir das möglich ist.

Große Flying Geese, Box in a Box in a Box und kleine Flying Geese vereint eines: viele – ich meine: VIELE – Half Square Triangles. Es sind also Blöcke, die überwiegend aus rechtwinkligen Dreiecken bestehen. Das macht ziemlich viel Spaß zu nähen, aber das Zusammensetzen der kleinen Flying Geese zu diesen Reihen war echt eine Qual. Keine Ahnung, was ich da genäht habe, aber das entspricht nicht den Blöcken, wie ich sie online sah. Gut, dass dass im fertigen Quiltmuster nicht mehr so groß auffallen wird.

Der Block „Bear Paw“, also Bärentatzen ist ein ganz klassischer. Da habe ich ganz schön geschwitzt, damit alle Stoffe richtig angeordnet sind. Aber ich mag die fertigen Blöcke ziemlich gerne. Von den Crumb-Blöcken ganz rechts werden es vermutlich nicht alle in das fertige Top schaffen. Zumindest dann, wenn es beim Layout bleibt, wie es grad eben im Gästezimmer ausgelegt ist…

Die HST-Blöcke sind Nebenprodukte der Flying Geese-Blöcke. Bei den kleinen war das eine ganz schöne Fummelei… Ich habe mich dafür entschieden, diese in einer Art Ombré anzuordnen, was mir ausnehmend gut gefällt. An den beiden Blöcken saß ich dann in Summe dann ungefähr 3 h – kann man sich kaum vorstellen. Dagegen war der Block aus den großen Half Square Triangles richtig schnell genäht damals im Frühjahr.

Zum Schluss gibt es nochmals Streifen. Links Scrappy Rainbows, die ich sehr mag [vor allem die beiden hellen Blöcke haben es mir angetan] und rechts Log Cabins, also auch ein klassischer Block. Bei den Lög Cabins habe ich einfach geschaut, welche Stoffe ich in welcher Länge grad zur Verfügung hatte. Theoretisch hätte ich auch nach hell und dunkel anordnen können, um einen Farbverlauf zu kreieren.

Ich bin total happy, an den Quilt Along teilgenommen zu haben. Ich habe im Verlauf der 12 Monate wahnsinnig viel gelernt und meine Kenntnisse erweitert und vertieft. Davor hatte ich noch nie einen klassischen Block genäht, heute traue ich mir da wirklich deutlich mehr zu.

Pattern: „Ravenbrook Scrap Quilt“ von Der Rabe im Schlamm

Stoff: Stoffbundle „Crystal Road“ von Floyd the Fox

Suburbs Quilt

Werbung ohne Auftrag. Weihnachten ist vorbei und so kann ich nun zeigen, was das jüngste Familienmitglied bekam. Der kleine Mann hatte vor zwei Jahren den Babyquilt in Grau und Gelb bekommen und nun musste was Größeres her. Letztes Jahr hat ja leider Quilt & Textilkunst in München geschlossen und neben diversen Linealen durfte damals auch das Pattern „Suburbs“ mit mir nach Schwaben kommen.

Die Lieblingsfarbe meiner Schwester ist grün, ich liebe Blau- und Aquatöne. In dem Quilt habe ich manche meiner wohlgehüteten Streichelstoffe verarbeitet. Dazu gekauft habe ich nur meinen liebsten weißen Stoff – so oft, wie ich den in diesem Jahr verarbeitet habe, könnte ich mir mittlerweile einen ganzen Ballen von kaufen….

Die Anleitung beschreibt die Fertigung des Quilttops und die Mengen für verschiedene Größen. Ich habe mich entschieden, an die Größe Lapsize eine weitere Reihe hinzuzufügen, so dass das gut für deutsche Maße passt, ohne zu riesig zu werden. Die farbigen Stoffe sind wieder aus völlig unterschiedlichen Jahrgängen aus meinem Stash und von vielen verschiedenen Herstellern bzw. Designern. Durch die zuzuschneidende Größe der Blöcke können hier auch gut Fat Quarter oder 10″ Layer Cakes verwendet werden. Ich habe mich wieder für die bewährten graphischen Muster, die ich so sehr mag, entschieden. So ist der Quilt nicht zu kindlich und kann klein M. noch viele Jahre begleiten.

