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Fauxdori [Anleitung]

Von einem Freund bekam ich ein ziemlich großes Stück Leder geschenkt. Als Dankeschön baute ich ihm auch einen Fauxdori und habe für euch fotografiert, wie ich vorgehe.

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Du brauchst Leder, Printed Paper, Schreibpapier, elastische Kordel, evtl. Deko. Als Werkzeug empfehle ich Lineal, Geodreieck, Schneidematte, Cuttermesser, Papiertrimmer, Stift, Falzbein und Foldbackklammern. Außerdem brauchen wir noch Tackerklammern.

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Das Papier wird auf die Maße 21 cm x 21 cm zugeschnitten und mittig gefalzt.

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Die Klammern an einer Längseite befestigen und mit dem Paperpiercer Löcher im Abstand der verwendeten Tackerklammern vorbohren. Ich rücke 30 mm von der Außenkante ein, der Abstand beträgt 13 mm.

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Klammern von Außen durchstecken und innen zubiegen. Jetzt stehen im geschlossenen Zustand die Seiten über den Umschlag. Ich begradige die Kante mit dem Cuttermesser. 

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Das Lederstück habe ich auf 9 1/2 “ x 9 1/8 “ zugeschnitten [leider habe ich grad keine cm zur Hand / 9 1/8 “ ist die Höhe]. Die Löcher für das Garn sind ca. 1 cm von der Außenkante entfernt und 6 mm links bzw. rechts der Mitte. Das 5. Loch ist für das Verschlussband. Gelocht habe ich mit der Crop a dile Big Bite und dem kleinen Durchmesser.

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Die Bänder werden wie folgt durchgezogen : rechtes unteres Loch von innen nach außen, zum linken unteren Loch führen und wieder nach innen fädeln. Innen zum linken oberen Loch, nach Außen [evtl. falls gewünscht Deko anbringen], zurück nach Innen und die Bandenden straff verknoten.

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Darauf achten, dass das Band nicht zu lose ist, es soll nach dem einfügen der Inlets unter Spannung stehen. Durch das 5. Loch das Verschlussband fädeln [evtl. mit Deko] und verknoten. Inlets einfügen [Band in die Mitte des Hefts] und fertig ist das Fauxdori.

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Ich habe hier auch wieder Papier aus der Serie FANCY FREE von Paige Evans verwendet. Trotzdem, dass die Serie insgesamt sehr Girlie ist, kann sie auch gut für Männerprojekte verwendet werden. 

Fauxdori

Fauxdori Neopren

Während der langen Wochenenden der letzten Zeit hatte ich mal wieder Muße, in Pinterest zu stöbern. Dort stieß ich auf die tollen Midori-Planner und die selbstgebauten Fauxdoris. Diese Idee ließ mich nicht mehr los. Leder [oder Kunstleder] hatte ich leider keines griffbereit, dafür stolperte ich aber über die Hülle meines leider defekten Netbooks. Pink, mit asiatischen Motiven UND aus Neopren – perfekt! Für die Innenseite habe ich ein Stück alten Jeansstoff verwendet.

Nachdem ich mittlerweile von einem ehemaligen Mitschüler, den ich nach Ewigkeiten das erste Mal wieder sah, Leder bekam, werde ich Euch demnächst detailliert zeigen, wie ich bei der Hülle vorging.

Turquoise Stripes Quilt – Work in progress

Turquoise Stripes Quilt

Mein zweiter Quilt nimmt langsam Formen an. Bei Quilt et Textilkunst am Sebastiansplatz in München kaufte ich diese beiden JellyRolls in Türkis- und Aquatönen. Inspiriert zu dem Quilt wurde ich von Andrea.

Turquoise Stripes Quilt 4

Grob orientierte ich mich an den sogenannten 1600 Quilts. Viele Ideen zu JellyRoll-Quilts könnt ihr bei Pinterest finden.

