INKA Könige der Anden [Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim]

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Aktuell – und leider nur noch bis Sonntag, 23.11.2014, gibt es im Lokschuppen Rosenheim eine tolle Ausstellung zu bestaunen:

INKA – Könige der Anden.

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Ich hatte den Besuch der Ausstellung schon sehr lange auf meiner ToDo-Liste stehen und eigentlich immer die „Hoffnung“ auf einen verregneten Sonntag nachmittag. Dieser wollte sich aber partout nicht einstellen und so wurde es dann zum Tag der deutschen Einheit eben wahr. Immerhin hatte ich nur noch zwei Wochen Zeit….

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Die Ausstellung ist durchaus kindgerecht – es gibt viele Dinge zum Anfassen. Aber auch für uns Erwachsene ist es wirklich toll und sehr sehenswert. An diesem Sonntag fanden ca. alle 30 Minuten Führungen statt und so hatte ich das Glück, das ein oder andere aufzuschnappen. Besonders faszinierend fand ich die tollen Silberarbeiten. Von diesen sind nur noch sehr wenige erhalten, da im Zuge der Eroberung Südamerikas durch die Spanier viele dieser Schätze verloren gingen. Die Kolonialherren schmolzen die Gold- und Silberarbeiten zu Barren und verschifften diese nach Europa.

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Die Inka hinterließen keine Schriften; erst durch die spanischen Eroberer gibt es Aufzeichnungen. Allerdings konnten im Laufe der Zeiten Wissenschaftler einiges enträtseln.

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Was allerdings immer noch nicht gelöst werden konnte, sind die Knotenketten, die von den Inkas genutzt wurden. Bevor das Codierungssystem entschlüsselt wurde, fielen die Kenner dieses Systems entweder den eingeschleppten Seuchen wie Pocken zum Opfer oder wurden von den Europäern ermordet.

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Im linken oberen Bild seht Ihr das „Maskottchen“ der Ausstellung. Vor dem Ohrläppchen ist ein beleuchtetes Objekt zu sehen. Das seht Ihr dann genauer im rechten Bild: diese kleine Statue ist, wenn es hoch kommt, zwischen 3 und 5 cm hoch und die Vorlage des Maskottchens. Die langen Ohrlöcher wurden mit regelrechten Pflöcken verursacht; junge Männer bekamen diese als Zeichen ihres Eintritts in das Erwachsenenalter in Ritualen.

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Vor dem Ausstellungsgebäude „Lokschuppen“ finden sich viele dieser Lama-Silhouetten in den unterschiedlichsten Farben. Die Lamas waren das bedeutendste Transportmittel der Inka-Zeit. Bereits damals gab es ein Straßennetz, das das gesamte Reich verband. Es war ausgebaut ähnlich dem heutigen Autobahnnetz mit Rastplätzen [die ungefähr einen Tagesmarsch von einander entfernt lagen]. Dort konnte der Reisende auch übernachten. Das Inka-Reich erstreckte sich über weite Teile Südamerikas [heutige Staaten: Ecuador, Chile, Peru, Argentinien und Bolivien]; die Gesamtlänge war weiter als von Sizilien bis zum Nordkap.

Solltet Ihr in der Nähe von Rosenheim sein und die Ausstellung noch nicht besucht haben, kann ich Euch diese wärmstens empfehlen. Leider ist der Eintritt nicht ganz billig [13,00 EUR – Erwachsener], aber das war es mir trotzdem wert. Leider hat diese Ausstellung auch mal wieder mein Fernweh geweckt. Ich muss unbedingt sparen, damit ich nicht dauerhaft 10.697 km von Machu Picchu entfernt bin….

 

 

 

 

 

 

 

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