Tatsächlich geht es recht schnell, die einzelnen Blöcke zu nähen. Und das trotz der Tatsache, dass jeder Block dann doch aus recht vielen Einzelteilen besteht. Leider habe ich nicht immer so genau gearbeitet, wie ich das eigentlich wollte, aber das Pattern verzeiht dann doch mehr, als ich befürchtet hatte. Jedes Stoffstück wird in vier Teile zerschnitten. 3 Stoffstücke bleiben beieinander, während die „Türen“ anderen Stoffen zugeordnet werden.

Die Dachspitzen entstehen durch das Annähen von Stoffquadraten des Hintergrundstoffes (dabei muss man sich dann entscheiden, welche Häuschen in die ganz obere Reihe kommen werden und somit vom Himmel eingerahmt werden sollen). Ich habe aus den wegfallenden Teilen gleich noch für ein oder mehrere weitere Projekte Half Square Triangles generiert und eine parallele Naht gesetzt und somit zusätzliche Stoffstücke erhalten. Daraus ist dann auch schon zwischenzeitlich das passende Geburtstagsgeschenk entstanden.

So sehen die Häuserblöcke nach dem Trimmen und Bügeln aus. Die Nähte habe ich bei der Tür immer nach außen gebügelt und beim Hintergrund Richtung des Daches. Dadurch war es relativ einfach, ein flaches Quilttop zu erhalten.

Dann durfte der fertige Quilt mit mir raus in die freie Wildbahn. Die Fotos habe ich dieses Mal im Holzlager meines Dads gemacht. Aktuell versuche ich nämlich tatsächlich, ganz verschiedene Hintergründe und Orte für meine Bilder auszusuchen. Meist bin ich ja allein unterwegs, um Bilder zu machen und da ist es gar nicht so einfach, die großen Flächen schön in Szene zu setzen und gleichzeitig die Muster erkennbar zu zeigen. Die dunkle Jahreszeit macht es auch nicht einfacher, wenn dann am Wochenende ggf. das Wetter dann auch nicht mitspielt, dann ist das alles doppelt doof.

Pattern: Suburbs von Cluck Cluck Sew / Allison Harris

Stoff: Hintergrund Art Gallery Fabrics Snow White, Bonnie & Camille Merry little Christmas „Snow in Aqua“, Musterstoffe aus meinem Stash, Binding Art Gallery Fabrics Snow White, Rückseite Baumwollstoff mit Ankermotiv aus dem örtlichen Stoffladen

Quilting: Gerade Linien im Nahtschatten

Vlies: aus dem örtlichen Stoffladen

Label: Namensbänder, Unikati „Fokus“

Midsommar Quilt

Werbung ohne Auftrag. Im Sommer bin ich mal ganz tief in meine Stoffvorräte eingetaucht und habe einige Stoffe aus den Anfangszeiten meiner Nähkarriere verarbeitet. Dabei kam ein schöner Picknickquilt heraus, dessen Rückseite ich mit beschichteter Baumwolle versehen habe. Geschuldet der Tatsache, dass ich diesen rund um die Sommersonnenwende fertig gestellt habe und die Muster wie fröhliche Blumenwiesen aussehen, habe ich ihm den Titel Midsommar gegeben.

Zusammengesetzt ist das Muster aus Halfsquare Triangles und Quadraten und somit recht schnell genäht. Beim Zuschnitt habe ich zwei verschiedene Größen benötigt: die Unistoffe sind 9″ x 9″, de Musterstoffe 8,5″ x 8,5″ zugeschnitten.

Die Unistoffe habe ich so kombiniert, dass ich von jeder Variante die gleiche Anzahl hatte: also Türkis – Weiß, Gelb – Weiß und Türkis – Gelb gibt es je acht Mal. Auf die Rückseite des hellen Unistoffes habe ich mit Bleistift diagonal eine Linie gezogen. Parallel zu dieser werden mit 1/4″ Abstand links und rechts zwei Nähte genäht und dann mit dem Lineal auf der Bleistiftlinie dann der Stoff auseinander geschnitten.