Ich nähte die schmalen Streifen völlig unsortiert an den kurzen Seiten aneinander, so dass ich eine sehr lange, extrem schmale Stoffbahn erhielt. Diese teilte ich dann in insgesamt 16 Stücke, indem ich die Stoffstreifen halbierte. Im oberen Bild seht ihr, dass ich diese Streifen dann nebeneinander legte, um die Wirkung zu testen.

Turquoise Stripes Quilt 1

Nachdem mir die Patchworkdecke ansonsten viel zu schmal gewesen wäre, ergänzte ich mit Kona Cotton in Reinweiss. So habe ich nun 4 Streifen in Türkis und 5 Weiße Stoffbahnen, die jeweils ca. 20 cm breit sind. Das Quilttop misst also 200cm in der Länge und 180 cm in der Breite.

Turquoise Stripes Quilt 2

Oben seht ihr eine Detailaufnahme (nachts um 24 Uhr…), unten die ausgebreitete Decke. Jetzt muss ich mir noch Batting (also die Füllung) sowie einen Stoff für die Rückseite besorgen und dann geht es los, die Lagen aufeinander zu nähen.

Turquoise Stripes Quilt 3

Ich bin mal gespannt, wann ich Euch eine fertige Patchworkdecke zeigen kann. Und weil mir die Streifen so gut gefielen, nenne ich diese Decke #turquoisestripesquilt. Unter diesem Hashtag zeige ich Euch auch bei Pinterest Bilder zum Fortschritt….

Amigurumi und Kokeshi, kawaii und Geishas [Instagram]

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Leider war ich noch nie in Asien. Dennoch liebe ich den dort vorherrschenden, relativ kindischen Style sehr. Meine Brotbox ist von Hello Kitty, es gibt ziemlich viel pink in meinem Leben (darunter „leiden“ auch meine männlichen Bürokollegen….). Bei Dawanda habe ich mir nun einige gehäkelte Geishas gegönnt.

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Fürs Selberhäkeln fehlen mir sowohl Geduld als auch Können (oder vielmehr Häkelkenntnisse), deswegen habe ich dann doch lieber den virtuellen Geldbeutel gezückt und mir die beiden Süßen bestellt.

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Die kleinere der beiden war ursprünglich (siehe oberes Bild) als Schlüsselanhänger gedacht. Dafür ist sie mir aber zu Schade. Den Anhänger habe ich einfach mit der Kneifzange entfernt und nun habe ich mir ein kleines Stück Asien aufs Regalbrett geholt…..

T-Shirts im neuen Gewand

Irgendwo in den Weiten des www habe ich mal Kissen gesehen, die aus alten T-Shirts genäht wurden. Auch bei mir schlummerte das ein oder andere Schätzchen im Kleiderschrank, das sich jetzt eines neuen Lebens als Kissen erfreuen darf. Insofern hab ich nach langer Zeit mal wieder Designer gespielt *g*

Bei meiner Nähsession am Sonntag entstanden diese beiden Kuschelkissen aus T-Shirts, die ich mir bei meinen beiden vergangenen USA-Aufenthalten kaufte. Weil ich Euch aber auch etwas Gutes tun möchte, habe ich die Entstehung so eines Kissens dokumentiert. Neugierig bin ich aber schon auch…. wenn Ihr ebenfalls so ein Kissen näht, würde ich mich über einen Kommentar und eine Verlinkung zu dieser Anleitung hier freuen!

Du brauchst: je Kissen 2 alte T-Shirts, wovon eines unifarben sein sollte, Schere, Maßband, evtl. zusätzlich ein Patchworklineal, Bleistift, Schneiderkreide oder Patchworkstift zum Anzeichnen, Nähmaschine, Kissenfüllung (bei mir IRMA von IKEA – unschlagbar preiswert!)