Die Nähte habe ich jeweils zur dunkleren Stoffseite umgebügelt und dann die Blöcke nochmal getrimmt, damit jedes Stoffstück gleich groß und rechtwinklig ist. Im Anschluss daran habe ich die Stoffstücke mal wieder auf der großen Leinwand aka dem Fußboden ausgelegt und verteilt, bis ich zufrieden war. Aufgrund der Anordnung ergeben sich nun optisch Reihen, die gleichfarbig eingerahmt werden. Sowas geradliniges gefällt mir besonders gut, wenn große, auffallende Muster irgendwie beruhigt werden müssen.

Gequiltet habe ich wieder ganz simpel im Nahtschatten. Irgendwann möchte ich mich mal an Free Motion Quilting wagen, aber ich befürchte, dass mir das mit den Mustern kombiniert einfach zu viel des Guten gewesen wäre. Nachdem das Binding auf der Rückseite recht breit war, habe ich dieses einfach doppelt genäht. Das ist dann schön stabil und der Quilt hat in diesem Sommer schon so manche Härteprobe ausgehalten.

Pattern: Midsommar by twinklinstar

Stoff: Art Gallery Fabrics Snow White, Kona Cotton, Curry und Aqua, Robert Kaufmann, Rückseite Beschichtete Baumwolle kleine Punkte Aqua, Binding Kona Cotton

Quilting: gerade Linien im Nahtschatten

Label: Namensbänder, Unikati „Fokus“

In the Sticks Quilt

Werbung ohne Auftrag. Letztes Jahr habe ich bei Tik Tok einige tolle Quiltdesigns gesehen. Grüntöne mag ich aktuell richtig gerne und daher habe mich ein Design, das eben auch in diesen Farben gehalten war, für mich adaptiert.

Ursprünglich sollten die grünen Quadrate direkt aneinanderstoßen, jedoch wäre mir das Quilttop etwas zu klein geraten. Nachdem ich also alle Quadrate genäht habe [das Mittelteil jedes Quadrats ist aus einem Kona Cotton Charm Pack mit 5 “ Seitenlänge, die farbigen Streifen sind ebenfalls 5 “ breit] und probehalber nebeneinander legte, fiel die Entscheidung echt schnell: da muss mehr Stoff rein. Immer an zwei Seiten kamen weiße Streifen mit 2,5″ Breite an die farbigen Quadrate. Beim ersten Streifen immer unten ein Streifen und abwechselnd rechts und links, Streifen 2 oben der weiße Streifen ergänzt und eben auch immer seitlich abwechselnd.

Für die Rückseite habe ich Basic Grunge in einem ganz hellen Grau ausgewählt. Hier habe ich extra darauf geachtet, dass der Stoff Überbreite hat, damit ich nichts zusammen fügen muss. Außerdem ist das der erste Quilt, den ich professionell auf einer Longarmmaschine habe quilten lassen. Frau Feldmann von der Quiltoase hat mich da wirklich gut beraten und das Quilting mehr als toll umgesetzt. Das ist zwar nicht ganz billig, aber dieser Quilt ist echt ziemlich groß geworden und das wollte ich mir auf meiner Nähmaschine nicht antun… Das Vlies ist verhältnismäßig dünn, damit die Decke trotz der Größe noch handlich ist, was sowohl das Gewicht betrifft als auch das zu verstauende Volumen.

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit verwende ich diese Patchworkdecke liebend gerne als zusätzliche Lage über der Bettdecke, um mich darunter einzukuscheln. Da fällt leider nur frühmorgens das Aufstehen doppelt so schwer. Das ist der einzige Nachteil an diesem Quilt.

Für die Fotos war ich mit meiner Schwester und deren Tochter unterwegs am ersten Tag, nachdem es bei uns in der Region geschneit hatte. Leider war der Schnee nachmittags schon fast wieder weg und so musste ich mich dann auf eine Bank stellen, damit der Quilt nicht komplett matschgetränkt endete. Auf dem unteren Bild ist auch das Quilting im Muster „Bauhaus“ zu erahnen – graphische Muster gefallen mir einfach total gut.

Links der ursprüngliche Entwurf, rechts dann das finale Layout. Ich habe den Quilt ganz bewusst „In the Sticks“ genannt, erinnern mich die weißen Flächen zwischen den grünen Quadraten an verschlungene (Wald)Wege und die Farbflächen an Felder, wie man sie aus der Vogelperspektive erkennen kann.

Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, dieses Layout von der Ursprungsidee immer weiter zu entwickeln. Ein bisschen Mathe war nötig, aber es ist hier kaum Verschnitt angefallen. Zudem ist dieses Pattern Fat Quarter friendly und ich kann es mir in völlig anderen Farben oder auch scrappy total gut vorstellen. Mal schauen, wann ich Zeit und Muße habe, das vielleicht mal wieder zu nähen.

Pattern: In the Sticks by twinklinstar

Stoff: Quilttop Giucy Giuce „Fabrics from the Attic“, Kona Cotton „Snow“ (5″ Charm Pack), Art Gallery Fabrics „Snow White“, Rückseite Basic Grey „Grunge Grey Paper“, Binding Basic Grey „Grunge Smoke“

Quilting: Quilt Oase Nersingen

Ravenbrook Scrapquilt

Werbung ohne Auftrag. Irgendwann um den Jahreswechsel 2023/24 hatte ich gesehen, dass Katharina von Der Rabe im Schlamm einen Jahresquilt ganz aus Scraps geplant hat und hierzu einen kostenlosen Quiltalong hostet. In jedem Monat fertigen wir also einen bestimmten Block in verschiedenen Stückzahlen. Da ich nicht ganz so viele Scraps hatte [meine Quilts sind ja eher geradlinig und daher kommen die im Normalfall mit wenig Verschnitt aus], habe ich mir ein tolles Stoffbundle bei Floyd the Fox gegönnt.

Die zarten Blau und Grautöne von „Crystal Road“ werden durch dunkle, kräftige Nuancen und Muster ergänzt und geben so ein tolles Farbspiel.

Ich habe zumindest in den ersten Blöcken noch einige Reste vom Wildstar Quilt und vom Quilt In the Sticks mitverwendet sowie Stoffe von anderen Projekten. Letztens habe ich dann mal alle Blöcke, die ich schon fertig gestellt habe, ausgelegt und festgestellt, dass mir das dann nicht so wirklich gefällt und ich einiges nochmal neu nähen werde – ausschließlich mit Stoffen aus dem Bundle. Durch die vielen unterschiedlichen Blöcke ist schon eine gewisse Unruhe vorhanden und das möchte ich einfach durch abgestimmtere Farben beruhigen. Ich kann mir auch vorstellen, dass ich ins finale Layout noch einige uni weiße Stoffflächen einarbeiten werde.

Allein in den ersten Monaten hab ich schon richtig viel gelernt. Ich hatte noch nie zuvor Flying Geese genäht oder den klassischen Bärentatzenblock. Momentan hinke ich wieder ein wenig hinterher – Stand heute fehlen mir noch die Blöcke seit September.

Ich bin ja sonst eher der Typ schnell schnell, aber mit dem Quilttop übe ich mich in Geduld und Präzision. Tatsächlich macht mir das richtig viel Spaß! Ich bin schon sehr gespannt, wie mein Quilttop zum guten Schluss aussehen wird. Es wird so einen gewissen Sampler-Charakter haben, jedoch fertigen wir manche Blöcke mehrfach. Zudem haben diese auch verschiedene Größen. Ich habe bei Insta während des Jahres schon so viele tolle Umsetzungen gesehen. Allein die Stoffauswahl ist die Wucht und lässt jedes Projekt wirklich komplett unterschiedlich wirken.

Ich hoffe, vor dem Fertigstellen meines Quilttops jeden Block nochmal einzeln zu fotografieren. Dadurch kann ich dann erst wirklich sehen, wie sich meine Nähfertigkeiten da weiterentwickelt haben während des Jahres und durch dieses Projekt.

Pattern: „Ravenbrook Scrap Quilt“ von Der Rabe im Schlamm

Stoff: Stoffbundle „Crystal Road“ von Floyd the Fox

Ravenbrook 2

Werbung ohne Auftrag. 2023 hat Art Gallery Fabrics tolle Fat Quarter Bundles von bekannten Quilterinnen kuratieren lassen. Insgesamt zehn verschiedene Bundles wurden von Sewcialites zusammen gestellt. Ich habe mir für den Ravenbrook 2 Quilt von der Rabe im Schlamm das Bundle Joyful Jaunt ausgesucht, da das farblich dem Coverquilt recht ähnlich ist und mir diese warmen, herbstlichen Farben sehr zusagen.