Insgesamt sollte der Bezug, da Jersey dehnbar ist, ca 1 cm kleiner sein als die Kissenfüllung. Mein fertiger Bezug misst 34 x 34 cm. Als erstes habe ich mir das bedruckte Teil, das mittig auf mein Kissen sollte ausgemessen und mit Nahtzugaben ausgeschnitten.

Dieses Teil habe ich dann mit Stecknadeln auf das zweite, gebügelte (!) T-Shirt geheftet, um so die Breite optimal anzeichnen und ausschneiden zu können. Zum Thema Bügeln: ich hasse, hasse, hasse Bügeln – für mich gibt es nichts schlimmeres!! Aber wenn ich nähe, dann sind das Bügeleisen und ich beste Freunde. Wenn ich schon jede Menge Geld (Stoff kaufen ist nicht billig…)und Zeit investiere, will ich nach der Aktion auch ein tolles Ergebnis haben, und das ist ohne bügeln im Normalfall nicht möglich.

Beim zweiten Shirt habe ich soweit bis zum Halsausschnitt wie möglich geschnitten, um möglichst viel Variationsmöglichkeiten bei der Platzierung des bedruckten Teils zu haben.

Unifarbenen und bedruckten Stoff habe ich so miteinander verbunden, dass der Saum des Shirts auch den Saum des Bezuges ergibt. Spart man sich schon eine Naht und außerdem ist der Saum auch toll versäubert… Die Nahtlinie habe ich mir mit Bleistift eingezeichnet. Ansonsten werden meine Nähte nämlich dermaßen schief, das glaubt kein Mensch. Außerdem wollte ich nur links und rechts des Motivs den weißen Stoff haben, nicht aber ober- und unterhalb.

Bügeln nicht vergessen *g* Die Nahtzugaben bügele ich immer zum dunkleren Stoff hin um, damit nichts durchscheinen kann. Das unterhalb des Motivs liegende Stück Stoff ist kürzer als das obere, so dass sich beim Verschließen der Seitennähte ein sogenannter Hotelverschluss ergibt – der Stoff überlappt an der Rückseite um 10 oder 15 cm, so müssen kein Reißverschluß oder Knöpfe angebracht werden.

Das Motiv sollte bei diesem Kissen genau mittig sitzen. Also habe ich mir mit Stecknadeln den Bruch markiert und den Stoff rechts auf rechts gelegt. Dann kommen jede Menge Stecknadeln zum Einsatz, ich will ja keine Falten einnähen *lach*

Sind die Seiten geschlossen und versäubert, einfach nur noch wenden, Füllung einlegen und ab aufs Sofa mit einem neuen Kuschelkissen 😉 Alabama Crimson Tide, das Logo des linken Kissens des obersten Bildes, sind im übrigen die Sport Teams der University of Alabama. Ursprünglich wollte ich in eine Seitennaht ja noch mein Label einfügen, aber a) hab ich das im Eifer des Gefechts vergessen und b) hätte es farblich so gar nicht zu den Kissen gepasst (ich sag nu: PINK)

Me Made Mittwoch

Kaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalt isses hier!!!!

Aber als Gegenmassnahme habe ich am Sonntag meine neue Mütze fertig gestellt. Ich find sie wunderhübsch, zwei unterschiedliche Jaquardmuster, Alpakawolle doppelt genommen, tolle Farben. Da kann das Wetter noch so mies und trist sein, die muntert einfach auf.

Ich hab hier zwei Mützen gestrickt und dann einfach an der Anschlagskante links auf links miteinander vernäht. Das mit dem Faden gleichmässig spannen bekomm ich beim Jaquardmusterstricken einfach nicht hin und ich hab mich schlicht nicht getraut, ein Bild von diesen blöden Fäden zu machen 😉 soo furchtbar sah das nämlich aus!

Dadurch, dass jede der Mützen mit doppeltem Faden gestrickt ist, hat die Mütze zwar ein relativ hohes Eigengewicht, hält aber auch super warm. Ich liebe zwar selbstgestrickte Accesoires, aber bei den Mützen pfeift halt oftmals wirklich der Wind durch.

Und ausserdem wollte ich einfach mal eine Mütze haben, die von ‚jeder‘ Seite einfach nur toll aussieht *g*

Mal gucken, was die anderen MeMades heute so tragen? Alle weiteren Infos gibts hier….

Die Strickmuster sind aus dem Buch ‚Stricken mit Magdalena Neuer‘, sind dort allerdings für Pullover gedacht. Ich habe 72 Maschen angeschlagen, passt perfekt.

Fliegenpilze

entstehen gerade in meiner Wohnung. Nein, nicht die giftigen, wie man sie aus dem Wald oder von Wiesen kennt, sondern kleine, nützliche….

Ich habe ja gerade mal wieder das Nähen für mich entdeckt…. so wirklich gut kann ich es bis heute noch nicht (ich habe es erst 2003-05 in der Landwirtschaftsschule gelernt und jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt), aber für Kissen, Decken und das ein oder andere Accesoire reicht es dann doch aus.

In den Weiten des www habe ich eine witzige Anleitung entdeckt für kleine Nadelkissen. Im Originaltutorial wird daran noch ein kleiner Kordelgummi befestigt, so dass das Nadelkissen wie eine Art Fingerring getragen werden kann und nicht zwischen den Stoffbergen verschwindet. Leider ist das Gummi noch nicht eingetroffen, so dass ich den ersten Pilz ohne gebastelt habe.

Du brauchst

Schere, Nadel, Faden

Zwei Stoffkreise (etwa 8 cm im Durchmesser, in Zukunft wird der ‚Pilzhut‘ bei mir aber einen größeren Durchmesser haben, damit es realistischer aussieht)

Einen Flaschendeckel, Kleber (ich verwende praktischerweise Holzleim), etwas Füllwatte und einen Kordelgummi (ca. 10 cm lang)

In den Deckel werden zwei Löcher gebohrt (mit einer Ahle, Spitzbohrer oder auch mit dem Akku und Bohrer 3,5mm). Dann streichst du die Fläche aussen mit Kleber oder Leim ein und setzt den Deckel mittig auf den Stoff, der den Pilzstiel geben soll. Wenn das Ganze mit dem Gummi gearbeitet werden soll, dann muss jetzt natürlich noch der Stoff durchgestochen werden. Anschliessend den Gummi durchfädeln (am Besten legt man wohl noch eine Garnrolle dazwischen, um etwa fingerdicken Abstand zu gewähren) und innen verknoten. Ich habe den Leim erst etwas antrocknen lassen, weissen Faden in meine Nähnadel eingefädelt und dann die Seiten eingestrichen.

Den Stoff habe ich jetzt an den Seiten nach oben geklappt und einige Male mit der Nadel durchgestochen, so dass nichts mehr aufgehen kann.

Der Pilzhut wird folgendermassen gearbeitet:

Ein langes Stück Faden in die Nadel einfädeln, rund um das Stück Stoff kleine Stiche machen und schon mal leicht einkräuseln. Die entstandene Halbkugel prall mit der Füllwatte ausstopfen und dann den Faden komplett anziehen.

Falls die Kugel noch zu flach sein sollte, einfach nochmal etwas öffnen und noch mehr Füllwatte reinstopfen. Wenn du mit der Form zufrieden bist, kannst du den Faden verknoten.

Dann musst du nur noch den Hut am Stil mit kleinen Stichen annähen und schon kannst du Nadeln reinstecken.

Leider finde ich den Link zu dem Tutorial nicht mehr… Wer ihn weiss, darf ihn mir gerne zuschicken, so dass ich verlinken kann. Bitte entschuldigt auch die Qualität der Fotos, auf die Nähe mag meine Cam nicht so, wie ich möchte……

Viel Spaß beim Nachbasteln!!

Alles Liebe,

Andrea