Dieser Quilt ist der erste, den ich nach einer Anleitung gefertigt habe. Da war eine deutschsprachige Anleitung natürlich echt toll. Katharina hat diese wirklich sehr gut geschrieben und die einzelnen Schritte waren einfach zu befolgen.

Die einzelnen Blöcke bestehen entweder aus 4 Quadraten, 3 Streifen oder eben einem großen Stoffstück. Für dieses Quilttop habe ich zwei Fat Quarter Bundle verwendet. Die Blöcke lassen sich beliebig arrangieren, dadurch konnte ich hier die Farben und Muster verteilen, bis ich wirklich zufrieden war. Bei meinen anderen Quilts muss ich mir da teilweise schon vor dem Zuschnitt ganz viele Gedanken machen und darauf vertrauen, dass das Ergebnis dann mit meinen Vorstellungen korrespondiert.

Gequiltet habe ich einfache gerade Linien. Die Rückseite besteht aus drei Unis, die auch im Quilttop verarbeitet sind; das Binding habe ich aus schwarzem Unistoff gefertigt. Durch die vielen verschiedenen Muster und Farben im Top ist da schon sehr viel Leben, das meiner Meinung nach einfach einen ruhigen Rahmen benötigt hat.

Pattern: „Ravenbrook 2“ von der Rabe im Schlamm

Stoff: Art Gallery Fabrics „Joyful Jaunt“ von Sweet Potatoe Quilts / Christina Lee, Rückseite Art Gallery Fabrics Teak, Purple Vine und Turmeric, Binding Art Gallery Fabrics Deep Black

Quilting: gerade Linien im Nahtschatten

Vlies: Dream Poly

Plussizequilt

Werbung ohne Auftrag. Letztes Jahr habe ich während meines Jahresurlaubs einen Ausflug nach Stuttgart gemacht und Helen von Floyd the Fox besucht. Dabei habe ich dann Stoffe geshoppt, die ich mir online nie im Leben ausgesucht hätte. Ich bin halt einfach keine Blumenperson, aber die Farben haben mich einfach angesprochen….

Dann lagen die Schätzchen halt einfach mal ein halbes Jahr im Schrank, bis ich meinen Kopf im Mai ablenken musste. Zu kompliziert durfte das Muster aber auch nicht sein, weil ich dafür keinerlei Kapazitäten frei hatte. Schlussendlich fiel meine Wahl auf ein einfaches Kreuzmuster. Dieses habe ich mir aufgezeichnet und dann die Schnittteile ausgerechnet. Während die meisten Anleitungen davon ausgehen, dass die Stoffe in Quadrate zerlegt und dann mühselig wieder zusammen genäht werden, habe ich mir die Arbeit etwas erleichtert und die Querstücke am Stück zugeschnitten.

Dafür musste ich mir halt im Vorfeld genau überlegen, welcher Stoff wo im fertigen Quilttop platziert werden soll, aber das war es mir wert. Immerhin konnte ich mir durch die Vorarbeit Schneide- und Nähzeit sparen und auch das Blumenmuster sieht hübscher aus, wenn weniger Nähte vorhanden sind.

Die Rückseite besteht aus zusammengenähten Reststücken des Tops, das Binding habe ich aus dem grün gemusterten Stoff hergestellt.

So sah dann meine Planung für das Quilttop aus. Tatsächlich nutze ich dafür ganz gerne Excel! Ich kann die Größenverhältnisse anpassen und mir dann die nötigen Maße und Stückzahlen dank Tabellenkalkulation einfach ausdrucken…

Die fertigen Blöcke sind dann 8″ x 8″ groß und ergeben eine gemütliche, gut handlebare Quiltgröße. Dank der größeren Stücke sind es dann auch wenige Nähte, die zusammen treffen und -passen müssen. Das war für mich ganz, ganz wichtig. Der Quilt entstand rund um den Tod meiner Oma. Die Rückseite habe ich beispielsweise morgens um 5 Uhr an dem Tag begonnen, als sie starb. Ich konnte einfach nicht mehr schlafen und musste mich ablenken. Hätte manche Naht genauer sein können? Sicherlich. Aber das war mir im Mai einfach nicht möglich und ich war froh, mich mit etwas simplem ablenken zu können.

Nachdem meine Nichte im Sommer einen herausragenden Schulabschluss abgelegt hat, bekam sie den Quilt nach bestandener Prüfung zusammen mit einem passenden Kissen von mir geschenkt.

Pattern: Plussize by twinklinstar

Stoffe: Art Gallery Fabrics White Linen, Cinnamon, Rosemary, All is well Blooms and Stem, Cotton and Steel Shadow Summer Sunset unbleached

Quilting: Gerade Linien im Nahtschatten

Vlies: aus dem örtlichen Stoffgeschäft

Label: Unikati „Fokus“

Giraffenkissen [Foundation Paper Piecing]

Werbung ohne Auftrag. Letztes Jahr feierte eine sehr gute Freundin einen Schnapszahl-Geburtstag. Ursprünglich wollte sie eigentlich ihren runden Geburtstag groß feiern, aber wir wissen ja alle, was in den letzten Jahren los war – Kontaktsperren und Co. haben ihren Plänen den Garaus gemacht…

Als wir fragten, was sie sich wünscht, kam als Reaktion: „Ich liebe Giraffen!“ Nach einigem Überlegen und Grübeln habe ich mich entschieden, einen Kissenbezug mit Giraffenmotiv zu gestalten. Etwas Recherche auf Etsy und ich habe mir dann eine Vorlage gekauft, die einfach genau richtig war.

Tatsächlich kommen die Farben und Kontraste real deutlich besser raus als auf dem Bild. Ich konnte hier mal nicht auf meinen Stash zurückgreifen, weil ich weder braune noch orangefarbene Stoffe bis zu dem Projekt verarbeitet habe. Also ab in die Quiltoase und einige Fat Quarter ausgesucht.

Zum Nähen des Motivs habe ich einen kompletten Sonntag benötigt. Es sind ganz schön viele kleine Teile, die ich da auf Papier genäht habe. Nach dem Verbinden der einzelnen Teilstücke wird das dann wieder rausgezupft, damit das Gesamtprojekt auch waschbar ist.

Als Verschluss habe ich einen einfachen Hotelverschluss gewählt.

Ich bin immer wieder fasziniert, dass aus wenigen Stoffteilen so tolle Sachen entstehen können. Foundation Paper Piecing macht mir richtig viel Spaß – mit klassischen Quilttechniken hätte ich mir nicht zugetraut, so ein Motiv zu gestalten.

Craftsman Quilt – ein Geburtstagsgeschenk

Werbung ohne Auftrag. Anfang November hatte meine Nichte Geburtstag. Vor zwei Jahren habe ich genau zu diesem Anlass wieder zu nähen begonnen. In der Zwischenzeit entstanden dann einige Quilts und diesen hier habe ich speziell für sie genäht.

Ursprünglich hatte ich mir ein anderes Design überlegt und völlig andere Stoffe ausgewählt, aber wie es halt so kommt – klein S. Hat auf diesen sehr mädchenhaften Farben bestanden.

Mein Pinterest-Board ist gut gefüllt mit verschiedenen Designs und schnell hatte ich mich dann für den Craftsman Quilt entschieden. Ich habe wie so häufig schon Excel zweckentfremdet und mir da grob das Layout entworfen.

Das Zuschneiden und Nähen war recht einfach, allerdings waren die einzelnen Blöcke nicht ganz gleich groß und so gibt es einen Versatz zwischen dem Mittelpanel und den beiden äußeren Streifen. Theoretisch hätte ich das nochmal auftrennen und neu nähen können, aber dann hätte mich vermutlich die Lust am Projekt verlassen…

Mit dem Endprodukt bin ich echt zufrieden, auch wenn mich während des Nähen die verschiedenen Stoffqualitäten durchaus geärgert haben. Die bunten Stoffe sind alle aus meinem Stash und teilweise noch aus meinen Anfangszeiten, also 2010/11. Heutzutage wären die wenigsten davon noch in meinem Warenkorb gelandet. Lediglich der weiße Unistoff von Art Gallery Fabrics sowie den Rückseitenstoff [Zartrosa mit weißen Sternen] hab ich mir frisch dazu geholt.

Den Craftsman Quilt kann ich echt empfehlen, weil er ein toller Stashbuster ist und sich vor allem auch für größere Motive super eignet. Ich kann mir gut vorstellen, den mal wieder zu nähen.

Pattern: „Craftsman Quilt“ by Amy Smart, von mir adaptiert und angepasst

Stoff: Art Gallery Fabrics Snow White, aus meinem Stash (u. a. Stampin‘ Up!, Michael Miller, …), Rückseite Poppy Big Stars Rosa, Binding Poppy Big Stars Pink, Art Gallery Fabrics Snow White

Quilting: gerade Linien

Vlies: aus dem örtlichen Stoffgeschäft

Label: Unikati „Fokus“

Kissen mit dem Joyful Jaunt FQ von Art Gallery Fabrics [DIY]

Werbung ohne Auftrag. Zuerst kam der Quilt Ravenbrook 2, dann die Stoffauswahl und dann blieben Reste über…. so in etwas lässt sich zusammen fassen, wie mein September an der Nähmaschine aussah. Zum jetzigen Zeitpunkt, als ich diesen Beitrag tippe, warte ich noch immer sehnsüchtig auf den Rückseitenstoff für den Quilt, der irgendwie alles ins Rollen brachte. Das Quilttop hängt schon längst am Schrank [um meine Quilts zu fotografieren, nutze ich gerne diese Hosenbügel zum Klemmen], aber wenn der Stoff von der Dealerin meines Vertrauens erst beim Großhändler bestellt werden muss, dann dauert das eben.

Fat Quarter sind Stoffstücke, die speziell zugeschnitten werden. Art Gallery Fabrics hatte im Frühjahr einige bekannte Quilterinnen gebeten, tiiiief in die Archive des Herstellers einzutauchen und 10 völlig unterschiedliche Bundles zusammen zu stellen. Zuerst gefiel mir keines so gut, dass ich es unbedingt haben wollte, weil viele Musterstoffe in den einzelnen Zusammenstellungen enthalten sind. Gerade Blumenmuster entsprechen nicht wirklich meinem Stil. Tja, was soll ich sagen? Art Gallery Fabrics und auch die einzelnen Protagonistinnen haben sich dazu auch noch tolle Quiltdesigns einfallen lassen, die zudem kostenfrei als Downloads zu bekommen sind. Als erstes wurde ich beim Soft Focus-Quilt von Abby Luchsinger schwach. Und dann entdeckte ich Ravenbrook 2 von Der Rabe im Schlamm. Bei diesem kleinen norddeutschen Onlineshop habe ich mich dann eben auch für Joyful Jaunt von Christina Lee entschieden.

Nachdem das Quilttop zugeschnitten und auch genäht war, sind hier noch einige Stoffteile über gewesen. Ähnlich wie Scrapbooking ist Patchwork ein finanziell …. intensives Hobby. Zudem sind die Stoffe von einer tollen Qualität, außerdem gefallen mir diese enorm gut. Aus den Anfängen meiner „Nähkarriere“ hatte ich hier noch ein kleines Kissen, welches ich wirklich gerne aufgrund seiner Größe mag. Der Bezug war jedoch von Beginn an recht mangelhaft und so habe ich eben aus den oben erwähnten Resten dann einen neuen genäht. Dieser ist leider minimal kleiner als das vorhandene Kisseninlet, so dass das Kissen nun recht fest ist.

Auch der hintere, auf dem Bild oben gezeigte Kissenbezug entstand aus den erwähnten Resten. Irgendwie hat meine Quiltmathematik da nicht ganz hingehauen und der Bezug ist nicht quadratisch, aber es stört mich nun nicht wirklich.

Auf meinem grauen Sofa sehen die Kissen echt toll aus und ich freue mich schon, wenn ich mich dann endlich unter die fertige Decke werde kuscheln können. Dazwischen steht leider noch Basting, also das zusammenfügen der drei Lagen und das Quilting selbst. Das sind die Schritte, die ich persönlich am wenigsten gern mag. Allerdings ist es mir persönlich auch zu teuer, meinen Quilt professionell auf einer Longarm-Maschine quilten zu lassen – ja, ja, da kommt die Schwäbin in mir wieder zum Vorschein…